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Schönes Leben in D?

Bereits zweimal innerhalb weniger Tage rief mich eine nette Dame von einem Umfrageinstitut an und wollte, daß ich ihr Fragen über „Das schöne Leben in Deutschland“ beantworte. Beim ersten Mal fragte ich die Dame, ob sie sich da nicht verwählt hätte – ich sei doch kein Migrant, was das Gespräch sehr schnell beendete.
Beim zweiten Mal fiel mir nichts Besseres ein, als die Dame zu fragen, welches Deutschland sie denn meine und zu welcher Zeit. Da tatsächlich die BRvD im Jahre 2016 gemeint war, konnte ich ihr dazu keine Auskunft geben – oder findet ihr das heutige Leben hier „schön“?
Luckyhans, 8.11.004
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Vielleicht hätte ich der Dame mal einige Fakten aus den jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes offerieren sollen?
Aber gewiß nicht ohne dazu einige Verständnishilfen wie hier anzubringen – vielleicht wäre das ja aussgaekräftig gewesen.
Oder ihr dazu den SWR empfehlen sollen: „Das arme Deutschland, kein Wohlstand für alle…“

Oder hätte ich sie eventuell nach den gesinnungsbedingten Berufsverboten fragen sollen, die immernoch in diesem Lande praktiziert werden?

Oder hätte ich ihr den ersten Absatz eines meiner Artikel vorlesen sollen, der die aktuelle Lage insgesamt kurz umreißt?

Vielleicht wäre es besser gewesen, ihr von den rosigen Zukunftsaussichten am hiesigen Arbeits“markt“ etwas vorzuschwärmen?

Nein, ich hätte mich als einer der über eine Million Leiharbeiter in diesem Land zu erkennen geben sollen, die trotz gleicher Qualifikation und Arbeitsleistung nach wie vor schlechter bezahlt werden als der benachbarte Kollege…

Oder ich hätte mich als betroffener Kunde der Targobank zu erkennen geben sollen, der wegen eines Computerfehlers „momentan grad mal zufällig“ kein Geld auf dem Konto hat?

Möglicherweise wäre auch ein Hinweis auf das Wurstblatt „Die Welt“ passend gewesen, daß man sich jetzt bald auch im Fernsehen ganz offiziell über die Unterschicht wird mokieren dürfen?

Ach, es hätte noch viel mehr Möglichkeiten gegeben… denn sooooooo SCHÖN ist unser Leben in der alliierten Verwaltungsorganisation BRvD (Federal Republic of Germany)…

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Genug der Selbstbespiegelung.
Natürlich geht es uns hier in Zentraleuropa verhältnismäßig gut.

Sind wir uns eigentlich im Klaren darüber, wie wertvoll diese längste Friedensperiode der Geschichte ist?
Denn trotz aller Re-education und fortdauernder Okkupation sind uns schwerere Prüfungen erspart geblieben… bisher.

Warum lassen wir dann diese Kriegshetze der alliiertenhörigen Politiker-Darsteller durchgehen?
Wollen wir auch vier Jahrzehnte (!) später noch an den Kriegsfolgen leiden wie andere Völker?

http://www.ardmediathek.de/tv/tag7/Auf-ewig-verseucht-Vietnam-vierzig-Jahr/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7543394&documentId=38652716


9 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Irene sagt:

    „Sind wir uns eigentlich im Klaren darüber, wie wertvoll diese längste Friedensperiode der Geschichte ist?“
    Darum führen wir auf Kosten anderer die Kriege, um selbst verschont zu bleiben.
    Aber lange geht das nicht mehr gut. Dann knallst auch hier.

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  3. mkarazzipuzz sagt:

    @Irene
    wir haben in Europa nach dem letzten großen Knall keinen durchgängigen Frieden gehabt. Egal ob es in Spanien die Basken waren, die Iren (ich habe vor Jahren unter Anderem Derry auf der grünen Insel besucht und mich hat es gegraut) oder du nimmst die Konflikte in Jugoslawien, also den Kosovo, Montenegro Kroatien, Serbien, ja selbst auf den Canaren gab es eine von Spanien niedergeknüppelte Unabhängigkeitsbewegung.
    Dabei habe ich hier lange noch nicht Alles aufgezählt.
    Wie sagt George Friedman so nett: „Europa wird seine Kriege haben“
    Nun, sie arbeiten daran, dass sie sich mehren. 300.000 in Kampfanzügen und erhöhter Alarmbereitschaft an Russlands Grenzen sind eine Hausnummer.

    Und Irene, „Wir“ führen keine Kriege, es sind unsere Politdarsteller (egal welcher Couleur) von Washingtons Gnaden, denen von den depperten „Volksdarstellern“ immer wieder die Sessel reserviert werden.
    Nee, die längste „Friedensperione hat nicht wirklich statt gefunden. Wir haben nur den Knall noch nicht gehört.

    Lieben Gruß
    Martin

    Gefällt 2 Personen

  4. Vollidiot sagt:

    Mapuzz

    Irene meint offensichtlich sone BummBumm-Kriege.
    Mit Schießen und so, und aufgeschlitzten Bäuchen.
    Und wenn BummBumm-Becker und im Kosovo Kinder mit uranabgereicherten Munitionshülsen spielen, dann ist Frieden.
    „Frieden“?
    Will ich was sehen, dann ist es auch so.
    So ist es mit dem Frieden, dem Krieg, der flachen oder linsigen Erde.
    Der Mensch hat neben seinen Ohren, Augen, Verstand und Gfui auch noch eine Fantasie.
    Freies Floaten is anjesacht.
    Dabei ist doch alles so einfach.
    Wer Trinkt muß strullen und wer ißt muß kacken.
    Wo ist das Problem?

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  5. mkarazzipuzz sagt:

    Mojens Volli,
    Na ja, mindestens in Nordirland, also in Derry und Belfast, sowie im Baskenland gab es ja Bummbumm und viele Tote.
    Auch im Kosovo und Umgebung gab es Bummbumm und Tote. In Serbien hat eine Rot-Grüne „Regierung“ in einem völkerrechtswidrigen Krieg die Angehörigen eines legitimen und anerkannten Staates um ihr Leben gebracht.

    Das ist aber laut UN-Charta verboten!!!! So what?

    Frieden in Europa? Wo gab es den real? Gerade wird daran gearbeitet, dass er endlich in Deutschland auch endet.
    Aber was heißt das schon? Hatten wir hier nicht auch die Straßenschlachten und Tote bei den 68’igern? Gab es die RAF (Kürzelgleichheit mit der Royal Air Force 😉 ) nicht?
    Benno Ohnesorg und Fritz Teufel gab es nicht?

    War das kein Krieg?

    Ich denke doch.

    Lieben Gruß
    Martin

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  6. Texmex sagt:

    Er bringt`s auf den Punkt, auch wenn es manche nicht gerne hören wollen

    @Irene, Volli, MKrazziputzi

    Es ist schon interessant, wie man Frieden oder Krieg persönlich definiert, im „freiheitlichsten doitschen Staat jemals“ – 3 fette Lügen in 4 Worten, gab es noch nie soviele indizierte Bücher, soviele politische Gefangene, soviel Meinungsterror wie seit Hitler. Dazu muss man gar nicht Leute totschiessen. Der Friedensengel Joshua Martin Fischer, der Förderer der freien Rede Heiggooo Ehrenburg-Maas, die AA-Stiftung (kommen nur Exkremente raus) der Wohl-Täterin Kahane lassen grüssen.

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  7. Luckyhans sagt:

    Liebe Freunde,
    ihr habt offensichtlich die ARD-Doku zum Abschluß nicht angeschaut – DAS IST KRIEG!
    Nicht was hier an „normaler“ Unterdrückung, Doppelmoral, politischen Morden und „kleinen“ Konflikten gelaufen ist, kann man wohl mit dem, was da zu sehen ist, kaum vergleichen… bitte anschauen.
    Wahlweise auch den Film von Frieder Wagner über die Folgen der Uranmunition… dagegen sind eure Interpretationen wirklich nicht stichhaltig, was ihr da anführt, ist der „normale“ friedliche Kapitalismus.

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  8. […] mich ein klarer Ausdruck von Größenwahn, wenn man gleichzeitig die tatsächliche Lage hier im Lande […]

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  9. […] mich ein klarer Ausdruck von Größenwahn, wenn man gleichzeitig die tatsächliche Lage hier im Lande […]

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