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Solawi, Solidarische Landwirtschaft / Palina berichtet

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Palina hatte mal erwähnt, dass sie auf einem Hof der Solidarischen Landwirtschaft tätig sei. Ich bat sie dann, es bitzeli Genaueres zu erzählen, auf dass wir auf allerbeste Art angeregt und inspiriert würden. Und, bitteschön, hier ist er, der Bericht von Palina.

Vielen Dank, Palina!

thom ram, 09.08.0004 (Für Roundup Fans wohl eher 2016)

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Seit diesem Jahr habe ich mich der „Solawi“ angeschlossen, die es bei uns im Ort gibt.
Eine „Solawi“ ist eine solidarische Landwirtschaft von der es bundesweit schon einige gibt.
Wer eine nachhaltige Landwirtschaft selbst verwirklichen möchte, kann sich einem Hof der Solidarischen Landwirtschaft anschließen – oder selber einen gründen:

Die Essenz dieser Beziehung ist die gegenseitige Vereinbarung: der Hof ernährt die Menschen und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Dies entspricht einer bewährten Praxis: für die längste Zeit der Menschheitsgeschichte waren Menschen mit dem Land verbunden, das sie ernährt hat.
Bei diesem Konzept werden die Lebensmittel der Landwirtschaft nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen ein in einen eigenen, von Teilnehmerseite mit organisierten und finanzierten, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf.
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Solidarische Landwirtschaft – weltweit
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Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft ist Mitglied im internationalen CSA-Netzwerk URGENCI und aktiv an interantionalen Austauschprojekten beteiligt.
Solidarische Landwirtschaft gibt es weltweit und hat viele Namen, z.B.:
  • CSA (Community-Supported Agriculture) – England/USA
  • Solawi,Freihof, Solidarhof, gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft, Landwirtschaftsgemeinschaftshof, gemeinsame Landwirtschaft (GeLa) – Deutschland/Österreich/Schweiz
  • AMAP (Associations pour le maintien d’une agriculture paysanne ) – Frankreich
  • Teikei – Japan
  • GASAP (Groupe d’Achat Solidaire de l’Agriculture Paysanne) – Belgien
  • GAS (Gruppi di Acquisto Solidale) – Italien
  • ASC (Agriculture soutenue par la communauté) – Quebec
  • Reciproco – Portugal
  • Andelslandbruk – Norwegen
Nun hat es sich bei uns so ergeben, dass wir Land von einem Bio Bauer gepachtet haben und das in Eigenregie betreiben. Dazu haben wir 2 erfahrene Gärtner in Teilzeit angestellt. Die beiden haben sich auf unser Projekt mit Freude eingelassen und finden das alles sehr spannend. Somit sind wir keine klassische „Solawi“ sondern eher eine Gartengemeinschaft.
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Wir sind ca. 60 Mitglieder, die einen Ernteanteil einmal die Woche abholen. Gemeinsam unterstützen wir die Gärtner bei der Arbeit so gut jeder kann. Wir sind eine gemischte Gruppe von Alt bis Jung und einigen Familien. Für die Kinder ist es besonders schön, wenn sie mithelfen können oder einfach nur auf dem Feld spielen, während die Eltern arbeiten.
Mein Motivation war das gesunde Essen, das Mitarbeiten und das Lernen.
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Dieses Jahr mussten wir noch ganz viele Jungpflanzen kaufen. Für nächstes Jahr ist das Ziel möglichst viele eigene Samen zu produzieren. Einer unserer Gärtner hat auf diesem Gebiet sehr viel Erfahrung gesammelt.
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Das ganze beruht auf einer Vereinsgründung und wir zahlen einen jährlichen Beitrag.
Wer einen Ernteanteil möchte, der zahlt noch einen monatlichen Beitrag extra. Dieser Beitrag wird in einem Bieterverfahren zu Beginn des Jahres ermittelt.
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Von den Mitgliedern wird auch eine „Wunschliste“ erstellt, was das Jahr über angepflanzt werden soll.
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Was wir dieses Jahr schon geernet haben und noch ernten werden:
Kartoffeln, Fenchel, Radieschen, Schlotten, Tomaten, Paprika, Salat, Spinat, Bohnen, Karotten, Kohlrabi, Wirsing, Weißkraut, Rotkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kürbis, Chilischoten, Gurken und Basilikum.
Von unserem Obstgrundstück gibt es Äpfel, Birnen und Zwetschgen.
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Um unsere Felder herum wir konventionell angebaut. Und so haben wir gesehen, dass die Bauern im Juni das Wasser von ihren Feldern abpumpen mussten, weil wir fast jeden Tag heftige Regenfälle hatten. Das war bei uns nicht der Fall.
Auch bemerkten wir, dass sich bei uns sehr viele Schmetterlinge, Bienen und Käfer tummeln. Abends schleichen die Rebhühner durchs Gelände.
Somit trägt diese „kleine Anbaufläche“ auch dazu bei, dass die Natur sich wieder erholen kann.
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Wünsche mir, dass dem ganz viele Leute nacheifern.
Tut der Natur und den Menschen gut.
Liebe Grüße
Palina
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4 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. MANO sagt:

    Sehr gut beschrieben, liebe Ute!

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  4. luckyhans sagt:

    @ Mano:
    Sei willkommen hier in der glücklichen Welt = bumi bahagia, Mano.

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