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Schuldlos? Unverantwortlich!

Oh, wie oft haben wir hier schon diese untauglichen Versuche des bequemen Abschiebens der eigenen Verantwortung auf andere in den verschiedensten Ausführungen gehabt.
„Du bist schuld!“ ist so ziemlich das armseligste Bekenntnis, das ein Mensch von seinem Innenleben offenlegen kann.

Warum die eigene Verantwortung krampfhaft auf andere abschieben wollen?

DAS GEHT NICHT!
Sollte sich inzwischen herumgesprochen haben – und kann auch jeder mit etwas Überlegen nachvollziehen.

Weder in Kleinen, noch im Großen: Verantwortung ist nicht übertragbar.

Daher ist auch eine sogenannte „Parteien-Demokratie“ immer nur eine versteckte oligarchische Diktatur.
Daher ist auch nicht der Arzt für meine Gesundheit zuständig, sondern ausschließlich ich selbst – mit meiner Lebensführung, meiner Ernährung, meiner naturnahen Körperpflege usw.
Daher ist auch kein Staat notwendig, der ein Gewaltmonopol beansprucht, dem er schon seit Jahren  nicht mehr gerecht wird.
Daher ist es auch ganz allein meine Entscheidung, ob ich mich von einem sog. Unternehmer ausbeuten lasse, indem er mir den größten Teil des von mir mit meiner Arbeit geschaffenen Mehrwertes vorenthält.
Daher ist auch nicht der Unternehmer, der die Waffen herstellen läßt, für die damit ermordeten Menschen „zuständig“, sondern ich selbst als Mitarbeiter, der diese Waffen entwickelt und produziert – kann mir ja eine anständige Beschäftigung suchen.
Und so weiter – kann jeder selbst fortführen.

Und bitte nicht wieder das muttikriminelle Märchen von der „Alternativlosigkeit“ (schon das Wort ist ein Widerspruch in sich) hervorzaubern – es gibt aus jeder ausweglosen Situation mindestens zwei Auswege… 😉

Dies vorausgeschickt, bitte ich den weiter unten angefangenen Artikel von Ron Paul durch die „eigenverantwortliche Brille“ zu lesen – er enthält durchaus einige Wahrheiten, aber eben auch das armselige alte Schuld-Konzept…
—–

Wie erfrischend dagegen die aktuelle Betrachtung von KenFM zu „Syrien als Spielball geopolitischer Interessen“ – eine gute halbe Stunde Klarheit und Fakten – eine sehr schöne Zusammenstellung der Gesamtlage und -historie – so wird der Gesamtprozeß in allen Details sofort verständlich: wenn man die „Dinge“ in ihrer Entwicklung betrachtet.

Allerdings: an einigen Stellen ist KenFM nicht ganz aktuell.
1. Russlands Wirtschaft ist NICHT wegen des geringen Ölpreises in der Krise, sondern wegen der Zinspolitik der Rothschild-gesteuerten (immernoch nicht verstaatlichten) Russischen Zentralbank (siehe unsere Artikel dazu auf bb), welche mitten in der Krise (!) ein Zinshoch von 17% „verordnet“ hat – bei gleichzeitigen West-Sanktionen, die eine Kapitalisierung der russischen Unternehmer im Ausland unmöglich machen (bzw. deren exakte Steuerung durch das Ausland ermöglichen) – das ist Hochverrat – auch dort.
Gleichzeitig wird zu dem billigen Rubelkurs gezielt die gesamte russische Wirtschaft von Ausland her aufgekauft – in einigen Industriezweigen sind zwischen 80 und 90 % (!) der Unternehmen schon in ausländischer Hand!
DAS sind die wahren Gründe für die anhaltende Krise in Rußland!
Dagegen ist der Ölpreis nur in laues Lüftchen…

2. Es ist inzwischen offensichtlich und wird von den Ländern, welche die ISIL-Terroristen unterstützen, auch nicht mehr bestritten, daß sie Terroristen wie Dschabad el-Nusra und auch den sog. IS mit Waffen, Geld, Ausbildern usw. versorgen – so wie die Schafs-Massen im Westen totalmanipuliert sind, ruft das auch keinerlei Erregung mehr hervor.
Mehr dazu siehe hier:  „Warum schweigen die Lämmer„.
—–

Luckyhans, 4. November 2015
————————————–

Spart euch die Entschuldigungen, hört einfach auf, Krieg zu fördern!

Ron Paul

Wenn sich Politiker entschuldigen, dann üblicherweise, weil sie bei einer Untat erwischt worden sind, oder weil sie gerade dabei sind, erwischt zu werden. Das war wahrscheinlich der Fall bei dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, der vor kurzem eine „Entschuldigung“ für den Einmarsch in den Irak 2003 abgab. Blair steht vor der Veröffentlichung eines möglicherweise vernichtenden Berichts über das Verhalten seiner Regierung in der Vorbereitungsphase des Einmarsches der Vereinigten Staaten von Amerika und des Vereinigten Königreichs in den Irak im Jahr 2003.

Gleichermaßen zeigt ein Packen e-mails, die vom privaten Server der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton an die Öffentlichkeit gekommen sind, dass Blair versprochen hat, eine militärische Aktion der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Irak zu unterstützen – ein volles Jahr, bevor die Entscheidung zum Angriff angeblich getroffen wurde. Während Premierminister Blair seinen Wählern versicherte, dass er eine diplomatische Lösung der Irakkrise befürwortet, ließ er durch Kanäle hinten herum wissen, dass er bereit war für Krieg, wann immer Bush die Entscheidung dazu traf.

Als ein sorgfältiger Beobachter der öffentlichen Meinung machte Blair den überraschenden Schritt der „Entschuldigung” für den Krieg gegen den Irak in einem Interview mit CNN im vergangenen Monat.

Indes gibt es zwei weitere charakteristische Eigenschaften von Entschuldigungen von Politikern: sie nehmen selten persönlich die Schuld für ein Verbrechen auf sich, und selten büßen sie für diese Verbrechen.

So entschuldigte Tony Blair sich nicht für seine Rolle beim Vorantreiben des verheerenden Irakkriegs. Er entschuldigte sich nicht dafür, dass er, wie der damalige leitende UNO-Inspektor für den Irak Hans Blix feststellte, „die Informationen über Waffen der Massenvernichtung falsch präsentiert hat, um Zustimmung für den Krieg gegen den Irak zu bekommen.“

Nein, Tony Blair „entschuldigte sich ” für „die Tatsache, dass die Informationen, die wir über den Irak bekommen haben, falsch waren.“ Er entschuldigte sich für „Fehler bei der Planung“ für den Irak nach der Beseitigung Saddam Husseins. Dreist weigerte er sich, sich für die Entfernung Saddam Husseins von der Macht zu entschuldigen.

Anders gesagt, er entschuldigte sich dafür, dass die von seinen Spießgesellen manipulierten Informationen, die den Eindruck ergaben, dass Saddam über Waffen der Massenvernichtung verfügte und eine Gefahr für das Vereinigte Königreich darstellte, sich als nicht zutreffend herausstellten. Für Blair war es die Schuld anderer.

(weiterlesen bitte hier)


6 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Ein interessantes Fänomen – die russ. Zentralbank ist noch nicht verstaatlicht……………………..
    Putin weiß offenbar, daß man so etwas nicht macht.
    Als Muschik von seiner Gestalt weiß er doch was das heißt.
    Er will oder er muß es damit bewenden lassen, mit allen Folgen.
    Tja, da stellen sich natürlich schon Fragen.
    Z.B. nach seinen Förderern und Gönnern.
    Gebs zu, daß das jetzt net so neibassd.

    Ich besuche mal meinen (wie ist das bei Nicht-/Ungültigwählern eigentlich, wenn ich ihm sage, daß ich den Wahlzettel durch die Furche gezogen habe, damit das Olfaktorische das Visuelle vertieft, im Sinne des Wortes – de jure also Sachbeschädigung oder Volksverhetzung durch Verächtlichmachung staatlicher, hoheitlicher Subjekte) Bundestagsabgeordneten, versuche es, und stelle ihm mal Gewissensfragen, z. B. zur analen Reinlichkeit.

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  2. gabrielbali sagt:

    Interessanter Beitrag! – Danke!

    Zitat: „Daher ist es auch ganz allein meine Entscheidung, ob ich mich von einem sog. Unternehmer ausbeuten lasse, indem er mir den größten Teil des von mir mit meiner Arbeit geschaffenen Mehrwertes vorenthält.“

    Dieser Satz vermittelt den Eindruck, wenn auch ohne es explizit zu behaupten, Unternehmer wuerden grundsaetzlich ausbeuten, weil sie einen Teil des vom Mitarbeiter erwirtschafteten Gewinns fuer sich beanspruchen und behalten. Wird hier gezielt verschwiegen, dass Unternehmer jedoch auch die Infrastruktur schaffen, damit wir als Arbeitnehmer einerseits geldbringende Enkommen haben, wie auch von den diversen Unternehmen produzierte oder zumindest herbeigeschaffte Gueter.und Dienstleistungen? Sollten Unternehmer fuer ihre Leistungen gar nichts bekommen?

    Alle wollen die Vollbeschaeftigung, viele Menschen wollen lieber Arbeitnehmer statt Arbeitgeber sein. Aber koennte es ueberhaupt Arbeitnehmer ohne Arbeitgeber (meist Unternehmer) geben?

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  3. Petra von Haldem sagt:

    Begriffe genau anschauen:

    Wer nimmt wessen Arbeit(skraft)??
    Wer gibt seine Arbeit(skraft)?

    Eben.
    Es ist wie fast überall. Das Gegenteil kommt der Wirklichkeit meistens näher…………

    Wir alle sind Arbeit-Geber, sofern wir irgendetwas tun….im weitesten Sinne.

    Und wer nimmt??
    (auch wir?? ja schon auch……)

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  4. Vollidiot sagt:

    Angelsachsen, warum soll ich hier die Wichte Obama oder Busch und den Giftzwerg Bläär hervorheben, wo doch eine schier endlose Reihe von Schreibtischtätern für viele Seen voller Blut Verantwortung trägt.
    Z.B. diese Lappenfigur von W. Wilson.
    Rein mathematisch betrachtet spricht vieles dafür, daß es sinnreich wäre, um 5 oder 30 Mio. (nicht 6.Mio) Tote am Leben zu lassen sich ca. 83 Schreibtischtätern zu entledigen.
    Zack, Bumm so wie Rathenau oder Palme oder Moro- die Falschen trifft es ironischerweise häufig.
    So pervers wird gedacht: Kriegsopfer sind leider nicht zu verhindern aber Kriegstreiber und -enzünder werden geschützt und verehrt.
    Idiotisch gedacht wäre 83 vs. 5 oder 30 Mio – das müßte doch jedem demokratisch Gesinnten einleuchten oder äh heimleuchten.
    Welche Rechte nehmen sich diese Vögel eigentlich heraus?
    Die Moral von der Geschicht: die Handwerker der Hintergründigen genießen Schutz, damit sie als Ausführer ihrer vorbestimmten Tätigkeit auch taugen. Die Rechtssetzer richten das ein mit wohlfeilen Gesetzen/Tricks.
    Warum maßen sich die Völker nicht dieses Recht an, das andere sich herausnehmen, Unpassende zu beseitigen?
    Anmaßungen sind den Grauherren vorbehalten, diese verordnen gelegentlich dann sog. „Revolutionen“ – die „Anmaßungen“ der Gemeinen. Und die merken dann nicht, daß sie verarscht werden, die Gemeinen.
    Also die „Passenden“ an Staatens Spitzen sind die „Unpassenden“.
    Man kann garnicht soviele „Unpassende“ entfernen wie es Opfer ihrer Kriege gibt.
    Und hier, also dem Protektorat BRD, betreiben unsere „unpassenden Staatsköpfe“ Kriegsrethorik – ganz ungeniert.
    Warum sind sie nicht schon längst im Knast?
    Ach wie passend: die Rechtssetzer haben Hegezäune für diese Sorte Mensch geschaffen.
    Sie dürfen auf fetten Weiden grasen und fein apportieren – weil sie ja nicht die Schindknute ihrer Herren spüren wollen.
    Darum schinden sie die ihnen Anvertrauten, frech und meineidig wie sie sind.

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  5. luckyhans sagt:

    @ Gab-i:
    Im Artikel ging es um die Mehrzahl der Menschen, also die Angestellten – wir können aber auch gern die Unternehmer betrachten.

    Genau wie seine Angestellten hat jeder Unternehmer die Chance, selbst zu entscheiden, ob er sich und alle anderen fair entlohnen will.
    Denn daß ein gut organisiertes Unternehmen genug Gewinn „abwirft“ (wie kennzeichnend!), ergibt sich aus der einfachen Tatsache, daß der Mensch ein Lebewesen ist, das durchaus deutlich mehr Werte schafft als es dazu verbraucht.
    (ich lasse jetzt mal die Problematik der Gängelung durch die OMF BRiD hier weg, die mir durchaus geläufig ist)

    Vor allem Kleinunternehmer mit nur wenigen Angestellten (davon kenne ich einige persönlich) und Mittelständler (wenige -zig bis wenige Hundert Angestellte) sind da meist sehr verantwortungsbewußt unterwegs – die überwiegende Mehrheit zumindest.

    Der Knackpunkt entsteht fast immer da, wo
    a) sog. „juristische Personen“ statt Menschen für ein Unternehmen stehen, somit die persönliche Verantwortung des Unternehmers durch eine kollektive Verantwortungslosigkeit ersetzt wird,
    und
    b) wo angestellte Nager, meist Mann-ager, im Unternehmen mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut werden, da deren Interesse primär im Erhalt eines möglichst hohen Salärs besteht (und sich meistens auch darin erschöpft, von gelegentlichen Machtspielchen mal abgesehen – wenige mir persönlich bekannte Ausnahmen bestätigen, wie immer, auch diese Regel).

    Beides zusammen ergibt das bekannte (in Studien nachgewiesene) systematisch psychopathische Verhalten der internationalen Großkonzerne und Großbanken.

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  6. Senatssekretär Freistaat Danzig sagt:

    Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt.

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