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Rudolf Steiner / Aus der Akasha-Chronik 1/ Atlantis 1

Habe ich mich so verändert? Was mir von Rudolf Steiner bislang zwischen die Finger gekommen ist, mochte ich nicht lesen. Ich reagierte immer mit: Wie kann dieser Vogel so tun, als ob er Dinge sicher wisse, die er unmöglich wissen kann? Welches sind, zum Teufel auch, seine Quellen? Heute habe ich keine Mühe mit der Vorstellung, dass es Menschen gab und gibt, welche eben nicht so wie ich hören und lesen und schauen müssen, um etwas in Erfahrung zu bringen, sondern die einfach innerlich fragen und darauf die Antworten bekommen.

Danke, Rudolf Steiner! 🙂

Vorliegende Erzählung atlantischer Zeiten liest sich für mich wie ein spannender Roman, nicht zu reden von dem, was darauf noch folgt. 

Vielleicht interessiert dich das auch, lieber Leser? Ich werde in täglichen Folgen einstellen. 

Dank an Luckyhans, der mir dieses Wissen auf den Bildschirm hat flattern lassen. 

thom ram, 14.08.2015

Rudolf Steiner
Aus der Akasha-Chronik
Gesammelte Artikel aus der Zeitschrift „Lucifer- Gnosis“ 1904/05

VORWORT
Durch die gewöhnliche Geschichte kann sich der Mensch nur
über einen geringen Teil dessen belehren, was die Menschheit
in der Vorzeit erlebt hat. Nur auf wenige Jahrtausende werfen
die geschichtlichen Zeugnisse Licht. Und auch was uns die
Altertumskunde, die Paläontologie, die Geologie lehren
können, ist nur etwas sehr Begrenztes. Und zu dieser
Begrenztheit kommt noch die Unzuverlässigkeit alles dessen,
was auf äußere Zeugnisse aufgebaut ist. Man bedenke nur, wie
sich das Bild dieser oder jener gar nicht so lange hinter uns
liegenden Begebenheit oder eines Volkes geändert hat, wenn
neue geschichtliche Zeugnisse aufgefunden worden sind. Man
vergleiche nur einmal die Schilderungen, die von verschiedenen
Geschichtsschreibern über eine und dieselbe Sache gegeben
werden; und man wird sich bald überzeugen, auf welch
unsicherem Boden man da steht.
.

Alles, was der äußeren Sinnenwelt angehört, unterliegt der Zeit. Und die Zeit zerstört
auch, was in der Zeit entstanden ist. Die äußerliche Geschichte
ist aber auf das angewiesen, was in der Zeit erhalten geblieben
ist. Niemand kann sagen, ob das, was erhalten geblieben ist,
auch das Wesentliche ist, wenn er bei den äußeren Zeugnissen
stehenbleibt.
.

Aber alles, was in der Zeit entsteht, hat seinen
Ursprung im Ewigen. Nur ist das Ewige der sinnlichen
Wahrnehmung nicht zugänglich. Aber dem Menschen sind die
Wege offen zur Wahrnehmung des Ewigen. Er kann die in ihm
schlummernden Kräfte so ausbilden, dass er dieses Ewige zu
erkennen vermag. In den Aufsätzen über die Frage: «Wie
erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», die in dieser
Zeitschrift erscheinen, (1) wird auf diese Ausbildung
hingewiesen. In ihrem Verlaufe werden diese Aufsätze auch
zeigen, dass der Mensch auf einer gewissen hohen Stufe seiner
Erkenntnisfähigkeit auch zu den ewigen Ursprüngen der
zeitlich vergänglichen Dinge dringen kann. Erweitert der
Mensch auf diese Art sein Erkenntnisvermögen, dann ist er
behufs Erkenntnis der Vergangenheit nicht mehr auf die
äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu schauen,
was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist, was
keine Zeit von ihnen zerstören kann. Von der vergänglichen
Geschichte dringt er zu einer unvergänglichen vor.
.

Diese Geschichte ist allerdings mit andern Buchstaben geschrieben als
die gewöhnliche. Sie wird in der Gnosis, in der Theosophie die
«Akasha-Chronik» genannt. Nur eine schwache Vorstellung
kann man in unserer Sprache von dieser Chronik geben. Denn
unsere Sprache ist auf die Sinnenwelt berechnet. Und was man
mit ihr bezeichnet, erhält sogleich den Charakter dieser
Sinnenwelt. Man macht daher leicht auf den Uneingeweihten,
der sich von der Tatsächlichkeit einer besonderen Geisteswelt
noch nicht durch eigene Erfahrung überzeugen kann, den
Eindruck eines Phantasten, wenn nicht einen noch
schlimmeren.
.
Wer sich die Fähigkeit errungen hat, in der
geistigen Welt wahrzunehmen, der erkennt da die verflossenen
Vorgänge in ihrem ewigen Charakter. Sie stehen vor ihm nicht
wie die toten Zeugnisse der Geschichte, sondern in vollem
Leben. Es spielt sich vor ihm in einer gewissen Weise ab, was
geschehen ist.
.
Die in das Lesen solcher lebenden Schrift
eingeweiht sind, können in eine weit fernere Vergangenheit
zurückblicken als in diejenige, welche die äußere Geschichte
darstellt; und sie können auch – aus unmittelbarer geistiger
Wahrnehmung – die Dinge, von denen die Geschichte berichtet,
in einer weit zuverlässigeren Weise schildern, als es dieser
möglich ist. Um einem möglichen Irrtum vorzubeugen, sei hier
gleich gesagt, dass auch der geistigen Anschauung keine
Unfehlbarkeit innewohnt. Auch diese Anschauung kann sich
täuschen, kann ungenau, schief, verkehrt sehen. Von Irrtum frei
ist auch auf diesem Felde kein Mensch; und stünde er noch so
hoch. Deshalb soll man sich nicht daran stoßen, wenn
Mitteilungen, die aus solchen geistigen Quellen stammen, nicht
immer völlig übereinstimmen. Allein die Zuverlässigkeit der
Beobachtung ist hier eine doch weit größere als in der
äußerlichen Sinnenwelt. Und was verschiedene Eingeweihte
über Geschichte und Vorgeschichte mitteilen können, wird im
wesentlichen in Übereinstimmung sein. Tatsächlich gibt es
solche Geschichte und Vorgeschichte in allen Geheimschulen.
Und hier herrscht seit Jahrtausenden so volle Übereinstimmung,
dass sich damit die Übereinstimmung, die zwischen den
äußeren Geschichtsschreibern auch nur eines Jahrhunderts
besteht, gar nicht vergleichen lässt. Die Eingeweihten schildern
zu allen Zeiten und allen Orten im wesentlichen das gleiche.
.

Nach diesen Vorbemerkungen sollen hier mehrere Kapitel aus
der Akasha-Chronik wiedergegeben werden. Der Anfang soll
gemacht werden mit Schilderungen derjenigen Tatsachen, die
sich abspielten, als zwischen Amerika und Europa noch das
sogenannte atlantische Festland vorhanden war. Auf diesem Teil
unserer Erdoberfläche war einstmals Land. Der Boden dieses
Landes bildet heute den Grund des Atlantischen Ozeans. Plato
erzählt noch von dem letzten Rest des Landes, der Insel
Poseidonis, die westwärts von Europa und Afrika lag. Dass der
Meeres-Boden des Atlantischen Ozeans einstmals Festland war,
dass er durch etwa eine Million von Jahren der Schauplatz einer
Kultur war, die allerdings von unserer heutigen sehr
verschieden gewesen ist: dies, sowie die Tatsache, dass die
letzten Reste dieses Festlandes im zehnten Jahrtausend v.Chr.
untergegangen sind, kann der Leser in dem Büchlein «Atlantis,
nach okkulten Quellen, von W. Scottelliot» nachlesen. Hier
sollen Mitteilungen gegeben werden über diese uralte Kultur,
welche Ergänzungen bilden zu dem in jenem Buche Gesagten.
Während dort mehr die Außenseite, die äußeren Vorgänge bei
diesen unseren atlantischen Vorfahren geschildert werden, soll
hier einiges verzeichnet werden über ihren seelischen
Charakter und über die innere Natur der Verhältnisse, unter
denen sie lebten.
.
Der Leser muss sich also in Gedanken zurückversetzen in ein Zeitalter, das fast zehntausend Jahre
hinter uns liegt und das viele Jahrtausende hindurch gedauert
hat. Was hier geschildert wird, hat sich aber nicht allein auf
dem von den Wassern des Atlantischen Ozeans überfluteten
Festland abgespielt, sondern auch auf den benachbarten
Gebieten des heutigen Asien, Afrika, Europa und Amerika. Und
was sich in diesen Gebieten später abspielte, hat sich aus jener
früheren Kultur heraus entwickelt.
.
Über die Quellen der hier zu machenden Mitteilungen bin ich heute noch verpflichtet,
Schweigen zu beobachten. Wer über solche Quellen überhaupt
etwas weiß, wird verstehen, warum das so sein muss. Aber es
können Ereignisse eintreten, die auch ein Sprechen nach dieser
Richtung hin sehr bald möglich machen. Wieviel von den
Erkenntnissen, die im Schoße der theosophischen Strömung
verborgen liegen, nach und nach mitgeteilt werden darf, das
hängt ganz von dem Verhalten unserer Zeitgenossen ab. – Und
nun soll das erste der Schriftstücke folgen, die hier verzeichnet
werden können.
.

UNSERE ATLANTISCHEN VORFAHREN
Unsere atlantischen Vorfahren waren mehr verschieden von
den gegenwärtigen Menschen als sich derjenige vorstellt, der
mit seinen Erkenntnissen sich ganz auf die Sinnenwelt
beschränkt. Nicht nur auf das äußere Aussehen erstreckt sich
diese Verschiedenheit, sondern auch auf die geistigen
Fähigkeiten. Ihre Erkenntnisse und auch ihre technischen
Künste, ihre ganze Kultur war anders, als das ist, was heute
beobachtet werden kann. Gehen wir in die ersten Zeiten der
atlantischen Menschheit zurück, so finden wir eine von der
unsrigen ganz verschiedene Geistesfähigkeit.
.
Der logische Verstand, die rechnerische Kombination, auf denen alles beruht,
was heute hervorgebracht wird, fehlten den ersten Atlantiern
ganz. Dafür hatten sie ein hochentwickeltes Gedächtnis. Dieses
Gedächtnis    war    eine    ihrer    hervorstechendsten
Geistesfähigkeiten. Sie rechneten zum Beispiel nicht, wie wir,
dadurch, dass sie sich gewisse Regeln aneigneten, die sie dann
anwendeten. Ein «Einmaleins» war etwas in den atlantischen
Zeiten ganz Unbekanntes. Niemand hatte seinem Verstande
eingeprägt, dass dreimal vier zwölf ist. Dass er sich in dem Falle,
wo er eine solche Rechnung auszuführen hatte, zurechtfand,
beruhte darauf, dass er sich auf gleiche oder ähnliche Fälle
besann. Er erinnerte sich, wie das bei früheren Gelegenheiten
war. Man muss sich nur klarmachen, dass jedesmal, wenn sich
in einem Wesen eine neue Fähigkeit ausbildet, eine alte an Kraft
und Schärfe verliert. Der heutige Mensch hat gegenüber dem
Atlantier den logischen Verstand, das Kombinationsvermögen
voraus. Das Gedächtnis ist dafür zurückgegangen.
Jetzt denken die Menschen in Begriffen; der Atlantier dachte in
Bildern. Und wenn ein Bild vor seiner Seele auftauchte, dann
erinnerte er sich an so und so viele ähnliche Bilder, die er
bereits erlebt hatte. Danach richtete er sein Urteil ein. Deshalb
war damals auch aller Unterricht anders als in späteren Zeiten.
Er war nicht darauf berechnet, das Kind mit Regeln auszurüsten,
seinen Verstand zu schärfen. Es wurde ihm vielmehr in anschaulichen Bildern das Leben vorgeführt, so dass
es später sich an möglichst viel erinnern konnte, wenn es in
diesen oder jenen Verhältnissen handeln sollte.
.
War das Kind erwachsen und kam es ins Leben hinaus, so konnte es sich bei
allem, was es tun sollte, erinnern, dass ihm etwas Ähnliches in
seiner Lehrzeit vorgeführt worden war. Es fand sich am besten
zurecht, wenn der neue Fall irgendeinem schon gesehenen
ähnlich war. Unter ganz neuen Verhältnisse war der Atlantier
immer wieder aufs Probieren angewiesen, während dem
heutigen Menschen in dieser Beziehung vieles erspart ist, weil
er mit Regeln ausgerüstet wird. Diese kann er auch in den
Fällen leicht anwenden, welche ihm noch nicht begegnet sind.
Ein solches Erziehungssystem gab dem ganzen Leben etwas
Gleichförmiges. Durch sehr lange Zeiträume hindurch wurden
immer wieder und wieder die Dinge in der gleichen Weise
besorgt. Das treue Gedächtnis ließ nichts aufkommen, was der
Raschheit unseres heutigen Fortschrittes auch nur im
entferntesten ähnlich wäre. Man tat, was man früher immer
«gesehen» hatte. Man erdachte nicht; man erinnerte sich.
.
Eine Autorität war nicht der, welcher viel gelernt hatte, sondern wer
viel erlebt hatte und sich daher an viel erinnern konnte. Es wäre
unmöglich gewesen, dass in der atlantischen Zeit jemand vor
Erreichung eines gewissen Alters über irgendeine wichtige
Angelegenheit zu entscheiden gehabt hätte. Man hatte nur zu
dem Vertrauen, der auf lange Erfahrung zurückblicken konnte.
.

Das hier Gesagte gilt nicht von den Eingeweihten und ihren
Schulen. Denn sie sind ja dem Entwicklungsgrade ihres
Zeitalters voraus. Und für die Aufnahme in solche Schulen
entscheidet nicht das Alter, sondern der Umstand, ob der
Aufzunehmende in seinen früheren Verkörperungen sich die
Fähigkeiten erworben hat, höhere Weisheit aufzunehmen. Das
Vertrauen, das den Eingeweihten und ihren Agenten während
der atlantischen Zeit entgegengebracht worden ist, beruhte
nicht auf der Fülle ihrer persönlichen Erfahrung, sondern auf
dem Alter ihrer Weisheit.
.
Beim Eingeweihten hört die Persönlichkeit auf, eine Bedeutung zu haben.
Er steht ganz im Dienste der ewigen Weisheit. Daher gilt ja für ihn auch nicht
die Charakteristik irgendeines Zeitabschnittes.
Während also die logische Denkkraft den (namentlich früheren)
Atlantiern noch fehlte, hatten sie an der hochentwickelten
Gedächtniskraft etwas, was ihrem ganzen Wirken einen
besonderen Charakter gab. Aber mit dem Wesen der einen
menschlichen Kraft hängen immer andere zusammen. Das
Gedächtnis steht der tieferen Naturgrundlage des Menschen
näher als die Verstandeskraft, und mit ihm im Zusammenhange
waren andere Kräfte entwickelt, die auch noch denjenigen
untergeordneter Naturwesen ähnlicher waren als die
gegenwärtigen menschlichen Betriebskräfte. So konnten die
Atlantier das beherrschen, was man Lebenskraft nennt. Wie
man heute aus den Steinkohlen die Kraft der Wärme herausholt,
die man in fortbewegende Kraft bei unseren Verkehrsmitteln
verwandelt, so verstanden es die Atlantier, die Samenkraft der
Lebewesen in ihren technischen Dienst zu stellen.
.
Von dem, was hier vorlag, kann man sich durch folgendes eine
Vorstellung machen. Man denke an ein Getreidesamenkorn. In
diesem schlummert eine Kraft. Diese Kraft bewirkt ja, dass aus
dem Samenkorn der Halm hervorsprießt. Die Natur kann diese
im Korn ruhende Kraft wecken. Der gegenwärtige Mensch kann
es nicht willkürlich. Er muss das Korn in die Erde senken und
das Aufwecken den Naturkräften überlassen.
.
Der Atlantier konnte noch etwas anderes. Er wusste, wie man es macht, um
die Kraft eines Kornhaufens in technische Kraft umzuwandeln,
wie der gegenwärtige Mensch die Wärmekraft eines
Steinkohlenhaufens in eine solche Kraft umzuwandeln vermag.
Pflanzen wurden in der atlantischen Zeit nicht bloß gebaut, um
sie als Nahrungsmittel zu benutzen, sondern um die in ihnen
schlummernden Kräfte dem Verkehr und der Industrie
dienstbar zu machen. Wie wir Vorrichtungen haben, um die in
den Steinkohlen schlummernde Kraft in unseren Lokomotiven
in Bewegungskraft umzubilden, so hatten die Atlantier
Vorrichtungen, die sie – sozusagen – mit Pflanzensamen heizten,
und in denen sich die Lebenskraft in technisch verwertbare
Kraft umwandelte. So wurden die in geringer Höhe über dem
Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier fortbewegt. Diese
Fahrzeuge fuhren in einer Höhe, die geringer war als die Höhe
der Gebirge der atlantischen Zeit, und sie hatten
Steuervorrichtungen, durch die sie sich über diese Gebirge
erheben konnten.
.

Man muss sich vorstellen, dass mit der fortschreitenden Zeit
sich alle Verhältnisse auf unserer Erde sehr verändert haben.
Die genannten Fahrzeuge der Atlantier wären in unserer Zeit
ganz unbrauchbar. Ihre Verwendbarkeit beruhte darauf, dass in
dieser Zeit die Lufthülle, welche die Erde umschließt, viel
dichter war als gegenwärtig. Ob man sich nach heutigen
wissenschaftlichen Begriffen eine solch größere Dichte der Luft
leicht vorstellen kann, darf uns hier nicht beschäftigen. Die
Wissenschaft und das logische Denken können, ihrem ganzen
Wesen nach, niemals etwas darüber entscheiden, was möglich
oder unmöglich ist. Sie haben nur das zu erklären, was durch
Erfahrung und Beobachtung festgestellt ist. Und die
besprochene Dichtigkeit der Luft steht für die okkulte
Erfahrung so fest, wie nur irgendeine sinnlich gegebene
Tatsache von heute feststehen kann.
.
Ebenso steht fest aber auch die vielleicht der heutigen Physik und Chemie noch
unerklärlichere Tatsache, dass damals das Wasser auf der ganzen
Erde viel dünner war als heute. Und durch diese Dünnheit war
das Wasser durch die von den Atlantiern verwendete
Samenkraft in technische Dienste zu lenken, die heute
unmöglich sind. Durch die Verdichtung des Wassers ist es
unmöglich geworden, dasselbe in solch kunstvoller Art zu
bewegen, zu lenken, wie das ehedem möglich war. Daraus geht
wohl zur Genüge hervor, dass die Zivilisation der atlantischen
Zeit von der unsrigen gründlich verschieden gewesen ist. Und
es wird daraus weiter begreiflich sein, dass auch die physische
Natur eines Atlantiers eine ganz andere war als die eines
gegenwärtigen Menschen. Der Atlantier genoss ein Wasser, das
von der in seinem eigenen Körper innewohnenden Lebenskraft
ganz anders verarbeitet werden konnte, als dies im heutigen
physischen Körper möglich ist. Und daher kam es, dass der
Atlantier willkürlich seine physischen Kräfte auch ganz anders
gebrauchen konnte als der heutige Mensch. Er hatte sozusagen
die Mittel, in sich selbst die physischen Kräfte zu vermehren,
wenn er sie zu seinen Verrichtungen brauchte.
.
Man macht sich nur richtige Vorstellungen von den Atlantiern, wenn man weiß,
dass sie auch ganz andere Begriffe von Ermüdung und
Kräfteverbrauch hatten als der Mensch der Gegenwart.
.

Eine atlantische Ansiedlung – das geht wohl schon aus allem
Beschriebenen hervor – trug einen Charakter, der in nichts dem
einer modernen Stadt glich. In einer solchen Ansiedlung war
vielmehr noch alles mit der Natur im Bunde. Nur ein schwach
ähnliches Bild gibt es, wenn man etwa sagt: In den ersten
atlantischen Zeiten – etwa bis zur Mitte der dritten Unterrasse –
glich eine Ansiedlung einem Garten, in dem die Häuser sich
aufbauen aus Bäumen, die in künstlicher Art mit ihren Zweigen
ineinandergeschlungen sind. Was Menschenhand damals
erarbeitete, wuchs gleichsam aus der Natur heraus. Und der
Mensch selbst fühlte sich ganz und gar mit der Natur verwandt.
Daher kam es, dass auch sein gesellschaftlicher Sinn noch ein
ganz anderer war als heute. Die Natur ist ja allen Menschen
gemeinsam. Und was der Atlantier auf der Naturgrundlage
aufbaute, das betrachtete er ebenso als Gemeingut, wie der
heutige Mensch nur natürlich denkt, wenn er das, was sein
Scharfsinn, sein Verstand erarbeitet, als sein Privatgut
betrachtet.
.

Wer sich mit dem Gedanken vertraut macht, dass die Atlantier
mit solchen geistigen und physischen Kräften ausgestattet
waren, wie sie geschildert worden sind, der wird auch begreifen
lernen, dass in noch früheren Zeiten die Menschheit ein Bild
aufweist, das nur noch in wenigem erinnert an das, was man
heute zu sehen gewohnt ist. Und nicht nur die Menschen,
sondern auch die sie umgebende Natur hat sich im Laufe der
Zeiten gewaltig verändert. Die Pflanzen- und Tierformen sind
andere geworden. Die ganze irdische Natur hat Wandlungen
durchgemacht. Vorher bewohnte Gebiete der Erde sind zerstört
worden; andere sind entstanden.
.
Die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen
Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. Man nennt sie in
theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch
verschiedene Entwicklungsstufen durchgegangen waren, kam
der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten
Menschen, deren Nachkommen heute noch als sogenannte
wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen. Nur ein kleiner
Teil der lemurischen Menschheit war zur Fortentwicklung
fähig. Aus diesen bildeten sich die Atlantier.
.
Auch später fand wieder etwas ähnliches statt. Die größte Masse der atlantischen
Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil
stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere
gegenwärtige Kulturmenschheit gehört. Lemurier, Atlantier und
Arier sind, nach der Benennung der Geheimwissenschaft,
Wurzelrassen der Menschheit. Man denke sich zwei solcher
Wurzelrassen den Lemuriern vorangehend und zwei den Ariern
in der Zukunft folgend, so gibt das im ganzen sieben. Es geht
immer eine aus der andern in der Art hervor, wie dies eben in
bezug auf Lemurier, Atlantier und Arier angedeutet worden ist.
Und jede Wurzelrasse hat physische und geistige Eigenschaften,
die von denen der vorhergehenden durchaus verschieden sind.
Während zum Beispiel die Atlantier das Gedächtnis und alles,
was damit zusammenhängt, zur besonderen Entfaltung
brachten, obliegt es in der Gegenwart den Ariern, die Denkkraft
und das, was zu ihr gehört, zu entwickeln.
.

Aber auch in jeder Wurzelrasse selbst müssen verschiedene
Stufen durchgemacht werden. Und zwar sind es immer wieder
sieben. Im Anfange des Zeitraumes, der einer Wurzelrasse
zugehört, finden sich die Haupteigenschaften derselben
gleichsam in einem jugendlichen Zustande; und allmählich
gelangen sie zur Reife und zuletzt auch zum Verfall. Dadurch
zerfällt die Bevölkerung einer Wurzelrasse in sieben
Unterrassen. Nur hat man sich das nicht so vorzustellen, als ob
eine Unterrasse gleich verschwinden würde, wenn eine neue
sich entwickelt. Es erhält sich vielleicht eine jede noch lange,
wenn neben ihr andere sich entwickeln. So leben immer
Bevölkerungen auf der Erde nebeneinander, die verschiedene
Stufen der Entwicklung zeigen.
.

Die erste Unterrasse der Atlantier entwickelte sich aus einem
sehr fortgeschrittenen und entwicklungsfähigen Teile der
Lemurier. Bei diesen zeigte sich nämlich die Gabe des
Gedächtnisses nur in den allerersten Anfängen und nur in der
letzten Zeit ihrer Entwicklung. Man muss sich vorstellen, dass
ein Lemurier sich zwar Vorstellungen bilden konnte von dem,
was er erlebte; aber er konnte diese Vorstellungen nicht
bewahren. Er vergaß sofort wieder, was er sich vorgestellt hatte.
Dass er dennoch in einer gewissen Kultur lebte, zum Beispiel
Werkzeuge hatte, Bauten ausführte und so weiter, das
verdankte er nicht seinem eigenen Vorstellungsvermögen,
sondern einer geistigen Kraft in sich, die, um das Wort zu
brauchen, instinktiv war. Nur hat man sich darunter nicht den
heutigen Instinkt der Tiere, sondern einen solchen anderer Art
vorzustellen.
.

In theosophischen Schriften wird die erste Unterrasse der
Atlantier Rmoahals genannt. Das Gedächtnis dieser Rasse war
vorzüglich auf lebhafte Sinneseindrücke gerichtet. Farben, die
das Auge gesehen hatte, Töne, die das Ohr gehört hatte, wirkten
lange in der Seele nach. Das drückte sich darin aus, dass die
Rmoahals Gefühle entwickelten, die ihre lemurischen
Vorfahren noch nicht kannten. Die Anhänglichkeit zum
Beispiel an das, was in der Vergangenheit erlebt worden ist,
gehört zu diesen Gefühlen.
.
An der Entwicklung des Gedächtnisses hing nun auch diejenige
der Sprache. Solange der Mensch das Vergangene nicht
bewahrte, konnte auch eine Mitteilung des Erlebten durch die
Sprache nicht stattfinden. Und weil in der letzten lemurischen
Zeit die ersten Ansätze zu einem Gedächtnisse stattfanden, so
konnte damals auch die Fähigkeit ihren Anfang nehmen, das
Gesehene und Gehörte zu benennen. Nur Menschen, die ein
Erinnerungsvermögen haben, können mit einem Namen, der
einem Dinge beigelegt ist, etwas anfangen. Die atlantische Zeit
ist daher auch diejenige, in welcher die Sprache ihre
Entwicklung fand. Und mit der Sprache war ein Band
hervorgebracht zwischen der menschlichen Seele und den
Dingen außer dem Menschen. Dieser erzeugte das Lautwort in
seinem Innern; und dieses Lautwort gehörte zu den
Gegenständen der Außenwelt.
Und auch ein neues Band
entsteht zwischen Mensch und Mensch durch die Mitteilung
auf dem Wege der Sprache. Das alles war zwar bei den
Rmoahals noch in einer jugendlichen Form; aber es unterschied
sie doch in tiefgehender Art von ihren lemurischen Vorvätern.
.

Nun hatten die Kräfte in den Seelen dieser ersten Atlantier noch
etwas Naturkräftiges. Diese Menschen waren gewissermaßen
noch verwandter den sie umgebenden Naturwesen als ihre
Nachfolger. Ihre Seelenkräfte waren noch mehr Naturkräfte als
die der gegenwärtigen Menschen. So war auch das Lautwort, das
sie hervorbrachten, etwas Naturgewaltiges. Sie benannten nicht
bloß die Dinge, sondern in ihren Worten lag eine Macht über
die Dinge und auch über ihre Mitmenschen. Das Wort der
Rmoahals hatte nicht bloß Bedeutung, sondern auch Kraft.
Wenn man von einer Zaubermacht der Worte spricht, so deutet
man etwas an, was für diese Menschen weit wirklicher war als
für die Gegenwart. Wenn der Rmoahalsmensch ein Wort
aussprach, so entwickelte dieses Wort eine ähnliche Macht wie
der Gegenstand selbst, den es bezeichnete. Darauf beruht es,
dass Worte in dieser Zeit heilkräftig waren, dass sie das
Wachstum der Pflanzen fördern, die Wut der Tiere zähmen
konnten, und was ähnliche Wirkungen mehr sind. All das nahm
an Kraft bei den späteren Unterrassen der Atlantier immer mehr
und mehr ab. Man könnte sagen, die naturwüchsige Kraftfülle
verlor sich allmählich.
.

Die Rmoahalsmenschen empfanden diese Kraftfülle durchaus als
eine Gabe der mächtigen Natur; und dieses ihr Verhältnis zur
Natur trug einen religiösen Charakter. Insbesondere die Sprache
hatte für sie etwas Heiliges. Und der Missbrauch gewisser Laute,
denen eine bedeutende Kraft innewohnte, [36] ist etwas
Unmögliches gewesen. Jeder Mensch fühlte, dass solcher
Missbrauch ihm einen gewaltigen Schaden bringen müsste. Der
Zauber derartiger Worte hätte in sein Gegenteil umgeschlagen;
was, in richtiger Art gebraucht, Segen gestiftet hätte, wäre,
frevelhaft angewendet, dem Urheber zum Verderben geworden.
In einer gewissen Unschuld des Gefühles schrieben die
Rmoahals weniger sich selbst, als vielmehr der in ihnen
wirkenden göttlichen Natur ihre Macht zu.
.

Das wurde schon anders bei der zweiten Unterrasse (den
sogenannten Tlavatli-Völkern). Die Menschen dieser Rasse
fingen an, ihren persönlichen Wert zu fühlen. Der Ehrgeiz, der
eine den Rmoahals unbekannte Eigenschaft war, machte sich
bei ihnen geltend. Die Erinnerung übertrug sich in gewissem
Sinne auf die Auffassung des Zusammenlebens. Wer auf gewisse
Taten zurückblicken konnte, der forderte von seinen
Mitmenschen dafür Anerkennung. Er verlangte, dass seine
Werke im Gedächtnisse behalten werden. Und auf dieses
Gedächtnis von den Taten war es auch begründet, dass eine
zusammengehörige Gruppe von Menschen Einen als Führer
erkor. Eine Art Königswürde entwickelte sich. Ja diese
Anerkennung wurde bis über den Tod hinaus bewahrt. Das
Gedächtnis, das Andenken an die Vorfahren oder an diejenigen,
die sich im Leben Verdienste erworben hatten, bildeten sich
heraus. Und daraus ging dann bei einzelnen Stämmen eine Art
religiöser Verehrung Verstorbener hervor, ein Ahnenkultus.
.
Dieser hat sich in viel spätere Zeiten fortgepflanzt und die
verschiedensten Formen angenommen. Noch bei den Rmoahals
galt der Mensch eigentlich nur in dem Maße, als er sich im
Augenblicke durch seine Machtfülle Geltung verschaffen
konnte. Wollte da jemand Anerkennung für das, was er in
früheren Tagen getan hatte, so musste er zeigen – durch neue
Taten -, dass ihm die alte Kraft noch eigen ist. Er musste
gewissermaßen durch neue Werke die alten ins Gedächtnis
rufen. Das Getane als solches galt noch nichts.
Erst die zweite Unterrasse rechnete so weit mit dem persönlichen Charakter
eines Menschen, dass sie dessen vergangenes Leben bei der
Schätzung dieses Charakters mit in Anschlag brachte.
.

Eine weitere Folge der Gedächtniskraft für das Zusammenleben
der Menschen war die Tatsache, dass sich Gruppen von
Menschen bildeten, die durch die Erinnerung an gemeinsame
Taten zusammengehalten wurden. Vorher war solche
Gruppenbildung ganz von den Naturmächten, von der
gemeinsamen Abstammung bedingt. Der Mensch tat durch
seinen eigenen Geist noch nichts hinzu zu dem, was die Natur
aus ihm gemacht hatte. Jetzt warb eine mächtige Persönlichkeit
eine Anzahl von Leuten zu einer gemeinsamen Unternehmung,
und die Erinnerung an dieses gemeinsame Werk bildete eine
gesellschaftliche Gruppe.
.

Diese Art gesellschaftlichen Zusammenlebens prägte sich erst so
recht bei der dritten Unterrasse (den Toltheken) aus. Die
Menschen dieser Rasse begründeten daher auch erst das, was
man Gemeinwesen, was man die erste Art der Staatenbildung
nennen kann. Und die Führung, die Regierung dieser
Gemeinwesen ging von den Vorfahren auf die Nachkommen
über. Was vorher nur im Gedächtnisse der Mitmenschen
weiterlebte, das übertrug jetzt der Vater auf den Sohn. Dem
ganzen Geschlechte sollten die Werke der Vorfahren nicht
vergessen werden. In den Nachkommen noch wurde das
geschätzt, was der Ahne getan hatte. Man muss sich nur
klar darüber sein, dass in jenen Zeiten die Menschen wirklich auch
die Kraft hatten, ihre Gaben auf die Nachkommen zu
übertragen. Die Erziehung war ja darauf berechnet, in
anschaulichen Bildern das Leben vorzubilden. Und die Wirkung
dieser Erziehung beruhte auf der persönlichen Macht, die von
dem Erzieher ausging. Er schärfte nicht die Verstandeskraft,
sondern Gaben, die mehr instinktiver Art waren. Durch ein
solches Erziehungssystem ging wirklich die Fähigkeit des Vaters
in den meisten Fällen auf den Sohn über.
.

Unter solchen Verhältnissen gewann bei der dritten Unterrasse
die persönliche Erfahrung immer mehr an Bedeutung. Wenn
sich eine Menschengruppe von einer anderen abgliederte, so
brachte sie zur Begründung ihres neuen Gemeinwesens die
lebendige Erinnerung mit an das, was sie am alten Schauplatz
erlebt hatte. Aber zugleich lag in dieser Erinnerung etwas, was
sie für sich nicht entsprechend fand, worinnen sie sich nicht
wohl fühlte. In bezug darauf versuchte sie dann etwas Neues.
Und so verbesserten sich mit jeder neuen solchen Gründung die
Verhältnisse. Und es war nur natürlich, dass das Bessere auch
Nachahmung fand. Das waren die Tatsachen, auf Grund derer es
in der Zeit der dritten Unterrasse zu jenen blühenden
Gemeinwesen kam, die in der theosophischen Literatur
beschrieben werden. Und die persönlichen Erfahrungen, die
gemacht wurden, fanden Unterstützung von seiten derer, die in
die ewigen Gesetze der geistigen Entwicklung eingeweiht
waren.
Mächtige Herrscher empfingen selbst die Einweihung,
auf dass die persönliche Tüchtigkeit den vollen Rückhalt habe.
Durch seine persönliche Tüchtigkeit macht sich der Mensch
allmählich zur Einweihung fähig. Er muss erst seine Kräfte von
unten herauf entwickeln, damit dann die Erleuchtung von oben
ihm erteilt werden könne. So entstanden die eingeweihten
Könige und Völkerführer der Atlantier. Gewaltige Machtfülle
war in ihrer Hand; und groß war auch die Verehrung, die ihnen
entgegengebracht wurde.
.

Aber in dieser Tatsache lag auch der Grund zum Niedergang
und zum Verfall. Die Ausbildung der Gedächtniskraft hat zur
Machtfülle der Persönlichkeit geführt. Der Mensch wollte etwas
durch diese seine Machtfülle gelten. Und je größer die Macht
wurde, desto mehr wollte er sie für sich ausnützen. Der Ehrgeiz,
der sich entwickelt hatte, wurde zur ausgesprochenen
Selbstsucht. Und damit war der Missbrauch der Kräfte gegeben.
Wenn man bedenkt, was die Atlantier durch die Beherrschung
der Lebenskraft vermochten, so wird man begreifen, dass dieser
Missbrauch gewaltige Folgen haben musste. Es konnte eine
weite Macht über die Natur in den Dienst der persönlichen
Eigenliebe gestellt werden.
Das geschah in vollem Maße durch die vierte Unterrasse (die
Ur-Turanier). Die Angehörigen dieser Rasse, die in der
Beherrschung der genannten Kräfte unterrichtet wurden,
gebrauchten diese vielfach, um ihre eigensinnigen Wünsche
und Begierden zu befriedigen. In solcher Art gebraucht,
zerstören sich aber diese Kräfte in ihrer Wirkung aufeinander.
Es ist so, wie wenn die Füße einen Menschen eigensinnig
vorwärts bewegten, während sein Oberkörper nach rückwärts
wollte.
.

Solche zerstörende Wirkung konnte nur dadurch aufgehalten
werden, dass im Menschen sich eine höhere Kraft ausbildete.
Und das war die Denkkraft.
.

Das logische Denken wirkt zurückhaltend auf die eigensüchtigen persönlichen Wünsche.
Den Ursprung dieses logischen Denkens haben wir bei der
fünften Unterrasse (den Ursemiten) zu suchen. Die Menschen
fingen an, über die bloße Erinnerung an Vergangenes
hinauszugehen und die verschiedenen Erlebnisse zu
vergleichen.
Die Urteilskraft entwickelte sich. Und nach dieser
Urteilskraft wurden die Wünsche, die Begierden geregelt. Man
fing an, zu rechnen, zu kombinieren. Man lernte, in Gedanken
zu arbeiten. Hat man früher sich jedem Wunsche hingegeben,
so frägt man jetzt erst, ob der Gedanke den Wunsch auch
billigen könne. Stürmten die Menschen der vierten Unterrasse
wild los auf die Befriedigung ihrer Begierden, so begannen
diejenigen der fünften auf eine innere Stimme zu hören. Und
diese innere Stimme wirkt eindämmend auf die Begierden,
wenn sie auch die Ansprüche der eigensüchtigen Persönlichkeit
nicht vernichten kann.
.

So hat die fünfte Unterrasse die Antriebe zum Handeln in das
menschliche Innere verlegt. Der Mensch will in diesem seinem
Innern mit sich ausmachen, was er zu tun oder zu lassen hat.
Aber das, was so im Innern an Kraft des Denkens gewonnen
wurde, ging an Beherrschung äußerer Naturgewalten verloren.
Mit diesem kombinierenden Denken kann man nur die Kräfte
der mineralischen Welt bezwingen, nicht die Lebenskraft.
.
Die fünfte Unterrasse entwickelte also das Denken auf Kosten der
Herrschaft über die Lebenskraft. Aber gerade dadurch erzeugte
sie den Keim zur Weiterentwicklung der Menschheit. Jetzt
mochte die Persönlichkeit, die Selbstliebe, ja die Selbstsucht
noch so groß werden: das bloße Denken, das ganz im Innern
arbeitet und nicht mehr unmittelbar der Natur Befehle erteilen
kann, vermag solche verheerende Wirkungen nicht anzurichten
wie die missbrauchten früheren Kräfte. Aus dieser fünften
Unterrasse wurde der begabteste Teil ausgewählt, und dieser
lebte hinüber über den Niedergang der vierten Wurzelrasse und
bildete den Keim zur fünften, der arischen Rasse, welche die
vollständige Ausprägung der denkenden Kraft mit allem, was
dazu gehört, zur Aufgabe hat.
.

Die Menschen der sechsten Unterrasse (der Akkadier) bildeten
die Denkkraft noch weiter aus als die fünfte. Sie unterschieden
sich von den sogenannten Ursemiten dadurch, dass sie die
angeführte Fähigkeit in einem umfassenderen Sinne zur
Anwendung brachten als jene. – Es ist gesagt worden, dass die
Ausbildung der Denkkraft zwar die Ansprüche der
eigensüchtigen Persönlichkeit nicht zu den verheerenden
Wirkungen kommen ließ, die bei den früheren Rassen möglich
waren, dass aber diese Ansprüche durch sie nicht vernichtet
wurden. Die Ursemiten regelten zunächst ihre persönlichen
Verhältnisse so, wie es ihnen ihre Denkkraft eingab. An die
Stelle der bloßen Begierden und Gelüste trat die Klugheit.
.

Andere Lebensverhältnisse traten auf. Waren vorhergehende
Rassen geneigt, den als Führer anzuerkennen, dessen Taten tief
in das Gedächtnis sich eingeprägt hatten oder der auf ein Leben
reicher Erinnerung zurückblicken konnte, so wurde jetzt solche
Rolle dem Klugen zuerkannt. Und war vordem das maßgebend,
was in guter Erinnerung lebte, so betrachtete man jetzt das als
das Beste, was dem Gedanken am besten einleuchtete. Unter
dem Einflusse des Gedächtnisses hielt man ehedem so lange an
einer Sache fest, bis man sie als unzureichend erfand, und dann
ergab sich im letzteren Falle von selbst, dass derjenige mit einer
Neuerung durchdrang, welcher einem Mangel abzuhelfen in der
Lage war.
Unter der Wirkung der Denkkraft aber entwickelte
sich eine Neuerungssucht und Veränderungslust. Jeder wollte
durchsetzen, was seine Klugheit ihm eingab. Unruhige Zustände
beginnen daher unter der fünften Unterrasse, und sie führen in
der sechsten dazu, dass man das Bedürfnis empfand, das
eigensinnige Denken des Einzelnen unter allgemeine Gesetze zu
bringen. Der Glanz in den Staaten der dritten Unterrasse
beruhte darauf, dass gemeinsame Erinnerungen Ordnung und
Harmonie bewirkten. In der sechsten musste durch ausgedachte
Gesetze diese Ordnung bewirkt werden. So hat man in dieser
sechsten Unterrasse den Ursprung von Rechts- und
Gesetzesordnungen zu suchen.
Und während der dritten Unterrasse geschah die Absonderung
einer Menschengruppe nur, wenn sie gewissermaßen dadurch
aus ihrem Gemeinwesen hinausgedrängt wurde, weil sie sich
innerhalb der durch Erinnerung vorhandenen Zustände nicht
mehr wohl fühlte. In der sechsten war das wesentlich anders.
Die berechnende Denkkraft suchte das Neue als solches, sie
spornte zu Unternehmungen und Neugründungen. Daher
waren die Akkadier ein unternehmungslustiges Volk, zur
Kolonisation geneigt. Insbesondere musste der Handel der jung
aufkeimenden Denk- und Urteilskraft Nahrung geben.
.

Bei der siebenten Unterrasse (den Mongolen) bildete sich
ebenfalls die Denkkraft aus. Aber es blieben bei ihnen
Eigenschaften der früheren Unterrassen, namentlich der
vierten, in viel stärkerem Maße vorhanden als bei der fünften
und sechsten. Dem Sinn für die Erinnerung blieben sie treu.
Und so gelangten sie zu der Überzeugung, dass das Älteste auch
das Klügste sei, das, was sich am besten vor der Denkkraft
verteidigen kann. Die Beherrschung der Lebenskräfte ging zwar
auch ihnen verloren; aber was sich in ihnen an Gedankenkraft
entwickelte, das hatte selbst etwas von dem Naturgewaltigen
dieser Lebenskraft.
Zwar hatten sie die Macht über das Leben
verloren, niemals aber den unmittelbaren naiven Glauben an
dasselbe. Ihnen war diese Kraft zu ihrem Gotte geworden, in
dessen Auftrage sie alles taten, was sie für richtig hielten. So
erschienen sie ihren Nachbarvölkern wie von dieser geheimen
Kraft besessen und ergaben sich ihr selbst auch in blindem
Vertrauen. Ihre Nachkommen in Asien und einigen
europäischen Gegenden zeigten und zeigen noch viel von dieser
Eigenart.
.

Die in den Menschen gepflanzte Denkkraft konnte ihren vollen
Wert in der Entwicklung erst erlangen, als sie einen neuen
Antrieb erhielt in der fünften Wurzelrasse. Die vierte konnte
doch nur diese Kraft in den Dienst dessen stellen, was ihr durch
die Gabe des Gedächtnisses anerzogen war. Die fünfte gelangte
erst zu solchen Lebensformen, für welche die Fähigkeit des
Gedankens das rechte Werkzeug ist.

.

Morgen wird folgen:

ÜBERGANG DER VIERTEN IN DIE FÜNFTE WURZELRASSE

.

.


40 Kommentare

  1. der Lusitanische Landbote sagt:

    Mit dem gebotenen Respekt in die Runde.
    Man muss den Doktor auch aus seiner Zeit heraus verstehen und wuesste zum Beispiel gern, wie sich das damalige Publikum vom heutigen unterscheidet…

    Ich fand uebrigens durch das „lebendige Oel“ auf diese Seite .
    Wie es wohl bei Sturmwind weiterging ?

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  2. thomram sagt:

    @ der Lusitanische Landbote

    Sei willkommen hier, guter Bote:-)

    „Lusitania“ ist mir als das hinterhältig als Köder dargebotene Schiff bekannt. Was aber ist lusitanisch?

    Das Publikum damals? Aus meiner Froschperspektive betrachtet, sage ich: Das Spektrum war enger. Ich denke, dass heute die Verschiedenheit der Menschen grösser ist. Und ich denke, dass prozentual heute mehr Menschen Steiner lesen können und wollen als damals.
    Meine Sicht.

    Ja. Dieses Oel. Es kommt mir so vor wie ein mächtiger Booster. Wer sich damit beschäftigt, dem werden sie schon vorhandenen Persönlichkeitsstrukturen raufgepusht. Wer Elend stiften will (Waffenbau), wird kirre und geht dahin. Wer Bohnen stecken und Symphonien schreiben will, der bekommt grünen Daumen und Inspiration…das war mein Fazit.

    Was meinst du mit dem Sturmwind?

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  3. der Lusitanische Landbote sagt:

    Vielen Dank fuer den Gruss.
    Bei Lusitanien handelt es sich um die roemische Provinz am auessersten Ende Europas, die heute Portugal heisst.
    Ja, ich denke auch, dass jetzt ein tieferes Wissen weiter verbreitet besteht und grade deshalb die so wohlvertraut , wie auch umstaendlich daherkommenden Sermone des Doktors ein bisschen veraltet erscheinen. Damals haette es einem wahrscheinlich die Schuhe ausgezogen.
    Schoen, was du zu dem Oel sagst. Ich habe schon gemerkt, dass du ein kastalischer Schulmeister bist, und wenn du das Du klein schreibst, versuche ich das jetzt auch mal, und finde es fuer diese Art von Mittheilungen sehr geeignet.
    Sturmwind ist der Name der einem der Kommentatoren zum besagten Artikel verliehen wurde.

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  4. Rasse, Wurzelrasse, Unterrasse, Oberrasse …? Biologisch ein gewisser Unfug, denn „über“ der Rasse „steht die Gattung und darüber die Art … usw. „Rassen“ kommen und gehen schneller als Gattungen und von der Art Mensch gibt es nur noch eine Gattung, die Gattung Homo … und davon eine ganze Menge „Rassen“, wenn es um das Phänotypische der Art Mensch der Gattung Homo im Sinne einer Rasse-Zucht, ähnlich wie bei Tauben, Kaninchen, Pferd, Kuh, Schaf, Ziege und anderen Haustieren, wie Schwein und Hund geht.

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  5. luckyhans sagt:

    @ Jauhu:
    Auf die Erklärung des „ungewissen Unfugs“ bin ich aber nun gespannt – gell, Schorschi, laß uns nicht „dumm sterben“ … 😉

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  6. Petra von Haldem sagt:

    @ Jauhuchanam

    wenn ich mir bei einer Sache sicher bin,
    dann bei der, dass genau dieses Thema „Art, Gattung, Rasse..“
    völlig anders jeweil dargestellt werden kann und sogar muß,
    je nachdem,
    ob wir es mit einer rein biologischen Entwicklung zu tun haben
    oder mit einer geistig-seelischen (d.h. bewußter werdenden)
    ODER
    sogar mit einer solchen des Sowohlsalsauch…………… 🙂

    Kurzform:
    eine Natur-Entwicklung beschreibt sich anders als eine Kultur-Entwicklung.

    Noch doller:
    was wäre, wenn die gesamte „Natur“ ein „Herausgesetztes“ wäre
    auf dem Wege der Mensch-Menschheit-s-Entwicklung?

    Mensch als Ge-Schöpf UND Schöpfer immer gleichzeitig….gleichzeitig……upps… nochmal…gleichzeitig
    Was könnte das bedeuten?

    Mir ist schon klar, dass bei dieser Art zu denken,
    ggf. eingefahrene Wissensschichten belüftet werden müssen.

    Der Darwinismus ist in einer gewissen Weise richtig, aber eben keinesfalls die gesamte Weisheit.
    Die Menschheits-Entwicklung geht weitaus weniger platt vonstatten als uns schwarzfürweiß gemacht wurde und werden soll.

    Ist ja aber auch nachvollziehbar, wenn der Mensch als Sklaven-art-gattung-rasse verbleiben soll, von dem gewisse Magier meinen, dass das ginge…….auf Dauer…………..

    Dafür eben gibt es ja die stille unsichtbare Entwicklung des Bewußt-Werdens………

    ***
    War nur als Anregung gemeint, weniger zur Aufregung…. 😉 🙂

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  7. Ludwig der Träumer sagt:

    Vor 30 Jahren hatte ich mich schon mal mit Steiner beschäftigt und ihn kurz danach beiseite gelegt. Konnte damit nix anfangen. Heute bilde ich mir ein, durch erneute Beschäftigung mit ihm zu wissen, daß was vor 100 Jahren vorgedacht oder entdeckt wurde heute greift egal von wem, vom Illuminati oder kleinen Arschloch spielt keine Rolle. Ein Zufall. In diesem Zusammenhang muß ich auch Oswald Spengler einordnen(sein Zeitgenosse), der zwar auf anderer Ebene aber nicht weniger dramatisch die heutige Zeit vorausgesehen hat. besonders lesenswert dazu die Kapitel ab 83 im Band 2 – Der Untergang des Abendlandes.

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-untergang-des-abendlandes-zweiter-band-5329/83

    Während Spengler das menschliche Drama einfach nur beschreibt und vor denkt, ab einer Zeit in der Geschichte geschrieben wird, geht Steiner wesentlich weiter zurück in eine Zeit in der Arschlochgötter unser Schicksal versuchen zu beeinflussen. Kam mir gerade ein Gedanke ob Steiner sich nicht auch ein bißchen von den vedischen Schriften Anleihe genommen hat.

    Aus einem für mich bemerkenswertem Vortrag von Rudolf Steiner 1916 (GA 167):

    Wir leben am Ende des zweiten nachchristlichen Jahrtausends. Es wird nicht lange dauern nach dem Jahre 2000, da wird die Menschheit Sonderbares zu erleben haben, Dinge, die sich heute nur langsam vorbereiten. Die Dinge gehen ja so, daß gewissermaßen die zwei Pole, die der künftigen Entwickelung entgegeneilen, von Osten und von Westen her sich vorbereiten.

    Immer mehr und mehr wird sich in den mehr östlichen Gegenden ausbilden — aber aus dem Volkstume heraus, selbstverständlich nicht aus jenen Kreisen heraus, die heute das mißleitete osteuropäische Volk führen —, wovon man sagen muß:

    Es wird eine ganz andere Art von Denken geben über die Menschen. Man wird dazu kommen in verhältnismäßig gar nicht zu ferner Zeit. Man wird dazu kommen, den aufwachsenden Menschen ganz anders anzusehen, als man ihn heute geneigt ist anzusehen. Man wird versuchen, wenn ein Kind geboren wird, zu sagen: Was könnte in diesem Kinde zutage treten ? Man hat es mit einem verborgenen Geistwesen zu tun, das in diesem Kinde sich nach und nach entwickelt. Man wird das Kind enträtseln wollen. Man wird zunächst eine Art von Kultus verbinden mit dem Aufwachsen eines Kindes. Das bereitet sich im Osten vor. Es wird selbstverständlich übergreifen nach Europa herein. Die Folge davon wird sein, daß eine ungeheure Hochachtung sich entwickeln wird vor dem, was man Genialität nennt, ein Suchen nach der Genialität. Daß dann alle die pädagogischen Zöpfe ausgestorben sein müssen, wenn ein Zeitalter nach dieser Richtung anrückt, jene pädagogischen Zöpfe, die heute die tonangebenden sind, das ist ja selbstverständlich, nicht wahr? Dieses Zeitalter kommt von jener Seite her. Aber es wird der geringere Teil der Menschheit sein.

    Der größere Teil der Menschheit wird seinen Einfluß von Amerika, von dem Westen herüber haben, und der geht einer anderen Entwickelung entgegen. Der geht jener Entwickelung entgegen, die heute sich erst in den idealistischen Spuren, gegenüber dem, was da kommt, in sympathischen Anfängen zeigt. Man kann sagen: Die Gegenwart hat es noch recht gut gegenüber dem, was da kommen wird, wenn die westliche Entwickelung immer mehr und mehr ihre Blüten treibt.

    Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken. Auf der einen Seite ist ein Anfang dazu gegeben in dem, was heute die rein materialistische Medizin macht, wo ja auch nicht mehr die Seele wirken darf, wo nur auf Grundlage des äußeren Experiments der Mensch wie eine Maschine behandelt wird.

    Steiner und Spengler sind zum gleichen Schluß gekommen. Der eine beschreibt die Zukunft aus einer unendlichen Vergangenheit, der andere aus dem aktuellen Zeitgeschehen. Egal was vorher war. Für mich schließe ich daraus:

    Egal was vorher – vor meiner Zeit für Sauereinen waren, das was ich heute kreiere, holt mich in der Zukunft ein.

    Laß die Vergangenheit hinter dir Ludwig. Sie ist weg, kann dir nicht mehr helfen. Natürlich ist und war sie wichtig – sie war wichtig. Heute noch? Du hast aus ihr gelernt. Warst in der Volksschule. Willst du ewig darin hocken?

    Das was du heute machst bestimmt deine Zukunft. So einfach bestimmst du deinen Weg – dein Leben – auch das deiner Mitmenschen und umgekehrt. Warum ist das so schwer zu kapieren?

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  8. MURAT O. sagt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

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  9. @ Darwinismus — was ist das?

    Da entdeckt ein kluger Mensch ein Naturprinzip, wie der Darwin oder eine Gesetzmäßigkeit wie der Mendel und dann basteln sich die einen ein Weltbild daraus und die anderen „bekämpfen“ es, bekämpfen etwas, das sich empirisch belegen und immer und immer wieder beweisen lässt — sehr sonderbar!

    Da wird dann etwa behauptet, der „Darwinismus“ würde behaupten, dass der Mensch vom Affen abstammt – aber einen Beleg, dass dies der Charles Darwin auch nur irgendwie und sei es andeutungsweise gesagt hätte: Fehlanzeige.

    Von jeder Art, ob nun Tier oder Pflanze kann es Gattungen geben. Jede Gleiche Gattung innerhalb Derselben Art kann sich geschlechtlich oder ungeschlechtlich reproduzieren. Durch natürliche oder künstliche Zucht können sich aus Gattungen Rassen „entwicklen“.

    Aber aus der Art „Gorilla“ (Familie der Affen) und der Art „Mensch“ (Familie der Affen) entwickelt sich gar nichts.

    Als Solches gibt es keine Affen, dass ist doch nur einer von vielen Begriffen in das Tiere oder Pfanzen innerhalb der biologischen Systemaktik „eingeordnet“ werden, die vor mehr als 250 Jahren von Carl von Linné geschaffen wurde.

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  10. thomram sagt:

    @ Jauhu

    Sind wir heute so weit, dass wir akzeptieren können, dass ein Begriff mit verschiedenen Bedeutungen gefüllt daherkommen kann?

    Du meinst, was Steiner von Rassen schreibe, sei ein gewisser Unfug. Ich schätze es, dass du dich vorsichtig ausgedrückt hast.
    Ich meine: Steiner meinte mit Rasse doch keineswegs eingleisig und eindimensional das, was ein Hundezüchter unter Rasse sich vorstellt. Er meint doch mit Rasse die gesamten Eigenschaften einer bestimmten Gruppe zu einer bestimmten Zeit. Das geht weit über Fragen der Vererbung und des Stammbaumes hinaus.

    Mönsch, Uhu, tststs.

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  11. Vollidiot sagt:

    Jauhu

    Wenn ich Deinen Text lese fühle ich mich im Prinzip erinnert an einen Vortrag zum Thema itsommernachtswoche den ein Balinese in den 1380er Jahren gehalten hat.

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  12. @ „Ich meine: Steiner meinte mit Rasse doch keineswegs eingleisig und eindimensional das, was ein Hundezüchter unter Rasse sich vorstellt.“

    Steiner meinte ganz gewiss eingleisig, eindimensional und linear genau das, was ein Tauben-, Kaninchen-, Vieh-, Hunde-, Schweine- und Menschen-Züchter sich unter Rasse vorstellt.

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  13. @ 1380-er Jahren

    nach islamischer Zeitrechnung?

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  14. thomram sagt:

    @ Jauhu

    20:31
    Dein gutes Recht.

    Ich rege an, dass du deine Botschaften dann, wenn sie eine Erwiderung auf einen vorhergegangenen Text sind, mit Adressat versiehst, wollt ich schon lange mal erbitten. Für dazustossende Leser.

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  15. der Lusitanische Landbote sagt:

    @

    Ein Imperium des chaos –
    für Frieden und Zuversicht.
    Die Reptiloiden in ihren
    Anzügen und Kostümen –
    für die Wahrheit und das Licht !

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  16. Petra von Haldem sagt:

    …….schon vor über hundert Jahren wünschte sich der „Mysterienverräter“ R. S.,
    dass seine Beiträge zur Bewußtwerdung der Menschheit bewegt würden,
    weniger verworfen und weniger belobhudelt,
    sondern eben gehört, gedacht und gefühlt und eben b e w e g t , also ihnen einen Weg gebahnt…….

    Nun, hundert Jahre sind eben recht wenig im Angesicht der Ewigkeit……

    Sehr erfreulich, dass Steiners Worte es bis zu einer glücklichen Erde schon geschafft haben…….

    Wir sind ja hier geübt im Bewegen 😉 🙂

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  17. Petra von Haldem sagt:

    @ Juhuu

    ***Steiner meinte ganz gewiss eingleisig, eindimensional und linear genau das, was ein Tauben-, Kaninchen-, Vieh-, Hunde-, Schweine- und Menschen-Züchter sich unter Rasse vorstellt.***

    Erstaunlich, was Du alles weißt, was andere ganz gewiß meinten……. 😉

    Aus Steiners Worten lese ich z.B. durchaus anderes heraus…

    Warum unterstellst Du Steiner eine Eingleisigkeit??
    Genau diese war – meiner Wahrnehmung nach – Steiner bemüht,
    Zeit seines Lebens in eine Mehrschichtigkeit zu erweitern…….

    Es ist eine wirklich ernste Frage von mir an Dich:
    Hat es einen Grund, warum für Dich Steiner als Rassetheoretiker da stehen soll,
    das ist doch mainstream, das haben doch ganz andere schon gemacht,
    damit sich ja keiner mit den Schriften beschäftigen soll??

    Vielleicht kannst Du nochmals „unbefangen“ den Text lesen.
    Ich halte Dich nämlich durchaus auch für einen Denker.

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  18. Zitat:

    „Am 1. November 1935 wurde die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland per Dekret Reinhard Heydrichs verboten.

    „Nach der geschichtlichen Entwicklung der Anthroposophischen Gesellschaft ist diese international eingestellt und unterhält auch heute noch enge Beziehungen zu ausländischen Freimaurern, Juden und Pazifisten. Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat. Infolge der Gegensätze zwischen den Anschauungen der Anthroposophischen Gesellschaft und den vom Nationalsozialismus vertretenen völkischen Gedanken bestand die Gefahr, dass durch eine weitere Tätigkeit der Anthroposophischen Gesellschaft die Belange des nationalsozialistischen Staates geschädigt werden. Die Organisation ist daher wegen ihres staatsfeindlichen und staatsgefährdenden Charakters aufzulösen.“

    – Reinhard Heydrich[20]
    Das antisemitische Hetzblatt Der Judenkenner hatte bereits einige Monate zuvor die Stoßrichtung vorgegeben: „Was wir über die gänzlich verjudete anthroposophische Bewegung und Rudolf Steiner denken, ist bekannt“, hieß es etwa in der Ausgabe vom 28. August 1935.[21] Schon vor dem Verbot hatten alle jüdischen Mitglieder ihre Ämter in der Gesellschaft abgegeben. Ein Großteil von ihnen war ausgetreten; andere wurden zum Austritt gedrängt, um Reibungspunkte mit dem Regime zu minimieren.[22] Nach dem Verbot bemühten sich einige Anthroposophen um eine Wiederzulassung. Der Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft wehrte sich gegen die Auflösung mit einem Brief an Adolf Hitler, in dem auf Steiners arische Abstammung verwiesen und die Verbindung zu jüdischen Kreisen bestritten wurde.

    „Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, die im Jahre 1923 von Dr. Rudolf Steiner konstituiert und begründet wurde, hat zu irgend welchen freimaurerischen, jüdischen, pazifistischen Kreisen irgend welche Beziehungen oder auch nur Berührungspunkte nicht gehabt. Die arische Abstammung Rudolf Steiners ist überdies vom Rassepolitischen Amt in Berlin ausdrücklich bestätigt worden. […] Auf das allerentschiedenste muss […] Verwahrung dagegen eingelegt werden, dass in dem Schreiben der Geheimen Preussischen Staatspolizei aus diesen nicht zutreffenden Motivierungen auch noch die Behauptung abgeleitet wird, dass die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland ‚staatsfeindlich‘ sei. Wie aus dem Obigen und aus näheren Nachprüfungen ohne weiteres hervorgehen wird, stellt eine solche Bezeichnung eine völlig ungerechtfertigte Diskriminierung einer in wertvollster Weise für das Deutschtum eintretenden Gesellschaft dar.“[23]

    Der Brief dokumentiert den Versuch, sich mit dem nationalsozialistischen Regime zu arrangieren. Einige Anthroposophen betrieben eine noch offensivere Anbiederung. Der Anthroposoph Friedrich Rittelmeyer formulierte eine explizite Anerkennung des nationalsozialistischen Staates: „Die Christengemeinschaft anerkennt den nationalsozialistischen Staat. Sie glaubt ihm den besten Dienst zu tun, wenn sie das Religiös-Christliche in möglichster Reinheit und Stärke pflegt.“[24] Guenther Wachsmuth, Mitglied des Dornacher Vorstandes der Anthroposophischen Gesellschaft, hatte im Juni 1933 seine „Sympathie“ für das bekundet, „was z. Zt. in Deutschland geschieht“.[25] In seinen Lebenserinnerungen behauptete Erich Ludendorff, dem die Anthroposophie als Teil einer jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung erschien,[26] sogar eine „gefährliche“ Unterwanderung nationalsozialistischer Kreise.[27] Die Nationalsozialisten blieben bei ihrer Ablehnung der Anthroposophie, auch wenn sie einige Übereinstimmungen konstatierten. Das geht jedenfalls aus einem Gutachten hervor, das der Nazi-Pädagoge Alfred Baeumler im Auftrag des Amtes Rosenberg angefertigt hatte. In dem Gutachten hieß es:

    „In der Menschenkunde, die der Methode der Waldorfschulen zugrunde liegt, sind tiefe und richtige Einsichten enthalten, die Rudolf Steiner zum größten Teil seinem äußerst fruchtbaren Studium der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes verdankt. Die nationalsozialistische Menschenkunde kann nur von der Rasse her entworfen werden. Insofern Rasse eine Naturwirklichkeit ist, scheint schon im Ansatzpunkt eine wesentliche Übereinstimmung zwischen der Menschenkunde des Nationalsozialismus und der Rudolf Steiners vorzuliegen. Denn Steiner geht ja von den bildenden Kräften der wirkenden Natur aus und gründet die Schulerziehung auf die Entwicklung der natürlichen Kräfte. Insofern könnte man seine Pädagogik ‚biologisch‘ fundiert nennen. Würde man jedoch versuchen, den Begriff der Rasse in unserem Sinne in die biologische Fundierung einzuführen, dann würde er die Menschenkunde Steiners zersprengen. Denn der Nationalsozialismus geht zwar von der Wirklichkeit des Blutes aus, aber zugleich auch von den Unterschieden, die zwischen Menschengruppen verschiedenen Blutes bestehen. Diese Unterschiede erfassen wir nicht nur biologisch-anthropologisch, sondern vor allem auch geschichtlich, indem wir uns dem zuwenden, was Menschen verschiedenen Blutursprungs geschaffen und gestaltet haben: den Staaten, Kunstwerken, Erfindungen, wissenschaftlichen Systemen usw. Zu diesem von der Erkenntnis der rassischen Wirklichkeit geleiteten geschichtlichen Denken gibt es von der Menschenkunde Steiners her keinen Zugang. Der Platz, den in unserem Weltbilde der von rassischen Kräften bestimmte geschichtlich gestaltende Mensch einnimmt, ist in der Weltanschauung Rudolf Steiners besetzt durch den über aller Geschichte thronenden Geistmenschen. Das Denken Rudolf Steiners ist nicht biologisch-rassisch, sondern biologisch-kosmisch.“[28]

    Alle Versuche einer Wiederzulassung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland scheiterten jedoch 1939, als Rudolf Heß die „Gleichbehandlung mit ehemaligen Freimaurern“ anordnete. Und das, obwohl sich anthroposophische Institutionen auch weiter kooperativ zeigten. Hohe Wertschätzung fand die biologisch-dynamische Landwirtschaft bei einigen NS-Größen, was jedoch eher auf ihre „Ursprünglichkeit“ als auf die spirituelle Begründung zurückzuführen ist. Die SS hatte zwischen 1939 und 1945 landwirtschaftliche Versuchsgüter eingerichtet, in denen die biologisch dynamische Landwirtschaft erprobt wurde; eines der Güter lag in unmittelbarer Nähe des KZ Ravensbrück.[29] Das Heft 5 der Zeitschrift Demeter aus dem Jahr 1939 erschien mit einer Abbildung Hitlers und einer Grußzeile zum 50. Geburtstag auf dem Titelbild.[30] Der Septemberausgabe der Zeitschrift lag zudem ein Flugblatt bei, in dem der Herausgeber, Erhard Bartsch, die biologisch-dynamischen Landwirte zur Unterstützung des „Führers“ aufrief. Bartsch bemühte sich offenbar sogar um eine Mitwirkung an den Besiedlungsplänen der SS für den „Lebensraum im Osten“.[31] https://de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie

    … und wie sich der Rassismus auch immer nach außen hin geben mag: es ist halt Rassismus, den ich in einem TOTAL absoluten Sinn ABLEHNE, und das nicht nur weil er eben falsch ist, sondern weil er sein „Nahrung“ eben aus der grundfalschen „Matrix“, dass der Mensch ein von Natur aus — also ein biologisches, seelisches, geistiges, kosmisches — Böses-Sein wäre, welches Erlösung und/oder eine „höhere“ Bewusstseinebene benötigen würde … und folglich „verdammt“ oder „verloren“ sei, wenn er weder das eine, noch das andere erreicht — !was selbstverständlich von den jeweiligen Menschenhaltern festgelegt wird …

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  19. @ Petra von Haldem „Erstaunlich, was Du alles weißt, was andere ganz gewiß meinten……. 😉 „

    Ja, mich erstaunt das auch noch [manchmal, aber immer seltener], was ich so alles weiß, was andere ganz gewiß meinten …

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  20. Petra von Haldem sagt:

    Fein, lieber Georg, dann weißt Du ja vielleicht auch, was ich meine, ganz gewiß… 😉 🙂
    und sicher weißt Du auch, worum es mir gehen könnte…..
    Wir müssen das ja hier nicht weiter ausbreiten.. 😉 🙂

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  21. thomram sagt:

    @ Uhu

    Hati hati.
    Das heisst hier so viel wie: Sei aufmerksam, achtung, sei vor- und umsichtig.

    Erst mal wieder durchatmen bitte, ja? Das ist sauernst gemeint.

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  22. @ thomram

    aus der „Quelle“ des Todeskultes kommt nichts Gutes. Und wenn Menschen unter der Herrschaft des Todeskultes lebend und leidend dennoch Gutes hervorgebracht haben, dann haben sie es aus sich selber hervorgebracht, und zwar TROTZ des Kultes des Todes und nicht wegen ihm.

    Ich bin da ein richtiger Fundamentalist. 🙂 … „und das ist gut so!“ 😉

    Der Mensch ist ein von Natur aus — also biologisch, seelisch, geistig, kosmisch — Gutes-Sein … und es ist vollkommen wurst, wie weit und auf welcher Art und Weise dieses Gute-Sein auch äußerlich zerstört werden kann: das wahre Wesen des Menschen ist Gutes-Sein und das bleibt er auch. Daraus kann niemand etwas anderes machen. Das „Abbild“ des unsichtbaren „Gottes“ ist der Mensch, „in dem die ganze Fülle der „Gottheit“ wohnt“ und lebendig ist … und davon ist kein einziger Mensch ausgenommen. Das ist Wahrheit, die auf jeden Menschen zutrifft.

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  23. Ludwig der Träumer sagt:

    „…Das ist Wahrheit, die auf jeden Menschen zutrifft.“

    @jauhu, es gibt nicht die eine Wahrheit. Es gibt denne mindestens drei davon.

    Deine.

    Meine, vielleicht.

    Und die dritte, die irrtümlich als die Wahrheit bezeichnet wird. Sie besteht aus dem Sowohl als Auch. Ich bevorzuge diese.

    Ein Fundamentalist wird das geistig schwer verdaulich finden. Auf einem Fundament fest stehend bewegt sich nix. Da hat man seinen Standpunkt Punkt Er hockt fest und will den verteidigen. Vermutlich eines der Übel in diesem Weltendrama. Verteidigung mal anders betrachtet als nur Bedrohung von außen. Muß man wirklich seinen momentanen geistigen Besitzstand, der vor dem materiell monetären kommt, bis zum eigenen Untergang – im Extremfall mit der A-Bombe verteidigen? Auf einem Standpunkt verhungert das Hirn festgewurzelt, weil es nicht fähig ist, frische Nahrung beizuschleifen. Die bringt mir niemand. Diejenigen, die sie mir bisher als Cateringservice ins Hirn geschissen haben, durch Schule, Pfaffen und blaublütige Existenzminimalisten kannste in den Wind schießen. Zur Zeit läuft ein Programm ab, das diesen Cateringservice für alle Zeiten festklopfen will. Das ist so perfide, daß es sogar klardenkende Menschen verwirren kann.

    Es gibt für mich nichts Spannenderes als die Vielfalt der Weltsichten kennenzulernen.

    Fällt mir der schwäbische Bürgermeister ein:
    Ein Gemeindemitglied beschwert sich bei ihm. Du gibst jedem Recht, der zu dir kommt. Hast du keinen eigenen Standpunkt? So kann das nicht weitergehen.
    Da hast du auch wieder recht, so der Bürgermeister.

    Ich denke, die Wahrheit kann nur immer relativ im Kontext zur gegenwärtigen Situation definiert werden. Sie ist beschränkt auf meine momentane Weltsicht (hätte fast ‚unsere‘ geschrieben, aber dann käme wieder der Einwand von Dir: Du kennst mich doch gar nicht.) Eben.

    Was hatten wir äh ich als Kleinkind als Wahrheit definiert, in der Schule, in der Pubertät, nach dem Studium im Hamsterrad, als Rentner und welche Wahrheit definieren wir auf dem Sterbebett?
    Wenn ich Begriffe wie ‚das ist die Wahrheit‘ oder ‚das ist Fakt‘ lese, kommen mir große Bedenken.

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  24. Ohnweg sagt:

    @Ludwig,

    Über Wahrheit lässt sichs streiten, deshalb übt man sie aus.

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  25. @ Ludwig der Träumer

    Bezogen auf das Wesen des Menschen kann es gar keine „vielen“ Wahrheiten“ geben.

    ‚1‘ (Eins) gleicht nicht ‚0‘ (Null) oder ‚2‘ (Zwei), ‚1‘ (Eins) ist immer mit ‚1‘ (Eins) identisch, „sie“ ist mit sich selbst „gleich“, „was“ es ja eigentlich „nicht“ gibt.“

    Es ist einfach Wahrheit, dass der Mensch ein von Natur aus — also biologisch, seelisch, geistig, kosmisch — !!!was auch immer!!! — Gutes-Sein ist und bleibt. Dem Guten-Sein kann nicht das „Gegenteil“ „anhaften – der ‚Null‘ „haftet keine ‚Eins‘ an und der ‚Eins‘ keine ‚Null‘. In der Wahrheit selbst kann es kein „Sowohl-als-Auch“ geben.

    [Vom Standpunkt eines Betrachters aus, „kann“ der Berg sowohl „Hoch“ als auch „Tief“ sein. Von der Seite aus betrachtet ist er aber nur „Kurz“ oder „Lang“ … und wenn es stockdunkel ist oder eine hohe Luftfeuchtigkeit ihn vor unserem Auge verbirgt, ist er nicht einmal vorhanden.]

    Alles, was ist, ist gut. Da der Mensch da ist, kann es nur diese eine Wahrheit über sein Wesen und Sein geben, nämlich dass er Gutes-Sein ist. Jede andere Behauptung ist eine abscheuliche und widerliche Lüge des Todeskultes.

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  26. @ luckyhans zu deinem Link ind dem unter anederem folgendes zu lesen ist: „Wer unsere Zeit nämlich verstehen will – ihren symbiotischen Charakter aus deformiertem Nationalstaat, säkularisierter Gesellschaft und entfesseltem Ökonomismus –, der tut gut daran, einem berühmten, geschichtlich aber scheinbar ad acta gelegten Traktat des 19. Jahrhunderts erneut Aufmerksamkeit zu schenken, der zum einen als die meist verbreitete politische Kampfschrift der Menschheitsgeschichte gilt und zum anderen, je nach Position, als ihr optimistischstes oder verhängnisvollstes ideologisches Dokument: Dem 1848 erstmals erschienenen „Kommunistischen Manifest“ von Karl Marx und Friedrich Engels. Hier finden sich mit frappierender Präzision all jene sozial-ökonomischen Phänomene freigelegt, die wir heute prozeßfaktisch überdeutlich wahrnehmen, indem wir sie als eine fast täglich zunehmende Totalität erfahren, der wir nicht mehr zu entkommen scheinen, weil ihre Dominanz sich wie der Eintritt eines unabänderlichen Himmelsgesetzes in den irdischen Horizont entfaltet: Der Totalität jenes entfesselten Kapitalismus (auch Turbo-Kapitalismus genannt), der das Alltagsleben der Menschen systemisch in eine „Hölle der Optimierung“ verwandelt.“

    Weil also Karl Marx und Friedrich Engels in diesem Mainfest, die Dinge beim Namen nennen, die sich aus dem Kapitalismus zwangsläufig ergeben müssen, ist das also ein „ideologisches Dokument? — Schlimm, was manche Leute sich zusammen schwafeln, um die Wissenschaft zu diskreditieren.

    Selbstverständlich führt der Kapitalismus „letztendlich“ zur Wahrheit des Kommunismus, aber eben nur insofern, dass auch der letzte Depp erkennen wird, was für Scheiß der Kapitalismus ist und welchen Schaden er für den Menschen als einzelnen als auch für die Menschheit als Ganzes ist.

    Aber, dass dieser Ulrich Schacht nicht mal den Unterschied zwischen der materialistischen Welt-Auffassung und dem irreligiösen Wahn, auf dem der Kapitlaismus fußt, erkennt und darüber hinaus auch noch für das Gleiche hält und propagiert, macht ihn — für mich jedenfalls — zu einem bigotten und bornierten „Wir-Sind-Alle-Gleich“-Jesuiten, wie es ja das letzte Symbol unter seinem abstrusen Text bildlich verdeutlicht.

    Und er verkennt — besser: er nutzt eines schamlos aus — bei seinem Schmarren, den er von sich gibt, und mit den er die „Rationalisten“ verdammt, dass der „normale“ Rationalist gerade nicht religiös oder irreligös argumentieren wird, was aber erforderlich wäre, um derartige Schwachmaten, wie Ulrich Schacht und seinen sonderbaren Blödsinn zu widerlegen.

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  27. Vollidiot sagt:

    Jauhu

    erinnert mich an Don Kwitschotte.
    Er ficht Schlachten gegen Gegner die keine sind.
    Aber er hält sie für harte Kerle.
    Steiner, pah – her damit – ich Wissenschaftler.
    Hab zwar nix gelesen von dem Feigling – macht nix – dem hau ich in die Fresse, daß es kracht.
    Wo ist der nächste?
    He Meister, ruft leise der Pansa, da hinten ist noch ein dürrer Strauch – mach ihn fertig.

    Und Kwitschotte gab seine Mähre die Sporen.
    Er alleine weiß was ein – sein – Feind ist.
    Dem hau ich eine rein……………………
    und Pansa trottete müde hinterher.

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  28. Petra von Haldem sagt:

    @ Vollidiot
    wow, das ist aber mal eine Assossazion!

    ich hab ja den kischott nicht gelesen, weiß also über ihn nur grad soviel wie ich von Hörensagen „weiß“ oder, wenn ichs wolte, vom Lügipedia rausholen könnte……

    Was war der Ausgangspunkt, warum der Don in jedem Strauch den Gegner sah…?
    Hatte er die Welt durchschaut??
    War er zu feige für echte Gefechte??
    War er einfach in einer Ansicht irgendwo hängengeblieben??

    Freue mich über Wissenserweiterung.
    Vorab schon mal danke…..

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  29. luckyhans sagt:

    @ Jauhu:
    Die Überzeugung „(Nur) Ich weiß was richtig ist!“ mündet fast immer in der Überzeugung „Ich weiß alles besser.“
    Und führt dazu, daß man nicht in der Lage ist, eine abweichende Position auch mal nur zur Kenntnis zu nehmen – oder darüber nachzudenken, OHNE sich gleich wieder das Maul (oder die Feder) darüber zu zerreißen. – Fehlenden Respekt vor dem anderen nennt man das, glaube ich…

    Denn natürlich war das „Manifest“, als Programm des Bundes der Kommunisten gedacht, ein ideologisches Dokument – was ist ein Parteiprogramm wohl sonst?
    Und klar wird der Theologe Schacht dem Materialisten GL nur wenig sagen können (obwohl er viel redet), aber das „Manifest“ nochmal durchlesen ist doch ein probater Vorschlag – ich werd es jedenfalls tun.
    (http://www.ibiblio.org/ml/libri/e/EngelsFMarxKH_ManifestKommunistischen_s.pdf)

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  30. @ Vollidiot

    dein blöder Kommentar erinnert mich an Leute, die niemals drei Wochen ihr Kind im Arm hielten und jede Nacht beteten und zum Herrn der Welten schrien, dass es doch statt des Kindes einen selber treffe …

    dein blöder Kommentar erinnert mich an Leute, die niemals die Ratten über den toten Körper des eigenen Sohns huschen sahen, der vom eigenen LKW erschlagen wurde und der die ganze Nacht betete und zum Herrn der Welten schrien, dass es doch statt des Kindes einen selber treffen möge … damit er der Mutter nicht sagen muss: „Vergib mir, aber ich kann dir ja nur den Leichnam bringen“

    dein blöder Kommentar erinnert mich an Leute, die niemals auf dem Weg ins Krankenhaus ihre Frau begleitet haben, die sie in den Armen gehalten und zum Herrn der Welten beteten und schrien, dass es doch statt IHR einen selber treffen möge, damit er der Mutter und dem Vater nicht den Tod des Kindes mitteilen muss

    dein blöder Kommentar erinnert mich an all die Menschen, die ich bis zu ihrem Tode pflegte … und doch nicht begriffen hatten, dass sie wahrhaft GUTES SEIN sind, aber dennoch in Frieden gingen, weil da wenigstens der Don Kwitschotte war, dem sie vertrauen konnten, dass er sie liebte, und viel lieber an ihrer Statt zum Herrn der Welten gegangen wäre, und sie mit dem Kuss des Wiedersehens in den Übergang des Lebens begleitet hat

    dein blöder Kommentar erinnert mich an Leute, die niemals ein Lager, ein Gefängnis, einen Kerker „als Opfer“ kennen lernen „brauchten“ und dort nicht der Vergewaltigung und Folter durch andere Affenärsche ausgeliefert waren …

    — aus dir, Vollidiot, wie auch aus den Anfeindungen von Luckyhans, redet die Unwissenheit und die schlichte Angst und Furcht der Vergänglichkeit eigener körperlicher Erscheinung. Nichts anderes ist es: weder weißt du woher du kommst, noch wohin du gehst, noch wer du bist, weil du dich die Frage „ADAM! WO BIST DU?“ nicht getraust zu beantworten …

    ich kann mich irren … aber wenigstens muss ich kein Feigling oder Nietzsches Tschandala sein

    … vielleicht gehst auch du irgendwann einmal der Gnade des Lebens Danken — Geh-Danken! Gedanken.

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  31. @ luckyhans

    du redest über Details des Kultes des Todes. Jeder hat über diese Details seine eigenen Ansichten und vertritt da seine hehren Meinungen. All das interessiert mich doch gar nicht die Bohne!

    Mich interessiert nur eines:

    Vertraut ein Mensch darauf, was die Kultur ihm als Wahrheit „vermittelt“ hat oder VERTRAUT er darauf, dass es Wahrheit ist, dass er selber GUTES-SEIN ist

    Ich diskutiere nicht über die verschiedenen Ansichten innerhalb des Todeskultes. Ich frage danach, ob ich ihm hörig bin oder ob ich darauf vertraue, dass ich weiß, dass der Mensch Gutes-Sein IST und bleibt.

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  32. thomram sagt:

    @ Jauhu

    Möge dein heftiges Leben geehrt werden. Ich ehre es.

    Bitte ehre auch das, was dir als blöd reinkommt. Bitte respektiere, dass auch Menschen, welche in deinen Ohren blöd reden, ihr persönlich Bestes denken, sagen und tun.

    Danke, Georg.

    Gefällt mir

  33. Vollidiot sagt:

    PVH

    Ich, als Vollidiot von meiner Gestalt, finde in Quichotte den Gegenentwurf zum Spießer.
    Egal ob nun Rittersleut oder Merzedessuvfahrer.
    Ein Individualist und Anarchist.
    Er transzendiert den Kampf von Kopfabschlagen und Wanststich auf die Ebene der Auseinandersetzung des individuums mit seiner seelischen Konfiguration.
    Von daher ein Vorbild.
    Der Spießer sieht in ihm einen „Ritter von der traurigen Gestalt“ weil ihm das Transzendieren auf eine andere Ebene so unglaublich oder unsinnig erscheint – ihm fehlt ein Sinn dafür.
    Ich fühle eine tiefe Verwandtschaft.

    Gefällt mir

  34. Vollidiot sagt:

    Jauhu

    >>>>>>>>>>>>>>aus dir, Vollidiot, wie auch aus den Anfeindungen von Luckyhans, redet die Unwissenheit und die schlichte Angst und Furcht der Vergänglichkeit eigener körperlicher Erscheinung. Nichts anderes ist es: weder weißt du woher du kommst, noch wohin du gehst, noch wer du bist, weil du dich die Frage “ADAM! WO BIST DU?” nicht getraust zu beantworten …
    ich kann mich irren … aber wenigstens muss ich kein Feigling oder Nietzsches Tschandala sein
    … vielleicht gehst auch du irgendwann einmal der Gnade des Lebens Danken — Geh-Danken! Gedanken.<<<<<<<<<

    Schön, was Du alles meinst zu wissen.
    Die Frage des geeigneten Referenzobjektes bei und für Bewertungen ist auch nicht einfach.
    Da wir hier aber auch von der Theorie ausgehen, daß Wahrnehmung und Illusion eine enge Symbiose eingegangen sind, ist Deine Art der Argumentation und Beurteilung durchaus erlaubt.
    Gilt die Frage: “ADAM! WO BIST DU?” dem alten Adam, wahrscheinlich, oder?

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  35. Petra von Haldem sagt:

    Danke, Vollidiot, für Deine auffaltende Einführung…

    ***….. weil ihm das Transzendieren auf eine andere Ebene so unglaublich oder unsinnig erscheint – ihm fehlt ein Sinn dafür.***

    Dieses: ihm fehlt ein Sinn, resp.ein Sinnesorgan, dafür…hilft mir weiter zum Verstehen.

    Meine Güte, der Servantes…wasn Name!!

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  36. @ Vollidiot

    Schön, dass du alles besser weißt. Vor allem „WO“ du bist!

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  37. thomram sagt:

    @ Volli und Jauhu

    Lasst solche Kinderei, ich bitte darum.

    Erwidert, indem Ihr eure Sicht beschreibt, und lasst Euer Gegenüber so stehen, wie es ist.
    Danke.

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