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Prozak / Bekenntnisse eines Pharma-Taeters

Die meisten Leser hier wissen es. Dem Einen und Anderen gibt es Argumentationsnachschub. Wer es nicht weiss, wird es nach der Lektuere des Artikels wissen: Big Pharma (da arbeiten Menschen, auch wenn man das kaum glauben moechte) hat nicht die Gesundheit, sondern den Absatz im Visier. Und um den Absatz zu steigern… was liegt naeher, als Menschen krank zu machen? Eben.

Nicht weitersagen.

Sehr eindruecklicher Bericht aus Zeiten*Schrift.

thom ram, 12.05.2015

.

Prozac – Bekenntnisse eines Pharma-Täters

Zehn Jahre lang ging’s immer nur aufwärts für John Virapen. In Schweden machte er beim Pharma-Riesen Eli Lilly grosse Karriere. Dann wurde er von einem Tag auf den anderen abgesägt. Heute blickt er schuldbewusst und reuevoll auf das zurück, bei dem er Komplize war, und was er in einem spektakulären Bekenntnis-Buch veröffentlicht hat: „Nebenwirkung Tod – die Korruption in der Pharma-Industrie.
Von: Ursula Seiler

John Virapen ist ein moderner Saulus, der zum Paulus wurde. „Nacht für Nacht versammeln sich schattenhafte Wesen an meinem Bett. Irgendwann in den frühen Morgenstunden schleichen sie ins Zimmer. Sie schlagen die Köpfe gegen die Wände, ritzen Arme und Hals mit Rasierklingen. Schweißgebadet erwache ich. Ich habe dazu beigetragen, daß diese Menschen, deren Schatten mich verfolgen, gestorben sind.

Ich habe den Tod von Menschen mit zu verantworten, die ich nicht kannte. Ich habe sie nicht eigenhändig getötet. Nein, ich war ein williges Werkzeug der Pharmaindustrie.“

Virapen (64), ein indischstämmiger Mann aus British-Guayana arbeitete seit 1968 bei den Pillenproduzenten; diente sich hoch vom kleinen Ärztevertreter bis zum „Landesleiter Schweden“ für den Pharma-Multi Eli Lilly & Company. „Daß ich willig mitmachte, ist die große Last, die mich quält. Von Angst durchgeschwitzte Pyjamas – das ist der Motor der Selbsterkenntnis. Ich war ein Schwein. Ich habe die Zulassung von Medikamenten forciert, obwohl ich wußte, daß sie den Menschen schaden.“

Virapen hat Angst. Nicht davor, dasselbe zu erleben wie Alfredo Pequito, ein ehemaliger Bayer-Mitarbeiter in Portugal, der für das Auspacken unbequemer Wahrheiten mit dem Messer angegriffen wurde und mit 70 Stichen wieder zusammengeflickt werden mußte. Er hat Angst davor, „daß mein Sohn ebenfalls zu dem gemacht wird, wie die Pharmaindustrie den Menschen am liebsten sieht: ein williger Pillenschlucker, der für erfundene und eingeredete Krankheiten Medikamente einnimmt. Tödliche Nebenwirkungen im Preis inbegriffen. Die Pharmaindustrie verändert das Denken der Menschen der kommenden Generationen.“

„Ein Auto, bei dem die Bremsen nicht oder nur bei jedem zweiten Mal funktionieren, bei dem die Windschutzscheibe ab einer Geschwindigkeit von über 60 km/h aus dem Rahmen bricht oder bei dem die Abgase ins Fahrzeuginnere geleitet würden – solche Fahrzeuge kommen nicht auf den Markt. Medikamente mit vergleichbaren Defekten schon. Wie ist das möglich?“, fragt Virapen. „Warum werden die Verbraucher besser gegen Pfusch am Auto geschützt als gegen Pfusch an ihrem Körper, an ihrer Gesundheit, an ihrem Leben?“
Virapen hat als Insider ein Buch geschrieben. Ein packendes, aufrüttelndes, ja erschütterndes Buch: Nebenwirkung Tod Er fragt darin:

  • Wußten Sie, daß große Pharmakonzerne 35’000 Euro pro Jahr und pro niedergelassenen Arzt aufwenden, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte zu verschreiben?
  • Wußten Sie, daß sogenannte Meinungsführer – also anerkannte Wissenschaftler und Ärzte – mit teuren Reisen, Geschenken und ganz schlicht mit Geld bestochen werden, um über Medikamente, deren schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen publik wurden, positiv zu berichten, um die berechtigte Besorgnis bei Ärzten und Patienten zu zerstreuen?
  • Wußten Sie, daß es für viele neu zugelassene Medikamente nur Kurzzeitstudien gibt und niemand weiß, wie sich die längere oder dauerhafte Einnahme auf den Patienten auswirkt?
  • Wußten Sie, daß Forschungsberichte und Statistiken, die zur Zulassung eines Medikamentes bei den staatlichen Gesundheitsbehörden nötig sind, solange geschönt werden, bis durch das Medikament verursachte Todesfälle nicht mehr darin vorkommen?
  • Wußten Sie, daß mehr als 75 Prozent der führenden Wissenschaftler in der Medizin von der Pharmaindustrie bezahlt werden?
  • Wußten Sie, daß Medikamente im Handel sind, bei deren Zulassung Bestechung im Spiel war?
  • Wußten Sie, daß die Pharmaindustrie Krankheiten erfindet und sie in gezielten Marketingkampagnen bewirbt, um den Absatzmarkt für ihre Produkte zu vergrößern?
  • Wußten Sie, daß die Pharmaindustrie zunehmend Kinder im Visier hat?

Weiter zum ganzen Artikel hier.


5 Kommentare

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

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  2. Petra von Haldem sagt:

    Wow, danke für das Auffinden dieses Artikels.

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  3. ooms sagt:

    ICH KAUF KEINE PHARMAPRODUKTE MEHR UND DANN GIBT ES AUCH KEINE PHARMAINDUSTRIE MEHR…………..
    GEHT DOCH………………

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  4. luckyhans sagt:

    @ ooms:
    Die Angst ist allgegenwärtig, aber Angst alleine lähmt – also wird dazu die Hoffnung verkauft – mit den Pharma- und Kosmetika-Produkten.
    Das ist der heutige „Deal“. Um also von den Mist loszukommen, muß sich von der Angst gelöst werden und die Hoffnung von innen kommen… 😉

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  5. Heidelore Terlep sagt:

    Macht und Ohnmacht der Pharmakonzerne ( PK ) und der WHO.
    Schwerpunkte:
    Aerztliche Fortbildungskurse werden gesponsert und bezahlt von den PK und fuer deren Produktewerbung missbraucht.
    ghost rider der PK schreiben die Gutachten, die dann von den am Kongress teilnehmenden Aerzten vorgetragen werden.
    Wissenschaft und Forschung:
    Klinische Studien werden ueberwiegend von den PK bezahlt und in Auftrag gegeben. Man kann daher davon ausgehen, dass auch vorgegeben wird, wie die Ergebnisse der Studien ausfallen sollen.
    Anwendungsbeobachtung:
    Aerzte werden dafuer bezahlt, dass sie die Beobachtung der Wirksamkeit der Medikamente am Patienten im Sinne der PK begutachten.
    PK erfinden Krankheiten:
    Einmal dadurch, dass sie bestimmte klinische Parameter, wie Kreislaufgroessen, Blutzucker herabsetzen, wodurch es zum Ansteigen von Herz Kreislauferkrankunge bezw.Diabetes kommt.
    Zum anderen besteht ein Zusammenhang zwischen Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten und der Kreation neuer Krankheitsmodelle, wodurch der Kreislauf Nebenwirkung neue Krankheit in Gang gehalten wird.
    Fuer viele Arzneien gibt es noch immer zu wenig Krankheiten klagt die “ Elite“ von eigenen Gnaden. Und so landen bunte Pillen in den Laendern der 3. und 4. Welt um voellig “ uneigennuetzig“ wie die PK behaupten, deren Bewohmer medizinisch zu versorgen. Sprich als Versuchskaninchen zu missbrauchen.
    Wenn Machtmissbrauch zur Ohnmacht fuehrt.
    Zeit ist Geld und Geld ist Macht und Macht ist alles.
    Ihr follgt die Ohnmacht auf den Fuss.
    Der Bogen wurde bereits ueberspannt. Die Machenschaften der PK werden immer transparenter sprich oeffentlicher.
    Servus TV am 14.4.2016:
    Im „Talk lm Hangar 7″ diskutierten F Abulenein mit Vertretern der PK, der Aerztekammer, der Patientenanwaelten unter der Leitung von Helmut Brandstaetter vom “ Kurier“
    Thema: “ Die Machenschaften der Pharmaindustrie“

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