bumi bahagia / Glückliche Erde

Aus-Weg-Los?

Wieder ein Kommentar unseres träumenden Ludwigs, der es in sich hat. Damit er nicht in den Tiefen des WP verschwindet, sondern wiedergefunden werden kann, jetzt hier als redaktionell leicht überarbeiteter Artikel.

Wir stecken in einer fast aussichtslosen Situation, wenn ich diese düstere Prognose ernst nehme. Da möchte ich noch einen draufsetzen.

Die ‚da oben‘ werden bis aufs Blut ihre Privilegien verteidigen. Dafür nehmen die locker Bürgerkriege in Kauf. Schrecken vor Mord und Totschlag gegen die eigene Bevölkerung nicht zurück. Die ‚Ordnungskräfte‘ werden ja seit Jahren schon darauf konditioniert. Aufstände, falls überhaupt trotz der prekären Lage vieler Bürger noch Kraft dazu da sein sollte, werden brutal niedergemacht.

Freiwillig wird die Elite nicht zurückstecken. Im Gegenteil, sie versuchen noch zu bunkern, was geht. Dafür gehen sie auch über Leichen, auch über die neuen Vorfälligkeitsleichen, die die H4-Schandbehörde schafft.

Auf Verfassungstreue Beamte oder Generäle hoffen? Die gibt es sicher – nur zu wenige. Das wissen die und haben keine Chance gegen die Idioten, die unser Gemeinwesen zum eigenen Vorteil zerstören. Man denke nur an den Steuerfahnder, der psychiatriesiert wurde.

Diejenigen, die heute am Hebel sitzen, sorgen bestens dafür, daß keine klugen Köpfe an ihren Sesseln sägen können. Die halten sich ein Heer von Dumpfbacken, das ist das Problem. Die Dumpfbacken in Uniform oder mit Krawatte als Zeichen der Gleichschaltung und Unterwürfigkeit halten das System aufrecht.
Dafür haben die den sog. Staatsdiener gezüchtet. Solange der noch etwas mehr zu fressen bekommt als die Bevölkerung und sich seiner Besoldung (Soldat, freiwilliger Befehlsempfänger?) noch sicher wähnt, wird er sogar auf seine demonstrierende Omi eindreschen.
Was also tun?

Der erste Schritt – jede Wahl verweigern? Merkt denn niemand, daß Wahlen nichts bewirken? Es sind seit Jahrzehnten dieselben Idioten an der Macht. Die Parteifarbe spielt schon lange keine Rolle mehr. Alle Gleichgeschaltet. Ab und zu schleimt sich ein neues Gesicht ein, vermutlich mit entsprechender Vorgeschichte, damit es erpreßbar ist.

Selbst gegen die Wahlverweigerer scheint vorgesorgt. So einfach lassen die sich ihre Macht nicht nehmen. Was passiert, wenn gleich eine ganze Stadt auf die Idee kommt, die Wahlen zu verweigern – die Elite nicht mehr damit auf den Thron zu heben, beschreibt einer, dem ich den Literaturnobelpreis verleihen würde.

Eine Kommunalwahl mit nur 5% Wahlbeteiligung wird einer Stadt zum dramatischen Verhängnis. Die demokratisch gewählten Politiker in den anderen Kommunen und der Staatsregierung wittern eine Verschwörung gegen die Demokratie, die natürlich umgehend beendet werden muß. Sämtliche, dem Staatsapparat zur Verfügung stehenden Mittel, wie Geheimdienst, Folter und Mord werden eingesetzt um die Staatsfeinde, die Terroristen ausfindig zu machen.
Die Bevölkerung hält dicht. Es gibt auch keine Terroristen. Sie hat nur kollektiv die Schnauze voll von der Staatsmacht. Die fährt jedoch zur Höchstform auf um sich nicht zu gefährden.
Die Idee der Staatsmacht war erst mal genial, um der Bevölkerung zu zeigen, daß es ohne Staatsordnung nicht geht. Bestrafung durch Abzug der örtlichen Verwaltung und Polizei brachte nichts. Sanktionen ebensowenig. Das Rathaus und die beamteten Feuerwehrleute wurden abgezogen. Gewerbescheine und Bauamt brauchte es nicht mehr. Mainstreampresse war tot.

Die Kommunikation zwischen den Bürgern funktionierte plötzlich. Gerichte und Rechtsanwälte waren überflüssig. Die Menschen fanden untereinander eine Lösung der Probleme. Die Bürger organisierten sich selbst, und sogar die Kriminalität ging zurück. Die Belagerung der Stadtgrenzen mit Zutrittskontrolle und Aushungern schweißte die Menschen nur noch mehr zusammen. Gelebte Anarchie wurde Wirklichkeit.

Wie die Staatsmacht dem Einhalt gebot und welche Dramen sich in den Ministerien abspielten, hat José Saramago in seinem Roman „Die Stadt der Sehenden“ auf bedrückende traurige Weise herausgearbeitet. Wer dieses Meisterwerk gelesen hat, ist einen wesentlichen Schritt weiter bei der Frage: Wie funktioniert Demokratie? Er wird zum Nichtwähler, auch wenn ihn das einstweilig das Leben kostet. Zumindest kommt er der Anarchie etwas näher.

Es ist sicher kein utopischer Roman. Die beschriebenen Mittel und Werkzeuge haben unsere Regierungen bereits parat, wenn wir nicht weiterhin brav unsere alternativlosen Parteien wählen. Nur so können diese („mittelmäßig“ wäre eine Beleidigung für das Mittelmaß) am unteren Ende der Menschlichkeit stehenden Psychopathen ihren Status noch behaupten.

Wie also aus den Zwängen unserer „Dämonkratie“ ohne Lebensgefahr ausscheren, oder in H4 getrieben, fertiggemacht zu werden?
Ist unser jetziges Schicksal also doch alternativlos und systemrelevant? Das bittere Ende in seinem Roman läßt den Schluß zu. Dennoch ein Buch, das Hoffnung macht.
Es zeigt schonungslos die Machenschaften und Gefahren unseres politischen Systems und wie wir „Demokraten“ unter- und unten gehalten werden. Wer diese Gefahr kennt, kann eher ausweichen oder neue Wege suchen.

Das Vorgängerbuch „Stadt der Blinden“, auf das in manchen Passagen Bezug genommen wird, ist nicht weniger lesenswert, jedoch für das Verständnis hier nicht unbedingt notwendig. Empfehle es dennoch vorher zu lesen.
Es zeigt die ursächlich häßliche Seite des Menschen, wenn er sogar noch als Blinder kurz vor dem Verrecken noch durch seine Urtriebe – Überleben und Fressen und Fortpflanzung um jeden Preis, seinen ebenfalls blinden Nachbarn/in totschlägt oder vergewaltigt. Die düstere Seite des Menschen hat er genial herausgearbeitet.
José Saramago hat einen Roman geschrieben, der wird Realität, wenn es so weiter geht mit der Politik.

Mit diesem Bild könnten wir es eigentlich bewenden lassen. Wozu noch all die Wiederholungen des Versagens des kleinen Arschlochs, der sich freiwillig zum Sklaven macht? Vielleicht hat es auch nur ein inneres Gespür für die Zeit, die keilt, teilt – und heilt.
Wenn der Schöpfungsgedanke auch nur einen Funke Verstand inne hat, kommt alles anders als man denkt.

Zitat Gabrielbali: «Ja, und da Dummheit immer bestraft wird – das ist in der Natur stets so! – folgt die Strafe auf dem Fuss. Ich fuerchte sogar, dass es fuer die Mehrheit all jener Schlafenden noch viel dicker kommen wird. Ganz im Sinne von “je duemmer, desto kuerzer und schwerer werden die angelegten Ketten”.»

Es werden damit wieder ‚Schuldige‘ ausgemacht. War bisher auf der gleichen Schiene.
Könnte es nicht auch sein, daß das Schlafschaf deshalb noch schläft, weil die Zeit noch nicht reif ist um aufzuwachen?

Diejenigen, die vorzeitig aufgewacht sind, hatten allesamt eins auf die Mütze gekriegt, bis auf ein paar wenige, die als Maßstab nichts taugen. Alle – aber auch alle bisherigen Ausbruchsversuch, sei es durch Revolutionen, Findhorn oder Anastasia-Projekte (aufgewärmtes Findhorn?) scheiterten.

An was? An mangelnden Bewußtsein? Die Fingerzeiger haben es? Grübel, grübel.
Es braucht einfach eine Entwicklung über die Zeitschiene. Träumen wir nicht weiter von Anastasia. Das taugt nur für eine kleine Minderheit. Damit werden die großen Probleme nicht beseitigt. Die Probleme in den Städten werden damit nicht gelöst. Polpot hat es auf seine Weisen probiert. Gute Nacht Menschheit.
Städte werden bleiben, sowie auch das Landleben. Es gilt einen sinnvollen Austausch zwischen Städten und dem Land herzustellen, mit Einbeziehung der Organisationen, die wir heute noch Konzerne nennen.
Energieversorgung, Transportmittel, Nahrungsmittel nur bedingt und Handel über Geldaustausch in einem vernünftigen Rahmen ist angesagt.

Vielleicht hat das kleine A. die innere Eingebung, daß der Kampf sinnlos ist – da mußt du einfach durch! Mit schlauen Sprüchen kommt der Mensch nicht weiter, vor allem wenn er in der Scheiße hockt. Da hilft nur rausziehen. Nicht „selber Schuld“. Statt dessen wird esoterisches Geschwurbel gepredigt, die den karnevalsverkleideten in Rom noch fehlen. Es wird Angst gepredigt.
Lassen wir einfach den Fluß der Zeit zu, sei er auch noch so krude.

Es läuft m. E. ein kosmisches Programm ab, das wir nicht durch – „du mußt nur“ – abkürzen können. Erinnere mich gerade an Johann Kössner mit seine Gedanken: „Das Ende der Dunkelmächte“. Frei lesbar im I-Net. Das läuft über die Zeitschiene. Die wird durchlebt, ob du es willst oder nicht.

„Du mußt nur“ – ist daher nur ein weiteres Hindernis zur Menschwerdung. Die ahrimanische Schule ist mit schlauem Esoterikgeschwätz nur fortgesetzt und hindert an der Menschwerdung.
Lassen wir dem Schlafschaf seinen Schlaf. Er wird aufwachen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Warum bemühen wir uns so um ihm? Aus Empathie? Wohl nicht. Eher aus dem Gedanken, daß uns das Schlafschaf aus unserem eigenen Schlaf rettet. Und – nach dem Aufwachen in den eigenen Spiegel schauen. Das ist die härteste Prüfung für jeden.

Schaue dreißig Sekunden in deinen eigenen Spiegel ohne dich mit Ekel davor abzuwenden, und du wirst nie mehr Ratschläge geben.
Ratschläge tot, Wat nu?


3 Kommentare

  1. thomram sagt:

    @ Ludowigo

    Deine Frage, warum so viele Wahrheitsfloetisten der Schlafschafe nicht schlafen koennen, ist berechtigt. Faellt mir ein: Der hilflose Helfer…

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  2. Ohnweg sagt:

    „Sei du selbst die Veränderung und die kann nur von Innen kommen. Egal ob in guter oder schlechter Absicht.

    Hier mein Ausweg aus der Ausweglosigkeit. Ein freies Lebens geht zur Zeit nur allein oder im engsten Kreise. Auch ist die Auswanderung in ein halbgares Land zu empfehlen das noch nicht durchkontrolliert ist. Vielleicht tut es auch ein Rückzug in eine stille Ecke im Inland. Egal wo.

    Verzichte auf eine soziale Gemeinschaft und auf die Suche nach Gleichgesinnten. Denn spätestens wenn es ernst wird kommt einer der es besser weiss und dominieren will. Dein ruhiges Leben im kleinsten Kreis wird vergewaltigt.

    Halte dir die Priester, Politiker und Bankster vom Hals. Scheue den Kontakt mit den Staatsbediensteten und sonstigen Sesselfurzern. Wenn sich Menschen von derartigen Gesocks verdummen lassen dann haben sie das Leben und die Selbstverantwortung nicht begriffen. Versuche nicht schlafende Menschen zu wecken. Es lohnt sich nicht. Es raubt dir nur die Energie die du für dein kleines, freies und selbstverantwortliches Umfeld so bitter nötig hast. Bedenke, dienende Menschen sind meistens glücklich und gehen in ihrer Arbeit auf.

    Ein paar Dinge wirst du auch in: http://freiheitlichesleben.blogspot.de so nach und nach auffinden. Dieser Blog ist für Einzelgänger gedacht denen noch der letzte Durchblick fehlt. Für die Freiheitsegoisten die nehmen aber auch geben. Die helfen aber auch selbst Hilfe annehmen.
    Die nicht schwätzen sondern handeln und sich so eine Insel des materiellem Wohlstands ohne Schulden erschaffen können. Die sich keine Mark in die Tasche schwätzen lassen sondern mit angemessenem Fleiss sich Geld aneignen und es sofort in materielle Werte anlegt. Dann wird der Geldkreislauf geschlossen. Natürlich musst du dann auf Grossprojekte verzichten. Aber braucht man denn den ganzen Schund ausser Nutzvieh und nützliche Maschinen? Übrigens ist Geld so unnütz wie ein Kropf. Aber dies ist ein anderes Thema.

    Nochmals: „Du bist der Ausweg!“
    Vielleicht kapieren dies noch mehr potenzielle Freidenker. Wenn jeder frei lebt ist zum Schluss die Menschheit befreit. Aber bis dahin…

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  3. luckyhans sagt:

    Vielleicht findet ja der/die eine oder andere einige Denkschubser bei der Tagesenergie Nr. 73, die gleich hier erscheint? 😉

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