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Zack, Nabelschnur durchschnitten / Mal genauer über die Plazenta nachdenken…

Westeuropäer schmeissen die Plazenta (den Mutterkuchen) in den Müll.

Indonesier säubern die Plazenta sorgfältig und geben sie, begleitet von einem Ritual der Erde zurück.

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Bei den Geburten unserer Kinder wurde ich als begleitender Vater jeweils eingeladen, die Nabelschnur zu durchschneiden. Ich erinnere haargenau. Es oblag mir, die fundamentale Verbindung von Kind zu Mutter zu trennen, und damit das Kind in seinem Menschenfundament in die Selbständigkeit zu schicken. Das nahm ich ernst, ich war mir dessen klar bewusst.

Ich war jedesmal erstaunt, wie zäh das zart aussehende Material war, und es kam mir als Brachialakt vor, was ich da tat.

***

Ich dachte die Geschichte ein langes Leben lang nicht zu Ende.

Es ist doch einfach unlogisch, unnatürlich, nicht einleuchtend, was ich da tat!

Bei Hund und Katz ist das anders. Da ist die Nabelschnur nur ein leicht zu trennendes Schnürchen. Die Mama leckt das Kind, reinigt es, kommt dabei auch zur Nabelschnur, hups, die ist weg, und dann frisst Hund und Katz den Mutterkuchen. Ich vermute, es sei die Zufuhr wichtiger Stoffe für das Muttertier.

Aber die Nabelschnur des Menschen! Zäh ist sie. Und es soll natürlich sein, die zu durchtrennen? Was hat sich Mutter Natur dabei nur gedacht? Fast ganz unbewusst dachte ich damals, da stimme doch was nicht, aber eben, nochmals, ich dachte es nie zu Ende.

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Gestern nun hörte ich von der Geburt in der Nachbarschaft, Papa und Mama schafften das alleine, und…die Plazenta, die liege in einem guten Körbchen neben dem Neugeborenen, und dieses Neugeborene, es sei nicht abgenabelt.

Die Plazenta werde immer mal mit etwas mit Meersalz versetztem Wasser gereinigt, und die Nabelschnur falle nach etwa einer Woche von selber ab.

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Mir ging ein Kronleuchter auf. So muss das gedacht sein. Das Kind kann noch eine Woche lang von den Stoffen der Plazenta zehren. Der Murks mit ratsch ratsch durchschneiden, der muss mal einem kranken Hirn entsprungen sein – und alleallealle machen es so (auch ich machte es so), weil alleallealle es so machen.

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Es ist ein Thema mehr, bei welchem ich in mich gehen muss und erkenne: Da war doch eine Irritation in dir? Da war doch eine leise Stimme, welche dich auf etwas aufmerksam machen wollte? Ja, stimmt. Und warum, lieber Thomas, bist du dieser deiner leisen inneren Stimme nicht nachgegangen und hast sie in dein Tagesbewusstsein hochgehievt, um darüber nachzudenken und Klarheit zu erlangen?

Eine Lehre mehr.

***

Hier Beiträge zum Thema Geburt und … Plazenta.

🙂

thom ram, 16.02.2015

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http://en.wikipedia.org/wiki/Robin_Lim

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http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2307117/The-rise-lotus-births-How-mothers-leaving-babys-umbilical-cord-ATTACHED-falls-days-later.html

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Und für unsere Indonesier 😉

http://delialiacious.blogspot.com/2011/12/ibu-robin-lim-melahirkan-adalah-proses.html

 

 


9 Kommentare

  1. luckyhans sagt:

    Warum heißt das Ding wohl „Mutter-Kuchen“?

    Meersalz-Lösung = physiologische „Kochsalz“-Lösung? 0,9% wie unser Blut?

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  2. Vielen lieben Dank für diesen Beitrag! Und am Ende muss auch ich gestehen: Eine Lehre mehr!

    Ich habe Deinen Artikel nochmals bei mir veröffentlicht und hoffe, dass ganz Viele noch lesen werden:

    Nabelschnur: abschneiden oder abfallen lassen, das ist hier die Frage …

    Herzliche Grüße
    Martin

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  3. Ohnweg sagt:

    Auch für mich ist diese Angelegenheit neu. Es ist erstaunlich, dass das gewaltsame Abschneiden der Nabelschnur so gedankenlos dahingenommen wird. Wieviel wird noch gedankenlos dahingenommen? Das gibt mir zu denken. Da steckt System dahinter. Da ist ein „Ungeist“ am Werk.

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  4. SiScha67 sagt:

    Wir haben damals die Plazenta (Plazenten Mehrzahl – weil ich hab drei Kinder?) nicht achtlos weggeworfen, wir haben sie erst mal eingefroren. Ja, das war schon komisch. Irgendwann ein Loch gegraben, Plazenta versenkt und Bäume drauf gepflanzt. Meine erste Tochter kam per Hausgeburt zur Welt und meine Zwillinge ambulant im Krankenhaus Herdecke. Niemand hat sich drüber gewundert, dass wir die Plazenten 🙂 mitnehmen wollten. Das ist nun fast 14 und fast 17 Jahre her. Die Kinder mit der Nabelschnur an/ in mir zu lassen – den Gedanken finde ich nicht so schön. Das durchtrennen der Nabelschnur ist auch ein Ritual. Die Kinder ins Leben zu entlassen. Ich war froh, dass ich meine Kinder endlich in den Arm nehmen konnte. Jungs! Ihr habt keine Ahnung wie das ist immer dicker, schwerer und eingeschränkter zu werden und wie wunderbar es es die Kinder dann im Arm zu halten. Darauf zu warten, dass die Nabelschnur von alleine abfällt? Denkt bitte nochmal drüber nach.

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  5. thomram sagt:

    @ Martin

    :-):-):-)

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  6. thomram sagt:

    @ SiScha

    Keine Bange. Hier ist keiner, der neue Dogmen aufstellen will. Meine drei Kinder sind purlimunter auch mit vor Jahrzehnten durchschnittener Nabelschnur. Und Saugglocke. Und Und Und.

    Mir leuchtet alles Natürliche ein. Mir ist das Hauptding: Auf innere Stimme besser horchen. Wenn da eine Irritation ist, der Raum geben und ihr folgen 🙂

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  7. das mit dem „Bäumchen pflanzen“, man erinnere sich an die Aussage Martin Luthers, kommt unter anderem auch daher, dass es früher üblich war die Plazenta zu vergraben und einen Baum darauf zu pflanzen, zur Ehrung des neugeborenen Lebens und als Dank an die Natur, die dieses Geschenk ermöglicht hat…..
    Ein wunderschöner Artikel von Dir Thom, den ich erst durch ein Anstupsen von Dir bemerkt hab….dankeschön

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  8. thom ram sagt:

    Marietta 00:15

    Ich habe den Artukl zwei Jahre lang nicht gelesen, heute sichte ich ihn erstmal wieder. Ich gebe zu, obschon er von mir ist, finde ich ihn auch saugut, hahaha.

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