bumi bahagia / Glückliche Erde

Wer wen?

Nein, es geht hier nicht um die alte Kampfesformel „Du mich oder ich dich“ – vielmehr ist am Samstag beim N8wächter ein Beitrag von Charles Hugh Smith als Übersetzung erschienen, der – aus der Sicht des VSAmerikaners, aber durchaus allgemeingültig – uns mit der Nase auf eine Frage stößt, die jeden „Wohlstandsbürgen“ in den sog. „entwickelten“ Ländern wohl berührt – wer besitzt wen: besitzen wir die Dinge, die wir uns angeschafft haben, oder besitzen diese Dinge uns (über die vielfältigen „Verpflichtungen“, welche sie durch ihre blanke Existenz mit sich bringen).

Hier nochmal separat der Link: http://n8waechter.info/2015/01/besitzen-wir-was-uns-gehoert-oder-besitzt-es-uns/

Gleichfalls möchte ich dazu anregen, den Blick vom eigenen Bauchnabel zu heben und weiter zu denken.

Denn es geht hier nicht nur um eine Auseinandersetzung mit uns selbst und der Frage nach HABEN oder SEIN, sondern um viel mehr.

Denn alle betrachteten materiellen „Dinge“ sind aus „irgendetwas“ hergestellt oder abgetrennt worden – sie enthalten nicht nur die Arbeit (Ideen, Zeit und Kraft) anderer Menschen, sondern die Materialien zu ihrer Herstellung einschließlich der verbrauchten Energie wurden ja auch der Mutter Natur entrissen.

Und zwar ohne daß sie dafür auch nur das geringste zurück erhalten hätte. Das ist die Logik der sog. Ökonomie des Kapitalismus, in der die Natur als Wirtschaftssubjekt nicht vorkommt. Aber das ist bekanntlich nur einer der vielen Fehler dieser Irrlehre.

Wir werden mit unserem ungehemmten „Verbrauchen“ mitverantwortlich für die ständige Zerstörung unseres Planeten.

Und da wird es letztlich ernst, denn wir sollten nicht meinen, daß Mutter Erde sich das lange gefallen lassen wird. (Mutter Erde als Organismus, weil jedes hinreichend komplizierte sich entwickelnde System als Organismus aufgefaßt werden kann – selbst wenn es nach bisheriger Auffassung so nicht bekannt gemacht wurde)

Natürlich ist die „Reaktionsgeschwindigkeit“ eines Planeten, dessen Lebensalter sich nach heutiger Vorstellung im hohen Millionen-Jahr-Bereich befindet, eine etwas langsamere. Aber es wird eine Reaktion geben, wenn wir nicht „die Kurve kriegen“.

Betrachten wir die Schadwirkung der Menschheit:
seit etwa 200 Jahren Industrialisierung und Beginn der großflächigen Abholzung der Wälder, und
seit etwa 50 Jahren exponentiell zunehmend das Aussaugen aller Ressourcen und die radikale Zunahme der chemischen Vergiftung der gesamten Natur durch inzwischen ca. 30 Millionen von künstlich hergestellten (und damit fast immer nicht natürlich abbaubaren!) chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Verbindungen sowie fortgesetzte Entwaldung weiter Gebiete der Erde – von der Vergiftung und dem Raubbau am „Blut der Erde“, dem Wasser, durch den Menschen in vielen Teilen der Erde ganz zu schweigen.

Zur Verdeutlichung dessen, wie unser Naturverbrauch in den letzten Jahren zugenommen hat:
Wer sich noch an die Mülltonnen der Vergangenheit erinnert: wir hatten in den 60 Jahren für 12 Mietparteien a 4 Personen mit jeweils 3 Kachelöfen nur 4 Mülltonnen zu je 100 Liter, die nur alle 2 Wochen geleert wurden – das war völlig ausreichend, die waren auch im Winter bei Vollheizung nie überfüllt.
Was haben wir heute pro Haushalt an Müllaufkommen einschließlich „gelbem Sack“?

Woher kommen wohl die ständig zunehmenden Müllhalden, auch wenn wir einen Großteil davon inzwischen in sog. Dritte-Welt-Länder exportieren – zum großen Teil illegal?

Es ist also an der Zeit, daran zu denken, daß wir unser Leben genauso einrichten müssen wie es uns die Natur vormacht: geschlossene Stoff- und Energiekreisläufe.
Bitte überlegt, wie ihr in dieser Richtung euren eigenen Tagesablauf verändern könnt, daß weniger „Abfall“ entsteht, mehr Stoffe „getrennt“ und „rückgewonnen“ werden – bei eurem örtlichen Entsorger gibt es dazu gewiß weitere Informationen.
Bitte geht auch auf die Handelsketten, die Supermärkte und Baumärkte zu und fragt bei denen nach, was mit der Schließung der Stoffkreisläufe ist – ein „Abfall“, der gar nicht erst entsteht, braucht auch nicht „entsorgt“ werden – Abfallvermeidung statt Entsorgung.

Energie: die bisher „üblichen“ explosiven Energieprozesse müssen unbedingt durch implosive Prozesse ergänzt werden – nicht nur weil das auch „Energie aus dem Nichts“ bringt, sondern weil nur so das Gleichgewicht der Prozesse in der Natur wieder hergestellt werden kann.

Wir alle haben eine Verantwortung für das, was hier auf der Erde geschieht!

Euer Lucky


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