bumi bahagia / Glückliche Erde

Luckys Erwachen (1) – FdH

Heute wollen wir beginnen, unser Leben konkret zu verändern – in kleinen Schritten, aber konsequent.

Dabei darf jeder Mensch bei seinen liebgewordenen Gewohnheiten bleiben – bei den meisten zumindest. Wir wollen nur ganz wenige ganz langsam verändern.

Wem die Ergebnisse gefallen, der mag weiter mitmachen – und umgekehrt.

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„Eure Nahrung sei eure Medizin und eure Medizin eure Nahrung.“ (Hippokrates)

Als erste Anregung, unser Leben von Grund auf zu verändern, möchte ich die alte Abnehm-Regel FdH vorschlagen – genau: „Friß die Hälfte“.

Zuerst bitte ich darum, einmal genau aufzuschreiben, was so im Verlaufe jedes Tages gegessen und getrunken wird, also eine kleine Liste machen:

Montag: Frühstück – …, 2. Frühstück – …, zwischendurch …, Mittagessen – … und so weiter

Dasselbe für Dienstag und alle anderen Wochentage – einschließlich Wochenende.

Bitte genau die Mengen und auch die Herkunft der Speisen und Getränke vermerken, z.B.:

2 Semmeln vom Bäcker Ihle, ca. 20g deutsche Landbutter, eine Scheibe Bauernsalami (Aldi abgepackt), 30 g Nutella aus dem 500g-Glas, eine Tasse Hochland-Kaffee (Edeka) aus der häuslichen Kaffemaschine, ein Glas Apfelsaft (aus Lidl Tetrapack).

Am einfachsten und genausten wird das, wenn wir ein kleines Büchlein im Format A6 oder A7 einrichten, in dem wir möglichst zeitnah, d.h. direkt nachdem wir etwas gegessen haben, genau eintragen, was es war und wieviel.

Wer mag kann die Eintragungen offen beim Essen machen – die meisten werden es wahrscheinlich vorziehen, dies „still für sich“ zu machen.

Ganz wichtig ist es, diese erste Bestandsaufnahme sorgfältig zu machen, damit ein belastbares Vergleichsmittel entsteht und wir nachvollziehbar die Veränderungen sehen können.

Diese Liste bitte ich, mindestens eine Woche – besser zwei oder drei Wochen – zu führen – ganz normale Arbeitswochen. Denn es geht darum, unseren Alltag zu verändern.

Bitte die Getränke nicht vergessen, und ruhig ein wenig kleinlich sein – auch der Espresso nach dem Mittagessen und die Tasse Kaffee beim Nachmittags-Meeting nicht vergessen, und bitte auch Zucker, Milch oder Sahne vermerken – das alles sind Nahrungsbestandteile, die uns versorgen.

Nach diesen 2 – 3 Wochen haben wir einen präzisen Überblick über unsere normalen Eßgewohnheiten zum jetzigen Zeitpunkt.

Wer möchte, kann natürlich auch schon mal einen kritischen Blick auf das werfen, was da für unsere ersten Wochen zu Buche steht: sind das alles Dinge, die unser Körper braucht? Sind diese Dinge von guter Qualität? Oder versuchen wir, die Mängel recht minderwertiger Waren durch erhöhte Mengen „auszugleichen“? Stimmt die Reihenfolge der Nahrungsaufnahme? (also zuerst trinken und dann essen) etc.

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Jetzt kommt der zweite Schritt – FdH. Dieser beginnt schon beim Einkaufen, d.h. wir reduzieren die Menge der einzukaufenden Nahrungsmittel auf die Hälfte – wir kaufen etwa dasselbe wie bisher, nur weniger.

Dieses Herangehen ist notwendig, denn die Erfahrung zeigt, daß es kaum zu schaffen ist, weniger zu essen, wenn „genug“ da ist – es wird am Ende immer doch gegessen und nicht weggeworfen.

Um dieser „Falle“ zu entgehen, wollen wir also weniger einkaufen – im Moment vielleicht noch ohne groß die Zusammensetzung zu verändern.

Aber wer mag, kann dies auch gerne nutzen, um sich mal den einen oder anderen „heimlichen“ Wunsch zu erfüllen, den er sich sonst immer versagt hat – weil es zu teuer war. Denn jetzt ist ja das „übrige“ Geld dafür da – durch die verringerte Einkaufsmenge.

Dies ist einer der Vorteile von FdH – wir können uns Wünsche erfüllen, wir wir uns sonst versagt haben.

Beim einen sind das besonders schmackhafte Leckereien, die sonst nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten möglich waren, beim anderen ist es der Einkauf auf dem Wochenmarkt, der wegen der etwas höheren Preise zwangsweise nicht zum Regeleinkauf gehörte.

Bitte beachten – ich rufe hier nicht dazu auf, die Ausgaben für das Essen zu reduzieren – ich rufe dazu auf, ein Gefühl für die Qualität des Essens zu entwickeln.

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Worin liegt nun das Geheimnis derer, die mit FdH trotzdem satt und glücklich geworden sind?

Es ist ganz einfach. Wir erinnern uns der alten Hinweise unserer Eltern und Großeltern: „Junge, kau doch richtig!“ – Ja, was wir damals nicht annehmen wollten, das können wir jetzt umsetzen.

Am einfachsten ist es, wenn wir die halbierte Menge Essen ganz bewußt vor uns hinstellen und jeden Happen, aber auch wirklich jeden Happen in Ruhe und mit Genuß zwanzig- bis dreißigmal durchkauen – damit dauert das Essen auch mindestens genauso lange wie bisher – eher länger.

Wir können uns dabei mit zwei kleinen Tricks behelfen. Der erste ist: weglegen. Das Besteck oder die Semmel weglegen, wenn wir einmal abgebissen haben. Ganz bewußt weglegen und sich auf das Kauen dieses einen Bissens konzentrieren.

Der zweite Tip: schmecken – ja, ganz bewußt den Geschmack des Bissens prüfen – zu Beginn des Kauens – und wie er sich im Verlaufe des Kauprozesses verändert.

Runterschlucken wirklich erst, wenn sich im Mund eine schöne fast flüssige „Pampe“ gebildet hat.

Und das Ganze schön in Ruhe, d.h. sich wieder etwas Zeit nehmen für die tägliche Nahrungsaufnahme.

Wenn das wegen der alltäglichen Hektik mal „nicht geht“, dann lieber nicht in Eile essen, sondern erst wieder dann, wenn wirklich Ruhe ist und man sich auf dieses Nahrungsaufnahme konzentrieren kann – siehe oben.

Für so manche/n ist es hilfreich, erneut genau Buch zu führen über die Mengen, die verkonsumiert wurden – denn es soll ja wirklich möglichst nur die Hälfte der bisherigen Menge sein, die wir zu uns nehmen.

Ergebnisvorwegnahme ist nicht erwünscht – jede/r mag seine eigenen Erfahrungen machen. Wichtig ist, die oben genannten Schritte alle einzuhalten.

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Bitte eßt was ihr wollt und was euch besonders erwünscht erscheint, aber immer nur die Hälfte vom vorher Aufgezeichneten. Lernt wieder in Ruhe zu essen und zu schmecken.

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Ein wichtiger Nachsatz zu den Getränken sei noch erlaubt.

Bitte die Flüssigkeitsmengen nicht auf die Häfte reduzieren, sondern zumindest belassen – wir sind es aufgrund unserer hektischen Lebensweise gewohnt, eher zuwenig als zuviel Flüssigkeit zu uns zu nehmen.

Es ist eher hilfreich, mehr zu trinken als vorher – besonders wenn sich der Magen zwischendurch mit einem kleinen „Hungeranfall“ bemerkbar macht. Dann hilft ein Glas guter Fruchtsaft mit Fruchtmarkanteilen – schön in langsamen Schlucken mit Genuß getrunken.

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Also, der Vorschlag lautet in Kürze: weniger Menge essen, dafür mehr Qualität, und mehr Aufmerksamkeit für den Prozeß der Nahrungsaufnahme – Trinken mehr – und Besseres.

Das Ziehen von Schlußfolgerungen im Verlaufe dieser Vorgänge sei jedem Einzelnen selbst überlassen – zum Beispiel wenn ein bestimmtes Nahrungsmittel bei Kauen sich in eine kaum noch schmackhafte Klebemasse verwandelt – das liegt dann nicht unbedingt am Kauen… 😉


10 Kommentare

  1. Garten-Amsel sagt:

    … und viel-leicht auch die Haare in aller Ruhe wieder wachsen lassen … =>“Wahr-Nehmungs-Antennen-Funktion“… 😉

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  2. luckyhans sagt:

    @ G-A:
    Bitte nicht alles immer schon vorher verraten – es sind natürlich weitere Beiträge in Planung zu verschiedenen Themen der Umgestaltung des alltäglichen Lebens… 😉 Oder wenn, dann bitte etwas ausführlicher… 😉

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  3. Dude sagt:

    Uiui, FdH wäre für mich wohl unpassend. Wenn ich eine rechte Mahlzeit pro Tag halbiere, bin ich demnächst unterernährt. Aber warum auch nicht, denn bis in ein paar Jährchen kann ich mir natürliche Nahrung hier im Blutgeldmoloch wohl eh nicht mehr in dem Masse leisten, dass es für ne ganze reicht. Statt den Magen mit denaturiertem Frass zu füllen, lass ich dann eh lieber die Hälfte weg… Startete ich sogleich, gewöhne ich mich schon dran. Ha! 🙂

    Der Morgenkaffee zählt nicht. Dafür aber der hochprotzentige Obstbrand zum Dessert… 😉

    „denn die Erfahrung zeigt, daß es kaum zu schaffen ist, weniger zu essen, wenn “genug” da ist“

    Da zeigt mir meine Erfahrung aber ganz anderes… Aber ok, ich bin auch kein Mass, da ich generell aus der Reihe tanze, alle Statistiken zersaue und aus jeder Schublade purzel.

    Nen weiteren Tip für’s gemütliche gute Essen wären auch noch hochkarätige Tischgespräche.

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  4. Vollidiot sagt:

    Luck

    Jute Idee.
    Ick habe sogar den Wechsel vom Fruchtsaft auf Tee geschafft.
    Dazu ab und an ne Molle Bier, Augustiner oder Tegernseer.
    Dazu Natron mit abgekochtem Wasser.
    Nebenbei Peroxidlösung, Aprikosenkerne, Kurkuma, Ingwer, Propolislösung usw.

    Nicht rauchen, obwohl das gegen Radionuklide helfen soll.

    Fehlen tuts am Schlaf und an dem Luthergebot: in der Woche vier, schadet weder ihm noch ihr.

    Wie regelst Du das?

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  5. Vollidiot sagt:

    Dude

    Obstbrand zum Dessert und hochkarätige Tischgespräche?
    Mit Brand ists bei mir heiter infolge seeliger Verstandreduktion.
    Dieses Feuer der Leichtigkeit hat ohne Zweifel einen Wert – dieser direkte Zugang zum Geist ermöglicht mir tiefste Einsichten.
    Mit Schützengarten wirds mehr dumpf und pullrig.
    Manche hängen dem Irrtum an damit Brände löschen zu können und üben so Mißbrauch am Geist.

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  6. Dude sagt:

    @Vollidiot

    Das ist nicht von Schützengarten. Sondern von Locher / Appenzeller…

    Wirkt aber längst nicht mehr… 😉

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  7. Marc sagt:

    @ Dude

    Vielleicht schaust Du besser, dass Du bald von diesem Zureich weg kommst..! –
    Als Alternative schau mal in die „Finca Bayano“ rein..( ist ja hier auf der Startseite verlinkt)! Du interessierst Dich ja fuer Suedamerika. Scheint mir ne „geile“ Sache, was der Stefan dort in Panama aufbaut!

    Lichte Gruesse 😉

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  8. Dude sagt:

    @Marc

    Südamerika? Da war ich dann wohl zu fluddrig. Dachte die Finca sei in Spanien? Europa kommt für mich jedenfalls nicht in Frage, denn Europa ist im Arsch.

    Aber ja, Du hast vollkommen recht: Ich muss hier weg… schnellstmöglich… evtl. mach ich Anfang nächsten Jahres ein Reisli gegen Osten. 😉 Würde sich jedenfalls in vielerlei Hinsicht sehr sehr lohnen; dessen bin ich gewiss! 🙂

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  9. Marc sagt:

    Nee, diese Finca Bayano ist in Panama am Entstehen: http://www.fincabayano.com/?page_id=201

    Sicherlich Dude, ein zwischenzeitliches Reisli gen Osten, das tut auch gut.. In wirklich vielerlei Hinsicht..! – Wein, Weib und Gesang.., ist nicht das Einzige 😉 –
    Muss ja nicht immer „so“ zu und her gehen..! –
    Hab von deinen Absichten gehoehrt, ist auf jeden Fall ein Besuch wert..! 🙂

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  10. luckyhans sagt:

    @ Volli:

    Na, Du haust ja rein – gleich das ganze Programm.
    Ich versuche hier, dem Normalbürger näher zu kommen, und er kommt mit einem Großaufgebot bester Sachen… 😉

    Rauchen ja, aber was – Zigaretten nein (da werden zuviel Gifte beigemischt – Entsorgung per „Endlager Mensch“), reinen guten Tabak ja – „sauberer Teer“ schützt die Lungen vor diversen Atemgiften.

    Gegen Radionuklide sind sowohl Rotwein als auch härtere Sachen hilfreich – wenn es soweit ist – hat schon in Tschernobyl vielen geholfen – Alk erhöht die Leitfähigkeit des Blutes und leitet so die bei Bestrahlung entstehenden Ladungen leichter in die Erde ab – also saufen und gut erden… 😉

    Schlaf ist momentan bei vielen ein Problem – solange die Sonne so aktiv ist: http://sonnen-sturm.info/gibt-es-auswirkungen-der-sonnenaktivitaet-auf-unser-schlafverhalten-und-die-schlafqualitaet/ – oder man Zahnschmerzen hat… 😉

    Das andere liegt nicht an der Sonne, wenn’s nicht mehr klappert – „regeln“ tut sich DAS selbst – „sich regen bringt Segen“ – oder ggf. probiere es mal mit Meditation oder den Anastasia-Büchern… 😉

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