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Yamaha Bison 150 / Honda Tiger 200 / Honda CB150R / 2

B) Du fährst Honda Tiger 200

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Dein unverwüstlicher, sehr männlicher Partner

Die Tiger ist ein Mann. Luftkühlung, Vergaser, deutlich sich meldender Sund, welcher Kraft verspricht und den Eindruck erweckt, die Maschine wolle sich selber auffressen, harter Kupplungszug, die 6 Gänge musst du mit klarem Kick reinknallen, und dein Allerwertester wird von ungetrübten Vibrationen gratis massiert. .

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Die Tiger ist nicht für die kleine Fahrt um die Ecke. Unter 3000 ist es nicht lustig, und das Gefährt ist für den langsamen kleinen Ausflug einfach zu bockig. Eigentlich seltsam, dass die Maschine mit dem grösseren Hubraum den Drehzahlkeller weniger mag als die beiden kleineren Schwestern.
Nun, rüste dich aus, richtige Schuhe für die harte Schaltung (hierzulande fährt man mit Schlappen für 3 Euro), Helm auf, um die Geräusche zu veredeln und jetzt sei ein Mann und zeige dem Gefährt den Meister.
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So aber kann es richtig losgehen! Von 3000 bis 11000 bist du allüberall bestens bedient. Unten hast du die Kraft der Bison, oben hast du die Drehfreude der Honda CB150, für schnelles und sehr schnelles Fahren begeisternd. Es ist schwer zu glauben, was die 50cm3 mehr im Vergleich zu den Konkurrentinnen ausmachen. Ich schätze, dass du auf längerer Strecke ganz intuitiv verschieden schnell fährst: Mit der Bison zügig, mit der CB einen deutlichen Zacken schneller und mit der Tiger noch ein bisschen schneller, schlicht deswegen, weil da 50cm3 mehr eingebaut sind. Eigentlich ist es unfair, 150er mit einer 200er zu vergleichen.

 

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Die Tiger, 1993 (!) geboren, ist zum Angucken aufgemotzt worden, es macht Freude, sie anzusehen.
Die Sitzposition ist für mich ab so lut ideal, und der Miniwindscnutz nimmt doch tatsächlich etwas vom Winddruck weg. Asymmetrisches Abblendlicht? Fehlanzeige. Die Rundlampe macht einen wenig erfreulichen Lichtkegel.

Verbrauch bis drei Liter. Na ja. Aber für das Mehr an Kraft will auch etwas mehr an Nahrung gefordert werden dürfen.

Die Tiger läuft schnurgeradeaus, und ihr Kurvenverhalten ist gut, doch ist die Bison diesbezüglich für mich subjektiv die Beste. Na ja, die „kleinere“ Bison hat auch um die 15 Kilo mehr Material verbaut als die Tiger und als die CB150. Die drei Konkurrentinnen sind prima gebaut.  Und es gibt Unterschiede:
Bei sehr schneller Kurvenfahrt musst du der Bison mit Nachdruck sagen, dass sie sich nun tief legen soll, indes du bei der CB150 im Grenzbereich der Kurvenfahrt mit Fingerspitzengefühl zielen musst, denn ein bisschen zu viel oder zu wenig „Neigungsbefehl“ kann dann schnell mal gefährlich werden. Die Tiger liegt in der Mitte zwischen „selber genau die Spur halten“ und „ich bin äusserst handlich, benötige aber im Grenzbereich Fingerspitzengefühl“.

Mit anderen Worten: Die Tiger ist bei schnellster Kurvenfahrt der Kompromiss: Sie lässt sich leichter hart neigen als die Bison und sie kippelt weniger als die wendige CB150.

 

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Der Knalpot (Auspuff) macht was her. In Ruhedrehzahl sehr leise, ganz prima, aber leises Cruisen wie mit der Bison oder der CB ist nicht gegeben. Der Auspuff will auch mit 3000 Touren schon von der Umwelt deutlich wahrgenommen werden.

 

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Ich mag Rundinstrumente, aber die Tigergrafiker hätten sich mehr Mühe geben können. Der Anblick ist reichlich hausbacken.

Also, unter dem Strich: Mit der Tiger bist du auf längeren Strecken bei schneller und sehr schnellen Fahrt sehr gut unterwegs!
Ein Freund von mir hat mit seiner Tiger schon weit über 100’000km gemacht. Der fährt wie Sau, und trotzdem läuft seine Maschine tadellos, mit dem ersten Motor! Es scheint, dass sich die mässige Kompression von 9:1, zusammen mit den 4 Ventilen und dem eher sportlichen Durchmesser / Hub – Verhältnis der Kolben ausgezeichnet bewährt!

Ach, ganz wichtig und fast vergessen. Die Bremsen! Die Bremsen der Tiger sind die Besten, vorne und hinten. Genügend aggressiv im Zupacken und fein dosierbar. Kompliment!

Die Tiger wurde 1993 gestartet. Das muss man gerechtigkeitshalber sagen. Ich hoffe, dass Honda eine neue 200er herausbringen wird, welche die grossen Vorzüge des bestehenden Modelles mit Verbesserungen in Sachen Geschmeidigkeit der Bedienung und Design vereinen wird.

Daten der Tiger:

Gewicht                123 kg (dry)

Drehmoment         16,2Nm / 6500UpM

PS                         17,4 PS / 8.500 RPM

Ventile                    4

Kompression          9:1

Zylinder Durchmesser / Hub  63,5 x 62,2 mm

Tank                    13l

Verbrauch             2,5 – 3l / 100km

Spitze                   130km/h, einige Tiger laufen auch 140km/h

Preis                    IDR  26’900’000.- / CHF 2’150.- / € 1’730.-

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Fortsetzung folgt mit dem Wiesel CB50R

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