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Liebe Bank, warum kostet meine €60.- Ueberweisung €39.- Gebühr?

Man muss die Banken verstehen. Sie haben grosse grosse Schulden und wollen diese Schulden sicher schnell schnell wieder decken, denn die Banken werden von redlichen Menschen geführt, welche redliche Geschäfte machen und wissen, dass Schulden nicht gut sind.

Ich bitte weltweit alle Menschen, welche geldmässig klein und mittelgross sind, das zu verstehen und den Banken zu helfen. Du kannst das tun, indem du einen kleinen Betrag überweisest und damit einhergehend deinen notwendigen Obolus an die Gesundung deiner guten Bank leistest.

Der Autor des folgenden Briefes scheint noch nicht zu verstehen, dass wir alle den Banken helfen sollten. Er beklagt sich darüber, dass er für eine Ueberweisung von rund €60.- eine Gebühr von fast €40.- zu bezahlen hat.

Vielleicht kannst du dem Autoren in einem Kommentar verständlich machen, dass wir doch alle gerufen sind, uns mit den Banken solidarisch zu fühlen und ihnen unter die Arme zu greifen?

Hier nun der unglückliche Brief des Kunden an seine Bank:

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Sehr geehrter Herr Mustermann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Für diesen Kundenservice verdient die Sparkasse mein Lob.

Es wird von Ihnen richtig ausgeführt, dass ich die Kosten für die Fremdbank mit übernommen habe.

Und ich danke Ihnen für die Mitteilung, wer sich da, was auf meine Kosten eingestrichen hat.

Dennoch heilt dies natürlich nicht meinen Schaden, den ich dummer und doofer Bunzel, der ich nun einmal zu meinem eigenen Leidwesen immer noch bin, durch meine Ahnungslosigkeit über die Kosten einer einfachen Überweisung im Jahre des Herrn 2014, mit verursacht, ja sogar ausgelöst, habe –  und das mit 52 Jahren;

Mann könnte sich schämen! Tue ich aber nicht mehr, nachdem mir in einem Moment der Erleuchtung die mal schwächer mal intensiver und die psychologisch fast als transzendental zu bezeichnen ist, im Laufe der Jahre bewusst wurde, dass ich ja auch nur ein Mensch bin, der, nach der herrschenden Weltanschauung des Materialismus (einer Philosophie die im 500 Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ihren Anfang nahm) zu den biologischen Lebewesen, welches zur letzten überlebenden Art der Gattung homo gehört, also ein mit der Begabung zum Denken und Sprechen begabtes Tier aus der Unterordnung der Trockennasenaffen, welches zur Familie der Menschenaffen aus der Ordnung der Primaten und dort zu den höheren Säugetieren (Säugern, Mamalia) oder Plazentatieren gehört.

19,00 Euro eigene Kosten eines Bankunternehmens für eine simple und auch noch selbst erarbeitete Online Überweisung im Jahre des Herrn 2014 wird aber nun kein Unternehmen auf diesem Planeten nachweisen können. Das geht vollkommen an der Lebenswirklichkeit vorbei. 

Dass die Fremdbank natürlich auch an einer derartigen Abzocke mitrauben will, kann ich selbstverständlich nachvollziehen, schließlich haben alle Banken der Welt ihren Beitrag dazu geleistet, dass einige Zig-Billionen seit 2008 durch Glücksspiele vernichtet wurden. Stimmt doch, oder? Es sind Glücksspiele laut Kundeninformation, die der Kunde zu unterzeichnen hat, wenn auch er seinen Einsatz in das 1.000-Billionen Derivate-Kasino einbringt, um zu zocken. Da zählt jeder Cent vieler Milliarden Bank-Kunden. Und wo ließe sich ein Kunde schon geschickter ausnehmen als bei den Gebühren, vor allem wenn er abhängig darauf angewiesen ist, Geld durch dritte Fremde überweisen zu müssen? Einem Kunden übrigens, der allein aufgrund einer Auslandsüberweisung sich schon dem Generalverdacht der Geldwäsche verdächtig macht – Zustände wie in den untergegangenen Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

Also, weder sind die 19,00 Euro Kosten bei der Sparkasse, noch sind bei der Fremdbank 20,00 Euro Kosten entstanden. Dass kann den Negern im Urwald von Uganda oder dem Kongo erzählt werden – ich lebe dort lange genug – aber bitte, beleidigen Sie nicht derart meinen Verstand – da reagieren meine Amygdalae mit der Ausschüttung von Wut und Angst auslösenden Chemikalien, die auf die Emotion und die Gefühle wirken – als ob ich nicht auch schon mit Western Union Geld ins Ausland geschickt hätte; und das ist wirklich wesentlich komplexer, arbeits- und zeitintensiver. Das muss der Mensch sogar persönlich durchführen, mit Ausweispapieren und so. Und es hätte dennoch weniger als 10,00 Euro an Gebühren, die ja selbst schon eine Abzocke sind, gekostet. Allerdings muss der Empfänger persönlich sein Geld in Empfang nehmen, weshalb ich ja die Überweisung sehr praktisch und effizient finde.

Hier liegt ganz eindeutig ein Verstoß gegen § 242 BGB vor. Darüber handelt es sich um Wucher nach §§ 138, 291 BGB und Betrug nach § 263 BGB, weil die Sparkasse sich eben als letzte damit herauswinden könnte, um es mit “Nichtwissen zu bestreiten”, wie es so nett für den Laien ausgedrückt wird. Die Telekommunikationsunternehmen meinten ja auch mit ihren “Rooming-Gebühren” den dicken Reibach machen zu können. 

Ich frage mich allen Ernstes, wie eine Sparkasse, die doch einem der mächtigsten Bank-Institutionen in der Welt, dem Sparkassenverbund, angehört, eine derartige Praxis durchführt und es sich von Fremdbanken gefallen lässt. Das hätte sie doch schon längst vor die Gerichte, die Europäische Kommission oder den Europäischen Gerichtshof bringen können. Ich verfüge doch nicht einmal über einen Anwalt, sie aber über eine Division von Juristen.

Also, die Telekommunikationsunternehmen, wie auch diese ganzen Abmahnanwaltsfirmen haben sich von den Gerichten ein paar blaue Augen, gebrochene Nasen und blaue Flecken zugezogen. Macht denen ja nichts, zahlt ja im Ende der Verbraucher. Aber eine Sparkasse hat das gar nicht nötig. Sie hat ja durch ihre Tätigkeit auch Gesamtgesellschaftliche Verantwortung, wenn ich auch einsehen muss, dass natürlich auch sie Gewinne machen muss, weil das nun einmal das Paradigma im Schuld-, Zinsen- und Sklavensystem des ungedeckten Scheingeldes (Fiat Money, Sie wissen wovon ich spreche) ist. Aber das heißt ja nicht, dass sich selbst durch vollkommen unhaltbare Geschäfte daran beteiligt werden muss oder dass das Verhalten von Fremdbanken als Gegeben hinzunehmen wäre.

Meine Forderung ist vollkommen einfach. 

Erstens, diese Praxis über derartige Wuchergeschäfte Kunden zu schädigen, hört sofort auf.

Zweitens, die Sparkasse lässt sich natürlich auch nicht weiterhin auf derlei Wuchergeschäften zum Schaden ihren Kunden ein. Mit anderen Worten, sie lässt sich nicht um des lieben Friedens mit Fremdbanken weiterhin erpressen. 

In einem Großunternehmen, wie der Sparkasse, kann das innerhalb von vier bis sechs Wochen über die Bühne gehen: ein paar Telefonkonferenzen und eine einfache Entscheidung von VorstandIN und AufsichtsratIN. Die Kunden werden es nicht nur der Stadtsparkasse Wedel Danken, sondern eine allgemeine Dankbarkeit gegenüber allen Sparkassen wird das Ergebnis sein, was zur Folge hat, dass damit nicht nur das Ansehen, sondern auch das – nicht nur durch den Lehman Brothers Skandal geschädigte -Vertauen eine positive Entfaltung hin zum Positiven erfährt. 

Dies können Sie gleich so weiter an Ihre VorgesetztenINNEN und den VorstandIN weiter geben – um Himmelswillen mischen Sie sich nicht ein, das könnte nämlich sonst das Ende Ihrer Karriere sein, sie zumindest einläuten. Geben Sie es einfach weiter. Schließlich habe ich mich nicht mit Ihnen persönlich angelegt und will weder Ihnen noch Ihrer Familie (so sie denn eine haben, was ich ja nicht wissen kann) irgendwie schaden, indem Sie durch mein Vorgehen möglicherweise Ihren Arbeitsplatz gefährden.

Bis zur Klärung der Sparkasse mit der Fremdbank (das Verhalten der Fremdbank ist ja auch ein gesetzlicher Verstoß der Wucher und des Betruges) erwarte ich eine entsprechende Korrektur der mir zu Last gelegten Gebühren über die ich bitte vorab informiert werden möchte, also bevor mir irgendein Betrag erstattet wird, weil ich davon zwar meine Klage bei Gericht nicht abhängig mache, aber die schriftliche Begründung zu meinen Anträgen.

Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende und der Sparkasse weiterhin erfolgreiche, aber vor allem ehrliche Geschäfte; denn wie heißt es so schön, treffend aber vor allem richtig: Ehrlich währt am Längsten und wie ich es vor 40 Jahren auswendig lernte als ich mein erstes Sparbuch (das mir die Sparkasse Euskirchen bis heute nicht zurückgeschickt hat, auch schon wieder ein paar Jahre dauert dieser alberne Ärger, wo da doch nur 5,- DM drauf waren) erhielt: Von Nor nach Süd, von Ost nach West, kannst du die Welt umfahren, und du stellst immer wieder fest, kluge Leute sparen. Ich habe das natürlich nie geglaubt und werde es auch sicher nicht, wenn sich die Sparkasse in ihrem Gesamtverhalten doch – was ich nun aber überhaupt nicht erwarte, da ich mich ja sonst vollends lächerlich machen würde – noch ändern würde.

Mit freundlichen Grüßen

georg löding

PS. Gibt es irgendwelche Einwände dagegen, dass ich diese Korrespondenz auf meinem und anderer Menschen Blogs im Internet einstelle?

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Sehr geehrter Herr Löding,

wir haben Ihren Vorgang geprüft.

Bei ihrem Überweisungsauftrag in Fremdwährung wurde angegeben, dass Sie die Kosten der Fremdbank mit übernehmen.

Unsere Kosten betragen in Ihrem Fall 19€ für die Fremdwährungszahlung.

Die Kosten der Fremdbank betrugen 20€.

Beim Zahlungsempfänger sind 54 GBP angekommen.

Für Fragen und ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Vereinbaren Sie gern einen Termin, unsere Beratungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 -20 Uhr nach Vereinbarung.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Stadtsparkasse Wedel

Telefon: 000000000000

mobil: 000000000000

Telefax: 00000000000

Email: max.mustermann@musterbank.de

SEPA — der Countdown läuft !

Ab dem 01.02.2014 sind alle Überweisungen und Lastschrifteinzüge nach dem neuen europaweit einheitlichen SEPA-Verfahren vorzunehmen.

Bei Überweisungen sind statt Kontonummer und BLZ dann die IBAN und die BIC zu verwenden. Für alle, die Lastschriften einziehen, gibt es mehr zu tun.

Sie wünschen mehr Informationen? Fragen Sie Ihren Berater oder informieren Sie sich unter www.sparkasse-wedel.de.

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Stadtsparkasse Wedel

Gorch-Fock-Str. 2, 22880 Wedel

HRA 4075 / Amtsgericht Pinneberg

USt.-Ident-Nr.: DE 134798471

Anstalt des öffentlichen Rechts

Vorstand: Max Mustermann (Vorsitzender)

Max Mustermann

Vorsitzender des Verwaltungsrates:

Max Mustermann

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3 Kommentare

  1. Dank dir tom ram das, als Erleuchteter hast du eine Flamme der Erkenntnis bei mir entzündet! Yeap!!! Yo^^, Yo^^ Zoo! :-)

    Ohne deine einleitenden Worte, hatte ich gar nicht begriffen, dass ich immer noch eine falsche Sichtweise habe. Die brauchen also unser Geld, weil die systemisch sind “Too fail to small, too big to fail”, die wollen also auch gerettet werden. Gut, dass ich ein guter Retter bin und schon mal 39 Euro an Gebühren gespendet habe. Genau, eine Spende zur Rettung war es, und ich Döddel hatte mich doch echt geärgert, als ich den Kontoauszug prüfte. Und wie ich halt so bin, fühlte ich mich von der Mail verarscht. Versprochen, ram das, ich besser mich, ich tue Buße und zahle meinen Ablaß zukünftig gerne und mit einer liebevollen Einstellung. ;-)

    georg

  2. thomram

    Ja, lass uns Menschenfreunde sein, die Bankleute haben auch Weib und Kind mit hungerigen Mäulchen.

    Seriös nun:
    Vorliegendes Beispiel kann als Beispiel dienen, wie wir UNS SELBER managen.
    Einspruch erheben und darauf hinweisen, dass die Gebühr unverhältnismässig ist, sollte täglich 100’000 mal geschehen, das unbedingt.
    Was mach ich jedoch mit meinem Innenleben? Gehe ich in Wut und Angst? Existenzangst? Ich meine das ernst.
    Oder kann ich es schon? Kann ich den noch herrschenden menschenverachtenden Umständen heiter gelassen begegnen? Bei der Leibes – und Gepäckkontrolle auf dem Flughafen? Bei der Polizeikontrolle? Beim Fingerabdruck geben? Wir tun uns einen riesengrossen Gefallen, wenn wir zwar immer mehr unsichtbar werden für SIE, wenn wir aber, wenn wir mit IHREN Machenschaften in Kontakt kommen, lächeln. Und einen Brief schreiben, nochmal, das schon. Aber lächeln.

    Und, dass das klar ist: Ich sag das zwar mit Ueberzeugung, aber der Adressat meiner Mahnung ist in erster Linie der, der da schreibt, ich selber. Oh, was ich übe ;-)


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