Eckehardnyk, 2. November (Allerseelen) NZ14
Vorspiel: Reprise aus Szene 67 vom 17. August NZ14
bettinamaerz23 – Kommentar
Lieber Ecki, leider muß ich viel Essig ins Wasser gießen, weil auch das dazu gehört. Es ist nicht nur traurig, es gibt einfach keinen Ausdruck, was dies beschreibt.Was unseren Kindern angetan wird. Den link setzt ich drunter. Möge sich jeder, der sich das anhören möchte, seine eigene Meinung dazu bilden.Warnung: Nix für schwache Nerven. Aber leider die Wahrheit.
Satanistische Pädos, Epstein-Eliten – Ermittler packt aus! – Uwe Kranz
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eckehardnyk 03/10/2026 um 01:38
Danke liebe Bettina für den Essig, ich habe ihn geschlürft, obwohl ich das Aroma bereits kannte. Es war in diesem gut einstündigen Vortrag in gewisser Weise erträglicher als in manch anderen Darstellungen. Das Bild mit der Zunge und was von hinten geschehen sein mag mal ausgenommen, das ist heftig. Sehe selbst den Film, wer es wissen muss! – Dennoch werde ich das Buch, zu dem du hier kommentiert hast, weiter propagieren, im Vertrauen darauf, dass niemandem, der es liest, eine solche und ähnliche Schurkensphäre zu ertragen nötig [von mir korrigiert] sein wird.
Aber, das ist wohl noch wichtiger, Kinder in die Welt zu bringen [von mir korrigiert], deren Nimbus stark genug ist, diesen Angriffen zu widerstehen beziehungsweise gar nicht erst ausgesetzt zu sein, und im Gegenteil, diese Zustände allein durch ihr Dasein auf der Erde verhindern. Das kann natürlich nur gesagt werden, wenn das Wissen vom geistigen Ursprung und Ziel des Menschen bedingungslose Voraussetzung ist und sein wird.
Nun also weiter im Text, dessen Geist uns zu Kräften bringe, die das erlittene und beorstehende Leid zu ändern vermöge!
1
Im Atemholen sind zweierlei Gnaden…
Mit diesem Goethewort wollen wir unseren Dialog von Szene 67 über das Anziehen und Abstoßen entgegengesetzter Pole fortsetzen. Das Zitat geht dann so weiter:
Die Luft einziehen, sich ihrer entladen; Jenes bedrängt; dieses erfrischt. So wunderbar ist das Leben gemischt. Du danke Gott, wenn er dich presst, Und dank’ ihm, wenn er dich wieder entlässt
2
In solchem Wechsel steht unser Leben. Das erzeugt Widersprüche. Man hört oft sagen, ungleiche Pole ziehen sich an. Das stimmt wohl in der Physik. In der „Chemie“ zwischen Menschen birgt es Probleme. Da hört man öfter: „Sie waren zu verschieden, um miteinander zu können“ — Was stimmt nun? Habe ich doch selbst [vor Wochen] kulturelle Vielfalt beziehungsweise Flexibilität als Wert gepriesen! – Man sollte eben wissen, wo man ist und wer einem wie nahe steht. Kinder werden es von Eltern und Älteren wortlos verlangen oder still voraussetzen.
3
Ich habe noch ein anderes Gegensatzpaar von Sätzen im Sinn, Matthäus 12,30: Wer nicht für mich ist, der ist wider mich und Lukas 9,50 sowie Markus 9,40: Wer nicht gegen uns ist, ist für uns
Beide sind in den Evangelien gebraucht und betreffen zwei Bezirke, Kreise oder Ringe um das Ich, einen innren und einen äußren Ring. Im innren Ring geschieht entweder etwas durch mich selbst oder was ich ganz nah an mich heran lasse. Ich nenne dieses um meine Entscheidungen und Eindrücke erweiterte Ich „mein Selbst“. Den Umkreis, in dem ich selbst agiere oder die Aktionen Anderer dicht an mich heran lasse, nenne ich den Innren Ring. Was innerhalb dieses innren Ringes geschieht, muss ich als für mich geschehen anerkennen.
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Der Äußre Ring beginnt jenseits meines Selbstes, zu welchem Jesus laut dem überlieferten Zitat auch seine weiter entfernte Umgebung rechnete. Was dort draußen geschieht, sei auch dann für den Innren Ring tolerierbar, wenn es nicht „gegen uns“, also nicht gegen mich, meine intimsten Gefährten und meine mir anvertraute Umgebung gerichtet ist.
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So habe ich für mich, für meine Person, diese beiden nur scheinbar einander in den Evangelien widersprechend gebrauchten Bedingungssätze zum Zweck der Selbsterziehung ausgelegt. Im Innren Ring sehe ich auch Geschehnisse angesiedelt, die mit den mir am nächsten stehenden Personen aus Familie und Freundeskreis zusammenhängen. Sie müssen für mich beziehungsweise für meine Ich-Entwicklung in meiner nächsten Umgebung stattfinden. Und nicht nur unsere Kinder erwarten, dass auch wir für unsere Kinder eingestellt seien und bleiben.
Aber die Außenstehenden? Hätte Napoleon I. diese Theorie berücksichtigt, dann wären wahrscheinlich die in Bündnisse mit ihm getretenen Fürsten auf seiner Seite geblieben.
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Im öffentlichen Bereich muss selbstverständlich der Satz vom Äußren Ring auch für meine Person gelten. Wer nicht gegen sie handelt, respektiere auch „meine“, das heißt die für meine Person und intime Umgebung geltenden Interessen.1) – Ein weitrer Spruch passt hierher, weil er die beiden soeben besprochenen Sätze „versöhnt“. Es ist das sogenannte Gelassenheitsgebet, wie ich es erinnre:
Herr, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. (Innrer Ring) Und gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die unveränderbar sind. (Äußrer Ring) Und gib mir die Weisheit, Beides voneinander zu unterscheiden!
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In dem Nicht-ändern-Können steckt auch eine Art von Kunst. Etwas geschehen zu lassen, zum Beispiel Kinder auch mal sich selbst zu überlassen und das Resultat auszuhalten. Das muss man auch erst mal schaffen. (Siehe folgendes Bild!)

Foto: Hilf 2006 (Jungen und Mädchen allein im Park der Villa Stra)
Es ist für Kinder beruhigend zu wissen, dass ihre Eltern sich gegenseitig gewähren und walten lassen und dass sie sich in der Art ihres Andersseins hinnehmen und darüber hinaus sich bestärken und anregen. Das Aufnehmen des Andren hat mit Einatmen zu tun. Diese „Luft“ muss für einen selbst gut sein. Wer das hereinlassen kann, was die Nächsten für ihn sind und tun, erfreut sich der „ersten Gnade“. Warum sollten sich Gefährten gegenseitig in den Rücken fallen?
8
Geschieht es dennoch, führt es dahin, dass einem im „Innren Ring die „Luft weg“ bleibt, angesichts dessen, was die Nächsten gerade aushecken. Das erlebt man klar „gegen sich“. Entweder muss man dann seinen Abstand vergrößern und die Benennung Freunde durch etwas Treffenderes ersetzen, oder man beginnt die „Luft“ im Innren Ring zu erfrischen, indem man mit den Gefährten Tacheles redet und sie auf den Tugendpfad im Freundeskreis (in den Innren Ring) zurückholt.
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Die „zweite Gnade“, die im Ausatmen besteht, bekommen wir im Innren Ring dann zu spüren, wenn unsere Nächsten auch das, was wir sind und tun in deren Innen-Ring als für sich erleben können. Das betrifft insbesondere die Menschen, mit denen wir unter einem Dach wohnen und eine Familie bilden. Was nützt es denen, wenn wir uns für fremde Leute einsetzen, meinetwegen um das Familieneinkommen zu mehren oder aus „sozialem Engagement“, und es kommt bei einer Begegnung im Flur mit einem unserer Kinder zu der Frage (vielleicht mit etwas Ironie versetzt):
„Hallo, kennen wir uns?“
Im Innren Ring haben wir also die meiste Veranlassung sehr aufmerksam auf das „Ein- und Ausatmen“ und die „Herztöne“ bei uns selbst und bei unsrer intimsten Umgebung zu achten. Die Herzen müssen bei uns selbst und bei den Nächsten füreinander schlagen, und das spürbare Ein- und Ausatmen muss – und wird – füreinander erträglich sein. Wenn wir das berücksichtigen, haben wir wieder Raum und Erkenntnis für etwas, was bei uns sein will.
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Wer wollte in ein volles Glas einschenken? Also genießen wir „leeres Glas“ als Chance, dass etwas einströme, das für uns ist und das wir in uns hereinholen können, ohne dass es sich gegen uns wendet. Glaubst du, dass du deine Kinder kennst? Du kannst getrost auch das Andre, das „Exotische“ an ihnen für sich atmen lassen und daran etwas entdecken, was für dich neu und auch voll Leben ist.
1) Man könnte meinen, hier sei etwas an den Haaren herbei gezogen, was mit dem Satz „Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit eines Andren oder Anderer beginnt“ längst bekannt sei. Dem ist aber nicht so. Freiheit wird zwar subjektiv empfunden, ist aber eine objektiv zu beobachtende Wahrheit. Die Freiheit eines Andren kann durchaus mit der meinigen übereinstimmen und nicht vor ihr quasi „stehen bleiben“ oder aufhören Freiheit zu sein
(c) eah 2012 Abenteuer Erziehung und dessen zweite Auflage 2. November 2026