Die da betreiben Armwrestling. Armdrücken
Jaja, gell, alles kindliche Machos, welche hoffen, der Größte/Stärkste/Beste zu sein.
Alles somit klar?
Richtig ist dies: Keiner geht in den Kampf in der Hoffnung, zu verlieren. Jeder geht in den Kampf in der Hoffnung, zu gewinnen.
Stopp!
Diese Typen kennen sich. Typ A weiß, daß er gegen Typ B null nicht keine Chance hat, und trotzdem stellt er sich der Herausforderung, will den Kampf mit dem Überlegenen, will den Kampf, ohne jede Aussicht auf Sieg.
Kommt Unke und unkt, die seien halt eben irgendwie geistesgestört oder so. I
Hier mal eine lockere Begegnung ohne Schiedsrichter und Medaillen:
In solchem Zweikampf, wie auch in Tennis, Boxen etc gibt es immer einen Sieger und einen Verlierer.
Was ist mit dem Verlierer? Er übt, unterlegen zu sein wegzustecken als „es ist wie es ist“.
Ich finde das saugut. Das stärkt Willen und innere Manneskraft. „Ich bin mit dem Verlieren fertiggeworden.“ Stärkt, nicht schwächt das Selbstvertrauen.
Was ist mit dem Sieger? Er freut sich, klar. Und per sofort sucht er sich die nächsthöhere Herausforderung. Er will seine Männlichkeit weiter steigern.
Huch. „Männlichkeit“? Heute bei Gendern und all dem weichgespülten stromlinienförmigen Gesocks ein Schimpfwort.
Ja. Männlichkeit.
Männlichkeit erschöpft sich nicht in Wrestling, Fallschirmsprung, Tennis, doch kräftigt es Mann in seiner Männlichkeit, wenn er sich der Herausforderung im Zweikampfe stellt.
Sieg oder Niederlage sind dabei egal. Die Annahme der Herausforderung ist der entscheidende Punkt.
Es muß nicht Wrestling sein. Ich zum Beispiel habe die Herausforderung angenommen in meinem 20. Altersjahr, als Lehrer vor eine Klasse zu treten. Ich tat es mit bedrückenden Ängsten. Aber ich tat es. Das ist wahre Männlichkeit.
Es gibt einen Stamm, da werden die 15jährigen Jungs in den Urwald geschickt, dies für die Dauer eines Monates, ohne Wasser und Fressifressi. Und jaja, dort sind dann noch Tiger und Schlangen.
Nicht alle kommen zurück.
Danach werden die Überlebenden in eine sargähnliche Kiste gelegt, da sie während drei Tagen außer Dunkelheit nichts haben.
Stell dir das mal vor für Dich, bitte. Drei Tage.
Prüfung bestanden, dann werden sie durchbohrt. Stab vorne quer durch die Brust, und an diesem Stabe werden sie aufgehängt. Dauer nicht drei Sekunden, nicht drei Minuten, nicht drei Stunden. Dauer drei Tage.
15 Jährige, welche diese Prüfungen bestehen, werden als MÄNNER in den Stamm aufgenommen.
Vergleichsweise ist Armwrestling weniger denn Zuckerwasser. Einverstanden???
Ist aber im Grunde Dasselbe. Mann bedarf der Herausforderung, Mann, der Herausforderung annimmt, wird Mann.
Dies Jahr hielt ich die Luft dreimal während 3 Minuten an. War Dasselbe. Herausforderung. Bist du Mann und schaffst das?
Bei den 15jährigen, da geht es um Leben als Mann oder Tod.
Bei Wrestling und Atemanhalten geht es um Dasselbe, allerdings briefmarkenklein. Herausforderung annehmen.
Heute mache ich Armdrücken immer noch, und wenn 13jähriger gewinnt, dann freut mich das einfach nur tierisch, denn………ich erhoffe mir, daß er männlicher, nämlich Herausforderung annehmender Mann werden wird.

Thom Ram, 07.10.NZ14, Jahr 14 des Neuen Zeitalters
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