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Seliger Friede / Ein Erlebnis der besonderen Art

Lieber Leser, ich möchte Dich teilhaben lassen an dem, was mir heute morgen widerfahren ist.

Ich trinke kaum mehr. Gestern allerdings gönnte ich mir eine Miniportion, begab mich früh zu Bette, etwa um die elf. Gewöhnlich erwache ich jede Nacht mehrere Male so halbwegs. Nicht so der vergangenen Nacht, ich schlief durch wie ein unschuldiges Kind.

Als ich morgens zu erwachen begann, war mir kalt am Rücken. Ich schlafe mit nacktem Oberkörper, aber so kalt, was ist da los?

Ich kam nach und nach in mein Tagesbewusstsein und stellte fest, daß mein Körper von Scheitel bis Sohle massenhaft Schweiß aussonderte, mein Rücken war wegen der Verdunstungskälte kühl.

Na sowas aber auch. Das hatte ich noch nie! Ich grübelte ein bisschen, wollte eigentlich gar nicht aufstehen, doch war es einfach unangenehm, auf feuchter Matratze und alles naß.

Ich stand auf und staunte erneut. Meine Knie waren so schwach wie Zündhölzchen. Hä? Meine Beine hatten am Vortag keine besondere Leistung erbracht, also was ist das nun noch?

Ich stakste mit kleinen Schrittchen ins Bad, nahm eine warme Dusche, rubbelte mich ab, überzog mir meinen altgedienten treuen blauen Bademantel, stakste auf den Balkon und legte mich dort hin, Blick in das Grün unseres Gartens, rechts, von den Bäumen halb verdeckt, stieg die Sonne auf.

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Ich fand mich wieder in anderem Zustande. Alles, einfach alles war in Ordnung. Kein auftauchender Gedanke konnte diese heilig-selige Ordnung stören. Auch war alles ein bisschen durchscheinend, na ja, die Bananen- und Mangoblätter waren gewohnt materiell, doch waren sie eben auch ein bisschen durchscheinend, beides zu gleicher Zeit.

Eine volle Stunde genoß ich dieses schwerelose, dieses gesegnete Sein.

In der folgenden Stunde, ich immer noch auf der Liege, da sanft und langsam schwand der besondere Zustand und sachte fand ich mich in meiner gewohnten Tagesbefindlichkeit wieder.

Ich nehme es als Vorgeschmack für unser Sein nach dem Verlassen unserer Körper. Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, alles ist wie gewohnt, und alles ist ganz anders, nämlich leicht, schwerelos, kristallklar.

Lieber Leser, ich wünsche Dir einen ersprießlichen Restsonntag und danach eine froh kreative Woche.

Thom Ram, 19.04.NZ14, Jahr 14 des Neuen Zeitalters.

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Nachtrag

Ich esse nur noch einmal täglich, morgens um die Zehne. Ob das mitgeholfen hat?

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