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Kann jemand helfen?

Die Lage verschärft sich. Spenden fließen weniger. Nach wie vor stagniert das Kleingewerbe. Gestern hatte die 7 köpfige Familie Ira nichts zu essen. Das ist wörtlich zu verstehen. Ihre Angehörigen in Sumatra desgleichen. Nichts auf den Tellern.

Meine eigene Kasse steht bei brutto 50 Euro, die Rente kommt erst am 11.

Schlimmer.
Amanda, die 19 jährige in Lampung, Sumatra, sie ist gestern verunfallt. Ihr linker Oberschenkelknochen, so zeigen mir die Fotos, ist aus dem Knie gesprungen, er ragt links der Kniescheibe hervor. Schmerzen wie Feuer im Elsass. Sofortig OP unerläßlich.

Ich begehe den Frevel, ich nehme 500 Euro aus einer der Schulkinderkassen.
Notfalls werde ich eines meiner zwei Mietmopeds verkaufen, das sollte 500 Kröten einbringen.

Kann jemand helfen?


4 Kommentare

  1. Mica sagt:

    ich hab nix auf’m konto, nichtmal die Grundsicherung kam pünktlich, darum kann ich nix geben, würde aber auch sonst max. 500 direkt überweisen, mit Namensnennung per Email-Double-Check, ob dat Jeld uch ankömmt.

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  2. Gabriel Bali sagt:

    Lieber Thom, ich wundere mich schon lange darüber, dass Du immer wieder Fische gibst, statt den Fokus darauf zu legen und Deine Bittsteller dazu zu bewegen, sich selbst versorgen. Ich suche zum Beispiel schon lange jemanden, der uns im Garten hilft, denn da ist Arbeit ohne Ende. Ich bin zwar nicht in der Lage, ein ansehnliches Salär zu bezahlen, aber dieses, wenn auch wenige, bei uns verdiente Geld sollte zumindest reichen, um 7 hungrige Mäuler zu sättigen…

    Sollte Iras Sohn keiner Arbeit nachgehen und somit auch kein Einkommen haben, wäre dies vielleicht doch eine Option, allmählich von dieser zermürbenden Bettelei loszukommen, in welcher diese Familie schon seit langer Zeit zu stecken scheint.

    Meine Erfahrung in Indonesien ist (und dies gilt genaugenommen wahrscheinlich auch in anderen Teilen der Welt), dass Menschen viel schneller die Hand aufhalten und bereit sind um Unterstützung zu betteln, statt Hand anzulegen, um sich das Nötige mit dem zu verdienen, was man ganz allgemein „arbeiten“ nennt. Ich habe schon längst entschieden, nur jenen Bedürftigen zu helfen, die auch auf Ausgleich bedacht sind. Unterstütze ich Leute einseitig, indem ich sie zu Bettlern mache, wäre dies auch für mein Karma belastend, denn damit schaffe ich kein Gleichgewicht, sondern Disharmonie und damit einen Zustand, der letztlich niemandem dient.

    Muss ich überhaupt noch erwähnen, dass ich im letzten halben Jahr dutzenden Menschen begegnet bin, die überzeugend zum Ausdruck brachten, dringend Geld zu benötigen, um ihren Hunger zu stillen, aber keinem einzigen Menschen begegnete, der dafür auch etwas an Arbeitsleistung geben wollte? Somit suche ich immer noch Hilfe für unseren Garten, aber solange der Hunger nicht groß genug ist, für das Sattwerden auch etwas zu geben, sehe ich mich nicht in der Verpflichtung, als Helfer tätig zu werden.

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  3. Thom Ram sagt:

    Die Familie Eka, welche unten in meinen Kost Kosan wohnen, seit Jahren tun sie alles, aber auch alles, um auf eigen Beinen zu stehen. Dasselbe gilt für die Familie Komang, Suri und Ira.

    Fam. Eka konnte ich Nähmaschinen vermitteln, Komang die kleine Laundry, Ira die große Laundry.
    Die Erträge sind erbärmlich, genau genommen sind sie am Rande von defizitär. Die Raummiete Ira: Jährlich 15Mille. Und hier, Ibu Kadek, sie benutzt den Raum for free. Monatsgewinn bei 300’000. Mitleser: 20€

    Ich hatte nicht gewusst, daß Du weitere Hilfskraft für Deinen Garten suchst. Oh, umgehend werde ich Thommy informieren!

    Allerdings darf er nicht auf volle Leistung gehen, noch nicht. Er ist ja zäher Junge, hat auch Kampfsport gemacht, doch dauert das gänzliche Ausheilen seiner OP wohl noch etwas an.

    Ich mache gänzlich andere Erfahrungen als Du. Auch zum Beispiel die mit Suri befreundete Familie in Sanur, der Papa ist Spezialist auf Metallbearbeitung, sie halten nie die hohle Hand hin, sie arbeiten, welche Arbeit auch immer sie nur auftreiben können. Und auch wenn sie nahe daran waren, nichts auf dem Teller zu haben, ich habe ihnen über all die Jahre keinen Cent zugesteckt.

    Nein. Ich kenne keine Bettelsäcke. Doch kommt mir halt zu Ohren, wenn ganze Familien nichts zu zu esssen haben.

    Und, noch, die beiden Familien hier, sie leisten für unser gemeinsames Hausen was sie nur leisten können, und dies gerne, kräftig und von Herzen. Ich brauch nur „pieps“ zu sagen, und schon greifen sie kräftigen Armes zu.

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