bumi bahagia / Glückliche Erde

No 120 – von AndroMeda

Eckehardnyk, Montag 21. März NZ 10·

1

Ich geh noch mal zum Anfang

War das Wort und hab ich Recht?

Wir kennen diese Sprüche.

Dem Volk ins Ohr gedrungen

und aus dem Maul geklaut:

Da haben wir den Dieb,

Bei Manchen klappt Anhieb

Weil’s Wort geholfen hat:

Das will ich! Das will nicht,

das geht vorbei. Das kann ich!

Und weiter geht’s im Text.

2

Der Text ist schwach doch sein Erfinder willig.

Versucht’s noch mal:

Einst wollte ich spazieren gehen,

im Sonnenschein nicht frieren.

Da sehe ich die Braut geschmückt

Da bin ich ordentlich entzückt

Ich habe mich nach ihr gebückt,

sie hat mein Herz ganz doll verrückt.

Sie einfach nur berühren!

3

Was red ich da,

was weiß ich vom Aha?

Das es im Leben nicht gelingt,

wenn niemand nach den Noten singt.

Wenn alles nach Gebratnem klingt.

Dann hat der Schöpfer abgewinkt.

So nicht! Ein andres Lied!

4

Verborgen schwingt die Mitternacht,

im Kerzenschein der Göttermacht.

Ob sich dazu was dreht?

Wir leisten, was uns steht.

Worum das Thema dreht?

Och nur um Schöpfung und so’n Kram

Da schlagen welche groß Alarm

„Die gibt es nicht im Weltall,

im Weltall herrscht der Urknall!“

5

Ach so, das wusst ich nicht,

hab nie davon gehört,

wär’s so, dann hätt es mich gestört.

Meinungen kommen, Standpunkte gehen

das Leben steht auf Zehen,

der Trichter Nürnbergs zittert noch,

Im Schädel klafft kein großes Loch

worein die Brühe sollte.

Das klagt die Witwe Bolte.

6

Hereinspaziert, hereinspaziert,

nicht so verächtlich sich geniert

Der lange Tag muss laufen.

Beginnt mit einem Haufen.

Gold oder Leben, heißt der Film.

Du siehst ihn nicht, du förderst ihn

Millionen Mal mit Kerzen,

Er bricht so schön die Herzen!

7

Und schwupp! Ist schon was Neues dran

Ukrainchen heißt es nebenan

das Kindchen kommt gelaufen,

es bricht sein Knie beim Raufen.

Warum das Knie? Ist das was wert?

Der Mythos in der Runde zehrt

vom kalten Fraß des Letzte

Er war Spion und petzte.

8

Ich habe ihn am Mund geküsst

Er wurde rot, und bitte wisst,

Es war zum ersten Mal,

als ginge es zur Wahl,

von eingemachten Trauben.

Doch ohne es zu glauben,

sind einige daher geschneit

und haben ihren Schritt bereit

zum Austritt aus dem Orden

bereut, das ganze Morden.

9

Das wär ein schlechter Schluss!

Ein Häppie Änd, das muss!

Die Kutsche komm‘ und hol die Braut,

die niemand zu besitzen traut,

Je mehr man wünscht, es ihnen graut,

die vor dem Letzten flüchten!

Wie willst du da was züchten!

10

Dann nimm doch Kaudranopolis,

das ist ein Kraut, Vergisstmannicht.

Es wächst im Dämmerschein der Hörner,

doch manchem wachsen Dörner.

11

Graf Eberhard von dannen zieht.

Sein Untertan, der nicht vergibt,

Was er ihm angetan,

als er die Braut ihm nahm.

Doch dreht sich alles nur um Sex?

Dass mitten drin so ein Gewächs

uns unheimlich erfreuet?

Und niemand was bereuet?

12

Ballade hin Ballade her,

wir müssen schließen, bitte sehr,

zum Ausgang drängt das kluge Kind

und hascht nach einem Eis geschwind.

„Das Christkind fliegt in’n Himmel rein,

heut ist ein schönes Wetterlein“

© 🦄 eah

1946 und 21. März 2022


10 Kommentare

  1. petravonhaldem sagt:

    Jenseits von Eden<

    Walten Welten
    Walter Welter

    Verwalter Verwelter
    Verwaltung Verweltung

    Gewalten Gewelten
    Gewalt Gewelt

    Vergewalten Vergewelten
    Vergewaltigung Vergeweltigung

    Bewaeltigung Oder Bewaeltigung

    Vergewaltigung Vergeweltigung

    Gewalt Gewelt
    Gewalten Gewelten

    Verwalten Verwelten
    Walten Welten

    Es Walten in Welten Gewalten /
    Vergewaltigung Zu Bewaeltigen !

    Gefällt 1 Person

  2. Mukkele sagt:

    Das ist über meinem Löffel

    Gefällt 1 Person

  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  4. eckehardnyk sagt:

    Mukkele hübsch gesagt, das gehört auch dazu. Willkommen im Club von „Der tut nix, der spielt nur“.

    Gefällt 1 Person

  5. Thom Ram sagt:

    Ecki

    Mukkele?

    Gefällt mir

  6. Drusius sagt:

    Sei er kein schellenlauter Tor.
    Es trägt Verstand und rechter Sinn mit wenig Kunst sich selber vor;
    Und wenn’s euch Ernst ist, was zu sagen, Ist’s nötig, Worten nachzujagen?
    Ja, eure Reden, die so blinkend sind, In denen ihr der Menschheit Schnitzel kräuselt,
    Sind unerquicklich wie der Nebelwind,
    der herbstlich durch die dürren Blätter säuselt!“
    Goethe

    Gefällt 2 Personen

  7. eckehardnyk sagt:

    Thom Ram: Mukkele, sehr nett, hat 1423 kommentiert: Es sei über ihrem Löffel. Drusius:
    Das Tor der schnellen Laute vergeht in Nebelflaute
    Doch wer dem Ernst verpflichtet, der langweilt, wenn er dichtet.
    Erquickend ist die Wörterrunde, sie gibt von mancher Gottheit Kunde
    Ich lass mich gern durch Goethe schelten,
    Meint er es ernst, so soll es gelten.
    Doch wer der „Menschheit Schnitzel kräuselt“
    Wer ist’s? Ein Küchenscheff, Friseur, Mo(r)derateur, der säuselt?

    Gefällt 1 Person

  8. petravonhaldem sagt:

    Der Göhte und der Ekkermann , die lachen sich kapott,
    wenn sie den Strang hier lesen
    und fühlen sich kapiert und fast genesen
    und reiten ihren Zauberbesen im Gallopp

    die Treppen runter……..

    Gefällt 2 Personen

  9. Drusius sagt:

    @eckehardnyk
    Im lichten Sonnenschein klingt ein gutes Wort gar sonnig fein.

    Gefällt mir

  10. eckehardnyk sagt:

    Gute Worte, lieber Freund,
    Gelingen gelingen, wenn die Sonne scheint.
    Ein wahres Wort, dem Fürsten wie?
    Diskret ins Ohr, vergiss da nie!
    Und schöne Worte klingen – daneben oder schwingen.

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