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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – 79. von 144 – Stirb und werde –

zweisprachig, dreisprachig

Zweisprachig, dreisprachig, …

Eckehardnyk 11. November NZ8

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Beim Eintauchen in eine volkstümliche Gemeinschaft schließt man unwillkürlich eine Allianz „mit den Leuten“. Man redet ihre Mundart, man kleidet sich in ihre Tracht, man spielt ihre Spiele und achtet ihre Gebräuche. Das gibt einem in seiner menschlichen Existenz Schutz, der im Andenken sogar über das Ableben hinaus reicht. Ein Volk besteht nicht nur aus vielen Leuten sondern auch aus seinen Ahnen.

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Und aus Nachkommen! – Womit wir wieder bei unseren Kindern sind. Wir können über das Kindsein viele gute Texte lesen und Verbesserungen im Umgang, in der Erziehung, in der Bildung vorschlagen: Wir müssen zugeben, daß wir es mit vorübergehenden Erscheinungen zu tun haben, die von Zutaten (und Großtaten und Untaten) aus der näheren und weiteren Umgebung geprägt sind. Die Kindheit endet nach Etappen, die wir in Zeitaltern unterscheiden gelernt haben (siehe 14.-19. von 144). In dieser Zeit tragen Eltern und „Leute“ ihr Bestes bei, um es dem Kind mit auf den Weg zu geben, was an Sprache, Überzeugung, Wissen, Fertigkeit und Einstellung ihr Reichtum auch sein mag. Das Leben mit den Errungenschaften aus der Kinderzeit geht weiter.

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Doch ist es so? Weiß jeder, was überhaupt sein Bestes ist? Es wäre ganz einfach, wenn man von sich und seiner Mitte ausgeht, speziell von dem, was der Mund zu bieten hat. Dir ist sicher längst aufgefallen, daß Kinder den Klang jeder von ihnen gehörten Rede original und originell auffangen, wogegen sich Erwachsene damit schwerer tun. Die Fähigkeit der Nachahmung scheint im Menschen nach der Pubertät auf weniger sinnliches Gebiet zu wechseln, quasi zu sterben, obgleich derselbe Mensch weiterlebt. So wie es uns in manchen Träumen ergeht: Wir stürzen aus einem Sessellift , fühlen den Aufprall, „wissen“ daß wir tot sind – und wachen auf. Leben geht weiter. Während wir im Traum wenig am Ablauf ändern können, haben wir als Eltern mit Kindern und als Leute, die mit Kindern in Gesellschaft kommen, hervorragende Chancen, den Gang über die Kinderstube (hinaus) optimal zu gestalten.

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Bleiben wir ruhig bei der Sprache. Du kannst deinen Kindern das Rüstzeug, in jeder Sprache im Originalton zu reden, spielend erhalten, indem du sie zunächst den Dialekt ihrer Umgebung und dann die Schriftsprache reden läßt. Damit wächst es bereits „zweisprachig“ auf und ist daran gewöhnt, von der Zungenstellung des einen in die des anderen „Systems“ zu wechseln, und dabei Gefühle zu entwickeln, wann sich das eine und wann sich das andere „schickt“. In Familien mit verschiedenen Dialekten oder Sprachebenen sollte jeder Elternteil in seiner eigenen Sprechweise mit dem Kind reden. In gänzlich fremdsprachlich aufgeteilten Familien werden die Eltern klug darin handeln, außer ihrer Muttersprache den Dialekt (oder die Redeweise) der Umgabung an ihr Kind heranzulassen, damit es frühzeitig wie die Kinder der Nachbarschaft „klingt“. Die Standardsprache erwirbt es dann rechtzeitig mit den Anderen in Kindergarten und Schule gemeinsam. Auch das trägt zur Integration bei. Ausländerkinder wachsen eben ähnlich wie jene in Elsaß, Südtirol oder den rhätoromanischen Gebieten der Alpen mindestens dreisprachig auf.

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In den sechziger Jahren des 20. Jaahrhunderts haben Verfechter von „Chancengleichheit“ in Deutschland besonders dafür gesorgt, daß Dialekte aus den Schulzimmern verschwanden. Mit dieser „gut gemeinten“ Aktion hat man bei Millionen von Heranwachsenden hierzulande die Fähigkeit ausgerottet, sich ins Anderssein der Menschen auf dem Weg des Spracherwerbs bereits in früher Zeit hineinzuleben. Damit wurde das gesät, was man heute erntet: Anbiederung, Gleichgültigkeit oder Haß gegenüber dem „Fremden“, nur nicht ein realistisches Miteinander im erwachsenen Leben. Jede Tendenz, die zur Mundart (solange es noch geht: zurück) führt, sodaß Kinder beide Idiome , die von Dialekt und von Hoch- Standard- oder Schriftsprache, natürlich lernen und beherrschen, ist zu unterstützen. Flankierend sollten Fremdsprachen von Nachbarskindern schon im Kindergarten oder in frühster Schulzeit in klanglich gepflegter Originalität erlebt werden. Es spielt dabei keine Rolle, welche Sprache das ist. Wichtig ist nur, daß sie muttersprachlich ausgesprochen wird und eine kulturelle Atmosphäre bildet. Es kommt nicht darauf an, daß die Kinder in diesem frühen Stadium die fremde Sprache „können“ oder gar übersetzen, sondern daß sie sie mit ihrem Sprechorgan empfinden und mit dem Ohr darin zu Hause sind und auf diese Weise zur Übernahme der „fremden“ Laute (und Leute) als zu etwas Vertrautem kommen.

(c) eah 10. Januar 1999 und 11. November 2020

Der englische Text (Encounter Education 14/40 wiederholt diese Gesichtspunkte. Es wird künftig nur dann das zu der Seite geschaffene englische Pendant eingeschoben, wenn darin wesentlich andere Momente enthalten und nicht nur quasi „Übersetzung“ sind)


6 Kommentare

  1. Reiner Ernst sagt:

    So isses. Hab Anfang der Siebziger in Norddeutschland in einem großen Verlag angefangen, und war sehr stolz, dass die Kollegen meine schwäbische Herkunft nicht erraten haben! OmG, was war ich für ein angepasster, windkanaloptimierter Feigling. So seh‘ ich’s heut. Mit über Siebzig! Inzwischen schwätz ich wie mir der Schnabel gewachsen ist (insbesondere gegenüber meinen Enkelkindern) – und vermeide Anglizismen. Falls doch mal was rausrutscht, betone ich’s deutsch. Was dann natürlich Augenrollen beim Gegenüber verursacht. „Wie kann man auch so ungebildet sein“.

    (…) Gleichgültigkeit oder Haß gegenüber dem „Fremden“,(…)
    Schlimmer ist m.E. der Selbsthass der Deutschen. Jahrzehntelange Reeducation und die tägliche Dosis im TV haben einen dritten (konventionellen) Krieg gegen das Deutsche Volk obsolet gemacht. Die Deutschen schaffen sich selbst ab. Die Agenda GERMANY MUST PERISH ist in der Endphase.

    Meines Erachtens haben wir also den Zustand schon längst erreicht, den Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm prophezeite:

    „Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen […]. Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. (…)“

    Remer beendet ein Buch mit der Feststellung, dass sich durch die Reeducation die deutsche Seele verflüchtigt hat. Sie ging verloren.

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  2. Stephanus sagt:

    Reiner 08:20:

    Tja, leider scheinst du hier Recht zu haben! Das Deutsche Volk, so wie seine Reste heute noch übrig sind, ist im Geiste weichgeklopft wie ein Schnitzel!
    Was den (schwäbischen) Dialekt angeht, so war ich in der glücklichen Lage, daß dieser von allen meinen Kameraden im Kindergarten „g’schwätzt“ wurde. Tante Trude (früher sprach man Erzieherinnen mit „Tante + Vornamen“ an), die aus Ostpreußen kommend im Schwabenland eine neue Heimat gefunden hatte, hatte bisweilen ihre liebe Not damit, ihre Schützlinge zu verstehen.
    Aber da war dann, im Fall des Falles, noch Tante Lydia, die alles übersetzen konnte 🙂

    Das mit dem Weichklopfen des Deutschen Volkes muß aber schon früher angefangen haben, wie unser Schwabe Friedrich Schiller wußte:

    „Zur Nation euch zu bilden, ihr hofft es, Deutsche, vergebens. Bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.“

    Machen wir das Beste draus!

    Gefällt 2 Personen

  3. Die Sprache ist ein wichtiges Element im Zusammenleben mit anderen. Obwohl wir die gleiche Sprache sprechen und die meisten Dialekte auch verstehen können, verstehen wir uns nicht mehr. Die Sprache verliert ihren Sinn, wenn wir uns nicht mehr gegenseitig zu hören wollen.

    Donald Trump sagte einmal „Die Zeit des Redens ist vorbei. Jetzt wird gehandelt“.

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  4. Die Gräuelpropaganda erleben wir, zu ihrem und meinem Bedauern, Tag für Tag. Journalisten + Politiker haben jegliches Maß an Anstand verloren. Der entfesselte Journalismus und irre gewordene Politiker, sind bereit aus Deutschland ein irres Armenhaus zu schaffen. Merkels Neubürger, die 3 % Legalen sind ausgenommen, sind Merkels rote Armeefraktion.

    Der Leitfaden für Journalisten, damals noch von Schonklod in Auftrag gegeben, Kosten 2,5 Mill. Steuergelder, erläutert Politikern + Journalisten, wie sie mit Statements und Berichterstattung über Immigration umzugehen haben.

    Falls das Maasmännchen die deutsche Version schon im Netz gelöscht hat, dann gibt es den Leitfaden auch auf Englisch.

    „Reporting on Migration and Minorities“.

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  5. eckehardnyk sagt:

    In dem was Deutschland sich nennt, hat sich Freiheit noch immer gefunden.
    Bleibt es bei seiner Kultur, hilft alle Welt seinem Geist.

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  6. Ihre Antwort ist sehr merkwürdig. Ich denke jetzt seit 5 Minuten über den Gehalt nach, den Inhalt verstehe ich ja, und komme zu keinem sinnvollen Schluss. Der Gehalt bleibt mir verschlossen.

    Der Freiheitsbegriff ist für mich ganz einfach zu erklären. Je mehr Geld einer hat, umso freier ist er. Das gilt im Umkehrschluss natürlich auch.

    Uns wird eingeredet, Deutschland sei ein freies Land. Was soll diese Aussage und was bedeutet sie? Sie bedeutet nichts. Niemand kann mit dieser Aussage etwas anfangen. Wir werden aber täglich mit solchen Aussagen gefüttert.

    Das ist so wie in dieser morbiden „Religion“. Man lässt die Untertanen fünfmal am Tag den gleichen Unsinn runtersuren, von Kindesbeinen an, bis jeder den Unsinn für bahre Münze hält. Autosuggestion.

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