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Hingabe ist kein Aufgeben

Von Angela, 22.01.07

Annahme, Einverstanden sein, Hingabe, Akzeptanz   —  all das sind Begriffe, ja Voraussetzungen für einen Menschen, der über das bloße Überleben in einer Welt der Gefahren hinausgehen und einen Sinn hinter allem Geschehen erkennen möchte. Manche Menschen fühlen sich mit dem Wort „Hingabe“ unbehaglich, sie sehen darin eine Art von „Aufgeben“ und „Resignation“.  „Wie kann sich dann jemals etwas verändern? “ werden sie fragen. „Wir müssen die Missstände bekämpfen , sie ausrotten, sowohl in der Welt als auch in uns selbst“. 

Das ist der Weg des Kampfes und er wird uns entweder  in die Resignation oder in den Fanatismus führen.  Wir können die Auswirkungen des Leidens in der Welt mildern- das ist sicher ein bewundernswerter und edler Weg , aber ohne ein verändertes Bewusstsein  ist das Leid  wie ein Fass ohne Boden. Von Generation zu Generation setzt es sich fort.

Die Unbewusstheit als solche kann man nicht bekämpfen, das ist unmöglich.  Wenn wir das tun, werden wir in die Polaritäten von Gut und Böse verstrickt, wir erschaffen dann einen Feind und werden damit selbst unbewusst.

Ein Mensch, der sich hingibt, muss tatsächlich etwas aufgeben, nämlich seinen Wunsch nach Kontrolle, nach äußerer Sicherheit, nach Erfüllung seiner Wünsche. Aber was für Kontrolle haben wir letztendlich im  Leben? Immer wieder kommen unverhoffte Dinge auf uns zu , Krankheit, Unfälle, Kriege, Verlust und Tod.  Sicherheit ist eine Illusion!

Wir können nur das, was ist, akzeptieren, uns dem Ist-Zustand hingeben. Dadurch wird nicht  die Ausgangs-Situation  verwandelt, sondern wir verwandeln uns selbst.

Ganz stark habe ich das Wunder der Hingabe vor zwei Jahren erlebt, als ich mit 3 Freundinnen auf der Autobahn in einen vierstündigen Stau  geriet. Die Situation war einfach so, wie sie war – und nichts führte davon weg. Dieses Akzeptieren war so befreiend, dass die ganzen vier Stunden überhaupt nicht belastend auf mich wirkten.

In der Hingabe bin ich einfach in diesem Moment einverstanden mit dem, was ist. Dazu gehört  tiefes Vertrauen in ein „freundliches Universum“, was mir nichts „antun“ will. Ich gehe einfach davon aus, dass alles im Leben einen Sinn hat und meinem inneren Wachstum dient.

Dieses Vertrauen ist zugegebenermaßen ein Sprung ins Ungewisse , doch wie oft sind wir schon in tiefster Not „aufgefangen“ worden, wie oft hat sich dann alles zum Guten entwickelt oder wird nach einiger Zeit von uns als sinnvoll erkannt ?   Es gibt im Grunde keinen besseren Lehrer als das Leben selbst.

Ich kenne ein wundervolles Buch von Shalila Sharamon und Bodo J.Baginski, „Einverstanden sein“( Die Erlösung des Schattens) deren Anleitungen ich lange Zeit praktiziert habe. Es werden dort Meditationsübungen zum „Einverstanden Sein“ beschrieben. Sie sind ganz einfach. Man setzt sich ruhig  hin und lässt alles hoch kommen, was ins Bewusstsein treten will. Ohne sich zu verfangen, ohne zu bewerten, man lässt es durch sich hindurch fließen und bleibt der Beobachter.

Das wird eine ganze Zeit lang  ruhig, fast langweilig ablaufen. Aber dann – so war es auch bei mir,- steigt etwas hoch, was aus dem tiefen Unterbewusstsein kommt. Man spürt es anhand einer inneren Spannung.

Zu dieser Zeit gab es bei mir einen Begriff, der mit großer Angst besetzt war. Der tauchte eindringlich auf, ich wurde regelrecht „hineingezogen“ und  kann nur sagen, alles schlug über mir zusammen! Es war wirklich erschreckend. Aber – ausgerüstet mit  dem Wissen um die Zusammenhänge – blieb ich standhaft in meinem „Zeuge-Sein“ und plötzlich ebbte das Geschehen  ab, die Angst verschwand – und – wie wundervoll , diese Angst tauchte bei mir niemals mehr auf. Sie wurde durch meine Hingabe, meinen fehlenden Widerstand transformiert.

Ein anderes Mal setzte ich mich wieder zu dieser Übung hin. Ich fühlte mich noch sehr elend und schwach infolge eines  langandauernden  grippalen Infekts und war eigentlich gar nicht mit meinem elenden Zustand einverstanden.

Durch die Übung jedoch lies ich mich einfach „fallen“ , ich nahm meinen Zustand an und ganz plötzlich traten unendlich schöne Farben vor meinem inneren Auge auf, die entstanden, sich mit anderen Farben  vermischten, wieder veränderten. Es war wundervoll und faszinierend zugleich. Das Ganze dauerte eine halbe Stunde , – als es dann nachließ und ich aus der Meditation auftauchte, war ich kerngesund und voller Vitalität. 

Hingabe  ist eine Eigenschaft des Herzens. Ein Mensch, der sich hingeben kann , ist voller Ehrfurcht und Liebe für alles , was existiert. Sein Denken spaltet die Welt nicht in gut und böse, sinnlos und sinnvoll, wertvoll und wertlos.

Die Religionen haben jahrhundertelang nichts als Ablehnung und Zurückweisung gelehrt. Wir sollten dieses oder jenes ändern, unser Wesen schleifen, gut und edel sein, nur dann wären wir für Gott annehmbar. Das war ihre Politik- und das Ergebnis können wir heute voller Schrecken  sehen.

Aber wir müssen uns nichts „verdienen“ , wir sind es jetzt schon wert zu leben. Nur ein wenig Entspannung, Vertrauen und Besinnung sind nötig und  die Bereitschaft, das Leben bewusst fließen zu lassen. Das kleine Ego und der trennende Verstand sind nur ein Bruchteil des großen Ganzen und können nie die Gesamtheit allen Seins erfassen.

Der Schlüssel zu jeder  Transformation ist bedingungslose Hingabe. Aber das bedeutet nicht, dass man nicht im Außen aktiv werden und die Situation verändern kann. Das wird oft falsch verstanden. In der Hingabe nimmt man nur den jetzigen Augenblick , – den Ist-Zustand an, nicht die ganze  Geschichte drum herum. Man setzt dem momentanen Zustand keinen Widerstand entgegen. Es ist jetzt einfach so, Krankheit, Armut, Todesfälle, Verluste sind in mein Leben gekommen , ich kann es nicht ändern, ich akzeptiere es.  

Dadurch ist der eigene Bewusstseinszustand nicht mehr von äußeren Gegebenheiten abhängig und wird eventuell in einer völlig unbewussten Reaktion wie Angst,  Wut, Verzweiflung, Hass und Ablehnung münden, sondern es entsteht ein Wissen über den nächsten Schritt, den man gehen will.

Und dieser nächste Schritt ist das Entscheidende. Aus welchem Geist entsteht er? Durch Widerstandlosigkeit wird ganz automatisch auch die Qualität des Tuns entscheidend verändert. Wenn ich den Istzustand einmal angenommen habe, kann ich mich immer noch entscheiden, wie ich mit der Situation verfahren will.

Will oder kann ich sie verändern? Dann sollte ich es tun, und zwar einen Schritt nach dem anderen. Durch Hingabe entsteht eine Klarheit, die es vorher nicht gegeben hat.

Will ich mich zurückziehen? Dann  ist das vielleicht der einzige Weg. Auch das ist in Ordnung. Wenn keine Veränderung, kein Rückzug möglich sind, hilft nur totale Hingabe an das, was ist.

Wer sich z.B. in einer ungeliebten Arbeitssituation befindet, jedoch im Augenblick keine Möglichkeit erkennt, da herauszukommen, wird sich durch seinen Widerstand nur aufreiben und Krankheit und Unglück werden die Folge sein. Auch in dieser Situation  ist ein Akzeptieren des Ist-Zustandes unabdingbar.  Hingabe verwandelt zwar nicht das, was IST, aber es verwandelt den Menschen und mit ihm die Welt, denn die Welt spiegelt uns nur unseren  eigenen inneren Zustand .

Hingabe heißt, einen Schritt zurück zu treten und eine Distanz zwischen sich und dem Verstand zu erschaffen. Der Verstand  ist lediglich eine Ansammlung von Gedanken, die in unserem Gehirn vorbeifließen. Die Lösung besteht darin, nur Zeuge zu sein.

Aber was tun wir, wir identifizieren uns gern mit den schönen Dingen , aber dann halten uns auch die hässlichen Dinge gefangen, denn der Verstand kann ohne Dualität nicht existieren. Alles, was uns geschieht, ist in einem höheren Sinne notwendig.  Wir können es akzeptieren oder nicht, das ist unsere Wahl. Das, was da ist, besteht ja schon, es ist einfach eine Tatsache, egal ob es sich um einen Schicksalsschlag, um Krankheit oder Verlust handelt.

Wir haben das Geschehen unbewusst herbeigerufen, wir BENÖTIGEN es sogar, die Alternative wären Stillstand und eine vergeudete Inkarnation. Das Geschehen  spiegelt uns selbst,  den Stand unserer Entwicklung in diesem Moment.  Wenn wir uns jetzt dem Spiegel zuwenden und  versuchen, ihn zu zerbrechen, ihn zuzudecken, ihn auszulöschen, ist das nicht nur sinnlos, sondern es wird uns  nur Leid und Kummer bescheren .

Nun gibt es Zustände in der Welt, bei denen es uns in unserem jetzigen menschlichen Stadium  sehr schwer fällt, – wenn nicht sogar unmöglich ist – , sie zu akzeptieren, bei denen es einfach menschlich ist, dass Widerstand aufkommt. Folter, Hungertod, jegliche Art von Gewalt, Kriege, Massentierhaltung, man könnte solche Zustände endlos aufzählen.

Auch da hat man eine Möglichkeit zur Hingabe. Wenn man den äußeren Zustand nicht annehmen kann, weil er so extrem ist, gibt es eine zweite Chance.  In diesem Fall nimmt man seinen Schmerz an, seine Trauer, seine Verzweiflung. Man setzt seinem inneren Zustand  keinen Widerstand entgegen, umarmt ihn. Und er wird sich verwandeln – vielleicht sogar eines Tages in einen tiefen Frieden münden.  

Unser ganzes Leiden besteht deshalb, weil wir es unterstützen. Wir geben ihm Energie. Alle negativen Emotionen benötigen Energie, sie laugen uns aus. Hingabe befreit uns, wir sind im Einklang, wir sind nicht länger vom Leben getrennt.

Wir sind dann wie eine Welle, die kommt und geht in einem ewigen Rhythmus. Das Ganze – das Göttliche bleibt bestehen und wenn die eigene Hingabe an etwas Größeres stark geworden ist, müssen wir uns  um nichts mehr sorgen, wir  vertrauen dem Leben  und innerer Frieden kann entstehen und überfließen.

 A n g e l a

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28 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Hingabe – Hingeben – konsequent betrachtet:
    Ich gebe mich dem Satan hin, ich gebe mich einem Guru hin oder JC oder ich gebe, wie in Schillers Bürgschaft mein Leben hin.
    Hingabe ist also wertfrei und vom Individuum und dessen Seelenkonfiguration abhängend.
    Filosofisch ein interessantes Feld.

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  2. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Zitat: „…. Ich gebe mich dem Satan hin, ich gebe mich einem Guru hin oder JC oder ich gebe, wie in Schillers Bürgschaft mein Leben hin….“

    Das ist ein Missverständnis. Ich gebe mich ja nicht jemand ANDEREM hin, sondern nur der Situation, wie sie sich in diesem Moment in meinem Leben zeigt. Das ist ein rein innerer Vorgang.

    Falls ich in den Widerstand gegen das, was IST, gehen sollte, würde ich in die Negativität rutschen und wäre zu keinem klaren Handeln mehr fähig.

    Wenn ich den Ist-Zustand aber annehme, dann kann ich mich entscheiden, ob ich ihn verändern will, ihn verlassen oder eben ganz akzeptieren will.

    Lg von A n g e l a

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  3. Vollidiot sagt:

    Angela

    Jeder Satanist oder Schwarzmagier, jeder Logenbruder gibt sich etwas hin.
    Hingabe ist per se nicht positiv.
    Und die Mitglieder dieser Farben sind zu sehr klarem Handeln fähig.
    Daher ist, wie fast immer, erst mal Begriffsklärung nötig.
    Und dazu brauchen wir unseren Verstand incl. Denken.
    Da trennen sich aber schon unsere Wege.
    Und so kommst Du zu dem Urteil „das ist ein Mißverständnis“.
    Wenn die Grundlagen verschieden sind – gibt es keine Mißverständnisse.
    Da existiert etwas parallel – es ist Nichtverstehen.
    Was aber nicht daran hindert Stellung zu beziehen.

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  4. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Zitat: „…. Und dazu brauchen wir unseren Verstand incl. Denken.
    Da trennen sich aber schon unsere Wege….“

    Ja glaubst Du denn, ich habe diesen Artikel nicht mit Hilfe des Verstandes ( + intuitiver Einfühlung) und des Denkens geschrieben? Ist wohl kaum möglich, nicht wahr?

    Aber Du hast recht, unsere Grundlagen sind verschieden…. Deine „Parallelen“ sind mir oft unverständlich. Vielleicht könntest Du sie etwas klarer ausführen?

    Lg von A n g e l a

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  5. Thom Ram sagt:

    Angela / Volli

    Versuche zu folgen den Gedanken von mir sehr Geehrten.

    Volli postuliert, dass Hingabe per se nicht positiv sei.

    Ich frage. Hat jemand gesagt, Hingabe sei positiv? Und mit „nicht positiv“ meinst du, Volli, „negativ“? Ich kann damit einfach Nixe anfangen.

    Und ich frage, guter Volli, dich. Wenn du ein Projekt denkst, planst, entwickelst, egal welches, sei es in deinem Beruf, sei es in deinem Garten, sei es mit Enkeln, was tust du dann? Du gibst dich doch hin? Nicht? Ich meine, du gibst dich hin einer Idee, einem Gedankenstrom. Die Idee und der Gedankenstrom, das sind deine Idee und dein Gedankenstrom. Deine Hingabe ist so etwas wie eine Vervollkommnung deines gesamten Seins.

    Bitte verzeiht, wenn das nun verd saugeschwollen klingt, ich weiss, es klingt überdreht, aber so ist es mir hochgestiegen eben.

    Für mich ist Hingabe engstens verwandt mit Demut – wo ja letzterer Begriff sowas von verfälscht verstanden und angewendet wird, nämlich als schieres Synonym zu sklavischer Unterwerfung. Demut hat mit Unterwerfung so wenig zu tun wie auch die Hingabe.

    Als ich Märklin Spur HO spielte, da gab ich mich hin, zu 100%. Als ich mit 9 mit Meccano tagelang suchte und hirnte und probierte und erlangte die Technik der parallel gelenkten Vorderräder des Meccano-Autos, war das Hingabe pur.

    Und ich führe, heisses Thema, ein weiteres Beispiel auf.

    Frau und Mann lieben sich. Sie lieben sich in denkbar reiner Form. Und sie sind Menschen. Und so wollen sie sich auch auf der Welle der Sexualität so nahe kommen wie nur möglich. Dabei nimmt der Mann die Frau, und die Frau gibt sich dem Manne hin.

    Ist Nehmen per se schlecht? Ist Hingeben per se schlecht?

    Gefällt 3 Personen

  6. Thom Ram sagt:

    Und Volli,

    ich bitte um Verzeihung.

    In deinem ersten Kommentar hast du meine Schlussfrage bereits beantwortet. In Frageform. Habe ich übersehen.

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  7. Vollidiot sagt:

    Thömmes

    Hingabe kann auf allen Ebenen stattfinden.
    Geistig, seelisch, körperlich, ideell.
    Danach kömmt dann die Frage nach dem an was, an wen usw.
    Ich halte den Begriff von Konnotationen frei.
    Gehe ich über das Materielle hier hinaus, gelange ich zwangläufig in geistige, ideelle Sphären, aber nur dann, wenn ich das akzeptiere und mich darauf einlasse – auch das verstehe ich wertfrei und, selbstredend, emotionslos.
    Da besteht dann die Möglichkeit durch begründete Ignoranz (z.B. Naturwissenschaft, Surrogate jedweder Kuhlör) die Erkenntnismöglichkeiten verkümmern zu lassen.
    Also, von Beginne an ging es mir um die neutrale Betrachtung des Begriffes.
    Darum kann sich auch die Frau den Mann nehmen und er sich hingeben.
    Oder etwas abwegiger, aber nicht ungewöhnlich, man gibt sich der Koprophile oder der Geldmaximierung hin.
    Hier ist der Begriff Demut nur partiell zu gebrauchen.
    Klare Begriffsklärung ist ein nicht unwesentlicher Bestandteil einer Diskussion.

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  8. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  9. Thom Ram sagt:

    Volli 21:17

    Danke für die Anregung, Demut versus Hingabe weiter zu bedenken und zu erfühlen.

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  10. Norbert Fuchs sagt:

    Voller Hingabe, gebe ich mich meinen Bilder hin,lich liefere mich doch nicht aus.Das habe ich voller Hingabe geschrieben Ihr Negativler Amen.

    Gruß Norbert Fuchs

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  11. Thom Ram sagt:

    NF 21.15

    Feigling.

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  12. Wacholder7 sagt:

    Angela, danke für Deine ausführlichen Gedanken zu diesem Thema. Alle Worte bergen schon von vornherein die Möglichkeit von Mißverständnissen, jeder hat seine Welt im Kopf. Die Manipulation und Verfälschung unser Sprache hat große Ausmaße angenommen. Ich lasse Deine Worte mit Hingabe in mich fließen. Danke für Deinen Mut diese Gedanken in Worte zu fassen. Hingabe sollte keine Erniedrigung sein. Frauen haben nach meiner Erfahrung zum Thema Hingabe eine tiefere Einsicht.

    Gefällt 1 Person

  13. Habe mich einige Jahre mit dem Thema der Hingabe auf diversen Ebenen beschäftigt und gelebt.
    Fazit meiner jahrelangen 😉 Recherchen ist, daß ich näher an Vollis Sichtweise dran bin…….

    Grad die so offensichtliche spirituelle Hingabe, oder wie Thom auch sagt DEMUT, kann ganz schön hinterlistig daherkommen.
    Sie driftet leicht in einem Ausagieren der Egoseite aus……natürlich alles aus dem spirituellen Aspekt betrachtet und indem man sagt, daß man kein Ego mehr brauche, habe usw.

    Auf der Arbeit fehlt mir in letzter Zeit oft die Hingabe, denn das heisst ich beuge mich damit den Gegebenheiten, die unser System gewählt hat uns zu versklaven……da kann ich und will nicht mehr es mir schönreden und so tun als ob ich es nur distanziert betrachte. Dazu ist es viel zu krass was da abgeht, als daß man sich seinen schönen Bildern hingibt.

    Auf der körperlichen erotischen Ebene ist das Ganze noch mehr ersichtlich geworden.
    Je demütiger und hingabevoller ein Mensch war, desto mehr benutzte er / sie es für Machtspielchen, die eindeutig von Ego als von Hingabe geprägt waren…….diejenigen die wirklich in ihrem tiefsten Seelenwinkel Hingabe trugen, bei denen war es authentisch und spürbar vorhanden.
    Doch DIE kann ich bis heute an einer Hand abzählen…….der Rest waren SPIELER in einem grossen, spannenden, erotischen Spiel und die Beziehungen währten nicht lange.

    So ist es auch mit unseren geistigen Spielvarianten.
    Seit diversen Jahren, sagen wir mal gut die Hälfte meiner Lebenszeit, durfte ich in die verschiedenen Spielarten der geistigen Hingabetheaterstücke hineinschauen……und habe dabei selbst viel gelernt.
    Da war es ähnlich wie bei dem erotischen Kontext…….keine echte, sondern nur feilgebotene Hingabe, die ein geistiges Tauschgeschäft machen wollte.
    Hingabe lebt aber nicht vom Tauschhandel……

    Nun gut, wer glaubt daß Negativität keinen Platz dabei hat, der irrt.
    Gut und NichtGut gehören beide dazu.

    In diesem Sinne…..mein kleiner Beitrag zum Thema

    Gefällt 1 Person

  14. Thom Ram sagt:

    Marietta 23:15

    Ich fasse zusammen so, wie es mir hochkommt.

    Du wolltest und willst Gutes tun und du fühlst dich missbraucht. Kann ein Jeder, der Einblick in Krankenpflegerberuf in DACH hat, scheisseleicht nachvollziehen.
    Gutes tun ist der aktive Bruder der weiblichen Hingabe.
    Tatsächlich wurdest du ausgenutzt und missbraucht.

    Aus diesem Grunde misstraust du nun der redlichen Hingabe.
    Zu Unrecht, so sehe ich das.

    Was du mit Hingebung tatest und tust, das ist schlicht gut.

    Gefällt 2 Personen

  15. Nicht ganz so Thom, es ging nicht nur um Gutes tun, sondern darum einen menschlichen wertschätzenden Umgang mit allem leben zu können.
    DAS ist es was ausgenutzt wird vom System.

    Mein Beruf ist nicht nur ein Job der gewählt wurde, sondern Berufung…..in die spielt eine naturgegebene Hingabe eine Rolle.
    So wie Du als Musiklehrer, als Organist.

    Und im Moment bin ich alles Andere als gut, sondern oft genug ätzend und unfreundlich und wenig entspannt.
    Wie heute Nacht, als ein schwergewichtiger Patient anstatt im Bett zu bleiben, vor dem Bett kniete……da war ich so gar nicht freundlich zu ihm.
    Es brauchte 3 Menschen um ihn irgendwie wieder ins Bett zu befördern……die anderen Umstände die sonst noch präsent waren klammere ich jetzt mal aus, da zu eklig…….
    DAS wäre mir früher als ich noch so eine richtig GUTE war nie im Leben eingefallen.

    Ich möchte menschlichen Umgang pflegen, keinen Unmenschlichen.
    Das Wiederum kann ich aber nur, wenn ich auch die unmenschliche Seite betrachten kann.
    Auch die Meinige !

    Mir fällt hat auf, daß in solchen Diskussionen selten die negative Seite mit beleuchtet wird.
    Ist aber meines Erachtens wichtig dabei, wage zu behaupten sogar die wichtigere Seite, damit Veränderung stattfinden kann in Richtung Positivseite.

    ich schau mal was Andere dazu noch sagen hier…….
    Auf jeden Fall ein gutes Thema !

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  16. Ralah sagt:

    Ich habe als K-schwester gearbeitet und als ich keinen Ausweg mehr sah, habe ich mich MIR hingegeben. Bis dahin hatte ich Hingabe auf ein Außen auf Umstände, Situationen etc. nur bezogen.
    Nein, Hingabe MEINER Selbst!
    Ich sah keinen anderen Ausweg als zu gehen. Ohne Netz und doppelten Boden. Da war nicht nur Vertrauen gefragt, es stellte sich erst DANN ein.

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  17. Ich arbeite grad daran Ralah !
    Will es dies Jahr erledigt haben.

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  18. Ralah sagt:

    Marie, habe jetzt erst deinen 2.Beitrag gelesen.
    Ich war auch nicht mehr freundlich und es war auch bei mir Berufung, es hat mir Freude gamcht, bis… ja wann, so ca. bis 2000. Einmal hab ich einem Alki sogar eine geschallert, aber der hat sich dafür ne Std. später sogar noch bedankt, es war nötig gewesen.
    Nix Florenc Nightingale, nix heilig, einfach ein schöner Beruf in vielen Aspekten. Kam auch meiner Bewegungsfreude entgegen.
    Hingabe, das gilt für mich, hatte ich falsch verstanden. Nix rechte Backe linke Backe. Hingabe an den Schmerz auch und wenn möglich, konsequenzen ziehn klar. Ich sah keine andere Mglk. mehr. Hatte aber ne lange Leitung…

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  19. Ralah sagt:

    Sooo viel Glück dir, du wirst versorgt sein, du weißt nicht, aus welchen Ecken das plötzlich geschieht! Alles Liebe

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  20. Das denke ich auch Ralah…. 😉
    Danke ❤ für deinen Impuls dazu, passt in den Weg……dem Meinigen gut hinein.

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  21. Angela sagt:

    @ Mariettalucia

    Zitat: „… Je demütiger und hingabevoller ein Mensch war, desto mehr benutzte er / sie es für Machtspielchen, die eindeutig von Ego als von Hingabe geprägt waren…

    Wie Du schon selbst schreibst, war das überhaupt keine Hingabe. Ich sehe Hingabe auch nicht in Bezug zu anderen Menschen. So wie “ Ich gebe mich dem und dem hin“, sondern nur in innerem Bezug zu einer Situation, die auf einen zukommt.

    Wenn etwas ist, dann ist es schon. Da kann ich mich innerlich wehren, aufbegehren, „das will ich einfach nicht!!!“ ( das bedeutet Leiden) oder es auch akzeptieren als momentanen Ist-Zustand. ( Und ich bin der festen Überzeugung, dass ALLES im Leben seinen Sinn hat, oft erkennt man es erst später!) Und dann entscheiden, ob ich darin bleiben will , die Situation verändern, sie verlassen oder sie akzeptieren will.

    Krankheit ist ein gutes Beispiel. Wenn ich krank werde, kann ich jammern und stöhnen , in Ängsten versinken und mir damit das Leben zur Hölle machen. Oder ich entspanne mich, erkenne vielleicht sogar die Ursache der Krankheit und akzeptiere ihr Dasein IN DIESEM MOMENT. DANN kann ich anfangen, die Möglichkeiten, diese Krankheit zu überwinden, herauszufinden und sie einzuleiten. Mit viel größerer Klarheit als aus dem Widerstand und der Negativität.

    Zitat: „… „Ich möchte menschlichen Umgang pflegen, keinen Unmenschlichen.“ und “ Gut und NichtGut gehören beide dazu.“ …

    Ich denke, Hingabe hat mit „gut“ und „nicht-gut“ gar nichts zu tun. Es geht m.E. mehr um das ANNEHMEN dessen, was auf einen zukommt. Nicht für immer, sondern nur im Jetzt. Danach wird die Veränderung eine andere Qualität haben, als wenn sie aus dem Widerstand heraus entsteht.

    Dazu gehört wahrscheinlich auch die Situation mit Deinem schwergewichtigen Patienten. Obwohl ich Dich sehr gut verstehen kann, wem platzt nicht mal der Kragen…. Meist aber steckt eine tiefer sitzende Ablehnung dahinter. Das meintest Du ja auch mit Deiner ( berechtigten!) Kritik am System.

    Lg von A n g e l a

    Gefällt 1 Person

  22. Norbert Fuchs sagt:

    Thom,das nimmst Du zurück,ich war in meinem Leben noch nie feige ,schreib Dir das hinter die Ohren .Du brauchs mal eine Aufs Maul.
    😠

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  23. @ Angela
    Kritik am System ja, auch an seinen unwürdigen Zuständen die eben nicht GUT sind.
    Da beisst keine Maus den Faden ab.

    Nun gut, genug vom Arbeitsthema, wenden wir uns besser dem spirituellen Aspekt der Hingabe zu.

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  24. Arno Energieheiler sagt:

    Hallo Angela
    Dein Artikel ist gut , ich bin ein wenig Neugierig habe mal Gependelt wie Jung du bist der Pendel sagt 45 Jahre Jung ?
    Ich hatte eine langen schönen Traum , nun bin ich noch an Nachdenken ob ich den Schreiben soll , es geht um Seelen und meine Vergangenheit.

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  25. Angela sagt:

    Lieber Arno!

    Da muss ich Dein Pendel enttäuschen…. Schön wär´s ja…. Aber ich bin schon im Rentenalter, was ich sehr genieße.

    Liebe Grüße von A n g e l a

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  26. Vollidiot sagt:

    NoFu

    Dein elementares Wesenist ist gut für den Kontrast, ist bereichernd.
    Im Wortsinne, nicht wie es heutzutage von Debilen gebraucht wird.

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  27. Norbert Fuchs sagt:

    Volli ist ein Künstler😃😄 Gruß NF

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