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Ein Gedanke zur Sprache und Bildern – Bildung

 

(Ludwig der Träumer) Meine ersten Fotos machte ich mit einer Agfa-Box mit Schwarz-Weiß-Film 6×9 cm. Die kostete damals für ein Kind die unvorstellbare Summe von19,50 DM. Taschengeld gab es so gut wie keines um sich so was leisten zu können. Und wenn, haben wir die wenigen Pfennigbeträge aufgebessert, indem wir sie durch die Straßenbahn auf die Größe eines Zehnpfennigstücks plattwalzen ließen, damit sie in den Kaugummiautomat paßten. Den Apparat schenkte mir ausgerechnet der Pfaffe im Dorf, der sich mittlerweile eine Leica für 1.000 DM leisten konnte. Seine Bedingung war, daß ich Fotos von Gottes Gnaden mache – also Fotos rund um die Kirche. Nach der ersten Präsentation der Fotos, deren Entwicklung Opi finanzierte, war er nicht mehr von meiner Fotokunst begeistert. Beschimpfte mich sogar Bastard, der zu nix taugt. In dieser Szene war meine Abneigung zur Kirche, Religion und Pfaffen einprogrammiert, die mir aber erst viel später bewußt werden sollte. Hatte alles photographiert, was vor die Linse kam. Nur nicht das was er sehen wollte. Seiner Forderung nach Kirchenfotos kam ich nach, indem ich nur die diabolischen Fratzen an der Fassade im Kasten hatte. Drinnen photographieren war nicht möglich, mangels Blitzgerät. Diese Fotos empfand er als eine Art Gotteslästerung, soweit ich mich erinnern kann. Hab überhaupt nix mehr kapiert. Was kann an einem Gotteshaus schlecht sein? Zog weiter durch das Dorf und photographierte alles mögliche. Hund, Katze, Häuser, Traktor und Menschen aus einer Entfernung, die auf dem Bild so groß wie ein Muckenschiß waren und …. . Oft grottenschlecht, weil unter-,  überbelichtet oder unscharf. Das interessierte viele Betrachter jedoch wenig. Es waren kleine Kunstwerke, die mit etwas Phantasie das Leben abbildeten. Wenn ich Opi erzählte, guck mal, dieser Fleck auf dem Foto vor deiner Scheune bist du, hatte er sich erkannt und riesig gefreut. Fotos werden erst mit der Erklärung lebendig. Solange ich nicht über deren Geschichte informiert bin, sind sie bedeutungslos. Bestenfalls lustige Unterhaltung, wie dieses Bild zeigt:

Bildquelle: WIKIPEDIA

Sieht der nicht niedlich aus? So ein Haustier hat nicht jeder, der vor die Haustüre scheißt. (Aus meinem Märchen hier.

Ist es heute anders? Ich sehe ein Foto in den Medien, auf Fratzenbuch oder sonstwo und jemand erklärt mir, auf diesem Foto ist dies oder das zu sehen. Die Abbildungsqualität ist selbst mit der billigsten Handycamera  um Äonen besser. Die Aussagekraft auch? Ich denke, nein. Photographiere ich heute eine Glatze oder einen Zottelbart, so steht das Bild nur für sich neutral, so wie der Muckenschiß. Allenfalls mit der Beurteilung – ich mag eine Glatze nicht. (Ich habe auch lieber keine Haare auf dem Kopf als eine Glatze.) Bette ich es jedoch in Kommentare ein, in denen Nazieee oder Taaalibaan vorkommen, dann kocht die Emotionen hoch. Wie ist das möglich?

Worte zerstören nur, wo sie nicht hingehören, gab mal eine jüdische Schlagersängerin von sich. Wie war. Am Anfang steht das Wort und nicht das Bild. Das Wort formt das Bild – unsere Bildung. Bei der Zeugung eines neuen Lebens – also mit der Beseelung des Fötus sind wir noch blind und hören nur Worte bis wir einige Zeit nach der Geburt die Augen benutzen. Damit nicht genug. Die Welt selbst entdecken ist nicht. Anstelle dem Neugeborenem sofort eine klare Sprache zu vermitteln, wird es erst mal auf eine Art Affensprache (Verzeih mir Affe den Vergleich) trainiert. Sie sehen die Dinge in ihrem nächsten Umfeld und was sagt Mutti oder Papi dazu? Lassen wir Anna Luz de León etwas dazu sagen: hier lesen

Es wird gerne als abstrakte Sprache entschuldigt, weil der Minderbemittelte äh der noch nicht soweit Entwickelte eine klare Sprache nicht oder noch nicht verstehen kann. Diese fast auf Dummlaute reduzierte Sprache war in früheren Zeiten recht schnell mit der Entwicklung des Kindes vorbei. Heute ist sie trendy. Nicht mehr wegzudenken aus Politik und Werbung, die das kleine Arschloch noch bei Laune hält. Siehe dir nur die jüngsten Wahlplakate an oder die Werbung für den Wohlstandsmüll. Der Informations- oder Bildungsgehalt von Fotos oder Bilder ist ohne begleitende Worte neutral. Allenfalls der angeborenen gesunden Interpretation zugänglich. Hier greift für mich die Poesie, die jedem Menschen aus früheren Inkarnationen noch zugänglich ist, die jedoch durch die verkrüppelte Sprache entmenschlicht wird.

„Die Sprache gehört
zum Eigentum, zur Eigenart, zum Erbteil, zum Vaterland
des Menschen, das ihm anheimfällt, ohne daß er dessen
Fülle und Reichtum kennt. Die Sprache gleicht nicht nur einem
Garten, an dessen Blüten und Früchten der Erbe bis in
sein höchstes Alter sich erquickt; sie ist auch eine der großen
Formen für alle Güter überhaupt. Wie Licht die Welt und ihre
Bildung sichtbar macht, so macht die Sprache sie im Innersten
begreifbar und ist nicht fortzudenken als Schlüssel
zu ihren Schätzen und Geheimnissen. Gesetz und Herrschaft
in den sichtbaren und selbst den unsichtbaren Reichen fangen
mit der Benennung an. Das Wort ist Stoff des Geistes
und dient als solcher zu den kühnsten Brückenschlägen; es
ist zugleich das höchste Machtmittel. Allen Landnahmen im
Konkreten und Gedachten, allen Bauten und Heerstraßen,
allen Zusammenstößen und Verträgen gehen Offenbarungen,
Planungen und Beschwörungen im Wort und in der
Sprache und geht das Gedicht voran. Ja man kann sagen,
daß es zwei Arten der Geschichte gibt, die eine in der Welt
der Dinge, die andere in der der Sprache; und diese zweite
umschließt nicht nur den höheren Einblick, sondern auch die
wirkendere Kraft. Selbst das Gemeine muß sich immer wieder
an dieser Kraft beleben, auch wenn es in die Gewalttat
stürzt. Aber die Leiden vergehen und verklären sich im Gedicht.
Es ist ein alter Irrtum, daß aus dem Zustand der Sprache
darauf geschlossen werden könne, ob ein Dichter zu erwarten
sei oder nicht. Die Sprache kann sich in vollem Verfall

(Seite) 95

befinden, und ein Dichter kann aus ihr hervortreten wie ein
Löwe, der aus der Wüste kommt. Ebenso kann nach hoher
Blüte die Frucht ausbleiben.
Die Sprache lebt nicht aus eigenen Gesetzen, denn sonst
beherrschten Grammatiker die Welt. Im Urgrund ist das
Wort nicht Form, nicht Schlüssel mehr. Es wird identisch mit
dem Sein. Es wird zur Schöpfungsmacht. Und dort liegt seine
ungeheure, nie ausmünzbare Kraft. Hier finden nur Annäherungen
statt. Die Sprache webt um die Stille, wie die Oase
sich um eine Quelle legt. Und das Gedicht bestätigt, daß der
Eintritt in die zeitlosen Gärten gelungen ist. Davon lebt dann
die Zeit
Selbst in Epochen, in denen die Sprache zum Mittel von
Technikern und Bürokraten herabgesunken ist und wo sie,
um Frische vorzutäuschen, beim Rotwelsch Anleihen versucht,
bleibt sie in ihrer ruhenden Macht ganz ungeschwächt.
Das Graue, Verstaubte haftet nur ihrer Oberfläche an. Wer
tiefer gräbt, erreicht in jeder Wüste die brunnenführende
Schicht. Und mit den Wassern steigt neue Fruchtbarkeit herauf.“

(Schlußsatz aus „Der Waldgang“ von Ernst Jünger. Klett-Cotta Verlag, als pdf im I-Net)

Das Schöpferische Potential des Menschen durch die Sprache wird vor allem mit dem anglizistischen Neusprech und der genderwahnsinnigen Verkrüppelung der Sprache zerstört. Wozu das alles? Es läßt sich mir nicht erschließen. Der geistig menschliche Zerfall folgt der Verkrüppelung der Sprache. Irgendwelche Weltenlenker dafür verantwortlich zu machen, scheint mir eine billige Ausrede. Positive Veränderungen im menschlichen Zusammenleben beginnen in der klaren ehrlichen Kommunikation. S. hierzu meine Buchrezension: Die vier Versprechen von Don Miguel Ruiz. hier zu finden.

Wenn diese Grundregeln nicht mehr greifen, können wir uns sonst noch so anstrengen – es geht den Bach runter mit den Menschen.

Die Sprache / Schrift formt das Bild, das erst Begehrlichkeit schafft. Ein Sonnenaufgang, eine millionenschwere Jacht oder ein Atompilz ist für den menschlichen Verstand im Bild / Foto eingefangen, bedeutungslos. Selbst die grauenhaften Bilder vom Hieronymus Bosch sind neutral, so sie nicht von irgendeiner Kanzel mit Worten „beseelt“ werden. Der „Volksempfänger“ , der übrigens in jeder Nation auf der Welt im letzten Jahrhundert installiert wurde, hat die Menschheit mehr in die Irre geleitet als Milliarden von Bildern. Ist heute brisanter als jemals zuvor. Das fernsehen wird überbewertet. Es sind die Sprüche, die darin geklopft werden.

Am Anfang stand das Wort – die Sprache. Worte zerstören nur, wo sie nicht hingehören.

Nochmal aus „Der Waldgang“:

„Die Sprache gehört zum Eigentum, zur Eigenart, zum Erbteil, zum Vaterland
des Menschen, das ihm anheimfällt, ohne daß er dessen Fülle und Reichtum kennt.

Wird sie nicht an ihrem Ursprung gepflegt, verwahrlost der Mensch.

Taten folgen den Worten – und nicht umgekehrt.

 

 


14 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. haluise sagt:

    Kaspar Hauser !!!

    nicht alles geht verloren, nur weil wände drumherum gebaut wurden …

    WIR stecken und steckten alle im sumpf und krabbeln hervor, weil WIR empfinden, WIR müssten das tun, weil WIR UNS ohne SCHÖNHEIT, WAHRHEIT LIEBE nicht wohlfühlen … fast jeder kann das und manche viel besser…
    BILDER entstehen im kopf nicht nur im fotoapparat … die KOPF-BILDER bewirken was … was immer, jedenfalls was kreatives …

    … und hoffentlich eigenes, nichts von APAPs fixem, fixiertem …

    ciao

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  3. Besucherin sagt:

    „Die Sprache lebt nicht aus eigenen Gesetzen, denn sonst
    beherrschten Grammatiker die Welt.“

    Mein (verstorbener) Mann konnte 18 Sprachen, und als er schon lang bettlägrig war, hat er noch ungarisch und russisch dazugelernt, bis zum letzten Tag.
    Er hat immer zuerst die Grammatik in Angriff genommen, der Rest ist Vokabel lernen.
    Für ihn war gerade die Grammatik das Grundgerüst, wie eine Sprache aufgebaut ist (er fand türkisch als das verungeglückteste schon in der Struktur), im Gegensatz zu arabisch.
    Er war der Meinung, Sprachen zu erlernen, braucht kein Talent, man muss nur an der richtigen Stelle anfangen.
    Und das wäre Grammatik.
    So what.

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  4. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  5. Wolf sagt:

    Ein Wort zur Bildungssprache Deutsch

    So sehr ich die um sich greifende allgemeine Verschlechterung des deutschen Sprachniveaus auch bedauere, mache ich mir doch vor allem um die Bildungssprache Deutsch Sorgen. Seit der Wiedervereinigung und der darauffolgenden Öffnung der deutschen Börsen- und Finanzmärkte haben zahlreiche ehemals deutsche Unternehmen grenzüberschreitend ihren Besitzer gewechselt. (Das nötige Geld dürften die angelsächsischen Investmentbanken wohl mühelos aus ihren frisierten Büchern gezaubert haben.) Die somit entstandenen „Global Players“ mit deutschem Firmennamen begannen beinahe unmittelbar Druck auf die deutschen Bildungseinrichtungen auszuüben; man möge doch so rasch wie möglich maßgeschneiderte Studiengänge auf Englisch anbieten, um den Global Players – auf die der deutsche Michel auch noch stolz ist – etwas mehr entgegenzukommen. Auch das Unternehmen Siemens ist längst in die fremdgesteuerte Liga der Global Players „aufgestiegen“. (Siemens ist laut eigenen Angaben zu zwei Drittel in ausländischer Hand, Stand: Februar 2017) Die Technische Universität München zeigt sich bereitwillig und bietet die für Siemens wichtigen Studiengänge „Power Engineering“ (Energieerzeugung), „Green Electronics“ und „Management and Innovation“ inzwischen ausschließlich auf Englisch an. Bis 2020 sollen sogar fast alle Studiengänge der TUM auf die Unterrichtssprache Englisch umgestellt werden. Man muß sich dies einmal verinnerlichen: Große Unternehmen in ausländischer Hand können ihre ausländische Bewerber in München auf Staatskosten ausbilden lassen und anschließend an ihre ausländischen Standorte entsenden. Wer das Studium in München nicht schafft, bekommt eben keinen Arbeitsvertrag. Der offenbar hilflose Freistaat Bayern trägt somit das finanzielle Risiko und kann lediglich darauf hoffen, daß die Global Players (Hütchenspieler) sich gnädig zeigen.
    Ich finde es durchaus nachvollziehbar, daß ein Land wie die Niederlande, das vor allem vom internationalen Güterverkehr lebt, Studiengänge in der Handelssprache Englisch anbietet. Der Industrie- und Entwicklungsstandort Deutschland braucht jedoch vor allem talentierte Ingenieure und Techniker, deren besondere Begabung jedoch nicht unbedingt im sprachlichen Bereich liegen dürfte.

    Deutsche Studenten an der TUM finden es schwierig, mit ihren deutschen Dozenten effektiv auf Englisch zu kommunizieren:
    http://www.br.de/nachrichten/tu-muenchen-englisch-unsinn-zukunft-100.html

    Der Ausverkauf deutscher Aktiengesellschaften war bereits 12 Jahre nach der Wiedervereinigung eine Tatsache:
    https://www.welt.de/finanzen/article106240763/Dax-Konzerne-mehrheitlich-in-auslaendischer-Hand.html

    Aktionärsstruktur des Unternehmens Siemens:
    https://www.siemens.com/investor/de/siemens_aktie/aktionaersstruktur.htm

    Wolf

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  6. Elisa sagt:

    @ Gut geträumt, geschätzter Ludwig !

    @ Besucherin
    die Sache mit der Grammatik.
    Seltsamerweise hab ich Grammatik nie gelernt. Ich hab gern nachgedacht und hinein gespürt in Formen, aber niemals „gelernt“. Ich mochte dieses Schulfach überhaupt nicht.

    Wie kommt es denn, dass ich des Genitivs noch fähig bin – und auch dem Dativ sein Recht lasse und den vierten Fall verwende und das alles als ich selbst???
    Und wie kommt es, dass die meisten „deutsche-Grammatik-zwangsweise-Büffelnden“ keinen zweiten Fall mehr verwenden – können… ? – – – haben wohl die Ohren zugedröhnt mit irgendwas…

    Und so war es mit Mathematik: Dass unser Mathe-Lehrer, der auch Philosophie unterrichten durfte, keine Minute Zeit hatte, mit uns über NULL und EINS nachzudenken, kapiere ich bis heute nicht. Vermutlich nehme ich ihm das noch immer übel, o ja…

    Sprachen höre und fühle ich zuerst einmal. Dann liebe ich es, den Singsang und die Laute nachzuahmen, noch ohne den Inhalt zu verstehen. Dabei entstehen erste Ahnungen…
    Grammatik kommt bei mir fast zuletzt, wenn ich das ohnehin längst Begriffene aus irgendeinem Grund perfektionieren will oder wenn mir zum genaueren Verständnis ein guter Schlüssel fehlt.

    Aber: alle Achtung für das Genie deines verstorbenen Mannes, Frau, die sich „Besucherin“ nennt.
    Ich glaube übrigens, dass er in Wahrheit zuerst eine neue Sprache gehört und irgendwie gefühlt hat, intuitiv einordnen konnte in sein großes Sprachenreich. Dazu hat er kein Buch gebraucht.
    Erst mit dem „ganz lernen Wollen“ wird er zu einem Grammatik-Buch gegriffen haben, um gleich die Struktur des Hauses zu verstehen noch vor dem Einrichten mit neuen (Wörtern und) Sätzen. Und ihn interessierten sicherlich die Unterschiede der Grammatiken, er konnte vielleicht trefflich darüber nachdenken…

    Da gibt es eine spannende Geschichte zu einem folgenschweren sprachlichen Mißverständnis zwischen Menschen verschiedener „Familien“, und das bei perfekt angewandter Grammatik beiderseits: im (immer aktuellen) Roman von Hans Bemman: „ERWINS BADEZIMMER“. Die Geschichte kannst du gleich hier lesen: https://bumibahagia.com/2015/02/20/erwins-badezimmer-6-ich-lege-meine-hand-auf-dich/ 😉

    Niemals kann eine Sprache entstehen aus einer Grammatik heraus.
    Besonders in „Rede-Wendungen“ gibt es so viele lebendige Wandlungen des Meinens und Verstehens, wenn „lebendig“ gesprochen wird…
    Sprache entfaltet sich erst in der Bewegung des Hörens und des Sprechens und: des Nachfühlens, des Fragens auch, des Bedenkens…
    Vielfalt oder Einfalt (und Sorgfalt…) der Sprechenden – und was sie emp-finden – innerlich finden… … …

    es grüßt Elisa 🙂

    Nachsatz: in einem Webinar vor kurzer Zeit hat Gor Rassadin zum Thema URNEUE SPRACHE ein paar bemerkenswerte Dinge gesagt insbesondere zur deutschen Sprache. War aufschlußreich und hat mir Spaß gemacht: auf https://www.sofengo.de/w/256652 kann man das Video nachhören.
    Nachsatz zum Nachsatz: Anfrage: muss ich da was bezahlen?
    Antwort: Ja.
    Oh, das ist ja schröcklich!
    😉 Jessas na !

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  7. Danke Elisa. Erwins Badezimmer oder die Gefährlichkeit der Sprache“ gehört neben „Momo“ und „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ mit zu den besten Beschreibungen des heutigen Irrsinns. Wobei der Blaubär noch alles toppt – die Überwindung der Angst. Noch tiefgründiger als Momo. Das Moloch ist nur ein unbewegliches Nichts.

    Wovor hast du Angst Kind, fragte Mutter manchmal. Da ist nichts, sagte sie. Es ist wirklich nichts da, was uns angst machen könnte. Dazu ein andermal mehr.

    Ich habe noch ein paar Exemplare von Erwins Badezimmer als pedäef Datei übrig, die ich mal eingeskännt habe. Falls Interesse, bei mir melden:

    https://ludwigdertraeumer.wordpress.com/impressum-kontakt/

    Wollte zum Thema den Thalus noch ergänzen. War aber zu müde. Im nächsten Artikel hat thom das erledigt. Wenn das kein Beweis ist für Synchronizität?

    Aus dem Buch 1: „…Thalus von Athos hat viele Spracheinflüsse der vergangenen 80 Jahre analysiert und kam zu einem fatalen Ergebnis: Die heute gebräuchliche Sprachmatrix eines 18-jährigen entspricht etwa der eines 10-jährigen von vor 2500 Jahren. Und die Schwingungsfrequenz der heutigen Lautgebungen entspricht der eines erregten Pavians!
    Das sind nachweisbare wissenschaftliche Untersuchungen über die Schwingungslehre und Frequenzmodulation, wie sie von (z.B.) Meerenbiologen bei Delphinen und Walen angewendet werden; oder von Primatenforschern.
    Der Fortschritt der Menschheit ist ein Abdriften in die Sphären des Realitätsverlustes, wobei gerade dieser Niedergang als erstrebenswerte Evolutionsschiene bewertet wird.
    Professor Lorenz sagte 1960 auf einem Symposium einmal: „Die Tendenz zur Demenz sinkt in immer jüngere Generationsmitglieder – bis zu einem Punkt, wo der Wahnsinn gesellschaftliche Methode geworden ist“. Diese Worte erinnern mich an einen weiteren Ausspruch Albert Einsteins, der sagte: „Der geistige Verfall der Menschheit beginnt in der willkürlichen Sprachenvermischung und endet im Unverständnis der Sache Mensch“.
    Es stellt sich uns immer wieder die bohrende Frage,
    warum der geistige und sittliche Verfall der Menschheit seit etwa 50 Jahren solche „Fortschritte“ macht. Und wir müssen eingestehen, dagegen kein Heilmittel zu finden. So, wie es auch kein Heilmittel gegen Krebs, aber ein Verstehen dieses „Heilprogramms“ gibt, findet sich mittlerweile kein „Heiler“ (was ein Arzt ja
    sein sollte) mehr, der das Dahinter einer Krankheit zu erkennen versucht.
    Wer sich einmal mit dem Jargon der Pharmacie befasst hat, wird sich kopfschüttelnd und speieübel davon abwenden, weil er der Inbegriff der Menschenverachtung ist. Lesen Sie nur einmal den Beipackzettel eines Rezeptorenblockers (Medikament bei Herzkrankheiten), dann wissen Sie, wie mit Worten auf eine gesetzlich sanktionierte Mordmethode zugegriffen wird!
    Wenn wir begreifen, wie durch eine Wort- und Sprachreduzierung eine allgemeine Dezimierung würdevoller Werte und sogar Menschen betrieben wird, können wir uns diesem Programm auch leicht wieder entziehen; wir lassen uns einfach nicht mehr darauf ein und verlangen Klartext. Wer seine Wortspielereien nicht definieren kann oder will, bleibt eben außen vor! …“

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  8. Besucherin sagt:

    Elisa
    „Ich glaube übrigens, dass er in Wahrheit zuerst eine neue Sprache gehört und irgendwie gefühlt hat, intuitiv einordnen konnte in sein großes Sprachenreich. Dazu hat er kein Buch gebraucht.
    Erst mit dem „ganz lernen Wollen“ wird er zu einem Grammatik-Buch gegriffen haben, um gleich die Struktur des Hauses zu verstehen noch vor dem Einrichten mit neuen (Wörtern und) Sätzen. Und ihn interessierten sicherlich die Unterschiede der Grammatiken, er konnte vielleicht trefflich darüber nachdenken…“

    Nein, er hat die Grammatik quasi als das Fundament einer Sprache gesehen. (Ich selber bin da auch ein kompletter Muffel und zufrieden, wenn ich mich halbwegs verständigen kann)
    Er konnte sich da hinein versenken bis er den Aufbau verstanden hatte, und mal war er begeistert von der Genialität, und anderes hat er abgebrochen, weil ein chaotisches nicht benennen – können eben auch nix Gescheites hervorbringt, das hat ihn dann weiter nicht mehr interessiert.
    Er hat auch nicht alle Sprachen weiterverfolgt, wo er die Grammatik aufgedröselt hatte, aber es hat ihn halt interessiert, wenn eine schwarzafrikanische Sprache fast idente Strukturen wie eine lateinamerikanische, indigene aufwies.
    Sind heute halt alles „Orchideenfächer“, die nix bringen. Ich fands alles sehr spannend, obwohl ich selber da nie wirklich Zugang hatte.

    Gefällt mir

  9. *MR* sagt:

    Elisa 04:38:
    „Sprachen höre und fühle ich zuerst einmal. Dann liebe ich es, den Singsang und die Laute nachzuahmen, noch ohne den Inhalt zu verstehen. Dabei entstehen erste Ahnungen…“
    . 😉
    Danke ! 😉
    Hinter dem ersten (An-?)Klang und den Nach-Denk-Dank-An-Klängen entstehen Sinn-Worte wie in tiefen GeH-Sängen … Ur-alten GeH-Schichten … GeH wi(e)der Singen … 😉
    Jau. 😉
    TUN wir das ! 😉
    Steigen wir wieder raus aus der G(l)itter-Kisten-Haus !
    Lassen wir die *Ur-Herz-Sprache* wieder *tönen* ! 😉

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  10. Elisa sagt:

    Liebe Besucherin,

    danke für die weitere Klärung. Ich kann das durchaus nachspüren. Das sind eben ganz verschiedene Zugänge zum Leben, von dem Sprachen ein so wichtiger Teil sind.

    Der Zugang Deines Mannes war die Struktur – so versteh ich das. Gewisserweise war er ein Sprach-Architektur-Forscher und seine Ergebnisse, wie Du sie an einem Beispiel beschreibst, machen auch wieder große Fragen auf…

    Mein Zugang ist quasi der Singsang… übrigens lieben Kinder es, in dieser Art „fremdsprachig“ angsprochen bzw. angesungen zu werden und viele übernehmen sofort das „Idiom“ und führen es weiter – so, wie wenn sie ein Liedchen nachsingen, besser: weiter singen. Das macht großen Spass. (Voraussetzung: Singsang, Mimik, Gestik… „stimmen“ zusammen.)
    Sind Menschen bereits durch eine Schule der Scham gegangen – und das sind die meisten spätestens über 8, 9 Jahre, dann können sie das nicht mehr, obwohl ich manchen ansehe, dass in dieses Sprachspiel, in diese federleichte Kommunikation gern einsteigen möchten, sich aber nicht trauen.
    Erst, wenn jemand seinen inneren Künstler bewahrt oder wieder entdeckt hat, den spielerischen…

    Gefällt 1 Person

  11. Elisa sagt:

    Danke, Mr. Amselina, Du erfreust mein Herz!

    Geh, sei so lieb, und schau Dir das mal an: https://www.youtube.com/watch?v=PWsQ36cbNrg
    Ich weiß nicht, ob du den Menschen da magst. Aber vielleicht den Geh-Halt?
    Für mich ist der Kerl da seit heute der MOMO-Gor.
    Wer sonst hat solchen Mut als „gestandener Mann in aller Öffentlichkeit?“

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  12. *MR* sagt:

    E-Lisa „Dornen-Trage-Frage“

    *GOOD* behüte
    ihren Stamm und ihre Rosen-Blüte !
    und ihren so Herr-Lichten Duft,
    der uns ihren WErde-Gang
    Über-lebens-lang
    immer wieder
    in Er-Inne-Rung ruft…
    Auf !
    Geh Herr-Licht duften !
    Jümmas wedda neu !
    *FREU !*
    . 😉 .
    =>
    Die Hände aus-breiten
    und auf dem Weg der Schöpfer-Liebe
    gelassen weiter-schreiten
    mitten in dem UN-Menschlichen GeH-Triebe
    =>
    *GeH!*
    *ÜBE !*
    *LIEBE !*

    *JaH!*
    . 😉 …

    Gefällt 1 Person

  13. *MR* sagt:

    Hmmm… seltsam, daß nicht alles „über-mittelt“ wurde, was da geschrieben stand … So watt ?
    Na, schaun wa ma… watt noa sou kümmt … 😉
    und Aal-sou nu hia nochmaas:

    Danke Dir *E-Lisa* für Deinen Freude-Gruaß !!! 😉
    und :
    All-Es
    Säär inter-ess-ant.
    . 😉

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  14. haluise sagt:

    FÜR die einten ist GRAMMATIK die technik zum zum …
    für die anderten ein weg hineinspüren beginnen …

    grüsslinge von LUISE

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