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Wir wählen jeder selbst

Nein, diesmal geht es nicht um die sinnlose Pseudo-Wahl, die uns regelmäßig aufgedrängt wird – es geht um wirklich Wichtiges – die Wahl zwischen Leben und Tod.
Nun kann die nachfolgende Erzählung aber keine „reine“ Übersetzung sein, denn im Russischen ist das (im Deutschen sächliche) Leben weiblich – eine „sie“ -, ebenso wie der Tod dort eine „sie“ ist.
Das mußte bei der Übertragung ins Deutsche entsprechend überarbeitet werden…

© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 2. Juli 2017
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Die Menschen wählen selbst aus zwischen Leben und Tod

01. Juli 2017

Ihr seid der Schmied?“

Die Stimme erklang so unerwartet, daß Wassili sogar zusammenzuckte. Außerdem hatte er nicht gehört, daß die Tür zur Werkstatt geöffnet worden und jemand hereingekommen wäre.

Mal versucht zu klopfen?“ antwortete er grob, leicht verärgert über sich und den gewandten Kunden.

Klopfen? Hm… nein, hab ich nicht“, antwortete die Stimme.

Wassili griff sich vom Tisch einen Lappen, und während er die arbeitsamen Hände abwischte, drehte er sich langsam um, dabei im Kopf die Standpauke durchgehend, die er diesem Unbekannten jetzt ins Gesicht schleudern wollte.
Aber die Worte blieben irgendwo in seinem Kopf stecken, denn vor ihm stand ein ungewöhnlicher Kunde.

Люди сами себе выбирают жизнь и смерть

Könntet Ihr mir die Sense richten?“, fragte der Gast mit leicht belegter Stimme.

Das war’s, ja? Alles futsch?“ seufzte der Schmied und warf den Lappen irgendwo in eine Ecke.

Noch nicht alles, aber viel schlimmer als früher“, antwortete der Tod.

Logisch“, stimmte Wassili zu, „so sei es. Was soll ich nun tun?“

Richte die Sense“, sprach geduldig der Tod.

Und dann?“

Und dann schärfe sie, wenn das möglich ist.“

Wassili warf einen Blick auf die Sense. Und tatsächlich, an der Schneide waren mehrere Scharten zu bemerken, und etwas wellig war sie auch schon geworden.

Alles klar“, nickte er, „und was soll ich dann tun? Beten oder Sachen zusammensuchen? Das ist für mich das erste Mal, sozusagen…“

Ach so, das fragt Ihr“, die Schultern des Todes zuckten in lautlosem Lachen, “nein, ich komme nicht Ihretwegen. Ich brauch nur die Sense in Ordnung. Könnt Ihr das?“

Also bin ich nicht gestorben?“ fragte der Schmied, unauffällig sich selbst befühlend.

Das wißt Ihr selbst besser. Wie fühlt Ihr Euch?“

Einigermaßen gut.“

Kein Brechreiz, Schwindel, Schmerzen?“

N-n-nein“, sprach unsicher, auf seine inneren Empfindungen achtend, der Schmied.

In diesem Falle braucht Ihr Euch nicht zu beunruhigen“, antwortete der Tod und reichte ihm die Sense.

Mit augenblicklich wie hölzern gewordenen Händen nahm Wassili die Sense und beschaute sie von verschiedenen Seiten. Das war eine halbe Stunde Arbeit, aber das Bewußtsein, wer sich da hinter seinem Rücken befand und auf die Beendigung der Arbeit wartete, verlängerte automatisch die Arbeitszeit auf mindestens einige Stunden.

Mit watteartigen Beinen schritt der Schmied zum Amboß und nahm den Hammer zur Hand.

Ihr da… Setzt Euch doch. Ihr werdet doch nicht stehen bleiben?“ bot Wassili, all seine Gastfreundschaft und Wohlwollen in die Stimme legend, an.

Der Tod nickte und setzte sich auf die Bank, den Rücken gegen die Wand gelehnt.

***

Die Arbeit ging dem Ende zu. Nachdem der Schmied die Klinge so gut es ging ausgerichtet hatte, nahm er den Wetzstein zur Hand und schaute auf seinen Gast.

Vergebt mir meine Offenheit, aber ich kann einfach nicht glauben, daß ich in meinen Händen das Gerät halte, mit dessen Hilfe so viele Leben beseitigt wurden! Keine Waffe der Welt kann sich mit dieser messen. Das ist wahrlich unglaublich.“

Der Tod, der sich in lockerer Haltung auf der Bank niedergelassen und den Innenraum der Werkstatt gemustert hatte, spannte sich unmerklich. Das dunkle Oval der Kapuze drehte sich langsam in Richtung des Schmiedes.

Was habt Ihr da gesagt?“ fragte er leise.

Ich sagte, daß ich gar nicht glauben kann, daß ich in meinen Händen jene Waffe halten, mit der…“

Waffe? Sagtet Ihr Waffe?“

Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt, es ist nur…“

Wassili stockte. Der Tod war mit einer blitzartigen Bewegung aufgesprungen und stand einen Wimpernschlag später direkt vor dem Gesicht des Schmiedes. Der Rand der Kapuze zitterte leicht.

Was meint Ihr, wieviele Menschen ich umgebracht habe?“ zischte er durch die Zähne.

Ich… ich weiß nicht“, brachte Wassili mit gesenktem Blick hervor.

Antworte!“ – Der Tod faßte ihn unters Kinn und schob seinen Kopf hoch, “wieviele?“

K-keine Ahnung…“

Wieviele?“ schrie er dem Schmied fast ins Gesicht.

Woher soll ich das wissen, wieviele es waren?“ preßte der Schmied mit fremder Stimme hervor und versuchte sich abzuwenden.

Der Tod ließ das Kinn los und schwieg einige Sekunden. Dann schritt er in sich zusammengesunken zur Bank zurück und setzte sich seufzend.

Also du weißt es nicht, wieviele es waren?“ sprach er leise, und ohne eine Antwort abzuwarten, fuhr er fort: „Und was ist, wenn ich dir sage, daß ich nie, hörst du, NIEMALS auch nur einen einzigen Menschen umgebracht habe? Was sagst du dazu?“

Aber… ja wie denn dann?“

Ich habe niemals Menschen umgebracht. Wozu sollte ich das, wenn ihr diese Mission selbst ganz wunderbar ausführt? Ihr bringt euch doch gegenseitig um. Ihr!
Ihr könnt für ein paar Papierschnipsel töten, für eure Bösartigkeit und euren Haß, ihr könnt sogar einfach so töten, zur Erbauung. Und wenn es euch dann zuwenig ist, dann entfacht ihr Kriege und ermordet euch zu Hunderten und zu Tausenden. Und das gefällt euch einfach. Ihr seid abhängig von fremdem Blut.
Und weißt du, was das widerlichste an all dem ist? Ihr könnt euch das nicht eingestehen! Für euch ist es einfacher, mich damit zu beschuldigen“, er schwieg einige Augenblicke. „Weißt du, wie ich früher ausgesehen habe? Ich war ein kräftiger junger Mann, ich habe die Seelen auf ihrem letzten Weg gestützt und bis zu jenem Ort begleitet, der für sie bestimmt war. Ich habe Blumen geschenkt, ihnen zugelächelt und ihnen geholfen zu vergessen, was ihnen geschehen war… Das ist sehr lange her… Schau mich an, was aus mit geworden ist!“

Die letzten Worte schrie er und riß sich die Kapuze vom Kopf.

Wassilis Blick fiel auf das runzlige, von Falten durchfurchte Gesicht eines Greises. Schütteres Haar hing in verfilzten Strähnen herab, die Mundwinkel der aufgesprungenen Lippen waren unnatürlich nach unten gezogen und gaben die untere Zahnreihe frei.
Aber das schrecklichste waren die Augen. Absolut ausgeblichene, nichts mehr ausdrückende Augen starrten den Schmied an.

Sieh nur, in was ich mich verwandelt habe! Und weißt du warum?“ er trat einen Schritt auf Wassili zu.

Nein“, schüttelte dieser den Kopf und schrumpfte unter dem durchdringenden Blick.

Natürlich weißt du das nicht“, lächelte er böse, „ihr habt mich dazu gemacht! Ich habe gesehen, wie eine Mutter ihre Kinder umbrachte, ich habe gesehen wie der Bruder den Bruder tötete, ich habe gesehen, wie ein Mensch an einem Tage hundert, zweihundert, dreihundert Menschen ermorden konnte!… Ich habe geheult beim Zuschauen, ich habe gejault vor Unverständnis, vor der Unmöglichkeit dessen, was da vor sich ging, ich habe geschrien vor Schrecken…“

Die Augen des Todes erglänzten plötzlich.

Ich habe meine schöne Bekleidung gegen diese schwarzen Lumpen eingetauscht, damit nicht das viele Blut der Menschen, die ich begleitet und gestützt habe, zu sehen sei. Ich habe eine Kapuze aufgesetzt, damit die Menschen nicht meine Tränen sehen. Ich schenke ihnen keine Blumen mehr. Ihr habt mich in ein Monster verwandelt.
Und dann habt ihr mich all der Sünden beschuldigt. Natürlich, das ist ja auch so einfach…“, er ließ keinen Blick mehr vom Schmied, „ich begleite euch, ich zeige euch den Weg – ich bringe nicht die Leute um… Gib mir meine Sense zurück, du Dummkopf!“

Der Tod riß dem Schmied sein Werkzeug aus der Hand, drehte sich um und schritt zum Ausgang der Werkstatt.

Darf ich… noch eine Frage?“ hörte er von hinten.

Du willst fragen, wozu ich die Sense brauche?“ fragte der Tod, schon an der Tür und ohne sich umzusehen.

Ja…“

Der Weg ins Paradies… er ist schon lange mit Gras zugewachsen.

Люди сами себе выбирают жизнь и смерть

Quelle


17 Kommentare

  1. Guten Morgen Deutschland sagt:

    Den Sensenmann (Seth: https://en.wiktionary.org/wiki/Seth – ganze Seite lesen!) mit dem Sämann (Kain: https://en.wiktionary.org/wiki/Cain) zu verwechseln, ist der dümmste Fehler den ein Mensch begehen kann.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. haluise sagt:

    WENN ICH IHM BEGEGNE, WERDE ICH IHN, DEN TOD, STÜTZEN UND IHM BLUMEN SCHENKEN …
    BIN LUISE

    Gefällt 1 Person

  4. luckyhans sagt:

    zu GMD um 20:13
    Eine solch überhebliche Bemerkung mit zwei solch nichtssagenden Links zu versehen ist schon ein starkes Stück… nun, jeder macht sich selbst so unmöglich wie er kann, nicht wahr? 😉

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  5. Ganglerie sagt:

    Wir sollten die Versöhnung suchen, mit dem alten Gevatter Tod, er ebnet uns den Weg ins Jenseits, mit seiner Sense, also nur eine Stufe des Seins weiter, abseits des Wahnsinn auf Erden. Dort sollten wir mit ihm gemeinsam die Blumen und deren Schönheit genießen, so verlieren wir die Abscheu vor ihm, die er, wie wir in dieser Erzählung erfahren haben, nicht verdient. Werten wir die Sense nicht als Waffe, sie ist Werkzeug, Frieden mit sich selbst zu finden, und diesem alten Weggefährten der Menschen. Diese Sichtweise ist auch für mich eine neue Erfahrung.

    Ganglerie

    Gefällt 2 Personen

  6. Gravitant sagt:

    Der Engel des Wandels kann zur gleichen Zeit an vielen Orten sein.
    Angst brauch man vor ihm nicht zu haben.
    Ich halte ihn für liebenswert und gerecht.
    Was macht er mit denen,die Personal sind
    und ihre Freiheit in eine Urne werfen ?
    Vielleicht wird die Sense dazu benutzt,
    die Seeelenschnüre vom Körper zu trennen.
    Der freie Wille ist gegeben,wählen bedeutet,
    seine Seele an Satan zu verkaufen.
    Die Werbung dafür wird sogar vom Geld des Personals bezahlt.
    Durch Korruption werden sogar kriegsfähige U- Boote verschenkt.
    Was ihm gefällt,das wollen sie noch tun.
    Wielange noch? (2024 /25 ?)

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  7. Vollidiot sagt:

    Der Sensenmann als Schnitter, der mit jedem Schwung zahllose Halme entbindet, wirkt in dieser Weise ja nur im Krieg.
    Da kann er sich voll eingeben, Karmaerfüllung in Masse.
    So z.B. wie damals in Peterwardein oder in Pavia (ein Trauma für die Schweizersöldner – für Frankreich).
    Also Schnitter im Dienste des Menschen.
    Weiß nicht ob dann als Freund.
    Wenn der Mensch Freunde hat wird der Schitter auch zum Freund. Aber auch heute noch wird er dienstverpflichtet und er macht das ohne Leidenschaft und emotionsfrei.
    Außerdem ist da auch eine gute Portion Externalisierung dabei.
    In unseren materialistischen Zeiten – ist uns der ideelle Teil seines Wirkens abhanden gekommen.
    Er ist solange Teil von uns – wie wir es mehr oder weniger dringend brauchen und zulassen – das Geschnittenwerden.
    Ein Hinweis, daß wir in Christus sterben sollten und wollen sollten.
    Das wissen die christusleugnenden Kirchen auch nicht mehr.

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  8. thom ram sagt:

    Eine gute und erst noch schöne Geschichte. Sie drückt eine Wahrheit aus.

    Der sich mit der irdischen Materie identifizierende Mensch muss den Tod logischerweise zwangsweise fürchten, denn er ist in der Vorstellung gefallen, mit dem Zerfall des Körpers sei seine Existenz ausgeknipst.

    Ich kenne es. Ich hatte dieses Programm, mit Starkstrom betrieben bis 30. Da half nicht, mir zu denken: „Nanana, Alter, schon Milliarden haben den Tod erlitten, so schlimm kann es wohl nicht sein.“ Die Angst vor dem Aus, vor dem Ausgelöscht werden, war stark, Verstandes – Beruhigungsmittel halfen nix die Bohne.

    Wer so denkt, dem gefällt das Bild des Verhüllten, Unheimlichen, mit der vielsagenden scharfen Sense, als Waffe verstanden. Die Kreatoren des Sensemannes waren entweder auch dem Wahn verfallen, lediglich Körper zu sein, oder aber sie waren Wissende, welche die Angst derer, welche vor dem Tode schlotterten, mittels eines grauslichen Bildes no es bitzeli nachhelfen.

    Ich tippe auf II.

    Dabei ist der Tod Wandel. Oder eine Reise. Reise dürfte eher zutreffen, obschon der, der ich wirklich bin, weder Distanz zurücklegen noch Anspruch nehmen muss, um den Körper zu verlassen und in der Sphäre mich wieder zu finden, da ich hingehöre – verursacht durch mein Denken und Tun über 500’000 Inkarnationen.

    Dazu passt das Bild des gütigen Begleiters.

    ***

    Der Vorwurf des Todes, dass Menschen ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist, trifft zu.

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  9. An dieser Geschichte habe ich noch eine Weile zu knabbern. Eine bessere – schönere Metapher über die Rolle des Sensenmanns kann ich mir nicht vorstellen. Befürchte jedoch, daß sie nur wenige verstehen.

    Verbittert, gebrochen über die Ignoranz das Wunder der Schöpfung zu erkennen, greift er zur letzten Möglichkeit, die Verbindung dahin noch freizumachen. Ich wünsche ihm künftig viele Schmiede, die seine Sense angstfrei ohne Indoktrination schärfen um seine Aufgabe zu erfüllen.
    Zu denken gibt mir, warum der Sensenmann als Horrorfigur auf den Fassaden, für jeden sichtbar auf den Kathedralen gemeißelt wurde, fast oder ganz tot. Wie verblödet muß der Mensch sein, daß er ein Skelett als Bedrohung sieht? Und – wer sind die Idioten, die so was inszenieren?

    Vermutlich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten. Es gibt keinen tieferen Grund, außer der Freiwilligkeit – der Bequemlichkeit des Menschen, seine Verantwortung outsourcen. Wobei ich wieder bei der Macht des kleinen Arschlochs lande.

    https://bumibahagia.com/2014/09/07/ludwig-der-traumer-hoffnung-und-hamsterrad-die-macht-des-kleinen-arschlochs/

    Er ist bereits aus Gram bis auf die Knochen abgemagert. In diesem Zustand noch die Kraft zu haben, seine Sense schärfen zu lassen ist phänomenal. Das geht nur über die Kraft der unendlichen Liebe zur verirrten Menschheit und seiner erhofften Besinnung, endlich den Schöpfungsgedanken den Menschen näher zu bringen.

    Na ja, ein anderer, der ans Kreuz genagelt wurde, steht als Gegenpol für das ewige Leben im Versteck der Kathedralen über der Kanzel – der vermeintliche Retter der Menschheit. Hatte er auch so ein Werkzeug um den Weg freizumachen in die göttlichen Gefilde oder ging er nur flüchten? Vor kurzem war Christi Himmelfahrt. Zu viele Fragen für ein Kleinhirn wie mich. Soll ich euch etwas verraten? Er hat sich verpißt.

    Harter Tobak, lieber Lucky, den Du hier eingestellt hast. Danke dafür. Vielleicht kann ich das in meinem nächsten „Märchen“ verwursteln. Ne – nicht vielleicht. Das Thema ist für den Fortbestand oder Untergang der Menschheit zu wichtig. Na ja, falls ich es nicht schaffe, hoffe ich, daß ich dem Schmid wenigstens einen Wetzstein für das Sensenschärfen geben kann.

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  10. luckyhans sagt:

    zu Thomram um 18:37
    Ja.
    Er hält uns den Spiegel vor.
    Entstanden als Stütze auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe, wie die Indianer das so wunderbar poetisch sagen, als Begrüßungswesen, das uns den Übergang erleichtern will, mit Blumen und einem freundlichen Lächeln, uns die Hand bietend für die ersten Schritte in der anderen Welt, haben wir ihn zum Monster gemacht, vor dem alle Angst haben.
    Weil wir ihn derart mit Leid überschüttet haben, daß er nicht anders werden konnte…
    Ja.
    Wir sind die Schöpfer, die Gestalter dessen, was vor sich geht…

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  11. luckyhans sagt:

    zu LdT um 23:59
    Gut daß wir hier keine „landwirtschaftlichen Experten“ haben auf bb – die würden uns schon beibringen, daß eine Sense, mit der man Gras oder Getreide mähen will, nicht mit dem Wetzstein geschärft wird.
    Sondern sie wird mit dem Hammer auf einem großen Feldstein oder zwischen zwei Feldsteinen gedengelt, also in einem Durchgang gleichzeitig gradgerichtet, entschartet und „scharfgehauen“.
    Das macht man entweder gleich abends nach Sonnenuntergang oder früh kurz vor Sonnenaufgang, und danach muß sie, mit einem Lappen umhüllt, auf ihren Einsatz warten, darf auf keinen Fall in der Sonne herumliegen, sonst geht die Aufladung verloren…

    Nur damit keiner meint, wir wären hier auf der Brennsuppen dahergeschwommen, von wegen Schmied und so. 😉

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  12. thom ram sagt:

    Lück 04:13

    Sense schärfen.
    In meiner Kindheit, da machte unser Nachbar, Bauer nach altem Schrot und Korn, beides: Dengeln und wetzen. Dengeln, das war, was du beschreibst.
    Immer jedoch hatte er beim Mähen einen Holzköcher mit Wasser und Schleifstein drin, schärfte die Sense immer wieder mittels Wetzen mit dem feuchten Schleifstein nach.

    Kann es sein, dass der CH Schleifstein was Anderes ist als der DE Schleifstein‘

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  13. Gravitant sagt:

    Erst wird gedengelt,dann gewetzt,
    so wie Thomas es beschrieben hat.

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  14. hanskolpak sagt:

    Wie es um die Intelligenz auf der Menschenfarm steht, sehe ich täglich im Spamordner!
    Hans Kolpak am 4. Juli 2017

    crISIS and jerUSAlem
    http://www.dzig.de/crISIS-and-jerUSAlem

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  15. luckyhans sagt:

    zu Thomram und Gravi
    Selbstverständlich wird tagsüber zwischendurch mit dem feuchten Wetzstein nachgeschärft, vor allem bei der Getreidemahd, da wird die Sense nach relativ kurzer Arbeitszeit stumpf – dabei wird aber nur die letzte vordere Schnitt-Kante ein paarmal rechts und links nachgezogen… 😉

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  16. Annegret Abdou sagt:

    Vielen Dank, Luckyhans, für diese schöne, traurige Geschichte.
    Sie rückt wieder das Essentielle in den Vordergrund : wir sind verantwortlich.

    Gefällt 1 Person

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