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Die Lage in Syrien heute, 9. Mai 2017, ergänzt am 10. Mai

Die Chance auf einen anhaltenden Frieden
Am 5. Mai wurde in Astana ein Memorandum unterzeichnet, in welchem die Einrichtung von Deeskalationszonen, sog. Sicherheitszonen, in Syrien vereinbart wurde.
Deren genaue Lage soll eine Arbeitsgruppe der Garanten der Vereinbarung – Iran, Türkei und Rußland – bis zum 22. Mai festlegen – ebenso die Anwesenheit der jeweiligen Truppen der Garanten in diesen Sicherheitszonen.

In den Sicherheitszonen werden die verfeindeten Gruppen auseinandergeführt, jegliche militärischen Aktivitäten sind verboten, ebenso der Überflug durch nicht autorisierte Militärflugzeuge (auch der VSA und der Nato).
Сирия не пустит лживых наблюдателей из ООН в зоны деэскалацииblaue Kreise = die ungefähren Lage der Zonen; rot = Reguläre Syrische Armee; gelb = Kurden; grün = sog. Freie Syrische Armee; grau = Daesh-Terroristen; weiß – nicht kontrollierte Gebiete (meist Wüste)

Die russischen Luft- und Kosmos-Streitkräfte hatten ja bereits ab 1. Mai in den genannten Gebieten ihre Aktivitäten eingestellt.

Das syrische Außenministerium hat gestern mitgeteilt, daß weder die UNO noch andere ausländische Kräfte als Beobachter in den Sicherheitszonen akzeptiert werden, sondern nur die Garanten.

Allerdings wurde im Norden Jordaniens eine zunehmende Konzentration von amerikanischer Militärtechnik beobachtet, die auf nichts Gutes schließen läßt. Hier die Drohenbilder dazu:

ВАЖНО: Колонны бронетехники США и Иордании обнаружены у границы с Сирией, САА в повышенной боевой готовности (ФОТО) | Русская весна
ВАЖНО: Колонны бронетехники США и Иордании обнаружены у границы с Сирией, САА в повышенной боевой готовности (ФОТО) | Русская весна
Американские бандиты стянули к границе Сирии большое количество бронетехники!

Militärische Beobachter halten es für möglich, daß dort eine Intervention amerikanischer Bodentruppen vorbereitet wird – unter dem Vorwand, der Freien Syrischen Armee beistehen zu müssen, die sich „ganz plötzlich“ in „schwere Gefechte“ mit dem Daesh in der Provinz Damaskus verwickelt sieht… man wird das Ganze sehr aufmerksam verfolgen müssen.

Quellen:
http://katyusha.org/view?id=5857
https://jpgazeta.ru/siriya-ne-pustit-nablyudateley-oon-v-zonyi-deeskalatsii/
http://rusvesna.su/news/1494280044

– – – – – – – – – – – – Nachtrag am 10. Mai 2017 – – – – – – – – –

Die von den White helmets und Al-Jazeera in der syrischen Stadt Serakab vorbereitete Provokation mit chemischen Waffen wurde dank der rechtzeitigen Aufdeckung verhindert.
Diese Aktion sollte die syrische Regierung in aller Augen diskreditieren und erneut den eigentlich offensichtlichen Unsinn von „Aktionen Assads gegen sein eigenes Volk“ hochkochen – somit sollte dann ein „rote Linie“ als überschritten benannt werden, was den Vorwand für ein amerikanisches oder israelisches Eingreifen geliefert hätte.

Man ist nun dabei, den Plan B in Gang setzen, der offenbar darin besteht, den Daesh zu einem Übergriff auf Jordanien zu bewegen, der dieselben Folgen zeitigen könnte.
Damit dieses Vorgehen des Daesh „logisch“ erscheint, hat die vom Westen kontrollierte sog. Freie Syrische Armee gestern einen vehementen Angriff gegen Stellungen des Daesh an der jordanischen Grenze in der Provinz Deraa begonnen. Nun wird der Daesh „kämpfend gezwungen“ sein, auf jordanisches Gebiet „auszuweichen“ – und schon ist die beabsichtigte Wirkung erzielt – zumindest für alle diejenigen, die keine Ahnung vom Nahen Osten haben.
Unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus kann dann die Armada von über 400 Panzerfahrzeugen und mehr als 7000 Soldaten „gleitend“ zur Okkupation südsyrischen Territoriums übergehen…

Als Folgen wären ein Zurückdrängen der Daesh-Kräfte zum jetzt schon heftig umkämpften Deir-ez-Zor zu verzeichnen, wo die Stadt selbst momentan noch von Regierungstruppen gehalten wird. Was dann wohl kaum noch zu schaffen sein würde.
Und es könnte versucht werden, durch einen Stoß nach Norden sich mit den ebenfalls westlich gesteuerten Kurdischen Truppen bei Raqqa zu vereinigen, was das Land in zwei Teile spalten würde, die Regierungstruppen von Deir-EZ-Zor praktisch abschneiden würde und letztlich beste Voraussetzungen für eine Teilung des Landes in einen syrischen Staat am Mittelmeer und ein Daesh-Kalifat – ggf. mit Teilen des Irak zusammen – schaffen würde.

(nach Informationen von http://rusvesna.su/news/1494347390)


8 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Besucherin sagt:

    So wie ich das verstanden habe, wurden da Rebellengebiete unter Artenschutz gestellt – durch die Flugverbotszone wird man schwerlich den Nachschub von Waffen leisten können.
    Die Amis sollen auch die Kurden grad wieder aufrüsten, was wiederum den Türken nicht mundet.

    Gemunkelt wird auch über eine Giftgas false flag, Filmteams von AlJazeera sollen mit den white helmets da was vorbereiten.
    Ich glaube nicht, dass die Amis selber noch groß eingreifen, und die Region Damaskus soll inzwischen ziemlich gesäubert sein von dem Gesindel.

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  3. Andy sagt:

    Hat dies auf Andreas Große rebloggt.

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  4. Gernotina sagt:

    Ein neues Buch über Syrien von einem Syrer

    Was in Syrien tatsächlich geschieht

    https://www.kopp-verlag.de/Was-in-Syrien-tatsaechlich-geschieht.htm?websale8=kopp-verlag&pi=957500&ci=000398

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  5. rechtobler sagt:

    „zunehmende Konzentration amerikanischer Militärtechnik in Jordanien“
    … und wenn der Ami 100x Zugeständnisse macht wird er sie 101x wieder umgehen. Die Kräfte die da dahinter stehen sind leider nur allzu mächtig. Es wir wohl kaum Ruhe geben bis Amerika effektiv ‚am Boden zerstört‘ ist und die Strippenzieher enttarnt.

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  6. luckyhans sagt:

    Die von den White helmets und Al-Jazeera in der syrischen Stadt Serakab vorbereitete Provokation mit chemischen Waffen wurde dank der rechtzeitigen Aufdeckung verhindert.
    Diese Aktion sollte die syrische Regierung in aller Augen diskreditieren und erneut den eigentlich offensichtlichen Unsinn von „Aktionen Assads gegen sein eigenes Volk“ hochkochen – somit sollte dann ein „rote Linie“ als überschritten benannt werden, was den Vorwand für ein amerikanisches oder israelisches Eingreifen geliefert hätte.

    Man ist nun dabei, den Plan B in Gang setzen, der offenbar darin besteht, den Daesh zu einem Übergriff auf Jordanien zu bewegen, der dieselben Folgen zeitigen könnte.
    Damit dieses Vorgehen des Daesh „logisch“ erscheint, hat die vom Westen kontrollierte Freie Syrische Armee gestern einen vehementen Angriff gegen Stellungen des Daesh an der jordanischen Grenze in der Provinz Deraa begonnen. Nun wird der Daesh „kämpfend gezwungen“ sein, auf jordanisches Gebiet „auszuweichen“ – und schon ist die beabsichtigte Wirkung erzielt – zumindest für alle diejenigen, die keine Ahnung vom Nahen Osten haben.
    Unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus kann dann die bereitstehende Armada von über 400 Panzerfahrzeugen und über 7000 Soldaten „gleitend“ zur Okkupation südsyrischen Territoriums übergehen…

    Als Folgen wären ein Zurückdrängen der Daesh-Kräfte zum jetzt schon heftig umkämpften Deir-ez-Zor zu verzeichnen, wo die Stadt selbst momentan noch von Regierungstruppen gehalten wird. Was dann wohl kaum noch zu schaffen sein würde…
    Und es könnte versucht werden, durch einen Stoß nach Norden sich mit den ebenfalls westlich gesteuerten Kurdischen Truppen bei Raqqa zu vereinigen, was das Land in zwei Teile spalten würde, die Regierungstruppen von Deir-EZ-Zor praktisch abschneiden würde und letztlich beste Voraussetzungen für eine Teilung des Landes in einen syrischen Staat am Mittelmeer und ein Daesh-Kalifat – ggf. mit Teilen des Irak zusammen – schaffen würde.

    (nach Informationen von http://rusvesna.su/news/1494347390)

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  7. Besucherin sagt:

    Das Treffen Lawrow – Trump scheint ja recht gut verlaufen zu sein

    https://de.sputniknews.com/politik/20170510315711671-lawrow-trump-treffen-wie-moskau-und-washington-in-syrien-nun-vorgehen-wollen/

    Hier wird kaum berichtet, erfährt man in Russland mehr?

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