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Die Nudelholz Sage / Teil 1

Was Omi noch stolz als Küchengerät benutzte ist heute in der Postnudelholzzeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Sie hatte noch das Symbol einer – der größten Hochkulturen aller Zeiten gepflegt ohne sich um deren Herkunft bewußt zu sein. Heute ist der Ursprung des Nudelholzes vollständig aus dem Bewußtsein verschwunden. Die Nudel aus dem gleichnamigen Holz geschnitzt, die in prähistorischen Zeiten nicht nur eine völkerverbindende sondern auch und vor allem eine interplanetarische Bedeutung hatte, ist inzwischen heute als Fünfminuten-Terrine oder beim Lieblingsitaliener zur Beruhigung des Magens degradiert.

Als Züchtigungsinstrument  gegen den nächtlich heimkehrenden Ernährer, das Omi noch benutzte, hat es auch längst ausgedient. Welche moderne Frau haut ihrem angetanzten  Lebensabschnittsgefährten noch das Nudelholz über den Kittel, wenn er nächtlich heimkommt und wieder Mal den Wochenlohn versoffen hat? Die macht da nicht lange rum – sucht sich kurzerhand einen neuen, zumal sie heute verlernt hat um die Familie zu kämpfen.

So würde das letzte noch verbleibende Zeugnis der wunderschönsten aller Zeiten für immer verlorengehen, gäbe es nicht den berühmten Zufall.

Der Mühlenbach hatte einen mir ein als Kind noch bekanntes Objekt angeschwemmt. Es sah aus wie eine Flaschenpost, die hier ab und zu ankommt, jedoch ohne Flasche. Die Oberfläche schien etwas mitgenommen und zerfurcht aus, aber als Nudelholz unverkennbar.

Leicht verwundert über den seltenen Fund legte ich es zur Seite, so lange bis mich ein Traum aufschreckte. Lese was auf dem Nudelholz steht, sagte der mir. Das ist kein Holzwurmbefall – das sind Schriftzeichen. Nahm mir das Nudelholz nochmals vor und war fassungslos, was ich daraus lesen konnte über die intergalaktische Geschichte der Menschheit vor sechzig Millionen Jahren. Vielleicht hat mir der vorabendliche Weingeist den Zugang zu dieser bildhaften Sprache vermittelt. Egal.

Bisher wurde die Geschichte der intergalaktischen planetaren Gemeinschaft, die kurz nach dem Urknall entstand nur als Nudelholz Sage unter den Historikern verächtlich abgetan. Niemand wagte es sich mit ihr ernsthaft auseinanderzusetzen, es sei denn, er legte Wert auf eine künftige Rundumversorgung in der geschlossenen Anstalt. Das ist auch der Grund warum die Nudelholz Sage fast gänzlich unbekannt ist.

Es dauerte dennoch Wochen, bis ich diese Bildersprache ähnlich den Hieroglyphen aus diesem Nudelholz restlos  entschlüsseln konnte. Manche Details waren nur mit Hilfe des Weingeists zu enträtseln. Ähnlich muß es den großen Historikern ergangen sein, die die jüngste Geschichte der Erdenbewohner aus Felsenzeichnungen oder Papyrusrollen enträtselten.

Wer jetzt eine große geschichtswissenschaftliche Abhandlung erwartet, den muß ich noch etwas vertrösten. In diesem Fund stecken ca. 30.000 Seiten Beweismaterial für die Nudelholzzeit. Es würde sich eh kaum jemand die Mühe machen, diese zu lesen. Deswegen fasse ich hier nur das Wesentliche zusammen.

Die Nudelholzzeit begann exakt im Jahr 0.005 n. UK (Urknall) und zerfiel 262.012 n. UK durch ein Ereignis, das als Star Wars inzwischen bekannt ist, wie mein weiterer Nudelholzfund beweisen wird.

Sie umfaßte 2173 Planeten, deren Völker alle eins gemeinsam hatten – den absoluten friedlichen Umgang miteinander. Regierungen, Gesetze und Verwaltungsvorschriften waren völlig unbekannt. Vor allem war es eine pfaffenfreie Zone. Das erklärt den friedlichen Umgang miteinander.

Das Wetter kannte noch keinen Klimawandel und tat, was ein anständiges Wetter so zu tun hat. Es sorgte für eine traumhaft schöne Fauna und Flora. Die Temperatur schwankte nur zwischen 18,25° und 24,7°. Regen fiel nur nachts, wenn alle schliefen.

Die tägliche Arbeit war innert zwei Stunden erledigt, so daß genügend Zeit für die Muse übrigblieb.

Außer riesigen Nudelholzwäldern gab es keine weiteren verwertbaren Bodenschätze. Sie mußten also alles Materielle aus dem nachwachsenden Rohstoff Nudelholz machen. Natürlich brauchten sie für die verschiedensten Produkte auch andere Materialien als Holz. Da sie die Kunst der Transformation durch Geisteskraft noch beherrschten, konnten sie jedes erforderliche Material problemlos herstellen. Jedoch war jeder einzelne Planet auf bestimmte Materialien spezialisiert. Der eine auf Eisen, der anderen auf Kuper, Nudelbaumwolle usw.
Daher gab es einen intergalaktischen Handel, der allen Planetariern einen bescheidenen aber glücklichen Wohlstand bescherte. Jeder diente dem anderen so gut er konnte. Damit war allen gleichermaßen gedient. Geld war völlig unbekannt und wäre auch nutzlos gewesen.

Für den Warenaustausch brauchten sie keine Raumschiffe, da alle Planeten mit Brücken aus Bandnudeln verbunden und als Transportrutschen besonders effektiv waren. Diese dienten nicht nur dem Transport von Waren, sondern auch als Leitung für das Nudelphone in der intergalaktischen Kommunikation.

Ab dem Jahr 261.776 n. UK verschwanden immer öfter Waren auf dem Bandnudelweg. Niemand konnte sich vorstellen warum, bis der Planetenälteste einen Verdacht hatte. Gibt es da nicht einen Planeten, der sich der friedlichen intergalaktischen Föderation nicht anschloß, Schwarzhutplanet genannt? Der sich als von Gott auserlesen fühlt, sein eigenes Süppchen zu kochen  und als einziger über Raumschiffe verfügt.
(Fortsetzung folgt bald)

Bildquelle: lemonbaum.de


9 Kommentare

  1. haluise sagt:

    das könnte der GRÜNE PLANET (der nudelhölzer) sein und PLANET ‚erde‘ befindet sich im tiefschlaf der selbstverzückung, einer opium-fürs-volk-orgie, angezettelt von einigen ‚auserlesenen exkommunizierenden banditen‘.

    https://geistblog.org/2017/02/28/der-gruene-planet/

    BIN LUISE

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  2. Michleiden sagt:

    Hört sich nach dem „Galaxyscript“ an. Per Anhalter.

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  3. Jetzt endlich kommt mir dieser unglaubliche Wortverdreher-Fäik zu Bewußtsein,
    der uns allen ein völlig vernebeltes Weltbild serviert hatte….
    ……..bis zu der sagenhaften Wiederentdeckung der Nudelholz – Saga.

    Solange ich denken kann hatte ich immer so ein unbestimmtes Bauchgefühl,
    wenn ich etwas von Spiralnebeln gehört oder gelesen hatte……..

    Nun endlich lichtet sich dieser Nebel:
    es handelt sich um die galaktische Spiralnudel !!!

    Völlig ins Vergessen des Ursprungs geraten wird sie dennoch
    bis heute traditionell liebevoll mancherorts Spirelli genannt .

    Welch schönes herzergreifendes Wiederfinden der großen erhabenen SpiralNudel .

    Ludwig, herrlicher Träumer,
    Dank Deines Entzifferns der Zeichen auf dem Nudelholz aus den Wellen des Mühlwassers öffnen sich Welten……. grüß mir den Geist aus dem Weine, der die Unterstützung gab 🙂 🙂 🙂

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  4. Vollidiot sagt:

    LdT
    ist einer der Wenigen, die es beherrschen komplexe Zusammenhänge relativ verständlich zu transzendieren, also transportieren.
    Petrens Weingeistadaption dürfte bei so klaren Sichten eine Fähkniju sein – soetwas geht nur mit Klargeist und direktem Draht zum Geischt (hier hat der Meister selbst eine falsche Fährte gelegt).
    Auch hier, wie auch schon in der Offb. des Johnny, darf man nicht am Teig, äh, Wort, kleben. Hier ist Bildsprache und Gleichnis angewandt, um die Koplexität zu umgehen, besser, greifen, zu können.
    Auch die beiden Ursäulen der Menschheit, Boa und Hoax, hat er, dem okkult Fähigen, mitgeteilt.
    Er weiß natürlich, wie damals Johnny auch, daß man nicht alles profanisieren darf.
    Auch hier meisterlich in Szene gesetzt.
    So kann sich jedes Bewußtsein bedienen, von ernüchternden Schlagwerk über, eher plebsisch, Mehlspeisen, bis zum Schöpfungsakt des teigformenden Urvaters.
    Das erste Buch Mose wird mir jetzt verständlich.
    Ich bin gespannt auf den Planeten des Satans, der dort sich auf „Suppen“ spezialisiert hat.

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  5. thom ram sagt:

    Ich verstehe jetzt auch, warum mich das Nudelholz als kleiner Knabe so sehr faszinierte. Da auch ich als kleiner Junge mit der Akashachronik noch ein bisschen verbunden war, ahnte ich der Ahnen des Nudelholzes überragende Bedeutung.

    Ich beantrage eine Umtaufung unseres so dicht dichtenden Ludwigs der Träume.
    Ich möchte eine grosse Feier mit neuer Namensgebung als Kulminationspunkt: Lud Weg zur Erkenntnis, kurz LWzE.

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  6. Vollidiot sagt:

    Thom

    Leichter srechbar, mein Forschlach, Luwze, meintswechen LuWzEk.
    Bitte nicht LWzE.
    Wie solln ich des aussprechen.

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  7. Renate Schönig sagt:

    Vielleicht FRAGT ihr ja mal ZUERST den Ludwig, OB er das überhaupt WILL 😉 😉

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  8. Also bei der Namensgebung ist auf jeden Fall ein KabaListiger hinzuzuziehen,
    resp. zu erwägen, dazu gedanklich wachsam vorzugehen.
    Und – um dem Wesen des Nudel-Holzes auch wieder auf die Sprünge zu helfen, wäre weiterhin zu erwägen,
    ob Ludwich ggf. von UNS in den wiederentdeckten Adlerstand gehievt zu Nudlwich v.Urtaich erkennzeichnet werden dürfe/könne.
    Hieß nicht auch eine Ahne ähnlich?
    MacAroni da Niddlholt oder so ….????

    Ach, liebe Renate, dazu wird LdT keineswegs gefragt:
    Er hat ja angefangen, alles umzukrempeln… 🙂 🙂 🙂
    Und nu muß auch er damit leben, dass alles wieder ins rechte Licht gerückt werden will…………
    Und wie sagte schon mein Vater?
    Wer fiel fraacht, kricht fiel Antwort……….. 🙂

    Und zu Vollio:
    danke, dass Du das mit der selbstgelegten fF (falsche Fährte) geoffenbart hast,
    zu leicht sind auch wir mit dem fF-Zeitgaischt ums wahre Nudelholz herumzuführen,
    sozusagen VERnudelt zu werden!

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  9. […] uns: Ab dem Jahr 261.776 n. UK verschwanden immer öfter Waren auf dem Bandnudelweg. (Teil 1 hier) Niemand konnte sich vorstellen warum, bis der Planetenälteste einen Verdacht hatte. Gibt es da […]

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