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Russische Zentralbank durchsucht

Wir hatten hier schon einige Male die russische (Rothschild-)Zentralbank beleuchtet, und die unrühmliche Rolle, welche sie zusammen mit dem Finanzministerium und anderen Bereichen, die von dogmatischen Neoliberalen dominiert werden, in den gegenwärtigen wirtschaftlichen Abläufen GEGEN das russische Volk spielt.
Aber die Jelzmannsche Verfassung hat nun mal eine solche von russischen Stellen „unabhängige“ (von der internationalen Finanzoligarchie gesteuerte) Zentralbank vorgesehen – und dieser Grundsatz konnte auch durch die vielen Novellen des Zentralbankgesetzes, die es in den vergangenen 15 Jahren gegeben hat, nicht verändert werden.

Allerdings: in der neu gewählten Staatsduma wird die sog. Regierungspartei „Einiges Rußland“ (Jedinaja Rossija) aufgrund der fast 55% erhaltenen Stimmen über eine verfassungsändernde Mehrheit verfügen – vielleicht gelingt ja auf diese Weise die endgültige Loslösung Rußlands von den Inzis…
Hier jedenfalls ein kleiner „Zwischenbericht“ vom Schauplatz der Schaukämpfe.
© für die nachfolgende Übersetzung aus dem Russischen: Luckyhans, 24.9.004
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Die Zentralbank wurde durchsucht wegen der verschwundenen 6 Milliarden des Diamant-Juwelier-Exports

13. September 2016

Коррупционный адюльтер Усманова-Набиуллиной
Alischer Usmanow

Am vergangenen Freitag haben das SKR (Staatliches Ermittlungskomitee Rußlands – d.Ü.) und die OMON (die Sonderpolizei für Spezialeinsätze, z.B. gegen die Organisierte Kriminalität) die Hauptverwaltung für Wertfinanzoperationen der Zentralbank in der Baltschug-Straße blockiert. Die Durchsuchung erfolgte im Rahmen der Ermittlungen zum Diebstahl von 6 Milliarden Rubel, die von der zu sanierenden Internationalen Aktionärs-Bank (MAB) deponiert worden waren.

Die Milliarden gehörten der staatlichen Firma FGUP „Almasjuwelierexport“ – über deren Strukturen verkauft der Staatliche Fond Rußlands „Gochran“ seine Diamanten.

An der Wirtschaftstätigkeit des „Almasjuwelierexport“ hat auch der Geschäftsmann Alischer Usmanow teilgenommen, welcher gemäß den Daten des Archivs der Ermittlungsverwaltung gegen das Organisierte Verbrechen, mit dem Kapital der „Solnzewoer“ OK-Gruppe (eine der landesweit bekannten organisierten kriminellen Banden – d.Ü.) beschäftigt war.
Im Verlauf der Legalisierung des „Solnzewoer“ „Gemeinschaftsgeldes“ über die Diamantenbranche gab es eine Reihe von internationalen Verbrechen, einschließlich des Mordes an einem österreichischen Juwelier in Wien.

Usmanow hatte vorher schon eine Strafe im Gefängnis abgesessen – im August 1980 war er nach drei Paragrafen des Strafgesetzbuches der Usbekischen SSR zu 8 Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden.
Nach den Worten des Botschafters Großbritanniens, war der Mehrzahl der usbekischen Gesprächspartner in Taschkent gut bekannt, daß der Milliardär eine Strafe wegen Gruppenvergewaltigung abgesessen hatte.

Nach dem Zerfall der UdSSR hatte der Bewohner von Solnzewo (früher Vorort, inzwischen ein Stadtteil von Moskau – d.Ü.) Sergej Michailow, genannt „Michas“, im Jahre 1995 dem Usmanow geholfen, in der MAPO-Bank ein Arbeitsverhältnis zu bekommen, an deren Gründung auch die „Almasjuwelierexport“ beteiligt war.
Jetzt gelten Alischer Usmanow und ein anderer jüngerer Partner, der „Solnzewoer“ Andrej Skotsh,
formal als Besitzer des Flughafens Wnukowo (einer der Moskauer Flughäfen – d.Ü.), wo ein wesentlicher Teil des Geschäfts de-facto vom Michailow-Clan kontrolliert wird.

Seit dem Jahr 2000 wird „Almasjuwelierexport“ von Rustem Usmanow geleitet, sein engster Mitarbeiter war Viktor Afonin. Im Unternehmen wird Afonin damals und im weiteren als nicht eigenständige Figur angesehen, welche die Weisungen des Usmanow ausführt.

Der Staatsfonds „Gochran“ wurde seit dem Jahre 2002 von Wladimir Rybkin geführt. Er hatte Usmanow gestattet, ein Deposit in der Internationalen Aktionärs-Bank zu eröffnen.
Das Deposit wurde ebenfalls vom Chef des Administrations-Departments des Finanzministeriums, Alexander Achpolow, und dessen Stellvertreter, Andrej Glinow, sanktioniert.
Über die MAB wurde lange Zeit das Budget des „Almasjuwelierexport“ gestohlen – nach der Version der Ermittler begannen die Verbrecher ihre Tätigkeit im Jahre 2007.

Im Jahre 2013 wurde Wladimir Rybkin in Rente geschickt und durch Andrej Jurin ersetzt. In Erkenntnis des Risiko-Niveaus trat 2014 Rustem Usmanow zurück – seine Arbeit wurde von Viktor Afonin verrichtet. Im Oktober 2015 wurde der ehemalige Mitarbeiter des Innenministeriums Walerij Sacharow zum Chef der „Almasjuwelierexport“ ernannt.


Michail Slipentschuk

Es stellte sich heraus, daß von den Konten der FGUP insgesamt 6 Milliarden Rubel verschwunden sind. Das langjährige kriminelle Geschäft konnte nicht ohne die Teilhabe des Eigentümers der MAB stattfinden – des Abgeordneten der Staatsduma Michail Slipentschuk, und der Kuratoren von „Almasjuwelierexport“ aus dem Gochran und dem Finanzministerium, aber auch von Mitgliedern aus dem Umfeld der ZB-Chefin Elvira Nabiullina, welche für die Bankenaufsicht zuständig sind.

Am 4. März 2016 kam der Rentner Wladimir Rybkin in das Büro des „Almasjuwelierexport“ auf dem Subowski-Bulvar gefahren, um die verschwundenen Milliarden mit Andrej Glinow und dem Chef der Probierkammer Alexander Markin zu besprechen. Im Verlauf des unangenehmen Gespräches fiel der Ex-Chef des Gochran zuerst durch den Freiraum des Treppenhauses und verstarb dann an den schweren Kopfverletzungen und am Bruch der Wirbelsäule.

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Elvira Nabiullina, die Chefin der Staatsbank

Im August 2016 wurden Viktor Afonin und sein Bruder Boris Afonin in Moskau verhaftet. Jetzt sagen sie aus – die Ermittler interessieren sich für die Rolle Usmanows, der Elvira Nabiullina und des Michail Slipentschuk. In einigen Wochen verliert der Bankier seine Immunität als Abgeordneter, wodurch dann ein Verhör unter anderen Bedingungen möglich wird.

Quelle: Источник oder http://webnovosti.info/n/36661/


6 Kommentare

  1. mkarazzipuzz sagt:

    Ach, wie ich das begrüßen würde.
    Das ist bei wirklich an Nummer 1 angesiedelt.
    Die Macht der City of London in Moskau endlich beendet zu sehen.
    Wenn ich das noch erleben dürfte, würde ich zum Russen konvertieren und auf der Krim heimisch werden.
    Wie schön, mit diesem Gedanken jetzt schlafen zu gehen.
    Ich hoffe nur, er hält auch.
    Beide Daumen für Dich, Wladimir Wladimirowitsch!!!
    Lieben Gruß
    Martin Herbertowitsch

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  2. Hawey sagt:

    Hat dies auf meinfreundhawey.com rebloggt.

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. luckyhans sagt:

    Nachtrag:

    Der im obigen Artikel vorgestellte verurteilte Verbrecher und Milliardär USMANOW hat inzwischen seinen Wohnsitz nach außerhalb Rußlands auf seine 145-m-Yacht Dilbar verlegt; da er weniger als 183 Tage des Jahres in Rußland verbringt, ist er dort kein „Resident“ mehr und zahlt auch fast keine Steuern mehr.

    Allerdings ist nun fraglich, wie seine beherrschenden Anteile am Pressekonzern „Kommersant“, den Mediafirmen STS Media und Mail.ru samt VK.ru sowie den Fernsehsendern „Ju“, Disney und MusTV bewertet werden, denn nach dem russischen Gesetz über ausländische Investitionen dürfen ausländische Investoren maximal 20% Anteile haben…

    (Quelle: http://www.rospres.com/crime/19714/)

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