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Neues vom ICH-Fernsprecher

Wenn jemand, der in (und wohl auch von) der virtuellen Welt lebt, Fragen dazu stellt, dann ist Überlegen angesagt: ob denn da ab und an Wünsche die Väter der Gedanken seien…
Oder brutal ausgedrückt:
Unkritisch hinnehmen, was einem „geboten“ wird – und nicht sehen wollen, daß die „Informationen“, die Netzinhalte, jeden Tag beliebig verändert werden – denn alles, was „gemacht“ werden KANN, das WIRD im jetzigen System auch getan, ungeachtet aller Folgen, das zeigt die „moderne“ Gentechnik sehr deutlich – so könnte man den nachfolgenden Beitrag kommentieren.
Was meinst Du dazu?
Luckyhans, 16.8.004

—————————-

Die Fernbedienung des Lebens, mein Smartphone.

Mein Geist, meine Art Dinge zu nutzen ändert sich. Ich denke nicht mehr, wie ich früher dachte: Ich glaube, ich habe anders gedacht. Oder nicht? Wer hat meine neuronalen Schaltkreise neu programmiert? War ich das?

Die Symptome sind schnell beschrieben:

Letzte Woche war ich in einem Buchladen und habe mir ein Buch gekauft. Mit großer Freude habe ich mich in meine Leseecke gesetzt und die ersten paar Seiten aufgeschlagen. Das Lesen dieses Buches wurde zum Kampf gegen meine Ungeduld, ich habe keine Ruhe zum Lesen. Ich bemerke immer wieder, dass ich kaum aufgewacht, es nicht erwarten kann, mein Smartphone nach Nachrichten zu durchsuchen. Meine Konzentration auf eine Sache beschränkt sich auf immer kürzer werdende Zeiträume. Ich habe keine Zeit mehr. Ich habe für nichts mehr richtig Zeit. Die Tage gehen zu schnell um. Mit der Fernbedienung des Lebens. Mein Smartphone.

Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
Arthur C. Clarke
 (1962 Hazards of Prophecy)

Einen Erklärungsansatz habe ich bereits gefunden

Mein Forschungstrieb ist gestiegen, ich habe die maximale Geschwindigkeit meines Forschungsdrangs gefunden. Die geruhsamen Tage mit den Bücherstapeln in den Bibliotheken sind vorbei. Heute bekomme ich die Informationen im Sekundentakt. Ein paar Google-Suchen, ein paar schnelle Klicks auf Links und ich bin am Ziel. Auch wenn ich nicht mehr richtig arbeite (wie habe ich bloß damals gearbeitet?), lese ich in der Web-Info-Galaxy, schreibe E-Mails (verliere dabei die Kontrolle), scanne Facebook, bin auf XING und lese Blogs, sehe mir Videos an und höre ununterbrochen fast kostenlos und legal Musik über Spotify oder lasse mich durch Podcasts oder Audible Hörbücher beraten. In der Zukunft werden wir digitale Brillen tragen, die das ganze auch nochmals intensiver erlebbar machen werden. Die Geräte, unsere Maschinen, die wir täglich mit uns tragen werden magisch. Die technologische Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Wir befinden uns tatsächlich im Zeitalter der Innovationswut.

Und meine Bücher? Die Entmaterialisieren sich im Kindle.

Ich gehe nicht durch das Leben, ich springe von Link zu Link. Ich habe das Internet als Schlaraffenland der Informationen entdeckt, schon lange, nehme einfach alles über meine Augen und Ohren auf und lasse die Informationen in meinen Kopf. Viele Social Media Menschen sind Trüffelschweine für Informationen geworden.

Informationen liefern die Nahrung für das Denken, aber sie verändern auch den Prozess des Denkens.

Doch ich kann nicht der einzige sein, der so etwas erlebt. Sicherlich nicht. Wenn ich mit meinen Freunden und Bekannten darüber spreche, dann erzählen sie von ähnlichen Erfahrungen. Je mehr sie das Web nutzen, desto mehr müssen sie kämpfen, um konzentriert zu bleiben. Man fängt an zu überfliegen, man manipuliert sich selbst, Prioritäten verschieben sich von selbst. Sie vergessen sich, teilweise ihre Familie, ihre Kinder.

Und plötzlich werde ich in meine Jugend zurück geworfen. An einen Gedanken, der mich damals nicht losgelassen hatte: wie sehr wünschte ich mir, alle wichtigen Informationen aus den Büchern, oder die Informationen der Welt, zu organisieren und universell zugänglich und nutzbar zu machen. Ich hatte damals schon vor Augen, was Google heute macht. Die perfekte Suchmaschine versteht genau, was man meint und gibt einem das zurück, was man will. In der Zukunft mit der Stimme. Für Firmen wie Google wird die schwer verständliche Information eine Ware, eine utilitaristische Ressource, die gefördert und verarbeitet werden muss. In unserer Welt wird die Information mittlerweile mit industrieller, algorithmischer Effizienz verarbeitet. Das führt dazu, dass die Informationen ein produktiveres ICH schafft. Doch ist das so?

Informationen werden durch digitale Evolution zu Meta-Informationen, die das Denken des Menschen algorithmisch machen.

Jetzt wird es kompliziert. Aber es ist wichtig, dass zu verstehen: Die Information wird durch ihre immer komplexer werdende innere Dichte selbst eine neue Art von Information und erlebt unter dem Druck der nachfolgenden Informationsflut und der technologischen Optimierung eine Veränderung. Dann wird die Information selbst mehr als nur eine Information. Dadurch wird die Information symbiotisch mit bereits erfassten und anderen neuen Informationen. Eine ganz neue Art von Informationen entsteht: die Meta-Information, die dem Menschen ein komplexeres Denken abverlangt.

Habe ich mich denn tatsächlich geirrt?

Werden nicht die Maschinen den Menschen beherrschen, sondern werden die Informationen diese Herrschaft übernehmen? Ich denke, wer wen beherrschen wird, ist davon abhängig, wie wir Menschen zukünftig mit der Informationsverarbeitung umgehen werden. Wir müssen verstehen, dass wir jede Sekunde mit der Fernbedinung des Lebens Informationen erzeugen. Und diese Informationen werden von den digitalen Supermächten genutzt, verarbeitet, anaylisiert und am Ende verdienen die damit Geld.
SIE ABER NICHT.

Ibrahim Evsan, Founder & Managing Director,
Insider für Digital Leadership,
Freitag, 12. August

Quelle: https://www.xing.com/news/insiders/articles/die-fernbedienung-des-lebens-mein-smartphone-376991?sc_p=da863_bn&xing_share=news


8 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Marietta sagt:

    Nun, ich kenne das nur zu gut und weiss, warum ich mich soooo viele Jahre vehement gegen das Alles gewehrt habe.
    Irgendwann hat mich mein damaliger Freund in München, er war Informatiker und bei einer grossen Datenverarbeitungsfirma beschäftigt, dann doch überzeugt, da er oft in England und in Poona war, und wir sonst zuwenig Kontakt miteinander gehabt hätten.
    Somit ergatterte er mir über eBay ein altes PC Möhrchen…..grad genug zum Nachrichten schreiben und zum Üben wie ein PC funzt.
    Später dann kam ein schickerer, neuerer Laptop dazu, der mehr Leistung hatte, aber auch zweimal nen dicken Virus, da mein mir aufgeschwatztes Sicherheitsprogramm doch nicht so die Sicherheit brachte.
    Aber mit dem Läppi begann die Forenhopse….erstmal ein Kennenlernforum, nachdem die Beziehung auseinanderdriftete, danach diverse Andere…..viel viel Zeit habe ich damit verbracht.
    Zweimal war ich Adminse und hab das Ganze am Leben gehalten mit meiner Energie, bis ich gemerkt habe, dass ich nicht die Alleinunterhalterin und Bespaßerin sein möchte.
    Dat olle Fratzenbuch war mir lange Zeit nicht geheuerlich und ich bin nur über eine gute Freundin die ich in einem Pflegeforum traf, dorthin gewechselt, denn wir hatten dieselbe Intention, etwas gegen die unsägliche Organspende zu unternehmen.
    Das Weggehen vom Fratzenbuch war äusserst schwierig, bei Weitem schwieriger als bei all den anderen Foren…….
    Ich habe mir lange Gedanken gemacht warum und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es sehr schlau eingefädelt ist, nämlich Menschen so zu konditionieren, dass nur noch dieses Medium zur Kommunikation benutzt wird.
    Wie dem auch sei, auch dem habe ich entsagen können, wenngleich schwer.

    Die iDingens waren mir zu kostenintensiv, konnte mein schmales schwesterliches Budget nicht bestreiten.
    Handy war mein erstes glaub ich ein Nokia, so lange benutzt bis die Tasten nicht mehr funzten, dann kam ein smartphone, es war die zweite Generation, auch das so lange benutzt bis nix mehr ging…..
    Nun hab ich zwar ein iSprech Dingens, aber ich benutze es auch nicht mehr als zuvor.
    Ich bevorzuge meine mails am Rechner zu lesen, und bevorzuge auch weiterhin ein gutes Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.
    Ein kindle hat mir mal meine irische sister zu Weihnachten geschenkt…..mittlerweile hat sich vielleicht jemand bei oxfam drüber gefreut, ich mochte nicht darauf lesen……

    Was ich mit all dem sagen möchte ist, dass WIR selbst entscheiden, wozu wir uns hinziehen lassen.
    Auch entscheiden wir wieviel wir es in unser Leben lassen wollen.

    und jetzt sortiere ich Papiere, die schon lange darauf warten geordnet zu werden……. 😀

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  4. Mandala sagt:

    @ Marietta: Wenn Du Dein iPhone mit iOS 10 aktualisierst, wirst Du ohne Dein Wissen Organspenderin 🙂 Schau mal hier:

    http://www.iphone-ticker.de/ios-10-platziert-organspendeausweis-im-iphone-98753/

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  5. Marietta sagt:

    jepp, hab ich vor einigen Wochen auf VK von gehört und es sofort rausgenommen, Sauerei ist sowas, eine riesengrosse Sauerei……

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  6. „ios10 platziert Organspendeauweis im iphone“ u.ä.
    Na ja.
    Wenn Leute freiwillig ihre Gehirne dem Monster überlassen, müssen sie sich nicht wundern, wenn es dann auch nach deren Organen lechzt.

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  7. Bettina sagt:

    Ich hab auch die Info von einem befreundeten Informatiker, also dieses ganze Überwachungsszenario, dieses, dass wir abgehört werden und dass ich doch lieber nur das, was ich selbst verantworten kann mit der neuen Technologie überhaupt mache.
    Es war aber Anfang der Neunziger, noch bevor der Uffkotte sein Buch über den BND herausgebracht hat, lange vor der NSA-Affaire.
    Dadurch waren für mich diese Enthüllungen der Neuzeit auch keine Neuheit.

    Mein letztes Handy ist schon Jahre her, zum Glück will ich heute sagen, es hat mir alles, nur keine Freiheit gegeben.
    Geschenkt gekriegt vom Ex und der hat es echt fertig gebracht, mich einmal beim Aldieinkauf dreimal anzurufen, beim Kaffe, dann beim Jogurt und dann beim Obst.
    Und nein, ich vermisse es keinen Tag!

    Ich liebe Bücher, schon immer, mein erstes Buch habe ich mit sechs gelesen, gelernt habe ich lesen schon vor dem Kindergarten von meinen Geschwistern, die schon in die Schule durften.

    Ab da hab ich jedes Buch verschlungen, das mir über den Weg gelaufen ist.
    Mit elf Jahren hab ich einen riesengroßen Umzugskarton voll mit Liebesromanen geschenkt bekommen.
    Es waren über 250 Hefte, vom Frauenarzt, bis zum Bergdoktor.

    Dann liebe ich gebrauchte gelesene Bücher, unter Anderem auch wegen dem Geruch, oft ist so viel drin, ein Fussel, über getrocknet Blüten oder getrockene Tränen.
    Ich spüre und liebe die Nähe von jenem, der dieses Buch auch schon gelesen hat.
    Ich nenne es heute Extase, ich glaube, dieses kann nur ein Antiquarianer nachempfinden, was ich da fühle, wenn ich ein altes Buch einatme.

    Bei einem Buchlesen braucht es nur ein Lesezeichen, ich kann stoppen wann ich will, es verändert sich nicht innerhalb kürzester Zeit, es wartet auf mich.
    Ja, das Buch wartet auf mich, es zeigt mir seinen Inhalt, so wie ich ihn verkraften kann und wenn es auch Jahre dauert.

    Ich hab da ein Exemplar, in diesem tauchen ganz viele Gestalten aus dem Blog von @Thom Ram auf. Gekauft habe ich es ca. 1996 und habe es immer noch nicht zu Ende gelesen.

    Aber spannend ist es immer wieder, niemals langweilig, einfach nur dazu da um den Inhalt zu verdauen.

    Es ist das Buch von Heinrich Böll “ Ein Gruppenbild mit Dame“!

    Lg Bettina

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  8. luckyhans sagt:

    @ Bettina:
    „Zuständigkeitshalber“ erlaube ich mir, meine Antwort auf Deinen wunderbaren Beitrag nebenan beim Thema Buch zu beantworten… 😉

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