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Arkaim, das russische Stonehenge

Initiativgeladenen Menschen ist es knapp gelungen, das Gebiet von Arkaim vor voreiligem Ueberfluten zu bewahren. Ein Lob auf die Leute in der russischen Regierung, welche Wissenschaft vor schnelle Nützlichkeit gestellt haben.

Man darf rätseln. Die Funde sind geeignet, die Phantasie anzuregen und das Denken in neue, immer noch ungewohnte Richtungen zu lenken.

thom ram, 27.05.2015

Hinweis.
Hier sind schlimme Fehler in der Formatierung, ich stelle den arg ramponierten Text bloss als Appetitanreger ein  😉
Wer den Text original und in guter Formatierung lesen will, klicke sich hier hin.
🙂

Fur viele Menschen gilt es heute als der mysterioseste Ort Rus- slands: Arkaim, das „russische Stonehenge“, wie man auch sagt. In den unendlichen Weiten der südrussischen Steppe unweit der Grenze zu Kasachstan gelegen, jahrtausendealt und noch kaum erforscht, ist Arkaim in der Tat ein Ort voller Geheimnisse.

Ein Ort, der nicht gefunden werden wollte
Und das betrifft schon seine Wieder- entdeckung in unserer Zeit. Arkaim wollte ganz offensichtlich nicht gefun- den werden. Insgesamt drei Mal musste die Stätte entdeckt werden, bis ihre Bedeutung erkannt wurde, und ge- rade dann – beim letzten Mal – wäre sie um ein Haar vernichtet worden. Im Jahre 1957 nahmen russische Militarkartographen erstmals die seltsame Gelandeformation aus Kreisen und Spiralformen wahr und zeichne- ten sie auf ihren Generalstabskarten ein, ohne dem Ort ansonsten großere Beachtung zu schenken. Zivilisten erfuhren von Arkaim erst rund zwölf Jahre spater, und erneut waren es Kartographen, die die Region erstmals uberfliegen durften und dabei zahlreiche Luftaufnahmen machten.

Sie wussten mit der Struktur ebenfalls nicht viel anzufangen, doch die seltsamen Formen im Gelande ließen sie vermuten, es handele sich um eine militarische Geheimanlage. Und da es fur Zivilisten in Russland damals nicht ganz ungefahrlich war, sich in so etwas einzumischen, ließen auch sie die Finger davon.

F

unserer Tage diesen Ort und seine Geheimnisse kennenlernten. 1987 waren zwei Gruppen von Wissen- schaftlern in der Gegend unterwegs. Sie hatten allerdings ganz unter- schiedliche Beweggründe. Ein Team von Geodäten und Ingenieuren hielt sich im Auftrag der Regierung in der Nähe von Arkaim auf. Man plante am nahegelegenen Fluss Bolschaja Karaganka den Bau eines großen Wasserkraftwerks, und zu diesem Zweck sollte die ganze Gegend geflutet werden, um einen riesigen künstlichen Stausee anzulegen. Die zweite Gruppe war eine Expedition von Archäologen, die nach Zeug- nissen vorgeschichtlicher Kulturen suchte. Doch sie hatten bislang nur wenig gefunden, zu wenig, um den Erkundungstrupp des Staudammprojekts davon zu uberzeugen, dass die Gegend erst archäologisch er- forscht werden müsse, bevor man daran gehen könnte, alles unter Wasser zu setzen.

Kultort oder Staudamm?

Nervtötende Kompetenzstreitig- keiten zwischen den Leitern der beiden Expeditionen führten dazu, dass die Spezialisten unter den Ar- chäologen sich nicht genügend um die Geländestrukturen kümmern konnten, und so waren es einige anwesende Studenten, denen die seltsamen Formen eher zufällig – nunmehr zum dritten Mal – auffie- len. Eines war klar: Die Kreis- und Spiralstrukturen waren nicht durch natürliche Erosion entstanden, son- dern das Werk einer vorzeitlichen Kultur. Bald fand man auch schon erste Überreste von Keramiken. Doch auch das reichte noch nicht, um das gewaltige Staudammprojekt zu stoppen, und so beharrten die Ingenieure darauf, die Macht Mos- kaus im Rücken, den Stausee an der geplanten Stelle anzulegen. Bald begann man mit den Ausschach- tungsarbeiten, wobei sogar weitere archäologische Funde zutage geför- dert wurden, und setzte dann auch schon erste Bereiche unter Wasser.

Fast scheint es, dass eine unsicht- bare Macht auf jeden Fall ver-hindern wollte, dass Menschen

Es war dem Direktor der Leningra-
der Eremitage und
Mitglied der Russischen
Akademie der Wissenschaften, Boris Piotrowski, zu verdanken, dass
Arkaim nicht fur immer
in der Versenkung verschwand. Ihm gelang es,
den Ministerrat der Russischen Föderation in Moskau davon zu über- zeugen, die Bauarbeiten vorerst zu stoppen, damit die Wissenschaftler ihre Arbeit tun konnten. Der Archäo- loge Gennadi Zdanovich, Leiter des Archäologischen Instituts der Univer- sitat Tscheljabinsk, begann in aller Eile eine Notgrabung, bei der nach und nach eine rund 20.000 m2 große Siedlung freigelegt wurde. 1991 wur- de die Region Arkaim dann endgültig unter Denkmalsschutz gestellt. Sie gilt heute als eine der wichtigsten archäologischen Fundstätten Rus- slands. Präsident Putin hat dem Ort im Mai 2005 höchstpersönlich einen Besuch abgestattet.

„Russlands Stonehenge“

Innerhalb von zwei kreisförmigen Schutzwällen fand man im Zentrum der Anlage zwei spiralförmige Ringe, die in einen zentralen Platz münde-ten. Entlang dieser Ringe wurden bis heute 30 vollkommen gleichartig er- richtete Häuser gefunden, jedes mit einer Grundfläche zwischen 110 und 180 m2 – eine Reihenhaussiedlung der Vorzeit aus Lehmziegeln, Erde und Holz. Vier Eingänge führten durch die zwei Schutzwälle in die Siedlung hinein, wobei der Haupteingang im Westen lag. Ein abgedeckter Kanal diente zur Entwässerung der Haupt- straße. Gennadi Zdanovich schätzte, dass in Arkaim während seiner Blü- tezeit etwa 1.500-2.000 Menschen wohnten.

N

de deuteten zunächst auf die Zeit der Andronowo-Kultur aus der mittleren Bronzezeit hin, etwa 2.000-1.700 v. Chr. Spätere Radiokarbondatierun- gen ergaben ein weit höheres Alter

Rekonstruierte prähistorische Wohnäuser in Arkaim

ter der Anlage, etwa 4.000-3.500 v. Chr., und manche For- scher vermuten, dass Arkaim sogar über 12.000 Jahre alt ist. Die Anlage war weit mehr als nur eine für die damalige Zeit stattliche Wohnsied-

lung. Archäoastronomen betonen, dass Arkaim auf einer ähnlichen geo- graphischen Breite liegt wie das briti- sche Stonehenge. „Ähnlich“ ist dabei relativ zu sehen. Stonehenge liegt auf 51 Grad nördlicher Breite, Arkaim auf 52,6 Grad, das ist fast 200 Kilometer weiter nördlich. Dennoch waren die Bedingungen für astronomische Be- obachtungen in beiden Anlagen ver- gleichbar. Forschungen russischer Astronomen ergaben, dass Arkaim sogar mehr und genauere astronomi- sche Beobachtungen gestattete als Stonehenge. Während in Stonehenge die Genauigkeit bei etwa zehn Bo- genminuten lag, soll es in Arkaim nur Beobachtungsfehler bis zu einer Bogenminute gegeben haben. Eine derartige Präzision wurde erst Jahr- tausende später zur Zeit des griechi- schen Gelehrten Ptolemäus wieder erreicht. Die Forschungsergebnisse sind allerdings noch umstritten.

Niemand weiß bis heute genau, wer Arkaim erbaut und be-

wohnt hat. Erste Keramikfun-

Stärkste Anomaliezone in Russland

Inzwischen ist Arkaim zu einem Mek- ka für alle Freunde des Paranormalen geworden. Über der Anlage wurden schon oft Lichterscheinungen beob- achtet. Ist Arkaim ein gewaltiger Ort der Kraft? Durchaus möglich, denn die geophysikalischen Gegebenheiten in der ganzen Region begünstigen al- lerlei seltsame physikalische Effekte. Nicht umsonst liegt die Stadt Magni- togorsk nur rund 150 Kilometer ent- fernt, in deren Nähe sich gewaltige Ei- senerzvorkommen befifinden, die auch auf die elektromagnetisch-atmo- sphärischen Bedingungen in Arkaim Einflfluss haben. Plötzliche Tempera-

turschwankungen, Ma- gnetfeldstörungen und Funktionsausfälle bei elektronischen Geräten sind an der Tagesord- nung. Arkaim gilt als stärkste Anomaliezonein Russland.

Doch nicht alles, was in Arkaim Geheimnisvol-les geschieht, lässt sich mit Geo- physik erklären. Für die einheimische Bevölkerung ist es ein heiliger Ort. Menschen berichten, dass sie dort spontan in veränderte Bewusstseins- zustände eintreten. Einige bezeichnen den Ort als heilkräftig, andere dage- gen geraten in Panikattacken. Auch Halluzinationen sind keine Seltenheit. Besonders häufifig wird über Verände- rungen im Zeitempfifinden berichtet, das sich deutlich zu verlangsamen scheint. Zu bestimmten Zeiten soll es sogar gefährlich sein, die Anlage allein bei Nacht zu besuchen. Ins- besondere in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni, also einen Tag nach der Sommersonnenwende, soll es bereits öfter zu Unfällen gekommen sein.

Die seltsame Form der Anlage mit ihren Kreis- und Spiral- strukturen lässt vermuten, dass die Kräfte, die in Arkaim am Werke sind, den Erbauern bekannt waren, und dass sie sie für ihre Zwecke zu nutzen verstanden, was immer das auch gewesen sein mag. Die Anlage ist irgendwann vor Jahr- tausenden niedergebrannt und auf- gegeben worden, das haben die Aus- grabungen ergeben. War dies eine Notwendigkeit gewesen, weil man der Kräfte nicht mehr Herr wurde? Sind die zahlreichen Hindernisse bei der Wiederentdeckung des uralten Kraftortes nicht nur Zufälle gewe- sen? Das Ganze erinnert ein wenig an das unsichtbare „Elfenvolk“ in Island, das angeblich in der Lage sein soll, Baumaßnahmen in der Nähe seiner Wohnorte zu behindern. Steckte auch hier in der russischen Steppe hinter den Ereignissen von 1987 ein intelli- genter Plan, von wem auch immer? Oder haben die Bewohner der Anla- ge, bevor sie sie für immer verließen, eine Schutzsperre hinterlassen, da- mit kein Unberufener Arkaim wieder freilegt, bevor die Menschheit nicht reif dafür ist? ■

 


1 Kommentar

  1. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    Typisch westlich egozentriert:
    NEIN, Arkaim ist NICHT das russische Stonehenge – Arkaim ist Arkaim!

    Wer sich sachlich und ohne Sensationsgehasche über das Thema informieren will, der lese bitte hier nach:
    in deutsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Arkaim
    oder: http://www.welt.de/wissenschaft/article5861383/Arkaim-Die-raetselhafte-Spiralstadt-im-Ural.html
    oder: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/nach-arkaim–zu-den-ruinen-einer-4000-jahre-alten-stadt-in-suedrussland–pilgern-sinnsuchende-aus-aller-welt-staunen-in-der-steppe,10810590,10751690.html

    Und wer die russische Sprache beherrscht oder Fotos und Videos sucht, bitte hier:
    https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D1%80%D0%BA%D0%B0%D0%B8%D0%BC
    oder hier: http://www.arkaim-center.ru/ oder ausführlicher hier: http://www.dazzle.ru/spec/arkaim.shtml
    oder hier: http://nashural.ru/Mesta/arkaim.htm (Fotos) oder hier: http://www.culture.ru/institutes/10132 (Videos, Fotos)
    Das alles sind nur die „offiziellen Seiten“ – es gibt noch haufenweise „inoffizielle“… 😉

    Macht euch bitte selbst ein Bild anhand der genannten Quellen.

    Dann wird auch verständlich, warum ich mich so „kritisch“ über den obigen Artikel äußere: weil da, wie fast immer bei Forsar/Bludorf, einfach Sensatiönchen „an stillen Orten“ produziert werden – da geht es nicht um seriöse Darstellung von interessanten Fakten, sondern um Drum-herum-Geschreibe, um Leser anzulocken, damit deren viele (meist genauso oberflächliche) Bücher verkauft werden.
    Vielleicht genügt ein Fakt von der o.g. russ. Wiki-Seite als Illustration:
    Die archäologische Untersuchung 1987 wurde ausschließlich DESHALB angesetzt, WEIL der Bau des Staudammes für die Wasserversorgung der dortigen Landwirtschaft geplant wurde. Sonst wäre das Gebiet wohl bis heute nicht untersucht worden…

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