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Nationale Befreiungs-Bewegung

Wer solche Überschrift liest, der denkt gewiß zuerst an die FNL in Vietnam oder ähnliche Kampforganisationen. Bitte nicht enttäuscht sein – wir werden jetzt hier über Rußland reden.
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Wir hatten vor einiger Zeit schon darauf hingewiesen, daß die russische Zentralbank (RZB)  genauso eine (vom russischen Staat) „unabhängige“ Zentralbank ist wie alle aus dem Rothschild-Rockefeller-Imperium – wir hatten das entsprechende Zentralbankgesetz einer diesbezüglichen Analyse unterzogen.
Anlaß war der volkswirtschaftlich völlig unmotivierte Schritt der RZB, gleichzeitig mit den westlichen Sanktionen (vor allem dem Kreditembargo, das westliche Banken seitdem gegen die meisten russischen Banken praktizieren), dem zielgerichtet gedrückten Erdöl-Weltmarktpreis und dem dementsprechend abstürzenden Rubel den Leitzins von vorher schon utopischen 10,5% auf 16% anzuheben.

Denn die einzige „Wirkung“ auf die russische Wirtschaft ist verständlicherweise ein Abwürgen jeglicher Investitionen, die aber dringend zur Erneuerung des Maschinenparks in vielen Industriebereichen benötigt werden.

Da bereits mit den 10,5% Leitzins die russischen Banken schon seit längerem keine Rubel-Kredite mehr an russische Unternehmen und Bürger ausreichen konnten, weil die Refinanzierung solcher Wucherzinsen völlig utopisch ist, waren fast alle Kredite auf Dollarbasis direkt aus dem Ausland zu den dort üblichen Mini-Zinsen an die russischen Banken gegangen, und diese hatten das Geld dann an die russische Kundschaft – als Fremdwährungskredit zu erträglichen Zinsen – „weitergereicht“.
Soweit zur Vorgeschichte.

Mit dem (von den „internationalen Finanzmärkten“, d.h. von Rothschild, Rockefeller &Co.) provozierten Absturz des Rubels und dem Kreditembargo entstand folgende Lage für die russischen Banken und deren Kreditkunden: die monatlichen Kredit-Abzahlungsraten in Rubel erreichten schwindelnde Höhen – weder Privatkunden noch Unternehmen waren nun in der Lage, ihren vorher so „billig“ aufgenommenen Kredit zu bedienen.
Und die russischen Banken konnten wegen des Embargos nicht mit neuen Dollar-Krediten zwischenfinanzieren.

Die westlichen Gläubiger-Banken begannen nun, mehr oder weniger „offiziell“ tätige Inkasso-Unternehmen den russischen Kreditkunden auf den Hals zu schicken.

Hier wird also seitdem zielgerichtet daran gearbeitet, die russischen Menschen und Unternehmerkreise gegen die russische Regierung, die von den westlichen Medien parallel auf allen russischen Kanälen (die ja allesamt privat und damit über verschiedene Oligarchen oder Strohmänner in den Händen der 6 internationlen Medienkonzerne sind) für die Rubelschwäche verantwortlich gemacht wird, aufzubringen und einen „russischen Majdan“ zu organisieren.

Der Auftrags-Mord an dem nicht mehr besonders bedeutenden Oppositionellen Boris Njemzow war ein weiterer Schritt, den Konflikt anzuheizen. Zur Trauerkundgebung für BJN, die von den russischen Medien massiv „beworben“ worden war, kamen nach Angaben der Organisatoren fast 500 Tausend Menschen zusammen.
Auch die westlichen Medien waren live dabei und berichteten darüber.

Nun hatten wir aber schon gesehen, daß die Wirkung der Zwangsmaßnahmen gegen Rußland nicht wie erwartet eintrifft – im Gegenteil: die Menschen schließen sich wieder enger zusammen und der russische Nationalstolz erwacht wieder.

DIe russischen Kreditkunden berufen sich immer mehr auf „Höhere Gewalt“, die ja in allen Kreditverträgen ausgeschlossen wird – zu „Force majeur“ gehören auch staatliche Zwangsmaßnahmen, wie Sanktionen – und verlangen gerichtlich, die Kredite solange auszusetzen, wie diese Sanktionen wirksam sind.

Und die „Nationale Befreiungs-Bewegung“ unter Leitung des Duma-Abgeordneten Jewgenij Fjodorow, die seit Jahren umsichtig über die Zentralbank-Problematik aufklärt und sich für die Wiederherstellung der russischen Souveränität einsetzt, hatte am 18. März in Moskau ein Allrussisches Meeting zum ersten Jahrestag der Wiedervereinigung (hier stimmt der Begriff!) der Krim und Sewastopols mit der Russischen Föderation organisiert, mit Gesang und Tanz.
Diese Veranstaltung wurde, im Gegensatz zum Njemzow-Trauermarsch, von den russischen Medien komplett ignoriert – keine einzige Nachrichtensendung rief zur Teilnahme auf!

Dennoch waren am 18. März etwa 110.000 Menschen in Moskau auf der Straße, um ihre Verbundenheit mit ihrem Land zu demonstrieren und den ersten Jahrestag der Krim-Rückkehr zu feiern – ein tolles Ergebnis und eine Bestätigung für die alternativen Medien.
Haben wir davon in „unseren“ Lügenmedien auch nur ein einziges Wort gehört?

Wurde uns berichtet, daß Präsident Putin auf dieser Veranstaltung mit einer kurzen, aber emotionalen Rede, die zweimal von Beifall unterbrochen wurde, aufgetreten ist?
Tagelang waren wir doch ständig mit hinterhältigen pseudo-„besorgten“ Nachrichten versorgt worden, wo denn Putin geblieben sei – hier war er – und?

Hier Putins Rede auf russisch – als Amateuraufnahme ab Minute 8:
https://www.youtube.com/watch?v=GgFcdsvL_tg
Oder hier das „offizielle“ Video: http://news.kremlin.ru/video/2841
Und hier der Wortlaut seiner Rede: http://news.kremlin.ru/news/47878

Es sei gestattet, hier nur einige Sätze daraus zu übersetzen:

„Teure Freunde! Wir in Rußland waren stets der Meinung, daß Russen und Ukrainer ein Volk sind. Ich denke auch jetzt so. Natürlich, extremer Nationalismus ist immer schädlich und gefährlich. Ich bin überzeugt, daß das ukrainische Volk noch eine würdige und objektive Bewertung der Tätigkeit derer geben wird, die das Land zu einem solchen Zustand geführt haben, in dem es sich heute befindet.

Wir werden von unserer Seite alles tun, was von uns abhängt, damit die Ukraine diesen komplizierten Zeitraum ihrer Entwicklung so schnell wie möglich durchläuft, und alles dafür, normale zwischenstaatliche Beziehungen wiederherzustellen.

Aber wir selbst, wir selbst werden vorangehen, wir werden unsere Staatlichkeit festigen, unser Land festigen. Wir werden die Schwierigkeiten überwinden, die wir zusammen uns so leicht für uns selbst im Verlaufe der ganzen letzten Zeit schaffen.

Und natürlich werden wir überwinden, und überwinden schon alle Probleme und Schwierigkeiten, welche man uns von außen hereinwirft. Das ist überhaupt eine nutzlose Beschäftigung in Bezug auf Rußland.

Dank euch für die Unterstützung! Es lebe Rußland!

Eine kleine Nachbemerkung sei noch gestattet. Vor einigen Tagen wurde der Gouverneur der Wirtschaftszone Sachalin an seinem Arbeitsplatz verhaftet und sofort ins Flugzeug gesetzt und nach Moskau ausgeflogen, wo er einem Haftrichter vorgeführt wurde. Er war bereits seit einigen Jahren durch extreme Repräsentationsausgaben aufgefallen – das wäre aber nur eine Ordnungswidrigkeit gewesen – nun lautet der Vorwurf auf Bestechung/Vorteilsnahme – es stand eine Summe von 5 Mio USD im Raum.
Politische Beobachter sehen in diesem Vorgang den Beginn einer Klärung staatlicher Strukturen, wo jeder Funktionsträger darauf antworten muß: „bist Du mit uns, für ein souveränes Rußland, oder mit den anderen?“ und meinen, daß diese Frage jetzt nicht nur im Staatsapparat, sondern zunehmend auch im Bereich des „Business“, wie das in Rußland heißt, also der Wirtschaft und des Unternehmertums, gestellt werden wird.

Es bleibt interessant dort – auch wenn wir nur wenig davon erfahren…

Luckyhans, 20.3.2015


2 Kommentare

  1. Avatar von Sundance Sundance sagt:

    Hallo wann genau sind die 99 Jahre um? Wann hat Stalin das Geld bekommen?
    Hat das was mit dem Rakowski Protokoll zu tun?
    Die Eisenbahnwagons die von Östrreich durch Deutschland über Schweden , nach Russland geschmuggelt wurden.

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  2. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ sundance:

    Das Geld der Rothschilds (im späteren Tausch gegen die Goldschätze des Zaren) hat wahrscheinlich schon der Herr Uljanow bekommen – bekannt ist ja die interessante Doku mit dem Herrn Parvus als Geldübermittler:
    https://www.youtube.com/watch?v=A0ZV3jfNhnU
    oder auch nochmal ganz reißerisch:

    In beiden Dokus sicher zu kurz gesprungen ist, die Zuwendungen allein dem Deutschen Reich zuzuschreiben – aber da darf jeder, der sich mit der internationalen Finanzoligarchie auseinandergesetzt hat, selbst weiterdenken.
    Wir können also davon ausgehen, daß der 99-Jahre-Vertrag spätestens 1917, wahrscheinlich aber eher, während des Schweiz-Aufenthaltes von Lenin abgeschlossen wurde, also 1916.
    Damit wäre in diesem Jahr finito…

    Und es ergibt sich eine weitere sinnvolle Erklärung für die gegenwärtigen Ereignisse rund um Rußland… das Mosaik wird deutlicher.

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