bumi bahagia / Glückliche Erde

Nein, es soll hier weder um Grautöne noch um Bier-Arten gehen 😉

Wir wollen uns heut tatsächlich den dialektischen Gegensätzen widmen – hell-dunkel, heiß-kalt etc. – ohne die unsere Welt sehr eintönig wäre.
Findet zumindest euer Lucky. 😉

Interessant dabei ist doch, daß bei diesen Gegensätzen alles sehr subjektiv erscheint: was für den einen heiß ist, mag für die andere (oder auch denselben zu einer anderen Zeit oder an anderem Ort) grad mal warm erscheinen – oder gar nur lau?

Subjektive Gegensätze? Na sowas…

Sehr kennzeichnend auch, daß die heutige Wissenschaft („objektiv„) diese Gegensätze stets in eine einheitliche Erscheinung „einordnet“ – in diesem Falle also „Temperatur“ – so daß es kein heiß oder kalt gibt, sondern nur Zahlenangaben und eine Bezugsgröße, die sog. Maßeinheit – eine reine Definitionssache.

Oder nehmen wir „hell-dunkel“ – also das Licht und seine Intensität: da kennt die Wissenschaft nur eine Skala von Null bis unendlich, d.h. von „kein Licht“ bis „jede Menge Licht“ – also keinen „Minus-Bereich“ – Dunkelheit läßt sich (noch?) nicht messen.

Aber bei der Temperatur hatten wir doch „Plus“ und Minus“? Vielleicht sind die „Minus“- und „Plus“-Temperaturen Gegensätze?

Ach nein, richtig: ist ja reine Definitionssache – natürlich geht auch die Temperatur von Null bis unendlich – man muß sie halt nur in „Kelvin“ messen – denn auch da gibt es (nach heutigem Wissensstand?) einen „absoluten Nullpunkt“ – wie überall…

„Objektiviert“ gibt es also keine Gegensätze?
Tatsächlich?

Vielleicht weil da theoretische Betrachtungen an die Stelle real beobachtbarer Vorgänge treten? 😉 Aber lassen wir die arme geplagte Wissenschaft in Ruhe …

(Geht das überhaupt? ich meine daß etwas in Ruhe ist? eigentlich ist doch, spätestens seit Heraklit, alles in Bewegung – panta rhei …) 😉

.

An dieser Stelle ist es sinnvoll, auf die korrekte Unterscheidung hinzuweisen: es gibt einmal den physikalischen Begriff Licht und die philosophische Kategorie LICHT.

Physikalisch ist Licht eine elektro-magnetische Schwingung, die (falls die Schwingung eine gleichmäßige ist) qualitativ durch die Anzahl der Schwingungsvorgänge pro Zeiteinheit (meist pro Sekunde, d.h. in „Hertz“), auch „Frequenz“ genannt, (oder diese geteilt durch die Lichtgeschwindigkeit, und davon der Kehrwert ergibt die „Wellenlänge“, d.h. die Länge einer Schwingung) und quantitativ durch die Stärke der Schwingung (die „Höhe des Wellenberges“), Amplitude genannt – gekennzeichnet ist.

Nun wissen wir, daß uns von dem (zumindest theoretisch) unbegrenzten Spektrum (das ist die Summe aller möglichen Frequenzen, oder auch Wellenlängen) nur ein ganz bestimmter Teil meßtechnisch zugänglich ist, also für uns real existiert.
Mit anderen Worten: wenn die Wellenlänge zu kurz oder zu lang ist für unsere Meßgeräte, dann mögen diese Schwingungen existieren, wir können sie aber nicht nachweisen.

Sind sie dann für uns real? Nach der Schulwissenschaft bleiben sie ein Postulat…

Und von diesem meßbaren Bereich ist wiederum nur ein ganz kleiner Ausschnitt – nur eine Oktave, etwa von 360 bis 720 Nanometer Wellenlänge – für unser Auge, sowie ein weiteres Stück im infraroten Bereich oberhalb von 720 nm für unsere Haut (ohne Unterscheidung der Wellenlänge, d.h. „nur“ als Wärme) überhaupt wahrnehmbar.

Wenn der „Alltagsmensch“ also von Licht spricht, dann meint er meistens den schmalen Bereich an Schwingungen, der unserem Auge direkt beobachtbar zugänglich ist.

Wobei bekanntlich das „gesehene“ Bild nicht im Auge, sondern im sog. Sehzentrum im Gehirn „entsteht“ – und auch nur dann, wenn dies entsprechend „erlernt“ wurde.

Interessant dabei übrigens, daß in diesem extrem eingeschränkten Frequenzbereich das menschliche Auge eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit aufweist.

Bei Dunkelheit ist das adaptierte Auge ist in der Lage, einzelne Photonen (Lichtportionen) wahrzunehmen, während es selbst bei starker Lichteinstrahlung nicht allzu große Helligkeitsunterschiede durchaus noch bemerkt.

Aber das nur nebenbei.

Damit ergibt sich also nach Begriffsklärung:

Wenn wir von Licht sprechen, dann sollte sinnvollerweise unterschieden werden zwischen dem (vom Menschen) sichtbaren Licht – wobei viele Tiere auch in einem anderen Frequenzbereich „sehen“ -, dann dem physikalischen Licht – als Gesamtheit aller meßbaren elektro-magnetischen Schwingungen – und der philosophischen Kategorie LICHT.

Genauso wären die jeweiligen Gegensätze zu definieren: zum sichtbaren Licht wäre das das „Schwarz“, zum physikalischen Licht – das „Dunkel“ und zum LICHT – die „Finsternis“.

Überlegen wir weiter.

Jetzt merken wir, daß Licht und Schatten gar keine Gegensätze sind.

Schatten sind die Folge von Licht, wenn diesem etwas entgegengesetzt wird.

Und damit löst sich auch der bekannte Wider-Spruch „Wo Licht ist, ist auch Schatten“ in eine Bedingtheit auf: durch die nur nicht ausgesprochene, aber stets erforderliche Ergänzung „sobald dem Licht etwas entgegentritt“. Und dieses ETWAS ist eben nicht die Dunkelheit…

Weiter.

Dunkelheit ist nie vollständig. Für das sichtbare Licht schon („schwarz“), aber das ist ja auch nur ein sehr kleiner Ausschnitt.

Den Beweis dafür liefert uns (ungewollt?) die heutige Physik mit ihrem Begriff „schwarzer Strahler“ – die Wissenschaft hat also, wie es scheint, sogar keinerlei „Schwierigkeiten“ mit einem „Widerspruch in sich“ (zumindest für den „Alltagsmenschen“), der als wichtige Bezugsgröße definiert ist… 😉

Das physikalische Licht ist heutzutage, zumindest in dem uns real zugänglichen Bereich rund um die Erdoberfläche (minus 12 km, plus 500 km), nie vollständig abschirmbar, da immer irgendwelche magnetische oder andere Schwingungskomponenten durch jegliche Anordnungen und Vorrichtungen hindurchdringen – und wenn es die sog. „Neutrinos“ sind (denn das sind auch nur Schwingungen – siehe die 4 Teile „Teilchen-Mythos“ hier auf bb).

Wir sind daher momentan nicht in der Lage, das Gegenstück zum physikalischen Licht praktisch darzustellen – DUNKELHEIT ist also vorerst ein theoretisches Postulat, da weder real darstellbar noch meßbar.

.

Zurück zu unseren Gegensätzen – sie scheinen nicht immer ganz gleichwertig zu sein – vor allem unser „Hell-dunkel“.

Denn was bedeutet der Satz: „Es werde LICHT.“ ?

Das soll ja der Beginn der Schöpfung gewesen sein. Daraus ergibt sich: damit überhaupt etwas materielles IST, muß zuerst LICHT her.

LICHT ist also in der Materie vorrangig – wenn vielleicht auch nicht primär – denn „vorher“ war ja „das Chaos“.

Wenn aber LICHT von Natur aus das materiell „stärkere“ ist: wie „reagiert“ da die Gegenseite? Richtig – mit „Extremismus“ – nicht Dunkelheit, sondern Finsternis. 😉

Und das führt uns zu der spannenden Frage: gibt es zum LICHT überhaupt das wahre Gegenstück – die „perfekte Finsternis“?

Oder war das „Chaos“ nur ein „einmaliger“ Zustand, der nie wiederkehrt?

(Fortsetzung folgt) – bis dahin darf jede/r selbst grübeln… 😉


12 Kommentare

  1. heureka47 sagt:

    >>Oder war das “Chaos” nur ein “einmaliger” Zustand, der nie wiederkehrt?<<:

    In Gottes Universum gibt's kein Chaos. Da herrscht Ordnung, Gesetze.
    Die unruhige Oberfläche eines Gewässers ist genau genommen auch kein "Chaos", sondern der Ausdruck mehrerer Einflüsse: Strömung, Untergrund, Wind, usw.

    Chaos kann genau genommen nur VERMEINTLICHES Chaos sein, und zwar im unreifen, noch nicht weisen, noch nicht die Wahrheit / Wirklichkeit erkennenden, menschlichen Bewußtsein! Im "Ego" / "Niederen Selbst".
    Das "Niedere Selbst" kann die volle Wirklichkeit, die universellen / geistigen Gesetze, noch nicht erkennen.
    Das trifft natürlicherweise für Kinder zu und für die von der Kollektiven Zivilisations-Neurose beeinträchtigten – nicht wahrhaft erwachsenen – Menschen.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer

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  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.

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  3. Ohnweg sagt:

    Einige Gedankengänge von mir:
    Wer sagt denn, oder besser beweist, dass die Welt von Gott erschaffen wurde? Für mich ist die Welt einfach da. Und Gott wirkt nur in allem. Und als ewige Helfer oder Ausführende wirken die Götter. (Bitte nicht mit Märchensagen verwechseln, auch wenn sie als Lehrbeispiele herangezogen werden können). Und auch wir als schöpferische Wesen sind im diesem Sinne Götter. So wie alles Schöpferische. Das Problem ist nur, dass die Hierarchie der Götter eine Hühnerleiter ist. Desto weiter man unten ist, desto beschissener wird der Laufsteg. Es gibt also für mich eine himmlische Hierarchie. Und deshalb können wir dieses Prinzip auf Erden nicht so einfach beiseite schieben. Dieses Prinzip wird immer gefühlt werden. Und natürlich auch zwangsweise im menschlichen Zusammensein ausgeführt werden. Von wem ist eine andere Frage die in das Politische übergreift und hier nicht das Thema ist.

    Gibt es überhaupt Polaritäten? Oder gibt es nur den Ursprung von dem sich alles entfernt und verzweigt um sich dann wieder zusammenzufinden usw. (Bewegung und nicht Stillstand ist das Leben).
    Hier zum Beispiel Licht und Dunkelheit.
    Ist die Dunkelheit nur die Entfernung vom Licht und hat keine eigene Dimension? Dies ist nicht nur eine physikalische sondern auch philosophische Frage.
    Gut und Böse:
    Ist das Böse nur die Entfernung vom Guten und hat keine eigene Dimension. Wir haben also hier keine Teilung sondern nur eine lineare Entfernung. Erkennen wir, wenn man meinem Gedankengang weiterverfolgt, hier nicht die erste absichtliche geistige Trennung die im menschlichen Miteinander stattfand? Die Urtrennung zwischen Gut und Böse die ja eigentlich gar keine Trennung ist. Dass der Rückweg zum Guten hin jederzeit gegeben ist. Eben ganz einfach „Zurück zum Guten“. Und mehr braucht es doch nicht! Natürlich ist das auch auf grössere Ordnungen zutreffend. Allerdings, wenn ein ganzes Volk sich dem Bösen zuwendet und es anbetet wird es für den darunter Leidenden schwierig sich herauszuhalten. Aber es geht. Und daran basteln wir ja alle.
    Heiss und Kalt:
    Kälte als Pol existiert nicht! Kälte ist nur die Entfernung vom Energiezentrum usw.
    Unter dieser Perspektive wird man einige neue Erkenntnisse bekommen wenn man ein bildliches Vorstellungsvermögen besitzt. So manche Philosophie dürfte in das Schwanken kommen. So manche Religion dürfte seine Pfründe davonschwimmen sehen.

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  4. luckyhans sagt:

    @ Ow:
    Sehr interessante Gedanken – sehr überlegenswert!
    Keine Gegensätze, keine Polaritäten…
    Allerdings zweifle ich jegliche Linearität im Kosmos an – es gibt praktisch keine gerade Linie in der Natur, alles ist irgendwie rund oder elliptisch oder verwirbelt und „hyperbelt“ – warum soll nun gerade die Zeit oder auch nur irgendetwas anderes „linear“ sein?
    Vielleicht ist gerade DIES der Schlüssel zu einem Verständnis der „Skalen“ von „kalt“ bis „heiß“, von „böse“ bis „herzensgut“?
    Daß im einen Bereich die Veränderung langsam vor sich geht, während sie im anderen eine stärkere Dynamik bekommt?
    Mr weeß es nich… 😉

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  5. luckyhans sagt:

    @ Dude:
    Danke – ich vergaß, beim Abschnitt LICHT auf diesen Beitrag bei Dir zu verlinken. 😉
    Kann leicht als „Fortsetzung“ der Überlegungen gelten…

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  6. Ohnweg sagt:

    @Lucky

    Mit linearer Entfernung habe ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Ich wollte skizzieren, vereinfachen. Nun, wir Belesenen wissen, dass es keine gerade Linien gibt, wenn sie auch auf einem DIN A 4 Blatt kerzengerade aussehen. In manchem ist die Schulphysik schon brauchbar.

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  7. Ohnweg sagt:

    Im Übrigen meinen Nicknamen anklicken. Da kommen auch gute Anregungen zu Gut und Böse. Es ist mein neuer Blog auf WordPress, damit ich Rebloggen kann. Es gibt immer mehr Material zu gut und böse und zur Freiheit und der Verarschung usw.
    Oder Eigenwerbung gefällig ohne dass ich am Absahnen Interesse habe: „Auswege zur Freiheit“, http://auswegfrei.wordpress.com

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  8. heureka47 sagt:

    @ Ohnweg

    Meine Anerkennung für deine Ausführungen!

    Aber:

    „Das Problem ist nur, dass die Hierarchie der Götter eine Hühnerleiter ist.
    Desto weiter man unten ist, desto beschissener wird der Laufsteg.
    Es gibt also für mich eine himmlische Hierarchie.
    Und deshalb können wir dieses Prinzip auf Erden nicht so einfach beiseite schieben.
    Dieses Prinzip wird immer gefühlt werden. Und natürlich auch zwangsweise im menschlichen Zusammensein ausgeführt werden. „:

    Meine Sichtweise sieht keine „Hühnerleiter“, sondern alle Teile des gesamten göttlichen Seins sind GLEICH und FREI.
    Alle Menschen sind göttliche Seelen und unterliegen dem höchsten Gesetz des Seins / Universums und bestehen aus „universeller Energie“, deren verschiedene Aspekte wir aus menschlicher Sicht z.B. Liebe, Frieden, Freude, Heilkraft, Lebens-Energie und/oder anders nennen.

    Auch als Kinder sind wir schon diese Energie, aber wir sind uns dessen noch nicht bewußt UND vor allem haben wir noch keine regelhafte Kontrolle darüber – die erlangen wir erst durch den Aufstieg zur höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene, zum „Höheren / wahren Selbst“, der üblicherweise in der (Anfangsphase der) Pubertät durchgeführt wird – wovon aber die zivilisierte Gesellschaft entfremdet ist und das kaum jemand macht.

    Die „Hühnerleiter“ existiert nur für diejenigen Menschen, die auf der unteren Bewußtseinsebene verbleiben, was in der zivilisierten Gesellschaft durch die „Krankheit der Gesellschaft“, die „Kollektive Zivilisations-Neurose“, wie ich sie nenne, bewirkt wird. Diese Krankheit ist aber in jedem Einzelfall grundlegend heilbar. Jeder Neurotiker hat das unverlierbare Potenzial, seine Neurose / Angst zu überwinden und zur höheren Ebene aufzusteigen. Das habe ich selbst so getan und ich kenne weitere Menschen, die es auch getan haben.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  9. thomram sagt:

    @ Ohnweg

    …find ich gut, wenn du wieder einen Blog machst. Du trägst Sichtweisen auf deine Art zusammen. Wenn das einer mit deiner Lebenserfahrung und mit deinem Lebensgestaltungswillen tut, ist das zu begrüssen.
    Los von Rom.
    🙂

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  10. Ohnweg sagt:

    @thomram

    Danke Tom, „los von Rom“!

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  11. Ohnweg sagt:

    @heureka47

    Ich muss Dir recht geben. Reinigen wir also die Hühnerleiter.

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