bumi bahagia / Glückliche Erde

Luckys Frühgedanken (2) – Eltern und Kinder

Wir sind die Kinder unserer Eltern – das scheint einfach und klar zu sein. Obwohl dies sich nicht nur auf das Biologische bezieht. Auch ein „nicht-biologischer“ Vater kann seinem Kind ein guter Vater sein und ihm sehr viel geben.

Dabei darf bezweifelt werden, daß sich alle Menschen darüber im Klaren sind, wieviel und wie tiefgreifend wir von unseren Eltern alles übernehmen.
Denn unsere Eltern sind die einzigen, welche zwischen uns und Gott eine berechtigte Position einnehmen (kein Pope oder Guru hat da etwas zu suchen). Und sie prägen uns viel stärker als wir meinen.

Wir bleiben die Kinder unserer Eltern – zeitlebens. Unsere Mutter wird uns bis ins hohe Alter mit „mein/e Kleine/r“ anreden, auch wenn wir ihr längst – und nicht nur körperlich – weit über den Kopf gewachsen sind.
Und wir werden immer ein Gefühl der Geborgenheit empfinden, wenn wir in ihrer Nähe sind.

Und wir sind und bleiben die Enkel unserer Großeltern – auch wenn wir mit diesen vielleicht nicht allzuviel Kontakt hatten – nicht zuletzt haben genau sie unsere Eltern maßgeblich „geprägt“.
Selbiges trifft auch auf unsere entfernteren Vorfahren zu.

Und da unsere Eltern, Großeltern und ggf. Urgroßeltern in den sog. beiden Weltkriegen mit diversen schweren Traumata belastet worden sind, wäre es sehr verwunderlich, wenn wir und unsere DNS da ohne jegliche Folgen herausgekommen wären.
Hinzu kommt der intensive Umerziehungsprozeß (“re-education”), dem unsere Eltern (und später auch wir) in den vergangenen 70 Jahren hier im gesamten deutschsprachigen Raum unterzogen wurden.

Somit ist ein gerüttelt Maß an Verhaltensweisen, welche unsere lieben Mitmenschen heutzutage (zum Teil zu unser aller Verwunderung) an den Tag legen, zu weiten Teilen ein Ergebnis dieser (und anderer) Entwicklungen und Einwirkungen auf Seiten unserer nächstgelegenen Ahnen.
Und damit tatsächlich nur wenig verwunderlich.

 

Wer sich auf die Gnade einer relativ unbelasteten Geburt beziehen kann, der sei darüber froh und glücklich, aber bitte kreide er den Menschen um sich herum nicht deren “Fehler und Schwächen” an – sie können teilweise nicht viel dafür, denn viele schleppen nicht nur das eigene Karma mit sich herun, sondern auch noch vielfältige Einflüsse ihrer Ahnen.

Natürlich muß niemand ein „Sklave“ bleiben, der sich als solcher hier in der Gegenwart „etabliert“ hat – denn jeder kann sich davon frei machen, indem er sich von der Ursache „entprogrammiert“.

Und das kann jeder nur selber tun. Das nimmt ihm niemand ab. Kein Gott, kein Jesus, kein Heiliger Geist. Keine Religion oder Philosophie. Kein Krishna, Guru oder sonst Jemand. Niemand außer einem selber.

Dazu müssen die Menschen befähigt werden – zumindest sind Hilfestellungen wünschenswert und zulässig.

Nicht „die Hunde zum Jagen tragen“, aber jeden, der es einem wert ist, liebevoll an der Hand nehmen und ihm das Ziel zeigen, zu dem es sich zu streben lohnt – in seiner ganzen Schönheit und Vollkommenheit.

Dorthin gehen muß er schon selbst – deshalb müssen wir ihn auch wieder „loslassen“, damit er allein, mit eigener Kraft seinen Weg finde – und scheine uns dieser noch so verschlungen und nicht gleich verständlich oder nachvollziehbar.

Jeder darf seine eigene Art und Weise der Hilfestellung praktizieren – stets in gegenseitiger Achtung und ohne Bevormundung. Wobei dies stets ein wechselseitiger Prozeß ist, denn niemand kann sich von den Einflüssen dessen „losmachen“, was ihn umgibt – erst recht nicht von den „Blutsbanden“ – sie beinhalten viel mehr als nur die körperliche Verbundenheit.

Weil wir uns bei unserer Inkarnation unsere Eltern selbst ausgesucht haben, sind unsere Seelen auf ewig verbunden.

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Und nicht jeder macht sich immer klar, daß die Wechselwirkungen zwischen Kind und Eltern nicht erst beginnen, wenn die Kinder „groß“ oder „vernünftig“ geworden sind – sie beginnen auch nicht erst mit der Geburt, sondern schon mit den ersten Lebenstagen im Mutterleib.

Für die Mutter ist das sowohl ganz physisch-leiblich als auch seelisch erfahrbar an den Veränderungen, die mit ihr vor sich gehen.

Und: ja, auch für den Vater – wer erinnert sich nicht an diese wunderbare Gefühle, die einen erfaßten, als die Frau einem eröffnete, daß in ihr ein neues Leben heranwächst? Und man darüber nachdachte? Dieser Stolz, diese Vorfreude, dieses Glücksgefühl?

Das soll uns unberührt gelassen haben?

Und enden tut diese besondere Beziehung auch nicht (normalerweise) mit dem physischen Tod der Eltern – viele Menschen „beraten sich“ auch danach noch mit ihren Eltern – virtuell sozusagen.
Ob da nur Erinnerungen wirksam sind oder auch manchmal ein „direkter Draht ins Jenseits“: wer weiß das so genau?

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Wir „hängen aneinander“ – ob wir wollen oder nicht. Und einfacher ist es, wenn wir uns auch dementsprechend verhalten, d.h. zu Lebzeiten uns umeinander kümmern, stets füreinander da sind – auch wenn die gegenwärtige Gesellschaft dies nicht mehr „fordert“ – eher im Gegenteil, diesem in ihren „Anforderungen“ entgegensteht.

Wir können die Verbindung der Generationen nicht „auflösen“ – sie ist da, und ignorieren hat noch nie jemandem geholfen.

Also laßt uns einander gegenseitig einen würdigen Platz in unserem Leben einnehmen – die Jungen zur Freude der Alten, und die Alten als liebevolle Unterstützer der Jungen.

Denn keine „staatliche“ Einrichtung kann die Fürsorge der Eltern und Großeltern ersetzen – nicht im entferntesten.

😉

P.S. Ein spezieller Dank geht an Jauhu für seine befruchtenden Einwürfe, welche in diesen Beitrag eingeflossen sind – siehe hier.


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