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Null Problem – dank Intuition?

Dieser Text hat mir sosehr Bauch, Hirn und Herz gekitzelt, dass ich ihn euch weiterleiten möchte!

Dank an Autor Federleicht!

🙂

thom ram, 10.10.2014

Quelle: http://faszinationmensch.com/2014/10/10/null-problem/comment-page-1/

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Gestern sprach ich über mein “Problem”, nicht zu wissen, was “Mentalität” ist. Als ich das ausgesprochen hatte, war’s raus – was unterschwellig für Verwirrung sorgen konnte – und es tat. Boah, ging’s mir da gut. 68 Jahre alt, und Unvermögen gestehen können, ohne sich schuldig zu fühlen. Ist das überhaupt erlaubt?

Auf diesem Blog wird auch und gerne über große, über SEHR GROSSE Probleme gesprochen. Dass diese Riesen-Probleme auch das kleine Menschenleben zu berühren vermögen, ist mir klar. Und ich möchte lieber nicht nur vermuten, dass diese Riesenprobleme eben deswegen dem kleinen Menschenleben ins Fell gebrannt werden – von denen, die diese Riesensauereien verursachten und ihre Urheberschaft versuchen, in Angst und Verwirrung zu versenken.

Mich interessieren diese Probleme nicht, und sie machen mir auch keine Probleme. Ein Problem entstand für mich durch einen, und zwar den folgenden Kommentar von Mr. Chattison:

Eine mentale Ebene wäre demnach eine bewusste, reflektierende, semantisch determinierende = denkende Ebene. Auf der befindet sich unter Garantie keine Intuition, weil das Antipoden sind und die Intu in einer anderen Liga spielt.^^

Im Bauch ist zwar auch ein Hirn, ein vegetatives, dessen Komplexität nicht nur verblüfft, sondern auch respektabel ist, aber auch hier wird man wohl nicht fündig werden, da Intuition über eine Krokodenke weit hinausreicht.
Als Krokodil kann man zwar so erfolgreich steinalt werden, aber so echt Meta-Kroko-mäßig tut sich da aller Wahrscheinlichkeit nicht viel.

Ich sach ma so:

Es ist vermutlich ein Fehler, die Intuition verorten zu wollen.
Das ist so ein typisches Menschdingens:
Aufschneiden, zerschnippeln – ab in die Zentrifuge:
Hey, ein Quantum Intuition, da haben wir´s ja!
Dann werden schön bunte Geist-Topographie-Bildchen geposte(r)t und alle freuen sich, weil die Intuition genau zwischen Zirbeldrüse und Anus sitzt und als Regenbogenschlange da rumzwirbelt!
Jaja, schön wär´s^^

Für mich sieht das folgendermaßen aus (Angaben ohne Gewähr! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!):

Eine echte Intuition liegt z.B. dann vor, wenn man Kalchas oder Mopsos heißt, oder eine Mutter ist, die genau spürt, dass ihr Kind in Übersee gerade gestorben ist.

Ne Nummer kleiner:

Wenn mein Hund genau weiß, wann meine Frau nach Hause kommt, obwohl sie zu völlig unterschiedlichen Zeiten von der Arbeit kommt und bereits 5 Minuten vorher an der Tür sitzt und wedelt.
Wenn man auf dem Flugplatz trotz hektischem Terminstress einen “wichtigen” Flug in letzter Sekunde doch nicht nimmt, weil man so ein komisches Gefühl hat und just dieser Flieger abstürzt.

Es werden also spontan Entscheidungen gefällt oder Wissen taucht spontan auf.

Frage: Wie kann das zugehen?

Die Thematik ist alles andere als trivial, gleichwohl es nur so wimmelt von vermeintlichen Belegen für die Existenz von “Intuition” und natürlich einer Legion von Anweisungen, Methoden, Mittelchen zur Erlangung und Steigerung derselben!

Wenn man genauer hinsieht (mache ich schon mal ab und zu), dann fällt einem auf, dass es keinerlei tragfähiges Interpretationsmodell für dieses Phänomen gibt, geschweige denn ein zuverlässige Tool oder auch nur ein zuverlässiges Intuitions-Medium!

Das stimmt misstrauisch (bin ich schon mal ab und zu) und verlangt nach Auslotung des Themas, weswegen man das hier auch nicht in Kürze abwickeln kann.

Es gibt mindestens 6 Hauptformen von Intuition, die aber alle wenigstens ein gewisses Fundament haben, eben eine wie auch immer zur Verfügung stehende Datenlage, die mit unterschiedlichen Mitteln und Methoden zu Informationen gewandelt werden.

Ist auch klar, ohne Information geht nix, da beißt auch die Intuition keinen Faden ab!

Lineare Projektion von Daten, die zu Informationen gemacht werden (gerne auch unbewusst ← hier greift der „unsichtbare Kalkulator“ des Hippocampus ein).

Beispiel: “Ich habe die Ahnung, wenn Du so weiter machst, dann geht das richtig in die Hose!”
(Vater beim Betrachten des rotgesichtig pressenden Kindes)

Verschränkung eines Subjekts mit etwas „Anderem“ – meist ein „Spin-off“-Verhältnis

Beispiel: Spin und Zwillings-Spin, eineiige Zwillinge, Mutter-Kind-Verhältnis, Hund/Katze-Herrchen/Frauchen

Zufall, Statistik, Stochastik

Beispiel: Der Fluggast, der in letzter Minute den Flug absagt, und das Flugzeug stürzt ab.

Wieviele erfolgreiche “Ich hab´s ja geahnt!”-Sager kommen auf wieviele erfolglose “Ich ahne Schlimmes!”-Schwaner?
Eine gewisse Prozentzahl muss immer recht haben, egal worum es geht, selbst wenn die alle nur eine Münze werfen würden (= Zufall)!

Eine gewisse Prozentzahl von Passagieren fehlt immer, sagt ab. Dass also hin und wieder jemand dabei sein muss, dem genau DAS passiert, ist zwingend (= Statistik).

Eine gewisse Prozentzahl von Passagieren wird wahrscheinlich den Flug absagen, weil sie sich aus unterschiedlichen Gründen unkommod fühlen – z.B. wegen Völlegefühl, Katarrh, Liebeskummer, Besoffenheit u.ä. (= Stochastik).

Stimmigkeitsanalyse (mit sich selbst und anderem = so eine Art Phi-Metrie)

Beispiel: Sensible, sensitive Menschen stören sich viel leichter, früher und deutlicher an Unstimmigkeiten, Friktionen, Stress und gleichen mögliche Verhaltenslösungen dahingehend ab, diese zu verringern oder gar von vorneherein zu vermeiden (bevor die bereits unterschwellig sich ankündigende Krise ins für jeden Deppen sichtbare Spektrum sich entfaltet hat).

Erweiterte Wahrnehmung (z.B. unter Hypnose oder Meditation, wo die starren Orientierungs- u. Bewertungsmuster aufgeweicht oder in den Hintergrund gerückt werden), aber nichtsdestoweniger mit Kalkül (bewusst oder unbewusst) Entscheidungen getroffen werden.

Beispiel: Wenn der Spiegel des Bewusstseins flach gelegt wird, dann dringen viel mehr Informationen ungefiltert durch und werden von den diversen Kontrollzentren (z.B.. Kleinhirn bei Tanz, Kampfsport; Stammhirn bei vegetativen Störungen; Zwischenhirn bei Erinnerungs- und Assoziationsabgleichen; Bauchhirn bei Feldinformationen etc.) aufgefangen und auskalkuliert.
Es ist immer Kalkül, da selbst das Protozoon bereits Moleküle zählt und je nach Bilanz nach links oder rechts schwimmt.

Genetische und epigenetische Information

Beispiel: Ratten, die nicht nur rattentypisches Wissen vererbt bekommen haben, sondern auch speziell von ihren Eltern, woraus sich unterschiedliche Ängste oder Süchte entwickeln, die auch durchaus keineswegs als prinzipiell rattentypisch anzusehen sind und daraufhin “vorausschauendes” Verhalten zeigen!

Es gibt naürlich auch Mischformen daraus.

Das “Auftauchen” von “spontanem Wissen” zeichnet ja die Antwort bereits vor:
Ein U-Boot kann spontan auftauchen, aber niemals spontan irgendwo sein – es ist bereits vor dem Auftauchen da, dahin gefahren und nun vor Ort existent, nur unsichtbar.

Information entsteht nicht spontan, sie hat eine Geschichte, eine Ursache, denn hätte sie diese nicht, könnte sie uns nichts von Bedeutung für uns vermitteln!

Information ist elektromagnetische Veränderung.

Der Mensch ist in tuto eine “Antenne”, die bei richtiger Einstellung, solche Informationen aufnehmen und decodieren, solche Veränderungen wahrnehmen kann.
Es gibt Felder, die durch den Menschen erzeugt werden und die in Resonanz zu bestimmten Feldspektren stehen, über die wiederum als Schnittstelle Informationen ausgetauscht werden können.
Das ist messbar, das ist beweisbar, das ist normal.

Dass es subtile Veränderungen gibt, die sich nicht jedem erschließen, ist auch klar – der Falke sieht ne Maus im Gras aus Kilometerhöhe, der Mensch noch nicht mal aus 2m Entfernung.
Die Gans fliegt gemäß einer internen Magnetkarte um die halbe Welt, weil sie diese Magnetstrukturen des Erdfeldes als “Landkarte” “sieht”, der Mensch verirrt sich gerne auch mit Karte und Kompass im Kölner Stadtwald.

Dass die Wahrnehmung vieler Menschen extrem gestört ist, macht die “Ahnung” der weniger Gestörten natürlich für die anderen zur Sensation!

Aber trotzdem gibt es da kein Mysterium, auch wenn viele gerne ein Geschäft daraus machen.”

Wo ist nun mein Problem?

Es bestand nur für einen kurzen Moment – in der Gefahr, dieser Kommentar könne im Gewusel kurzweiligen und ausufernden Geplänkels sanglos-klanglos verschwinden. Ne, wirklich nich, wollen wir nich, lassen wir nicht zu. Menschen haben zwar nicht die Fähigkeiten einer Herbstmosaikjungfer,

aber ganz blöd sind sie ja auch nicht. Probleme? Ich geh’ dann mal, damit mir die Chance erhalten bleibt, welche zu finden.

Euer Wolfgang

Am Rande
lasse ich mir nichts, was mit fremden Vorstellungen von Glück zu tun hat, aufschwatzen.


7 Kommentare

  1. Avatar von Petra von Haldem Petra von Haldem sagt:

    Herrlich lebendige Betrachtung mit Erfahrungs-und Humorhinter-sowievordergrund.
    Toll dieses Fundstück!
    Schnell weitersagen.

    (wie locke ich solche Kommentatoren auf bb?)

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  2. Avatar von Ohnweg ohnweg sagt:

    Wirklich sehr gut und humorvoll ausgebreitet. Aber man sollte da schon die mittlere Reife besitzen, oder zumindest dabei die Gehirnlandschaft studiert haben.

    Einem Bauern würde ich die Intuition anders erklären:

    Ich:
    „Mein gutes Bäuerlein, wie weisst Du, daß du eine Intuition empfängst?“
    Bauer:
    „Ähhh…was ist denn eine Intu…Intu… eine was?“
    Ich:
    „Nun eine Eingebung eben.“
    Bauer:
    „Ach sooo, das ist doch ganz einfach, ich stecke meinen linken Daumen in den Hintern und meinen rechten Zeigefinger in die Luft. Und wenn die Luft rein ist und der Lehm hinten dicke, dann bekomme ich meine Intu…Intu…ach was, meine Eingebung.
    Ich:
    „Interessant! Deshalb ernten die blödesten Bauern die dicksten Kartoffeln?“
    Bauer:
    „So ist es mein Junge, wer zur rechten Zeit sät wird auch die dicksten Erdäpfel ernten. Intuition eben!“
    Ich:
    „Aber, du kannst ja plötzlich das Wort, Intuition, richtig aussprechen.“
    Bauer:
    „Siehst du, das ist eine Eingebung.“
    Anstatt ich den Bauern etwas verzapfte hat er mir die Intuitionstechnik nach Bauernregeln erklärt. Na sowas….

    Jetzt im Klartext nach Ohnweg:
    Intuitionen kommen aus dem Urgrund und sind durch menschliche Herumdokterei nicht zu erklären. Man muss ein offenes Gemüt dafür haben. Sie sind allerdings wertelos und können missbraucht werden. Jeder ist ein Verantwortungsträger! Atomkraft ist ein Irrweg. Freie Energie ist der Weg! Verteilt die Pläne dazu umsonst und früher oder später wird man auch ernten. Denn wenn jeder kostenlose Energie zur Verfügung hat gibt es nichts mehr zum Spekulieren. Dann heisst es nur noch 10 Stunden in der Woche der Allgemeinheit zu nützen. Oder zwei Stunden oder…
    Die Paläste zu Museen umfunktionieren und feinstoffliche Kräfte in sein Leben mit einbinden. Das ist schon alles um den Garten Eden in die Realität zu ziehen. Machtmenschen werden resignieren. Denn wir sind jederzeit in der Lage ihnen die Macht zu entziehen. Da gibt es keine Ausrede mehr. Wir leben im Informationszeitalter!

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  3. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    Für mich sind Eingebungen das Gegenstück zu den sog. Schicksalsschlägen – da wird man nicht durch ein heftiges Negativ-Ereignis erschüttert, das einem ein dickes Fehlverhalten deutlich machen will, sondern man bekommt – im Vorhinein sozusagen – einen zartfühlenden Hinweis: „hey, Freund, du könntest jetzt dies tun (oder lassen) – und das kommt gut“.

    So bin ich schon paarmal dabei gewesen, wie bei technischen Diskussionen intuitiv aus dem „gemeinsamen“ Fachwissen der Beteiligten „plötzlich“ die „richtige“ Idee auftauchte: „Genau so geht’s!“ – ohne daß jemand konkret sagen konnte, WARUM es genau so gehen MUß – aber alle fühlten: „das ist es“ – und es hat „gefunzt“… 😉

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  4. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @ Lucky

    Dieses Thema könnten wir auch mal verartikeln.

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  5. Avatar von luckyhans luckyhans sagt:

    @ Thomram:
    Gern – allerdings kann ich zu den technischen Details naturgemäß nichts Näheres beisteuern – meine „doofen“ Fachgebiete eben.
    Außerdem liegen noch fünf angefangene Artikel herum und auf der Seele…

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  6. Avatar von Dude Dude sagt:

    Nur 5? Ich hab etwa 30 – aber die kümmern mich eigentlich kaum mehr die Bohne, von zweien abgesehen…

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  7. Avatar von Ohnweg Ohnweg sagt:

    Hat dies auf Ohnweginfos rebloggt.

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