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Orgelbau Kuhn, Männedorf / Beispielhaft leuchtende Begebenheit

So viel lesen und schreiben wir von Hinterlist, Betrug und Verbrechen.

Jetzt mach‘ ich mal anders rum und erzähle eine Begebenheit, welche jedes Menschen Herze lachen lässt.

In den Achzigern, ich übte täglich viele Stunden für Konzerte, leistete ich mir eine richtige Hausorgel. Die Firma Kuhn, Männedorf, baute mir ein Kleinod zum Neupreis von 67’000 Schweizer Kröten. Zwei Manuale, Pedal, vier Register: Gedackt 8′, Rohrflöte 4′, Prinzipal 2′ / Regal 8′. Eichengehäuse.

Das (und der) sah damals so aus:

P1030860

Viele Jahre diente mir das gute Instrument treu und immer mein Ohr erfreuend.

Nun, seit 13 Jahren spiele ich keine Konzerte mehr, und irgendwann war klar: Verkaufen ist angesagt.

Eine Hausorgel zu verkaufen ist schwierig. Der Kundenkreis ist sehr klein, und potenzielle Kunden haben meist ganz spezifische Anforderungen.

Die Firma Kuhn, von mir angefragt, übernahm dann den Verkauf. Wir vereinbarten einen fixen Betrag, welcher mir bei erfolgtem Verkauf ausbezahlt würde. Dieser Betrag war sehr tief. Aus obgenanntem Grund ist das kein Vorwurf an die Firma! Zudem machte ich den Deal ja aus freien Stücken.

Dass ich hier keine Zahlen veröffentliche, versteht sich von selbst.

Nun, Firma Kuhn fand überraschend schnell einen Käufer, der einen angemessenen Preis zu zahlen bereit war.

Und nun kommt die Pointe.

Die Firma Kuhn verzichtete freiwillig auf einen Teil ihrer Gewinnspanne. Sie bezahlte mir 5000 Kröten mehr für das Instrument, als wir vertraglich vereinbart hatten.

Wo, bitteschön, im heutigen Geschäftsleben gibt es denn sowas? Der Zwischenhändler hat Glück, er macht einen grösseren Gewinn als erwartet…..und geht zum Verkäufer der Ware…… und zahlt ihm mehr als ursprünglich vereinbart?!

Ich schicke den zuständigen Menschen in der Firma Kuhn in Gedanken nochmal meinen Dank.

Und ich möchte den Fall als leuchtendes Beispiel für „Wie Menschen, die ihren Namen verdienen, Handel treiben“ auf den Sockel stellen.

 

P1080017

🙂

thomram, 08.10.2014


16 Kommentare

  1. Dude sagt:

    Geils Bild! Ich glaub ich wird schwul *gröhl* 😉

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  2. thomram sagt:

    @ Dude

    LLoLL.
    Hätte ich damals, als ich mich fötele liess, gewusst, dass ich 26 Jahre später, als fast ganz alter Mann, in Bali hockend, Blog betreibend (was ist ein Blog, was ist überhaupt im Internet), bei einem Landesgenossen, de no bemene Zürcher, weichi Chnüü bewirken werde, auf 12000km Distanz also, hihihi. Seriös an der Orgel hockend. Mann. Heut morgen hat mich das Göte Gedichte so erheitert, und jetzt machst du dem 40 jährigen ein Kompliment – ich werde diese Nacht seeelig schlaafen!

    Machs gut!

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  3. Dude sagt:

    Blog isch ä Verhackstückelig vom Begriff web-log und isch als dumme Anglizismus in Dütsche Sprachruum bracht worde. Drum betriib ich kein Blog.. aber das hani scho so oft xeit, und äs interessiert normalerwiis niemer… 😉

    Schlaf wohl und träum süess… aber nüüt perverses bitte, well das obe isch me als Witz dänkt xi… *gröhl*

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  4. Dude sagt:

    ….au wänn s’Bildli definitiv Style hät! D’Wiiber münd ja vollgas uf di abgfahre si… 😉

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  5. luckyhans sagt:

    @ Thomram:

    … was Du da beschriebtest, galt mal als seriöses Geschäftsgebaren – leider eben nur damals, vor 40 Jahren…

    Genauso wie die vernünftigen Preise, die man einstmals auszuweisen sich bemüßigt fühlte – mit einer ganz normalen Gewinnspanne und ohne den Lieferanten bis aufs Letzte auszuquetschen, um noch ein paar bunte Scheinchen herauszuholen – eben nicht wie heute, wo jeder versucht, jeden anderen möglichst schnell über den Tisch zu ziehen, und die dabei entstehende Reibungshitze ihm dann noch als Nestwärme „verkauft“…
    Aber: „früher war alles besser“ haben schon meine Großeltern gesagt, und die lebten auf dem Land, mit Plumsklo auf dem Hof beim Misthaufen und Wasserpumpe im Garten… und ich war sehr gern bei ihnen in den Ferien, weil sie irgendwie „in sich ruhten“, obwohl sie den ganzen Tag von früh bis spät irgendwas rackerten – ist erst 45 Jahre her…

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  6. Dude sagt:

    Jaja, es war einmal… da war der Kunde mit Kaufkraft noch König und nicht Sklave. 😀

    Ps. Ich versteh Deine Grosseltern voll und ganz. 🙂

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  7. thomram sagt:

    @ Lücki

    ***… was Du da beschriebtest, galt mal als seriöses Geschäftsgebaren – leider eben nur damals, vor 40 Jahren…***

    Die beschriebene Geschichte fand 2011 statt.

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  8. Dude sagt:

    Ohalätz…

    Aber eigentli verständlich… well chliini Wunder erläbi eigentli fasch nonstop. 😉

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  9. Vollidiot sagt:

    Also wenn auf einen 40-jährigen die Wiiber abgefahren sind,
    ja dann tun sie das 25 Jahre später genauso.
    Und zwar genauso mit Vollgas.
    Laß den Herrn Voegeli mal des Abends durch die Tonhalle laufen, die in Züri, dann geht die Post ab.
    Mechert ich sehn, das Geläuf.

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  10. thomram sagt:

    @ Volli

    Mönsch, was du mir für ’ne Arbeit mit meinem Ego lostrittst.
    Blöd nur:
    Die wenigen Exemplars, welche ich in der Tonhalle meinerseits mehr als nur näher beäugen möchte, die haben so Gründoofis von 20 und 30 Jahren in der Anima.
    Also ich halte das Wiiberzmorge scharf im Auge. Könnt ja sein, dass da mal wieder etwas hinne sich verirrt, was heimlich sehnt nach erfahr’nem Männergeist und kund’ger Männerhand.

    Zur Tonhalle noch. In Bärlün, da habe ich es ’n paar mal gemacht. Hab, durchaus mit Nebenabsicht, meinen Anzug gelüftet und über meine Knochen gestülpet, wenn ich, in der Hauptabsicht, was Jutes mir tat und in der (akustisch unübertroffenen) Pfilhamronii mir musikalische Botschaften gönnete. Es ist auch nur lustig. Die gleichen Weibs, welche mich im mir sonst wohlig üblichen Schlabbertenüü käumlich sehen würden, die bekamen doch wahrlich Augenschärfe und wiegenden Unterleib. Pffff. Kleider machen Leute.

    Was solls. Auch ich finde gut betuchte (kicher) Mädels mehr der Reize voll, als die aller Tüchereien Entledigeten.

    LoL. Wenn ich mir vorstelle, was SIE ( na ja, ihre Auswertungskompiuter) mit solchen Aussagen anfangen. Komplette Psychogramme eines Kleinbloggers.

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  11. Vollidiot sagt:

    Tom

    Du siehst, deutsche Frauen in Tonhallen fahren auf Kantores ab, solchene haben noch den ollen Thomaskantor im Sinn und schätzen diese Art von Maskulinismen.
    Schweizer Grünoofis mit halbvoller Anima (und calvinistischem Überich) lupfen Dich an.
    Das ist jetzt Bemerkenswert.
    Vor allem vor dem Hintergrund wiegender Unterleibse und nicht verirrter Schönen im Wiiberzmorge, die nichts ahnen von kund’ger Männerhand und so sie es wüßten……..
    Ich wünsches Dir.

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  12. Garten-Amsel sagt:

    Ätvvaß fär-wirrrt … haap ich mich etwa fär-irrt ???
    – Wiibilliii ?- Wo siit jiii ???

    Wir tauschen hier und andere lauschen wirr
    GeH-Danken-Spielchen aus
    in diesem Glücklich-Blog …äh… Erden-Haus
    auf daß es um uns werde
    Glück-Lichte Erde
    *JaH !*
    😉

    @Lucky:
    „und die dabei entstehende Reibungshitze ihm dann noch als Nestwärme “verkauft”…“
    Topper: sogar „RE“-verkauft.
    grrrrrrr !

    -Also, mir be-gegnen auch *Anders-Artige* … 😉
    … mut ma wedda umme Ecke gahn, da haptse Bia in Gläsern staan …
    un da find ma manchma solche *Anders*-Strolche 😉
    GeH-Nau !
    Jau !
    😉

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  13. luckyhans sagt:

    @ Thomram:
    2011? Ich bin ehrlich beeindruckt – das macht wieder ein bißchen Mut – meine Verehrung dem Orgelbauer Kuhn in Männedorf!

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  14. thomram sagt:

    @ Lücky

    Wahr!
    🙂

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  15. Nachdenker sagt:

    Orgelbau Kuhn Ich habe nie zu den Kirchen, da ich dort seit meiner Kindheit nicht hingehe, je einen Bezug gehabt, liebe aber Musik sehr und spiele gerne selbst zum Haugebrauch Saiten-Instruemente (Mandoline, Mandola, lernte auch in Gera Geigenspielen). Was mich aber sehr erfreut ist , das ich hier diese sehr schöne Orgel gesehen habe. Diese war ein Auslöser, um das dir zu posten. In einem Traum, den ich nicht so recht traute, erst später doch ergründen wollte, brachte mir eine Überraschung. Ich befand mich in Thürigen, in einer Kirche. Im Traum lief ich über einen Holzboden. Diese Kirche hatte zwei Kirchenschiffe, oder wie das genannt wird, an 2 Seiten. Das habe ich deutlich sehen dürfen. Im Traum wurde ich von einer Stimme agesprochen. Was glaubst Du, was diese mir sagte? Du bist Gottfried Silbermann. Erst über das Internet habe ich erfahren, dass es diesen etwas Vollschlanken Typ auch wirklich gab. War eine Überraschung pur. Das ist nun aber irdisch lägst Vergangenheit, die es auf einmal gar nicht mehr gab?
    Silbermann habe ich vorher noch nie gehört in meinem Leben, bin jetzt 79. Dir wünsche ich ganz persönlich aus meinem Herzen, Kraft und immer viel Freude noch im Leben. Danke für so eine Rückerinnerung.

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  16. thomram sagt:

    @ Nachdenker

    Nun aber gibst du mir wirklich zu denken.

    Vor einer Stunde habe ich eine Pause gemacht beim Genuss von Rühmanns „Der Mann vom anderen Stern“ und deinen zweitletzten Kommentar gelesen.
    Das Besondere dabei: Der geniale Film und dein genialer Kommentar verschmolzen miteinander zu einem Ganzen.
    Noch nie sowas erlebt. Schön, erhebend und dann noch witzig.

    Und nun das mit der Orgel. Hahaha, das nun ist eine obererheiternde Co Kreation von uns, ich gratuliere uns und unsern Verbündeten.
    Das muss man sich mal reinziehen, diese Ansammlung von Schlaufen, welche wir da zu einem Teppich zusammendröseln!
    Meine Hausorgel. Mein Verkauf. Der Edelmut von Kuhn AG. Dein Traum. Die Bündelung dessen auf bb, köhöstlich.

    Die Silbermanns gehören weltweit zu den besten Orgelbauern aller Zeiten, im gleichen Atemzug zu nennen wie deine Zeitgenossen Schnitger im Norden Deutschlands.
    Oh, was später gepfuscht wurde, mit Höhepunkt im letzten Jahrhundert. Da stehen arme Kreationen rum, es macht weder Freude zu spielen noch Freude, zuzuhören. Gottseidank haben viele Orgelbauer begonnen, retrospektiv zu bauen, damit sind sie der Kunst des Orgelbaus von damals wieder auf die Schliche gekommen, und damit kann man die alte Musik wieder schöhöhön spielen.

    Heute gibt es noch Schrecklicheres. Aus einer kleinen Kiste, versehen mit Riesenlautsprechern kommt der Klang einer Grand Orgue, welche in Echt eine Grundfläche von 50m2, eine Höhe von10m und 3000 Pfeifen mit Länge 2cm bis 10m hat. Elektronisch. Es klingt fast wie echt. Silbermann würde staunen – und sich abwenden, denn…gerade auf den kleinen Zacken Unterschied zwischen: Da werden 3000 echte Pfeifen angespielt / da wird elektronisches Signal abgerufen und per Membran abgestrahlt, auf eben den kleinen Zacken kommt es an, ob Prothese oder Leben.

    Ja mein lieber, beruflich hast du da was Tolles geleistet, früher mal. Wie du privat warst, hehehe, das gehen wir jetzt ma nicht forschen, gelle 😉

    Ich werde eingedenk der zwei schönen Erlebnisse durch dich herrlich pennen 🙂

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