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Keine Gefahr? 2

Wir gehen der Frage nach: sind die Szenarien einer totalen Überlegenheit einer „künstlichen Intelligenz“ in der Zukunft berechtigt oder nicht? –
Hans Ludwig (LH), Ende September 2026 – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Bereits auf dem heutigen Stand zeigen sich bei dieser neuen Technologie – hochkomplexe Programmpakete, Verarbeitung gigantischer Datenmengen, ‚halluzinierende‘ Algorithmen, neuronale Netzwerke usw. – einige kritische Folgeerscheinungen, die uns zu denken geben müssen.
Und zwar baldmöglich, solange wir das noch können, denn es könnte recht bald ein Zeitpunkt erreicht werden, wo bestimmte Denkprozesse nur noch von einigen wenigen „hellen“ Menschen, welche rechtzeitig die Gefahren erkannt und gegengesteuert haben, beherrscht werden.
Nein, das ist jetzt keine Angstmache, sondern ein durchaus realistisches und gar nicht soo fernes Szenario.

Es beginnt bei ganz einfachen Dingen, wie:
– Wozu soll ich noch das kleine Einmaleins im Kopf rechnen können, Primzahlen kennen, Quadrat- und Kubikzahlen, wenn dann doch alles die ‚Rechenknechte‘ erledigen?
– Warum soll ich mein Gehirn mit Daten und Fakten belasten, wenn alles jederzeit im Weltnetz abrufbar ist?
– Wofür soll ich noch ein Fachgebiet erlernen, wenn letztlich irgendwann Roboter und Rechner die Arbeit übernehmen?
und so weiter.

Klar, da ist manch kapitales ‚Fehldenken‘ drin, denn:
– WER wird später die unzuverlässigen Rechenergebnisse (s. Teil 1) der hA-Rechner wenigstens überschlagsmäßig überprüfen?
– Schon heute sind bei weitem nicht mehr „alle“ Daten und Fakten für jeden aus dem Weltnetz abrufbar, es wird nicht nur kontrolliert, was du aufrufst und wie lange du das anschaust, sondern bereits sorgfältig zugeteilt, was du abrufen darfst und was ‚dich nichts angeht’… wozu sonst haben sie die persönlichen Dossiers eines jeden Bewohners des Planeten angelegt und sorgfältig ergänzt?
– Könnte es sein, daß es später immer öfter vorkommen wird, daß die Halluzinationen der Algorithmen das Fachwissen ‚verwaschen‘, verändern, alles auf die bekannten Durchschnitts-„Allgemeinplätzchen“ zurückführen, wie sie es gelernt haben?
Und woher sollen bei derart „angelernten“ Rechner-Hirnen dann Innovationen, Weiterentwicklungen oder gar Erfindungen kommen?

Hast du keine Furcht davor, daß wir Menschen und sogar die Fachleute irgendwann nicht mehr durchsehen, was da von den „Modellen“ alles einfach gemacht wird? (das geschieht schon heute – siehe die „ausgebüxten“ Modelle bei den ‚Leistungs-Tests‘!)
War es doch bisher so, daß jeder einigermaßen geistig ausgestattete Mensch mit genug Interesse und dem nötigen Durchhaltevermögen sich in jedes Fachgebiet ‚hineinarbeiten‘ und es zu solidem Fachwissen bringen konnte.
Genau das wird dann nicht mehr möglich sein…

Schon heute behaupten Skeptiker: „wer sich auf die KI verläßt, der ist verlassen“ (zumindest von allen guten Geistern)
Denn es gibt keinerlei Möglichkeiten mehr, die Aktivitäten einer echten KI zu überwachen und ggf. zu bremsen.
Auf das Einfügen der Asimowschen Robotergesetze aus den 1960er Jahren in das ‚Unterbewußtsein‘ (Bios, Betriebssysteme usw.) aller Rechnersysteme hat man ja seinerzeit – wider besseres Wissen! – bewußt verzichtet… Profit geht immer vor.

Aber das ist erst der Anfang.

Problem Nr. 1: die Zuverlässigkeit der Aussagen
CNN berichtete vorgestern, daß ein von den ‚hA‘ erstellter Dienste-Bericht beinahe zu einem tragischen, in den Folgen unberechenbaren Zwischenfall geführt hätte: ein chinesisches Handelsschiff war ‚halluzinierend‘ dem Verdacht ausgesetzt worden, Atomwaffen oder -technologie zu transportieren; in letzter Minute kam ein Militär auf die Idee, den Bericht nochmal genau zu lesen und zu prüfen; danach blies er den schon begonnenen Einsatz ab…
Wieviele solcher „Fälle“ werden uns nicht bekannt werden?

Problem Nr. 2: sind die Halluzinationen abstellbar? und wer ist für deren Folgen verantwortlich?
Der Prozeß gegen OpenAI in Alabama wegen Beihilfe zum Selbstmord durch ChatGPT hat gezeigt, daß die Halluzinationen sehr tief in die Programme eingebaut sind; sie werden benötigt, um einen möglichst langen Dialog mit dem Kunden zu führen (welche Absicht mag wohl dahinter stecken?)…
Jedenfalls lehnt OpenAI jegliche Verantwortung für die Aussagen ihres Erzeugnisses ab…
Kommt uns doch auch sehr bekannt vor, oder? Angefangen hat diese vollständige Produkt-Verantwortungslosigkeit damals jener Billy Gehts-oder-nicht mit seinen geklauten Fenstern. Und ganz sicher war das nicht seine ‚fixe Idee‘, sondern die langfristige gezielte Vorbereitung für die heutige umfassende Verantwortungslosigkeit überall…

Problem Nr. 3: der Geldbedarf auf Dauer
Laut „The Information“ zeigt der Halbjahresbericht von „OpenAI“ für das 1. Quartal einen operativen Verlust von 9,3 Mrd.$. Insgesamt hat die Firma Rechnerleistungen für 666 Mrd.$ bis 2030 geordert, die jedoch in der Bilanz noch nicht abgebildet sind, und das bei um 40 – 65% fallenden Preisen (in $/Std,).
Das Problem dabei: die Datenzentren werden für 20 – 30 Jahre gebaut, aber der teuerste Teil, die Rechentechnik, hält nur einen technologischen Zyklus und muß dann erneuert werden… (Quelle)
Es wird also eine „Sparbüchse“ ohne Ende werden, die da irgendwie von irgendwem finanziert werden muß…
Um die gigantischen Investitionen wieder hereinzuholen, müßte die KI-Industrie pro Jahr 600 Milliarden$ Gewinn (nicht Umsatz!) machen… (Quelle) – wer soll das bezahlen?

Problem Nr. 4: die möglichen Gefahren für alle
Es gibt einige Fachleute, welche die BigTech-Firmen verlassen, weil sie fürchten, daß diese Technologie die Menschheit vernichten wird. So verließ Bilal Tschugtai die „Goggle DeepMind, davor waren Joe Benton und Jakob Kokson aus selbigem Grund bei „Anthropic“ ausgestiegen. (Quelle)
Auch der Chef der „Bank of England“ David Bailey hat beim G20-Finanzrat entsprechende Warnungen/Bedenken geäußert (Quelle); scheint also ’nicht ganz ohne‘ zu sein…
Wie bitte? Das sei alles an den Haaren herbeigezogen?
„Das ist keine Science-Fiction: KI tötet bereits Menschen.„

Problem Nr. 5: das ‚Congnitive Outsourcing‘ führt zur Verblödung aller
Der sog. wissenschaftlich-technische Prozeß besteht aus 14 Etappen, die jeweils aus mehreren Abschnitten bestehen. Eine echte KI wird den gesamten Prozeß abdecken.
Jeder menschliche Experte oder Gelehrte muß folgerichtig an dutzenden solcher Vorgänge teilnehmen, Probleme erkennen, Aufgaben lösen, improvisieren usw. – so entwickelt er sich schrittweise, Stufe für Stufe. Geschieht dies nicht, wird er irgendwann nichtmal mehr die richtigen Fragen stellen können, geschweige denn die KI kontrollieren, die Ergebnisse verifizieren, nachvollziehen und die entsprechende Technik bedienen.
Fehlersuche unmöglich, Verständnis der inneren Logik/ Topologie/ Besonderheiten fehlt, modernisieren und weiterentwickeln ebenfalls unmöglich.
Endergebnis: 0,5% intellektuelle ‚Aristokraten‘, der Rest infantilisierte Masse. (Quelle)

Problem Nr. 6: die Grenzen der Roboter
Hindernisse vor einer Machtübernahme der Maschinen:
a) die mangelnde Flexibilität der Roboter, da Erfahrung nicht gebildet wird
b) die schwache Reaktion der Roboter auf Ausnahmesituationen, das Fehlen des „gesunden Menschenverstandes“,
c) die unzureichende Feinmotorik der Roboter für viele Aufgaben
d) die unzureichende taktile Aufnahmefähigkeit der Roboter
e) die fehlende Eigen-Feinkorrektur der Roboter, kurze „Kompetenz-Zeit“
f) die fehlende Fähigkeit der Roboter zum „Selbststudium“ bei Abweichungen
g) die fehlende „Universalität“ der Roboter, oder Universalität vs Produktivität
Sind diese Probleme überwindbar?
Freilich, aber wie effektiv und umfassend dies gelingen wird, ist unklar. (Quelle)

Problem Nr. 7: die Wirtschafts-Krise wird nur ‚überspielt‘
Vor gut 3 Wochen hatte das WSJ einen Artikel veröffentlicht: „die KI-Investitions-Psychose hält die Weltwirtschaft oben“, darüber, daß trotz DT-Handelskrieg und Energiemarkt-Krise durch DTs Aggression gegen IRI mit Schließung des Hormus allein die übertriebene „Begeisterung“ für den Bau der Datenzentren und für die KI-Blase dafür sorgen, daß es (noch) nicht steil bergab geht mit der Weltwirtschaft. Alles hängt an diesem einen Nagel, denn laut Deutsche Bank sind diese Investitionen für 1/3 des US-Wirtschaftswachstums zuständig…
Alles hofft nun inständig darauf, daß die gigantischen Geldausgaben irgendwann – keiner weiß wann – wieder zurückfließen werden… was aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich ist…
Stehen wir alle „unter Strom“?

Problem Nr.8: die mangelnde Wirtschaftlichkeit
– laut „Workday“ werden gegenwärtig fast 40% der erwarteten Steigerung der Arbeitsproduktivität (AP) von der notwendigen Nacharbeit zur Neutralisierung der Falsch-Ergebnisse ‚aufgefressen‘.
– direkte Verluste: „EY“ hat angeblich 975 Firmen mit mehr als 1 Mrd.$ Jahresumsatz befragt, und deren summare Verluste durch die KI-Einführung betrügen 4,4 Mrd.$; laut „Infosys“ (angeblich über 1500 Mann-Nager) haben 95% Probleme bei der Einführung und 77% weisen direkte Verluste aus, im Mittel 800 Tausend$ in 2 Jahren pro Firma; das sind die bemerkten…
Selbst „OpenAI“ empfiehlt, wo möglich Menschen zur Überprüfung der KI-Ergebnisse einzusetzen… (Quelle)

Problem Nr. 9: die sozialen u.a. Folgen der Einführung
Es gibt dazu eine Reihe von Ausarbeitungen des IMF, in welchen dieses Thema behandelt wird, dar. von der Chefin des IMF von Anfang 2024, sodann vom 3. April dieses Jahres über eine „Szenario-Planungs-Übung“ (erinnert keinen an eine ähnliche Veranstaltung wenige Wochen vor dem Kronenwahn-Beginn?)
Bitte selbst nachlesen, auch zwischen den Zeilen: es ist sehr aufschlußreich, vor allem was die wirklichen Realisierungsmöglichkeiten der ‚Gegenmaßnahmen‘ angeht…

„Problem“ Nr. 10: die KI hat keinen Humor
So schrieb es zumindest „The Week“ vor 2 Jahren. Sollte das so bleiben, hätte jede/r ein sicheres Mittel, Menschen von „Modellen“ zu unterscheiden: mach einen Witz und schau auf die Reaktion…
😉

Fassen wir zusammen:
Welche Ziele werden u.a. mit der Entwicklung und Einführung dieser Technologie des sog. Künstlerischen Intellekts, den wir nun sogar Super-Intellekt nennen sollen, denn verfolgt?
Wie gewohnt, stehen mehrere Ziele auf unterschiedlichen Ebenen hinter der Einführung dieser Technologie.

a) Da ist das allgemeine Bestreben, alles zu digitalisieren.
Was bedeutet das?
In der Natur gibt es nichts Digitales; die Natur ist vollständig analog; alles Digitale ist künstlich.
Die Digitalisierung soll also die Menschen weiter von der Natur entfernen, bis sie am Ende ganz in der virtuellen (künstlichen) Welt gefangen sind und die natürliche Welt als „Matrix“ ansehen.
Heute gibt es sogar Bemühungen, die Natur zu tokenisieren, d.h. für „unbekannt“ zu privatisieren: mit welchem Recht bittesehr?
Freilich stehen hinter diesem „unbekannt“ ganz konkrete Kräfte… wollen wir diesen nicht langsam mal auf die Finger klopfen?

b) zum zweiten haben wir lebhaft zu befürchten, daß mit den LLMs und halluzinierenden Algorithmen (die nicht dasselbe sind) eine Instanz geschaffen werden soll, welche an ganz bestimmten Entscheidungen „schuld“ sein wird.
Damit können sich diejenigen, welche schon heute die wichtigen Entscheidungen irgendwo im stillen Kämmerlein oder im bequemen Klub im kleinen Kreis erörtern und treffen, sich bequem zurücklehnen: sie haben einen „Blitzableiter“ für alle Volks-Erregung.
Notfalls kann man immer auf deren „Halluzinationen“ verweisen, über die von Anfang an alle Leute informiert sind – auch das ist ganz sicher kein „Zufall“…
Sogar über die „Rechenfehler“ der Algorithmen wissen ja alle bescheid…

c) wir sollen davon abgelenkt werden, daß JEDE Technologie Risiken mit sich bringt, und je komplexer die Technologie, desto größer sind auch die Risiken.
Dies ist eine allgemeine Erkenntnis, die noch vor wenigen Jahren Allgemeinwissen war – frag heute mal einen jungen Menschen danach, ob er sich dessen bewußt ist…
Warum benutzen fast alle Leute die dicken Tal Technologien trotz aller damit verbundenen Risiken, regen sich aber dann darüber auf, wenn ihre Daten von irgendwelchen gewissenlosen IT-Admins im „grauen“ Internet billigst angeboten werden?

Oder denken wir an die konkreten Gefährdungen, welche von den Energiespeichern der Datenzentren ausgehen werden: mehrere Tage brannte ein solcher BESS mit Li-Ionen-Batterien – hier bei einem Klärwerk der „Metropolitan Water District of Southern California“ – (Quelle), was zur Evakuierung von über 200 Häusern geführt hat – warum wohl?

d) Wir wollen auch bitte nicht vergessen, welche Ziele und Werte von jenen Leuten vertreten werden, die uns diese Wunder-Technologie „verkaufen“.
Noch nicht nachgelesen, wes Geistes Kind jene Herren Peter Thiel und Alex Karp sind?
Schon vergessen, daß Elli Maske sich demonstrativ mit dem „deutschen Gruß“ der „Partei“ aus jenen ’12 finsteren Jahren deutscher Geschichte‘ an seinen Polit-Anhang gewandt hatte?
Was ist also von diesen Technologien zu erwarten, wenn deren „Macher“ sich so äußern bzw. gebärden?
Keine Bedenken?

Denke also bitte selbst darüber nach, wie groß die Gefährdungen sein könnten, die von dieser Technologie ausgehen…
– – – – – – – – – – – –

P.S. eine aktuelle Analyse der Struktur des LLM-Marktes findet ihr hier bei Paul Spydel

P.P.S.
Die militärischen Anwendungen dieser Technik wäre als wichtiges Thema gesondert zu behandeln, denn da sind viele Fragen offen…


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