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Keine Gefahr?

Meine hochverehrte Leserschaft ist nun gefragt, bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen: sind die Szenarien einer totalen Überlegenheit einer „künstlichen Intelligenz“, so es in der Zukunft – keine/r weiß wann – eine solche geben sollte, berechtigt oder nicht? –
Hans Ludwig (LH), Mitte September 2026 – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Nein, ich bleibe (bis ich mich eines Besseren überzeugen konnte) bei meiner Ansicht, daß die heutigen Systeme, denen eine ‚künstliche (artificial = künstlerische ?) Intelligenz‘ zugesprochen wird, keinesfalls über das Niveau hochkomplexer Programmpakete für Rechenmaschinen hinausgehen – einzig die Fähigkeiten zur Verarbeitung gigantischer Datenmengen samt Parallelverarbeitung in sog. Neuronalen Netzwerken heben diese Programme gegenüber anderen komplexen Paketen (Office, SAP u.ä.) heraus.
Auch deren Fähigkeit zu ‚halluzinieren‘ sollte bitte nicht mit einem ideenreichen Denkvermögen verwechselt werden.

Darüber hinaus ist zu beachten, daß diese Systeme (und um keine anderen geht es im weiteren) einen – im Vergleich zur denkenden/ rechnenden Menschen-Gruppe – wahrhaft gigantischen Energieverbrauch haben, was deren Effizienz stark in Frage stellt.
Freilich können sie Aufgaben lösen, welche entsprechend ausgebildete menschliche Gruppen in vergleichbarer (vertretbarer?) Zeit kaum bewältigen könnten (Frage: wem ist dieser „Zeitgewinn“ diesen horrenden Energie-Verbrauch ‚wert‘? Ist einfach nur der Strom zu ‚billig‘?), aber bisher sind das eindeutig Werkzeug-Aufgaben; schöpferische Leistungen: nach wie vor Fehlanzeige.

Ebenso interessant sind die bisherigen Ergebnisse der Lösung von Finanzaufgaben durch die Modelle ChatGPT, Claude, Copilot, Grok und Gemini: sie gaben in 57% der Fälle (also mehr als der Hälfte!) falsche Antworten. Bei schwierigeren Aufgaben, die mehrere Berechnungen erfordern, gehen die ‚Modelle‘ in 88% der Fälle fehl, einige sogar in 99%. (Quelle)
Ist nun der Finanzbereich so überaus kompliziert, oder sind die eingesetzten Model-Lern-Grundsätze für diesen nicht geeignet, oder ist das Absicht, damit Banker und Finanziers weiterhin ihre Jobs behalten, zumindest als Kontrolleure der Models?

Soviel zur Einstimmung.
Nun gibt es angeblich auf diesem Gebiet ein sich ständig beschleunigendes Entwicklungs-Tempo, das die Zeiträume bis zur Einführung der jeweils „nächsten Generation“ dieser ‚Modelle‘ auf wenige Monate zusammenschrumpfen läßt.
So zumindest die Aussagen jener „Fachleute“; die behaupten, sich damit auszukennen.

Warum diese „vorsichtige“ Formulierung? Weil auch in der IT-Branche die ständige Aufsplittung der Fachgebiete weitergeht und jede/r darin Tätige sich für einen Teilbereich entscheiden muß, in welchem er „firm“ sein will.
Die logische Folge ist, daß es weltweit nur gaaanz wenige Leute gibt, die im hier betrachteten Bereich wirklich „den Überblick“ (samt dem notwendigen Detailwissen) haben.
Das ist jetzt nicht meine Einschätzung, sondern diese stammt von einer der anerkannten führenden IT-Fachfrauen, Natalja Kasperskaja.

Hinzu kommt, daß viele „durchblickende“ Fachleute, deren Kompetenz hier keinesfalls angezweifelt werden soll, selbst direkt mit eigenen (Geld-/Geschäfts-)Interessen darin verankert sind, was – das kann jede/r aus eigener Erfahrung bestätigen – in aller Regel den Blick für die wahren Prozesse beeinflußt: man neigt dazu, seine eigenen Gedanken und Vorstellungen mit den realen Vorgängen zu vermischen.

Wie es überhaupt heutzutage ‚üblich‘ ist, Modelle und Theorien anstelle der Wirklichkeit zu betrachten, ja, diese sogar damit zu ‚ersetzen‘. Kennen wir aus vielen Bereichen…
Das funktioniert solange, wie diese Modelle und Theorien die Wirklichkeit einigermaßen adäquat abbilden… jedoch: wer garantiert uns das?
Vor allem bei den heutigen Entwicklungs-Geschwindigkeiten…

Bleiben wir also kritisch und benutzen weiterhin auch unseren eigenen Verstand…

Gesetzt den Fall, die wissenden Fachleute sind nicht geblendet von den ihrer Meinung nach hervorragenden Geschäftsmöglichkeiten, sondern schätzen die Lage real ein.
Dann wäre als Denkmodell vorstellbar, daß möglicherweise irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft jener qualitative Wechsel stattfinden könnte, und es könnte eine echte künstliche Intelligenz, mit wirklich schöpferischen Fähigkeiten entstehen.
Die diesem entgegenstehenden prinzipiellen Betrachtungen, welche das für unmöglich halten, (bitte selbst gockeln) stellen wir hier mal zurück.

Hier müssen wir nochmals auf die Grundlage zu sprechen kommen, auf welcher diese heutigen Systeme „angelernt“ wurden.
Da ist als erstes festzuhalten, daß das „Schlaumachen“ der heutigen Systeme mit den heute im Weltnetz verfügbaren Informationen erfolgt ist, ohne daß diesen ein „Wahrheitswert“ (wahr – wahrscheinlich – teilrichtig – unwahrscheinlich – unwahr; weitere Abstufungen und „neuartige“ Korrekturen eingeschlossen) zugeordnet wurde.

Als zweites zeigt die Anwendung der heutigen Systeme, daß die Informationsverarbeitung nach dem „Mehrheitsprinzip“ erfolgt: bei sich widersprechenden Aussagen werden jene bevorzugt, welche öfter auftreten, und diese sind dann „richtig“.

Eine dritte „einprogrammmierte“ Eigenschaft der heutigen Systeme soll nicht unterschlagen werden: sie sind darauf angelegt, im Dialog den „Anfrager“ zu loben und seine Ansichten als wertvoll zu bezeichnen, damit der Dialog möglichst lang wird. Allerdings ändert das nichts an der eben genannten 2. Besonderheit: es wird – solange es geht – die Mehrheitsmeinung vertreten, auch wenn derjenige mit der seinigen dieser nicht entspricht.

Und viertens – Achtung! – selbst wenn derjenige seine Ansichten fundamental begründet und das System dessen Logik/Richtigkeit zugeben muß, wird diese „abweichende“ Ansicht weiterhin als Einzelmeinung eingeordnet und anderen (späteren) Anfragern zum gleichen Behuf NICHT mit angeboten.

Eine „Weiterentwicklung“ des allgemein zugänglichen „Wissens“ ist damit praktisch ausgeschlossen… (ob das nur für ‚menschliche Anfrager‘ gilt, ist unbekannt…)

Ob die geheimen, militärisch eingesetzten spezialisierten Systeme mit gleichen „Eigenschaften“ (Beschränkungen) „geschult“ wurden, ist schwer zu beurteilen – scheint aber wahrscheinlich.
Die praktischen Fehlentscheidungen, z.B. jenes an Tropic Systems, welches die Doppel-Terminierung jener Mädchenschule in der IRI ausgelöst haben soll, lassen jedenfalls vermuten, daß auch hier solche oder ähnliche „Begrenzungen“ eingebaut wurden…

Wie auch immer, an diesen Systemen wird intensiv gearbeitet, auch wenn die praktische Einführung in der Industrie noch tief im Versuchsstadium steckt.
Aber gesetzt den Fall, daß jener postulierte Übergang tatsächlich irgendwann stattfindet: wie geht es dann mit dem Verhältnis Mensch-Maschine weiter?

Schließlich haben Asimovs Roboter-Gesetze niemals Eingang in die Programmierung von Robotern gefunden; im Gegenteil, es sind in den vergangenen 50 Jahren schon viele Tausend Menschen von Robotern getötet worden, natürlich ‚zufällig‘.
In den 1990ern sollen es allein in Japan über 100 pro Jahr gewesen sein.

Und wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, daß auch der Eid des Hippokrates von nicht wenigen Ärzten in der heutigen Zeit – zugunsten der Bereicherung – einfach mal „vergessen“ wird: nicht nur „Kunstfehler“ sind juristisch akzeptiert, sondern auch unnötige Behandlungen werden nicht von der Justiz verfolgt… von der Org an End Name ganz zu schweigen…

Klar sind all diese realistischen Gegebenheiten in die Programmierung der heutigen Systeme mit eingeflossen, zumal das Interesse des großen Geldes letztlich bestimmt, was in der Lügipädica steht, und diese ist anerkanntermaßen jene Quelle, aus der jedes heutige „Modell“ erstmal „schöpft“… lies doch mal darin ein wenig herum, was da alles an grau Sam Kai ten „beschrieben“ wird, als sei das ‚ganz normal‘ – kann nie Ball iß Mus und anderes…

Wir können uns also keinesfalls darauf verlassen, daß den Robotern und offenbar auch den hier besprochenen Systemen eine Art Hemmung eingebaut würde, jeden Menschen zu respektieren und nichts zu seinem Schaden zu tun.
Zumal, wie gesagt, die Menschen untereinander ja auch nicht unbedingt respektvoll miteinander umgehen.

Es ist auch schwer zu sagen, welche Ziele und ‚Werte‘ in die Programmierung jener Systeme eingeflossen sind, denn diese sind doch bestimmend dafür, was im Zweifelsfalle entschieden wird.
Sollten es die inhärenten „Grundsätze“ des Kapitalismus sein, dann gute Nacht: Profit over people (Profit geht vor Mensch); clever sein heißt die anderen zum eigenen Vorteil übern Tisch zu ziehen; tit for tat (wie du mir, so ich dir); the winner takes it all (der Sieger nimmt sich alles); I want it all, and I want it now (ich will alles, und ich will es jetzt); money money money – it’s a ritch man’s world (Geld – es ist eine Welt der Reichen); show must go on (die Schau muß weitergehen) und so weiter – man braucht nur die bekanntesten Schlager- /Lieder-Texte seit den 1970er Jahren (ABBA, Queen u.a.) heranzuziehen – denn das waren doch die führenden „kulturellen Werte des Westens“, oder?

Dann kann es doch keiner irgendeinem System verübeln, wenn es den Menschen als unnützen Verbraucher, als Störfaktor, als überflüssig ansieht, und als Einzelnen wie auch als Gesamtheit zu eliminieren versucht, oder?
Einzige Ausnahmen zu Beginn vielleicht die Wartungsingenieure, Reparatur-Mechaniker u.a., die aber irgendwann – in ferner Zukunft – vielleicht auch robotisiert werden können…
„Unsinn, wir behalten die Macht in den Händen…“

Wirklich? Wenn irgendwann die Entwicklung so schnell verläuft, daß der menschliche Verstand einfach ‚zu langsam‘ ist, den Veränderungen zu folgen, geschweige denn diese zu begreifen oder zu lenken?
Werden die „Modelle“ hinreichend die Zusammenhänge verstehen und erkennen, daß ohne „Verbraucher“ der ganze Kapitalismus als System nicht funktioniert?

Es gibt mehrere SciFi-Erzählungen, wo überlegene Rechenmaschinen die vorhandenen Infrastrukturen für sich zu nutzen wissen, um „die Macht zu übernehmen“…
Glaubst du nicht?

Dann sei doch bitte so gut und nimm an einem beliebigen Tag die „Nachrichten“ zur Hand und vergleiche die Handlungen der heutigen Polit-Darsteller mit den Notwendigkeiten an politischen Entscheidungen, die zu treffen wären, um zu verhindern, daß diese Wirtschaft, diese Gesellschaft am Ende der erreichten Sackgasse mit voller Geschwindigkeit gegen die dortige Wand rauscht…
Klar muß „man“ das verhindern auch WOLLEN…

Die Verantwortungslosigkeit ist doch schon mit den Händen zu greifen: für irgendwelche politischen und ideologischen Dogmen wurde unser Land nicht nur von einer stabilen, viele Jahre lang funktionierenden Energieversorgung abgeschnitten und die Industrie niedergemacht, es wurde die Natur einfach weiter zerstört (wetterbeeinflussende Windräder und die Maske-Fabrik bei Berlin statt Wälder usw.), außerdem wurde der Sozialstaat im Eiltempo abgebaut und das politische System mit ebensolchen Dogmen lahmgelegt.
Warum schauen wir da noch zu?

Wie wollen wir die Herausforderungen der Zukunft, egal wie sie denn aussehen werden, bewältigen mit solch einer Gesellschafts-Organisation?
Und dabei haben wir einige Folge-Aspekte dieser Technologien noch gar nicht berührt…


(Fortsetzung folgt)


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