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Partys sind nicht das Problem, die Regeln sind es

Rechtobler, 28.03.09NZR (alt 2021)

Stefan Millius hat am 27. März 2021 in „Die Ostschweiz“ einen Superartikel zur aktuellen Problematik geschrieben. Weil sich das Unglaubliche, ja völlig Absurde in meiner Vaterstadt, dem Hauptort aller Bünzlis – wie wir als Jugendliche immer wieder gelästert haben – stattgefunden hat, stelle ich den sehr lesenswerten und treffenden Artikel nun bei bb ein.

Die Stadt St.Gallen in heller Aufregung: Menschen haben gefeiert. Nun wird über Regelbrecher diskutiert, und das eigentliche Thema geht dabei unter: Die Tatsache, dass diese Regeln nur gebrochen werden, weil sie von Anfang an unhaltbar waren. Und deshalb gebrochen werden müssen.

Der Topf quillt über. Das wird langsam offensichtlich. Einer langen stoischen Hinnahme der Massnahmenpolitik gegen das Coronavirus in weiten Kreisen der Bevölkerung folgen nun vermehrt Signale des Aufbegehrens. Die Zahl der Menschen an Kundgebungen wächst, im privaten Rahmen nimmt man schon länger vieles nicht mehr ernst, was verordnet ist, und in den sozialen Kanälen wird inzwischen unverhohlen geworben für «illegale» Dinge. In der Stadt St.Gallen hat das in einem Saubannerzug geendet.

Die Polizei hat in diesem Fall nur ihren Job erledigt. Wer Polizist wird, lernt, keine Fragen zu stellen, wenn ein Befehl kommt, der auf einem Gesetz basiert. Das muss wohl so sein, der Apparat würde sonst nicht funktionieren. Oft genug sind wir ja auch froh darum.

Anders sieht es aus bei den Leuten, welche die Gesetze machen. Vor einem Jahr haben sie entschieden, sich mit Haut und Haaren einem Virus zu unterwerfen.

Dieses Virus hatte nie vor, uns zu unterjochen, und es hatte auch nie das Potenzial dazu. Das war ein freier Entscheid unserer Politik. Das Ergebnis sind Massnahmen und Regeln, die uns auf eine Art und Weise geschadet haben, wie es keine ansteckende Krankheit je könnte.

Und weil das immer offensichtlicher wird, sind immer mehr Menschen bereit, das nicht weiter mitzutragen. Zum guten Glück.

Denn wenn Irrationalität zum Massstab wird, wenn Prognosen an die Stelle von Fakten treten, wenn eine unheilige Allianz aus Regierung und Medien einer Politik zum Durchbruch verhilft, die jede Verhältnismässigkeit sprengt, ist es an der Bevölkerung, Gegensteuer zu geben. Vor allem in einem Land, das grundsätzlich jede Frage von der Bevölkerung abhängig macht. Das kann auf unterschiedliche Art geschehen. 100 junge Leute, die finden, es sei an der Zeit, einfach mal wieder zu feiern, weil das Verbot, gemeinsam zu feiern, so offensichtlich keine Grundlage hat: Das ist kein Verbrechen. Es ist gesunder Menschenverstand. Wir sollten aufstehen und klatschen.

Falls diese Aussage als Aufruf zum Bruch von Regeln wahrgenommen werden sollte: Sei’s drum. Wir jubeln ja sonst auch immer, wenn anderswo Menschen gegen ihre Regierung aufstehen, weil uns unsere Medien sagen, dass es sich dort um einen Unrechtsstaat handle.

Aber derzeit geschieht auch bei uns Unrecht. Im grossen Stil.

Hier geht’s zum Artikel ….


3 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Mujo sagt:

    Ja, gut beschrieben. Die Regeln besser Absurden Regeln sind das Problem. Oder wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht und auch nicht einmal das ausreicht und ihn noch zu einen Heiß(e)-Luft-Ballon Aufbläst, der irgend wann einmal mit einen lauten Knall Platz und dann Gnade den der das Ding mit so groß gemacht hat.

    Gefällt 1 Person

  3. mkarazzipuzz sagt:

    „Die Polizei hat in diesem Fall nur ihren Job erledigt. Wer Polizist wird, lernt, keine Fragen zu stellen, wenn ein Befehl kommt“

    Genau das! Er hat nicht gelernt, ob das ein „Gesetz“ oder eine „Verordnung“ ist. Ihm wurde nicht beigebracht, falls er ein „Beamter“ sein sollte, dass er ungestraft „remonstrieren“ darf.

    Aber dies Alles würde ja nur in Staaten mit Beamten funktionieren. Wir haben aber nunmehr nur Agenturen, keine Staaten.

    Nun darfst DU dich mit deinen Chefs rum schlagen.

    Gesetze? Soll ich jetzt lachen oder weinen? Ich weiß es nicht.
    krazzi

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