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Philosophie und Kunst ist was Kohle bringt

(Ludwig der Träumer) Angeregt durch Renate Schönigs Kommentar zu „Congo“, dem wahren Zeichenkünstler fiel mir mein alter Artikel im „Kritischen Netzwerk“ wieder ein, den ich leicht überarbeitet wiedergebe.

Die Philosophie stand in früheren Zeiten meistens über den Dingen und den Verdingten. Der Zeitgeist, der ihn zwar inspirierte, war jedoch nicht wirklich wichtig für den wahren Philosophen. Zeitgeist ist immer im Jetzt. Viele der bisherigen Denker hatten die Gabe, sich aus diesem auszuklinken. Sie hatten nicht nur überlegt, sie waren dem Zeitgeist überlegen. Nur wer bedingungslos mit Abstand über der Sache steht, kann sie erkennen. Das macht ihre zeitlose Faszination aus mit ihrem Nachwirken.

Im Gegensatz zu den heutigen Lautsprechern, allen voran der Sloterdijk, der ohne den Zeitgeist, der Mode und der verkommenen Moral nicht überlebensfähig wäre, lediglich parasitenhaft die Hirne des As, (s. DAS UNTIER. von Ulrich Horstmann) des eingebildeten Ausgebildeten,  mit seinen Aussonderung besetzet und geistige Verunreinigung verursacht. Er braucht den Fan, den Fanatiker, der ihn als Sektenprediger gleichend hysterisch bewundert. Daß er nur die Vorgaben der Elite, dem ausgesonderten Abschaum, in die Hirne der bereits mit Perfid© gewaschenen Mitmenschen implantiert, interessiert ihn nicht. Neben seinem primitiven Ego, das er kitzelt oder für Geld kitzeln läßt, hat es für ihn noch einen positiven Haupteffekt. Es bringt Geld ins Haus. Dazu ist ihm keine noch so verbogene Wortschwallerei, die er Philosophie nennt, zu peinlich.
Ohne die Medien, die ihn ehrfürchtig unterwürfig als Großen unserer Zeit feiern, wäre er allenfalls der verwirrte Sonderling von nebenan. Einen Aufsatz im Deutschunterricht mit seinen verdrehten Worthülsen hätte mir eine fünf eingefahren.

Das kleine A- wird inzwischen von Precht mit ‚wie viele bin ich und wenn überhaupt‘, oder so ähnlich, philosophisch bedient. Die Werbung hat auch bereits die Philosophie übernommen. Ich bin doch nicht blöd, also kaufe ich. Die Kreditkarte ist das heutige Abiturzeugnis.

Das A+ muß sich natürlich von solchen Hilfsphilosophen abheben und klemmt sich folgerichtig an solche Gurus wie Sloterdijk:

„Alles spricht dafür, daß dasselbe Publikum auch auf extremen Reichtum wie auf Transzendenz antworten wird. Die Zukunft des Kunstsystems läßt sich darum leicht vorhersagen: Es liegt in seiner Fusion mit dem größten Vermögen. Es verspricht diesem eine glanzvolle exhibitionistische Zukunft und sich selbst den Übergang in die Dimension des Fürstlichen.“ (aus seiner Botschaft „Du mußt dein Leben ändern“)


Noch Fragen, liebes Publikum? Na, wenn diese überwältigende Erkenntnis nicht ausreicht um mein Leben neu zu gestalten, ist mir nicht mehr zu helfen. Vielleicht sollte ich es dann doch mal mit Precht probieren. Oder mit mir selbst. Lieber nicht. Das könnte fürchterlich werden.

Ein Sloterdijk repräsentiert nur noch den schrillen, unsinnigen Worthülsendrescher und die sog. Kunst im ZKM Karlsruhe. Die verrede Sprache setzt sich in der bildenden Kunst fort und wird ins absurde geführt. Dort muß er sich wohlfühlen. Eine schrägere ‚Kunstakademie‘ wird er wohl weltweit nicht finden, in der er sich als Chef austoben kann. Joseph Beuys bekäme dort nicht einmal eine Anstellung als Zeichenstift. Der SchlotterDick kann nur noch durch seinen verbalen Sondermüll existieren, den jeder halbwegs nicht Verirrte so schnell wie möglich am anderen Ausgang, also rektal ausdrücken würde.

Durfte ich doch noch  im Zeichenunterricht Fontanes Birnbaum in Federzeichnungen übersetzen, die die Spannung zwischen dem Natürlichen, dem Bedingungslosen, das einfach ist und dem kleinkarierten erbärmlichen Verhalten des kleinen As ausdrückten und mir einen Einser einfahren.

Heute müßte ich dafür im G8- Kunstunterricht, der sich das ZKM zum Vorbild nimmt, (wo gipfelt das nur?) bunte Farbbeutel an die Wand klatschen, in der Hoffnung, daß sie sich dort platzend künstlerisch ausdrücken. Am besten in der Farbe Rot, wenn ich Fontane interpretieren möchte. Blut kommt dort auch irgendwie vor. Noch besser, ich werfe einen weißen Farbbeutel hinterher. Rot für Blut, Mord und Krieg, sowie weiß für Frieden, harmonisch einer Bombenexplosion ähnelnd, schwerkraftmäßig triefend ineinanderfließend. Somit ist mir ein Brückenschlag zwischen Kunst und Neusprech gelungen. Krieg und Frieden als nicht zu trennendes ganzheitlich harmonisches Lebenskonzept. Ein gelungener Wurf, den SchlotterDick nicht besser fabulieren könnte.

Eine Videoinstallation toppte noch eine Fotoausstellung, die an eine Bildstörung im Testbild des frühen Fernsehzeitalters erinnert. Hätte ich nicht sämtliche verhunzte unter- und überbelichtete, verwackelte und versehentlich auf den Auslöser drückend die Bordsteinkante aufgenommenen Bilder weggeworfen und sie wahllos an die Wand im ZKM gepappt, wäre ich sicher ein anerkanntes A++ in der Kunstszene.

Ich kann mich an ein Experiment erinnern, wo ein Affe mit Pinsel ausgestattet, die Wand verschmieren durfte. Er wurde darauf dressiert. Nach getaner Arbeit hat er den Pinsel fortgeschmissen, sich die Haare gerauft, und sich mit Lauten, die verständlicher waren als das Geschwätz von SchlotterDick, beschämt von Dannen gemacht.

Auf einer Vernissage mit Prof. Lüpertz, der eine Laudatio für sein „Meisterwerk“ (s. fokgendes Bild) und einen vom ZKM begnadeten Schmierfink (solche Namen merke ich mir nicht) abdrückte, stand ich vor einer drei qm großen Wandschmiererei und mußte lautstark einen Witz abdrücken:

„Stehen zwei Buben im ZKM vor diesem Bild. Der eine meinte, hauen schnell ab, sonst glaubt der Wärter wir haben die Wand verschmiert und verprügelt uns“.

kostet lumpige 7.000,00 €

Als ich mich noch weiter zu dieser Kunst äußerte, gab mir seine Fan-Gemeinde zu verstehen, daß sie auf Proleten wie mich verzichten können. .

Die Kunst liegt nicht in diesem Werk selbst, sondern in der Unverfrorenheit des Künstlers, diese als solche zu definieren, war meine Antwort. Noch mehr bin ich verwundert über die Gäste die nicht sofort das Weite bei dieser Affenpräsentation gesucht haben.
Das war zufiel für den Professor. Seine Glatze lief dunkelrot an – vermutlich vor Wut .
Habe mir noch einen halben Meter Mettwürstchen und eine Brezel geschnappt und am nächsten Morgen meine Mitgliedschaft im ZKM gekündigt.

Mir wurde erst danach bewußt welchen Einfluß die Kunst und Philosophie auf das kleine Arschloch hat. Ganz übel wird mir bei Conschitta Wurst und Kerstin Ott – die uns als große Künstler eingehämmert werden.
Dazu das nächste Mal mehr. Seht euch genau dieses Video an, dann müßtet ihr eigentlich selbst darauf kommen. https://zkm.de/media/video/eine-einfuehrung-in-das-zkm-zentrum-fuer-kunst-und-medientechnologie


12 Kommentare

  1. muktananda13 sagt:

    Bis zu einem Punkt kann Kunst nur Kunst sein, darüber hinaus wird es nur Kunst, sie als Kunst anzusehen.

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  2. Bettina März sagt:

    Also auf dem Bild erkenne ich, mit viel Fantasie, gemalte BHs, das andere könnten Schlüpfer, Schals oder Strumpfhosen sein.
    Wem es gefällt, soll es kaufen.
    Sehe es so, Kunst ist wie Essen, der eine mag das, der andere das. Und mir ist das egal und was manche meinen zu philosophieren, genauso.
    So lange mir keiner damit auf den Geist geht, kann er machen, was er will.

    Auf der anderen Seite gab es Maler, wie Hieronymus Bosch, der Bilder gemalt hat, daß es im Kopf kracht. Und das zu einer Zeit, wo es noch kein TV und Internet gab. Unglaublich.

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  3. Gravitant sagt:

    Wie Beckstein.
    Alles muß versteckt sein.

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  4. palina sagt:

    wie sagte Ephraim Kishon:“In Deutschland ist alles Kunst, ausser Kunsthonig.“

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  5. palina sagt:

    test

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  6. Mujo sagt:

    @Bettina

    Ich mußte lachen als ich dein Beitrag mit den BH’s gelesen habe. Genau das dachte ich vorher auch.

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  7. Mujo sagt:

    Wenn ich mal beim Thema Kunst und Tiere bleibe, und die Menschen ausklammer die sich zum Affen von Affen machen lassen statt wirklich etwas Sinnvolles tun. Dann ist durchaus etwas möglich wo beide davon Profi-tier-en, und es beiden gut tut. So wie dies „Paul Barton“ macht der Elefanten Klassische Musik vorspielt, und ich meine zu Glauben das die Tiere dies auf ihrer Art wohlwollend wahrnehmen.

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  8. Bettina März sagt:

    ja Elefanten sind klasse Tiere. Ich liebe sie.

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  9. Vollidiot sagt:

    Kunst ist immer von der Zeit geprägt.
    Und in unserer Zeit gibt es auch viel Geld.
    Und viele Lügen.
    Und eine große Sehnsucht unter dem Schale Trägheit.
    Ein Aspekt der Kunst ist die Anregung der Phantasie des Betrachters.
    So geschehen hier……………

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  10. wei sagt:

    die Kunst wird ja nicht deshalb als Kunst bezeichnet weil sie Kunst ist,oder sich ein Heini einbildet das es Kunst sei,sondern weil es dem eingefallen ist der sich Künstler nennt und nicht einem anderen dem es eben nicht eingefallen ist
    Damit sind wir alle Künstler wenn wir so wollen,wir hegen blos keinen Anspruch darauf uns Künstler zu nennen in der Regel,sondern sind Tischler ,Sprengler,Dachdecker,Maurer,Elektriker usw oder haben eben eine andere Tätigkeit.die wir mehr oder weniger gut können.
    Das ist die Bescheidenheit der Masse an Handwerkern weil sie wissen das ihre Produkte nicht kleckern—

    Freud hat sich ein Kinderspiel abgeguckt—-ein Heftblatt rauszureisen,es zu falten ,in die Mitte ein Tintenklecks fallen zu lassen und anschließend nach tagesform das Blatt zu falten.Alle umstehenden mussten dann raten was der gefaltete Kleck nach dem aufklappen für eine Bedeutung haben könnte.

    Daraus hat Freud eine Serie gebastelt ,welche er als Rohrschach -Test ausgegeben hat.Im übrigen bis heute der einzige Test um den manchmal falschen in der Klapse zu behalten,zumindest ist das ein weiter Beweis dafür das es keiner Kunst bedarf innerhalb der Klapse die Erfindung der Kinder von nebenan zu benutzen um sie dann als wissenschaftliche Beimischung hochprofitablen Gedöhns zu verkaufen.Wie sagte Gerd Postel,als Briefträger war ich wer,als Hochstapler unter Hochstaplern nur einer von ihnen

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  11. Vollidiot sagt:

    Hierzu der geniale Spruch von Beuys: Jeder Mensch ist ein Künstler.
    Der „erweiterte Kunstbegriff“ – jeder errichtet mit die soziale Skulptur.

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  12. Drusius sagt:

    Worauf es ankommt.
    Philosophische Märchen: Der König und seine vier Frauen (Indische Sage)
    (https://www.youtube.com/watch?v=HSC1t18qOFA)

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