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Briefe von der Erde an Sankt Michael und Sankt Gabriel / 3. Brief

(Ludwig der Träumer) „Bist du jetzt ganz durchgeknallt“ schrieb mir ein lieber Unbekannter in einer privaten Mail. „Wie kannst du nur satanische Briefe veröffentlichen …“. Ich bezweifle, daß er auch nur einen einzigen Brief gelesen hat. Nun, mir ist bewußt, daß schon das Wort ‚Briefe von Satan‘ bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl oder sogar Schnappatmung hervorrufen. Vielleicht hätte Mark Twain den Satan, der hier zu Wort kommt, besser als unbeteiligter außerirdischen Beobachter des hirnlosen pervertierten menschlichen Handelns titulieren sollen. Die Briefe wurden 50 Jahre lang unter Verschluß gehalten. Wer kann daran ein Interesse haben?
Also lieber Leser, versuche diese Briefe als unbeteiligter außerirdischer Beobachter zu lesen und mit dem heutigen menschlichen Handeln zu vergleichen. Da bleibt nix satanisches übrig – minimal das Staunen über so viel Blödheit und maximal die Vermutung, daß der Mensch seine wahre Bestimmung bisher noch nicht erkannte.

Vorherige Briefe:  Die Schöpfung und Brief 1         Brief 2

Zum Thema schrieb ich schon Mal:
Die materielle Entwicklung ist nicht ein Abstieg aus dem Geistigen, sondern die höchste Form dieser, die unsere Schöpfung zu bieten hat. Es gibt und gab vorher niemals mehr Gestaltungsvielfalt und  -möglichkeiten, das gesamte Schöpfungspotential zu verwirklichen. Das beinhaltet eine Symbiose des Geistigen und Materiellen. Urvölker hatten das noch weitgehend inne, aber es um so schwerer im Überlebenskampf auf der Erde. Wer also das Geistige vom Materiellen wieder trennen will, begeht Selbstmord. Anders formuliert: Das geistige und das Materielle bedingen sich gegenseitig um zu überleben. Ein Zurück in ‚Gottes Schoß‘ ist nicht mehr. Wozu hat der Schöpfer das sonst geschaffen? Habe schon öfter darüber geschrieben. Es ist pure Blasphemie, den Materialismus – besser: die ultimative Verdichtung des Geistigen abzulehnen. Warum? Weil er den letzten Akt der Schöpfung zeigt. Das Materielle hat sich mit dem Geistigen weiterentwickelt und nicht davon getrennt. Diese Trennung machen uns nur die Idioten von Geleerten äh Gelehrten vor, die davon profitieren (im jetzigen Leben) und wir kleine As fallen darauf hinein.

Es gibt heute die hirnrissigen Auswüchse im Materialismus, die ich sicher nicht erwähnen muß. Die sollten wir aber nicht als Bewertung mißbrauchen, daß der ‚Materialismus‘ per se schlecht ist. Der Mensch ist nur zu blöd, das zu erkennen. Erst die uns geschulte Trennung vom Schöpfergedanken – die neue Religion bringt das Übel. Insofern sind alle Zeitgenossen, die Wasser predigen und selbst Wein saufen, die Übeltäter und nicht irgendwelche daher fantasierten Gegenschöpfer, auf die wir hereinfallen. Hat sie jemals jemand gesehen? Natürlich nicht. Nur die Idioten, die davon berichten.

Wer ist also die Gegenschöpfung? Meine These: Es gibt keine. Sie hat auch keinen tieferen Sinn. Wären sie so mächtig wie ihnen geunkt wird, so hätten sie schon lange ihr Ziel erreicht. Daher die für mich berechtigte Frage: Hat der Mensch nicht die ultimative Macht über diese sog. Arschlochgötter, einer daher geschwafelnden Gegenschöpfung?

Die Gegenschöpfung im Außen zu suchen, ist so unsinnig wie Buchstabensuppe züchten um die Welt zu verstehen. Das machen übrigens Philosophen. Das gesamte Schöpfungspotential ist in jedem Einzelnen angelegt.

Brief 3

Ihr habt bemerkt, daß der Mensch eine Kuriosität ist. In der Vergangenheit hatte er Hunderte von  Religionen (und kaum herausgebracht schon wieder weggeworfen); und auch heute viele Hundert Religionen und jedes Jahr kommen nicht weniger als drei Neue dazu. Würde ich Euch eine größere Zahl nennen, läge ich immer noch richtig.

Eine seiner Hauptreligionen wird die Christliche genannt. Eine kleine Beschreibung wird Euch interessieren. Sie ist festgelegt in einem Buch  mit zwei Millionen Wörtern, genannt das Alte und Neue Testament. Es hat auch einen anderen Namen, das Wort Gottes. Denn die Christen denken jedes Wort davon ist von Gott diktiert worden – von jenem, von dem ich Euch erzählt habe.

Es ist ganz interessant. Es sind jede Menge Verse darin und einige schlaue Fabeln, viel Blut durchtränkte Historie, ein wenig gute Moral, ein Schatz von Obszönitäten und mehr als tausend Lügen. 

Diese Bibel ist hauptsächlich aus den Fragmenten älterer Bibeln zusammengesetzt worden, hoch betagte und zerfallene Schriften. Es mangelt ihr sichtlich und notwendigerweise an Originalität. Ihre drei oder vier herausragenden und beeindruckenden Ereignisse geschahen alle in früheren Bibeln; all ihre seine besten Grundsätze und Regeln des Verhaltens kamen auch von jenen Bibeln; es gibt nur zwei neue Dinge darin: Die Hölle für einzelne und dieser einzigartige Himmel, von dem ich Euch erzählt habe.

Was sollen wir tun? Wenn wir mit diesen Leuten glauben, daß ihr Gott diese grausamen Dinge erfand, verleumden wir ihn; wenn wir glauben, daß sie diese Leute selbst erfanden, verleumden wir sie. Es ist in jedem Fall ein unangenehmes Dilemma, denn keine dieser Parteien hat uns irgendein Leid zugefügt.

Zur Beruhigung laßt uns eine Seite betrachten. Laßt uns die Gewalten bei den Menschen zusammenfügen und ihnen die ganze unangenehme Last aufbürden – den Himmel, die Hölle, die Bibel, all dies. Es scheint nicht richtig, es scheint nicht fair; und wenn wir dann auch noch diesen Himmel bedenken, wie erdrückend geladen er mit allem ist, das auf Menschen abstoßend wirkt, wie können wir dann glauben, daß es ein Mensch erfand? Und wenn ich Euch jetzt noch von der Hölle erzählen darf, wird die Beweislast noch größer, da werdet Ihr mir doch zustimmen. Nein, ein Mensch würde so etwas nicht liefern würde; er könnte es einfach nicht. Diese unschuldige Bibel beschreibt die Schöpfung. Von was – vom Universum? Ja, das Universum. In sechs Tagen!

Gott tat dies. Er nannte es nicht das Universum – dies ist ein moderner Name. Seine ganze Aufmerksamkeit galt dieser Erde. Er baute sie in fünf Tagen – und dann? Er brauchte nur einen Tag, um zwanzig Millionen Sonnen und achtzig Millionen Planeten zu schaffen!

Wofür waren sie seiner Meinung nach? Das Licht bereitzustellen für diese kleine Spielzeugwelt. Das war ihr ganzer Zweck; es gibt keinen Anderen. Eine der zwanzig Millionen Sonnen (die kleinste) sollte am Tag leuchten, der Rest sollte helfen auf den  unzähligen Monden des Universums, die Dunkelheit ihrer Nächte zu vertreiben.

Es ist ziemlich sicher, daß er glaubte, daß seine frisch gemachten Himmel diamanten-übersät waren mit diesen Myriaden von blinkenden Sternen vom ersten Tag an dem die Sonne am Horizonts versank; wogegen tatsächlich nicht ein einziger Stern an jenem ersten Tag blinkte an dem die Sonne am Horizont versank. In einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren blinkte nicht ein einziger Stern an diesem schwarzen Gewölbe nachdem diese denkwürdige Woche ungeheuerer Geschäftigkeit vollendet war. Dann erschien ein einzelner Stern, ganz einsam und alleine, und begann zu blinken. Drei Jahre später schienen noch einer. Die zwei blinkten zusammen mehr als vier Jahre, bevor sich ein Dritter dazugesellte. Am Ende der ersten hundert Jahre waren es noch nicht einmal fünfundzwanzig Sterne, die in diese unendliche Weite jener düsteren Himmel funkelte. Nach tausend Jahren waren immer nicht genug Sterne sichtbar, um damit eine Show zu machen. Nach einer Million Jahren hatte die Hälfte des gegenwärtigen Aufgebots ihr Licht über die teleskopischen Barrieren gesandt, und es dauerte noch Million Jahre, um den Rest folgen zu lassen, wie allgemein bekannt. Da es zu dieser Zeit kein Teleskop gab, konnte ihr Erscheinen auch nicht beobachtet werden.

In seinem Buch preist Gott beredsam seine mächtigen Werke und lobt sie in den höchsten Tönen, um so zu zeigen, daß er eine feste und ehrliche Bewunderung für diese Größenordnungen hat; doch machte er jene Millionen ungeheurer Sonnen, um diesen winzigen kleinen Ball zu erleuchten, statt die kleine Sonne dieses Balls dazu zu veranlassen, sie bei ihrem Tanz zu vertreten. Er erwähnt Arcturus in seinem Buch – sie erinnern sich an Arcturus – wir waren dort einmal. Es ist eines von den Nachtlichtern dieser Erde! – Diese riesige Kugel, die fünfzigtausendmal so groß wie die Sonne dieser Erde ist und verglichen mit ihr wie eine Kathedrale gegenüber einer Melone.

Aber die Sonntagsschulen lehren die Kinder noch immer, daß Arcturus geschaffen wurde, um zu helfen, diese Erde zu erleuchten und die Kinder werden erwachsen und glauben das immer noch, auch wenn alles dagegen spricht. Laut dem Buch und seinen Dienern ist das Universum erst sechstausend Jahre alt. Erst in den letzten hundert Jahren haben Gelehrte herausgefunden, daß es nach jetzigem Wissensstand wohl eher hundert Millionen Jahre alt ist.

Im Verlauf von sechs Tagen schuf Gott den Menschen und die anderen Tiere.

Er schuf einen Mann und eine Frau und stellte sie in einen hübschen Garten, zusammen mit den anderen Kreaturen. Sie alle lebten dort einige Zeit in Harmonie- und Zufriedenheit und blühender Jugend, dann traten Schwierigkeiten auf. Gott hatte den Mann und die Frau gewarnt, daß sie nicht von der Frucht eines gewissen Baums essen dürfen. Und er fügte eine höchst merkwürdige Bemerkung hinzu: er sagte, daß, wenn sie davon essen, sie bestimmt sterben sollten. Merkwürdig aus folgendem Grund, sie hatten noch nie eine Probe des Todes gesehen hatten, also konnten sie unmöglich wissen konnten, was er meinte. Weder er noch irgend ein anderer Gott wäre in der Lage gewesen, jene unwissenden Kinder dazu zu bringen, zu verstehen, was gemeint war, ohne eine Probe bereitzustellen. Das bloße Wort konnte nicht mehr Bedeutung für sie haben als für einen Säugling im Alter von einigen Tagen.

Sogleich suchte sie eine Schlange privat auf und kam in aufrechtem Gang zu ihnen, so gingen Schlangen in jenen Tagen. Die Schlange sagte, daß die verbotene Frucht ihren leeren Verstand mit Wissen füllen würde. Also aßen sie davon, eine natürliche ganz Verhaltensweise, denn Menschen sind so veranlagt, daß sie wißbegierig sind; während der Priester wie auch Gott, dessen Nachahmer und Vertreter er ist, es von Anfang an zu seinem Geschäft gemacht hat, ihn davon abzuhalten, irgendwelche nützlichen Dinge kennen zu lernen. Adam und Eva aßen die verbotene Frucht, und sofort strömte ein großes Licht  in ihre trüben Köpfe. Sie hatten Wissen erworben. Welches wissenswerte Wissen? Nein erhielten lediglich Kenntnis davon, daß es solch ein Ding wie Gut gab, und eben solch ein Ding, wie Böse, und wie man Böses tun kann. Sie konnten das  zuvor nicht tun. Deshalb waren all ihre Taten bis zu dieser Zeit ohne Makel ohne Schuld ohne Vergehen gewesen.

Aber jetzt konnten sie Übles tun und dafür leiden; jetzt hatten sie das erworben, was die Kirche einen unschätzbaren Besitz nennt, das moralische Empfinden; jenen Sinn, der den Menschen von der Bestie unterscheidet und ihn über die Bestie erhebt. Statt unterhalb der Bestie, wo man seine korrekte Stellung annehmen würde,  da er immer von fauler Gesinnung und schuldig ist, während die Bestie immer von reiner und unschuldiger Gesinnung ist. Das ist wie wenn man eine Uhr die falsch gehen muß mit einer vergleicht, die überhaupt nicht geht.

Die Kirche preist immer noch das Gewissen als des Menschen vornehmsten Besitz,  obwohl die Kirche weiß, daß Gott da eine ganz andere erbärmliche Meinung davon hatte und tat, was er auf seine schwerfällige Weise tun konnte, um seine glücklichen Kinder des Gartens davon abzuhalten, es zu erwerben.

Nun gut, Adam und Eva wußten jetzt, was böse war, und wie man es tun kann. Sie wußten, wie man verschiedene Arten von falschen Dingen tun konnte und unter ihnen ein ganz besonderes, – das eine das Gott vor allem im Sinn hatte. Es war  die Kunst und das Geheimnis des Geschlechtsverkehrs. Für sie war das eine großartige Entdeckung und sie hörten auf herum zu faulenzen, und richteten Ihre ganze  Aufmerksamkeit darauf, arme ausgelassene junge Dinger!

Inmitten einer dieser Orgien hörten sie, wie Gott unter den Büschen umherging, was eine  Nachmittagsangewohnheit von ihm war, und sie waren fürchterlich erschrocken.  Warum? Weil sie nackt waren. Sie hatten das nicht zuvor gewußt. Sie hatten sich zuvor nicht daran gestört; auch Gott nicht. In diesem unvergeßlichen Moment war das Schamgefühl geboren; und einige Leute haben es seither geschätzt, obwohl es sie sicher verlegen würde, zu erklären warum.

Adam und Eve betraten die Welt nackt und schamlos nackt und mit reiner Gesinnung; und keiner ihrer Nachkommen hat sie  jemals anders betreten. Alle haben Sie nackt, ohne Scham und mit reiner Gesinnung betreten. Sie haben sie bescheiden betreten. Sie mußten Unbescheidenheit erst erwerben und die verdorbene Gesinnung; es gab keine anderen Weg sie zu bekommen. Die erste Pflicht einer christlichen Mutter ist die Gesinnung ihres Kindes zu verderben und das vernachlässigt sie nicht. Ihr Junge wächst heran um ein Missionar zu sein, und geht zum unschuldigen Wilden und zum zivilisierten Japaner und verdirbt ihre Gesinnung. Worauf sie das Schamgefühl übernehmen, ihre Körper verbergen und aufhören nackt miteinander zu baden.

Das per Konvention falsch benannte Schamgefühl ist keine Veranlagung und kann auch keine sein, denn es ist gegen die Natur und gegen den Verstand und daher künstlich und Gegenstand irgend jemandes Laune, irgend jemandes kranker Laune. Und so bedeckt in Indien die vornehme Dame ihr Gesicht und ihre Brüste läßt ihre Beine von den Hüften abwärts nackt, während die vornehme europäische Dame ihre Beine bedeckt und ihr Gesicht und ihre Brüste frei läßt. In den von unschuldigen Wilden bewohnten Ländern, gewöhnt sich die vornehme europäische Dame bald an die ausgewachsene einheimische völlige Nacktheit und hört auf sich daran zu stören.  Ein hochkultivierter französischer Graf und eine Gräfin – nicht miteinander verwandt wurden im achtzehnten Jahrhundert wegen eines Schiffbruchs in ihrem Nachtzeug  auf einer unbewohnten Insel ausgesetzt. Sie waren bald nackt. Auch wenn sie sich eine Woche lang schämten. Danach störte sie ihre Nacktheit nicht mehr, und sie hörten bald auf, darüber nachzudenken.

Du hast noch nie eine bekleidete Person gesehen? Ach, Du hast nichts versäumt.

Um die biblischen Kuriositäten fortzusetzen. Nach gesundem Menschenverstand sollte man denken,  daß die Drohung Adam und Eva für ihr Vergehen bestraft zu werden nicht ausgeführt wurde, da sie weder sich selbst geschaffen haben, noch ihre Veranlagung noch ihr Temperament, noch ihre Schwächen, und war daher gegenüber niemanden für ihre Taten verantwortlich waren. Es wird Euch überraschen zu erfahren, dass die Drohung ausgeführt wurde. Adam und Eve wurden bestraft, und dieses Verbrechen findet zu diesem Tag Apologeten. Die Todesstrafe wurde vollstreckt. 

Ihr versteht, die einzige für den Verstoß des Paars verantwortliche Person entkam; und sie entkam nicht nur, sondern wurde auch noch zum Henker der Unschuldigen.

In Eurer Gegend und in meiner sollten wir das Privileg haben uns über diese Art der Moral lustig zu machen, aber es wäre unpassend dies hier zu tun. Viele dieser Leute können logisch denken, aber sie tun es nicht in religiösen Angelegenheiten.

Jeder intelligente Mensch wird Euch sagen, daß, wenn ein Mann ein Kind gezeugt hat, er moralisch verpflichtet ist sich zärtlich darum zu kümmern, es vor übler Nachrede bewahren muß, es vor Krankheit schützen muß, für seine Kleidung und sein Essen zu sorgen hat, seine Eigenwilligkeit tolerieren muß, es nicht schlagen darf außer in Liebenswürdigkeit und für sein eigenes Wohl, und in jedem Fall ihm nie eine lüsterne Grausamkeit zuzufügen darf. Gottes Behandlung seiner irdischen Kinder ist jeden Tag und jede Nacht das genaue Gegenteil von all dem, aber die gleichen intelligenten Menschen rechtfertigen vehement diese Verbrechen, sehen darüber hinweg, entschuldigen sie und weigern sich entrüstet sie überhaupt für Verbrechen zu halten, wenn er sie begeht. Ihre Gegend und meine sind interessant, aber es gibt nichts, das nur halb so interessant ist wie der menschliche Verstand.

Nun gut, Gott verbannte Adam und Eva aus dem Garten und ermordete sie schließlich. Alles für die Übertretung eines Befehls, der nicht zu rechtfertigen ist. Aber damit nicht genug, wie wir noch sehen werden. Er hat einen Codex der Moral für sich und einen wesentlich anderen für seine Kinder. Er verlangt, daß seine Kinder gerecht sind und sanft gegenüber Tätern und ihnen siebenundsiebzig Mal vergeben; während er weder gerecht noch sanft mit irgend jemandem umgeht und so hat er jenem uninformierten und gedankenlose ersten Paar Jugendlicher schon die erste geringe Übertretung nicht verziehen indem er ihnen sagt, „dieses erste Mal lassen wir’s dabei bewenden, ich gebe Euch noch eine Chance“.

Im Gegenteil! Er entschied sich dafür, ihre Kinder für alle Zeit bis zum Ende aller Tage für einen unbedeutenden Verstoß zu bestrafen, der von anderen begangen worden ist, bevor sie geboren waren. Er bestraft sie immer noch. Auf sanfte Weise? Nein auf grauenhafte Weise.

Ihr würdet annehmen, daß diese Art von Wesen nicht viele Komplimente bekommt. Überzeugt Euch! Die Welt nennt ihn den Inbegriff der Gerechtigkeit,  Rechtschaffenheit, Barmherzigkeit, Gnade, Vergebung, Wahrheit, Liebe, die Quelle aller Moral. Diese Sarkasmen werden täglich weltweit verbreitet. Aber nicht als bewußte Sarkasmen. Nein, sie sind ernstgemeint: sie werden ohne ein Lächeln verkündet.


14 Kommentare

  1. webmax sagt:

    Was für ein langes Elaborat.
    „Gott preist seine Werke…“ etc. Blödsinn, Menschenlug und Trug. Manipulation und Illusion.

    Hör einfach auf zu glauben, und was passiert? NICHTS! ABSOLUT NICHTS.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Angela sagt:

    @ webmax

    Zitat: „… Hör einfach auf zu glauben, und was passiert? NICHTS! ABSOLUT NICHTS…

    Es „passiert“ schon was. Wer glaubte und aufhört zu glauben, d.h. – alle Illusionen fallen lässt, – wird anfangs eine große Leere in sich verspüren.

    Dann kommt es darauf an, wie er damit umgeht. Meist füllt er sie nämlich ganz schnell mit einem neuem Glaubensinhalt, z.B. an die Unfehlbarkeit der Wissenschaft. Und auch Atheisten sind Gläubige, sie glauben , dass es keinen Gott gibt – ein neuer Glaube…

    Die Leere in sich auszuhalten , ist nicht so einfach, doch der in meinen Augen einzige Weg zu wirklicher Erkenntnis.

    Angela

    Gefällt 2 Personen

  4. Gottfried Feder sagt:

    @Angela
    Zitat Anfang:
    „Es „passiert“ schon was. Wer glaubte und aufhört zu glauben, d.h. – alle Illusionen fallen lässt, – wird anfangs eine große Leere in sich verspüren.“
    Zitat Ende

    Haben wir (zumindest die meisten Mitleser) im Grunde nicht alle irgendwann aufgehört zu „glauben“? An das, was uns allen aus vermeintlicher Liebe angelernt wurde?

    Mich persönlich hat die Leere, wie Du sie nennst, eigentlich erst vom Glauben zum Wissen geführt. Zum Wissen um die Schöpfung, ihren „Wert“ und vor allem ihren Sinn. Und ich bin glücklich, Teil dieser Schöpfung zu sein – ganz egal wohin sie mich führt.

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  5. Angela sagt:

    @ Gottfried Feder

    Zitat: „… Mich persönlich hat die Leere, wie Du sie nennst, eigentlich erst vom Glauben zum Wissen geführt. Zum Wissen um die Schöpfung, ihren „Wert“ und vor allem ihren Sinn. Und ich bin glücklich, Teil dieser Schöpfung zu sein – ganz egal wohin sie mich führt.“

    Ja, genau das meinte ich… OFFEN sein, nicht EINEN Glauben durch einen anderen ersetzen, alles mit Interesse betrachten , für möglich halten und dann aus dem Inneren entscheiden, was für einen selbst in diesem Moment stimmig ist. Aus der „Leere“ entsteht ALLES.

    Mehr kann man meines Erachtens bei diesem Wirr-Warr an Meldungen und Ansichten in der Welt nicht tun.

    Angela

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  6. Drusius sagt:

    Eine sumerische Übersetzung des Begriffs SA.TA.AN lautet „strahlendes, künstliches Licht im Land des Himmels“. (Übersetzung Josef A. Csuk).
    Unsere Vorstellungen und Programmierungen scheinen viel zu bestimmen und die Spiele, in die wir einsteigen, sind nur so möglich. Was tun, wenn die bösen Feinde einfach nicht mehr da sind: Klima, Banken? Ohne äußere Bedrohung ist keine Diktatur möglich! Sie ist un-denkbar.

    Gefällt 1 Person

  7. Vollidiot sagt:

    „Eine seiner Hauptreligionen wird die Christliche genannt. Eine kleine Beschreibung wird Euch interessieren. Sie ist festgelegt in einem Buch mit zwei Millionen Wörtern, genannt das Alte und Neue Testament.“

    Das ist ein von den „christl.“ Kirchen gerne und stetig kolportierter sachlicher Fehler und man sollte in dieser Sache nicht zum Trittbrettfahrer werden.
    Die Verschafung der Schäfchen sollte man den Kirchen überlassen.
    Das Christliche ist rein im NT zu finden – das diente der gedanklichen Klarheit, auch in den Kirchen.
    Aber es macht sich halt obergeil von Jüdisch-christlicher Tradition zu sprechen – die zu definieren wär mal was für unseren Oberschlüpfri Beddy vom Strom.
    Aber wer will heutzutage schon denken, wenn Beddys Herz sagt, daß Jesus ein Jude war, dann ist alles Folgende eben jüdisch-christlich. Basta!!
    Und dann ists auch wurscht ob das „Christliche“ AT und NT umfaßt.
    So gesehen passds scho…………………….

    Gefällt 1 Person

  8. arnomakari sagt:

    Den Satan wie die Menschen denken gibt es nicht, denn Satan ist nur ein Geist der die Menschen für mehr ergeiz anregt, aber nicht um andere zu schaden, denn Satan braucht auch keine Opfergabe, so wie Gott keine Opfergabe braucht das ist alles nur Menschliches gespinne, Glauben und Wissen da besteht ein großer unterschied, aber das Unterbewusstsein weiss sehr viel, man muss es nur fragen, und im sich rein hören, und noch besser ist mit sein Unterbewusstein zu sprechen, wer das macht dem geht es viel besser.

    Gefällt 2 Personen

  9. Thom Ram sagt:

    17:12

    Ah, endlich mal wieder was vom Vollidioten, dachte schon, der sei sich seiner Vollidiotie so sehr bewusst geworden, dass er sich nicht mehr getraut, wadd su sagn.

    Der Geist sei stark, doch das Fleisch sei schwach, sage man. Oder so ähnlich. Also mein Geist ist mal wieder schwach, der weiss nicht, was „Oberschlüpfri Beddy vom Strom“ ist. Bitte um Nachhülfstund. Und mein Fleisch ist wirklich mittlerweile schwach, hab ich heute beim Schleppen der ausgedienten Waschmaschine feststellen müssen.

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  10. Thom Ram sagt:

    Und noch, was Volli vom AT und NT sagt, das sehe ich ähnlich. Im AT sind, so weit ich erinnere, wunderschöne Räubergeschichten, und der liebe Gott hilft immer den Guten und lässt die Bösen verrecken. Einzig dette Dingen mit Adam und Eva und Appel und Schlang, sowie mit Kain und Abel und Opferung generell, die schienen mir in den Zeiten meines beflissenen Bibelstudiums, vor 1000 Jahren, ergründenswert.

    Sagte mal ein nicht blöder Pfaffe auf die Frage, wem denn Gott im Kriege helfe: „Dem, der die besseren Kanonen hat.“ Dieser Pfaffe hatte Grips, machte Fress- und Sauftouren durch la France und la bella Italia.

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  11. Thom Ram sagt:

    Träumer Ludwig, du lieber und von mir hoch Geschätzter, ich liebe deine Entschiedenheit. Dein und mein Weltbild unterscheiden sich in der Frage nach den Ursachen herrschenden Leides, und mich stört das nicht, sondern belustigt und beflügelt mich. Warum ist das so, frage ich mich. Würde ein Anderer deine Thesen zelebrieren, würde ich ihm über die Schnauze fahren wollen. Vermutlich darum lese ich deine zum Teil andere Sicht auf die Dinge so gerne, weil du dich dabei als Mensch zeigst, nicht roboterisiert abspuhlst indoktrinierend, sondern immer deine gute Seele im Hintergrunde leuchten lässest.
    Ich freu mich schon darauf, dass ich schissfrei mich wieder in täutschen Landen werde aufhalten können, denn denne werde ich die Mühle mit dem Träumer wieder aufsuchen wollen.

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  12. Vollidiot sagt:

    Der Papst (Radsvorsidsende) der EKD (Evang.KärchGermans, eigentlich Deutschland, des Wort is abber bei Germanofoben fei ned gud gelidde) hoiset Bedford (urdeutsch)-Strom.
    Ond schlüpfri is so eppes wie slippery.
    Jeden Sonntag sagen die Schafe in der Kirche „Herr, erbarme dich unser“. Hier wäre mal eine klare Definition erforderlich.
    Was könnte das heißen, auch mit Blick auf Beddy S. oder andere.

    Das Seltsame ist, daß viele Leute/Leutinnen/Leutesen zwar was über AT und NT sagen, aber nur etwas vom durch reiche Kirchenmäuse anerzogenen Wissen haben. Dieses Wissen hat eine Wesentlichkeit wie der Päpste dürre(?) Beutel.

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  13. arnomakari sagt:

    Was ist eigentlich die Bibel, eine Legende oder ein Geschichtsbuch oder ein Märchen, denn man weiss doch die Schreiber dieman Propheten nennt haben doch das meiste was Sie geschrieben haben in Drogenrausch gemacht, der Fliegenpilz ist eine gute Droge früher schon und heute noch, man muss nur Wissen wie man den zubereitet, dann hat man eine gute Droge.
    Natürlich gibt es auch in der Bibel gute Geschichten, gäbe es nur Wahre Geschichten, dann wäre die Bibel schon längst vergessen, das eigenartige ist das die Geschichten über Personen erst viele Jahre später geschrieben wurden, jeder Mensch darf denken was Er will, denn die Gedanken sind frei, und dazu noch Zollfrei.

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