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Eine Opa-Geschichte

Menschlich handeln wird in einer Gesellschaft des ungebremsten Egoismus langsam aber sicher zur Ausnahmeerscheinung – wenn wir es zulassen.
Denn jeder kann im Alltag seine Menschlichkeit beweisen, wie die junge Frau in der nachfolgenden Erzählung. Es gibt für jeden täglich genug Anlässe, wo einfach nur gegenseitige Hilfe und Unterstützung gefragt sind.
Es liegt also bei jedem von uns selbst, wie wir tatsächlich miteinander umgehen…

© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 23. Dezember 2017 – Kommentare und Hervorhebungen von mir und gemäß Original.
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Die Geschichte vom Opa. Wie ich mal von Training heimkam –
История про дедушку. Или как я шла вечером домой с тренировки

Auf dem Wege vom Training nach Hause. Da war ein Opa, ein ganz alter, auf den Asphalt gefallen und kam nicht mehr hoch. Alle Leute gingen vorbei, machten einen großen Bogen (meinten wohl, daß er betrunken sei), und er gab nur unartikulierte Laute von sich und streckte den Menschen die Hände entgegen.

Meine Mutter hatte mich von Kindheit an gelehrt, daß ich allen und jedem im Maße meiner Möglichkeiten helfe. So trat ich an ihn heran und fragte: „Kann ich helfen?“
Er antwortete nichts Verständliches, murmelte nur etwas und streckte mir seine Hand entgegen.
Eine vorbeikommende Frau sprach mich an: „Geh weg von ihm. Siehst doch, daß er betrunken ist. Steckst dich noch mit was an. Er ist doch total dreckig. Holst dir noch was.“

Beim genaueren Hinsehen bemerkte ich, daß die Hand des Opas voller Blut war. Hier überkam mich wirklich unkindlicher Schrecken.
Auf meine Frage, was denn geschehen sei, erhielt ich auch keine verständliche Antwort, immer nur diese unartikulierten Laute, und er hob dann ergeben eine auf dem Boden herumliegende Plastiktüte auf – darin befanden sich Scherben von Bierflaschen. Er hob vom Boden noch einige weitere Scherben auf und steckte sie in die Tüte. Deshalb also war seine Hand voller Blut.
Ich begann, seine Hand mit einem feuchten Papiertaschentuch abzuwischen, um ihm dann aufzuhelfen und ihn nach Hause zu bringen.

Nach dem Abwischen der Hand hob ich den Opa auf. Auf meine Frage nach seiner Adresse reagierte er nicht. Er begann, erneut etwas Unverständliches zu murmeln.
Sosehr ich mich auch bemühte, mich hineinzuhören, ich konnte nichts verstehen.
Offenbar merkte er, daß ich nichts mitkriege, und begann mit der Hand zu deuten, wo wir hingehen sollten. So führte ich ihn zu einem der Hochhäuser an demselben Innenhof.

Er zeigte auf die Sprechanlage und mit den Fingern zwei Zahlen. Ich erriet, daß dies die Nummer seiner Wohnung sei. (in Rußland sind die Wohnungen grundsätzlich nicht mit Namensschildern versehen, sondern numeriert)
Ich rief also diese Wohnung an und von dort antwortete eine aufgeregte weibliche Stimme. Der Opa murmelte erneut etwas. Wenige Sekunden später kamen ein Mann und eine Frau auf die Straße gelaufen.
Zuerst wandten sie sich an den Opa und sahen nach, ob mit ihm alles in Ordnung war und ihm nichts passiert war.
Dann dankte mir der Mann, nahm den Opa auf die Arme und trug ihn in die Wohnung.

Die Frau fragte mich ständig, wie sie mir denn danken könnten. Ich lehnte ab und wollte schon gehen, als die Frau mich plötzlich bat, einen Moment zu warten, als ob sie sich an etwas erinnert hätte. Sie verschwand augenblicklich im Hauseingang und erschien eine Minute später wieder mit einem großen Korb Himbeeren.
„Aus dem eigenen Garten“, lobte sie. Ich dankte ihr, aber nahm nichts.
„Nimm nur, nimm“, bestand sie drauf, und setzte hinzu:

Wir sind fast verrückt geworden, als wir aus dem Garten nach Hause kamen und der Opa nicht zu Hause war. Die Sache ist so: er wurde im Krieg von den Deutschen gefangen genommen. Um nichts auszuplappern (er war Offizier), biß er sich ein Stück von der Zunge ab. Und damals war die Reinlichkeit nicht sonderlich. Bis er aus der Gefangenschaft fliehen konnte, hatte eine Entzündung begonnen und es mußte die halbe Zunge amputiert werden. Jetzt kann er nicht mehr verständlich reden. Er kann nur Laute ausstoßen, wie ein Taubstummer.

Bei uns auf den Innenhof haben es die Jugendlichen sich angewöhnt, abends auf dem Spielplatz Bier zu trinken. Die Flaschen schmeißen sie dann kaputt, egal wo. Wir haben uns schon bei der Polizei beschwert, sie sollte was unternehmen. Die Kinder nehmen all diesen Dreck in die Hände, und manchmal verletzen sie sich die Füße an den Scherben, auch die Hände sind oft zerschnitten.
So hat es sich unser Opa zur Gewohnheit gemacht, nachdem unsere Tochter Klein-Sonja sich den Fuß aufgeschnitten hatte, dort hinzugehen und die Glasscherben einzusammeln, auf daß die Kinder sich nicht verletzen.

Aber er ist schon alt, und die Beine tragen ihn nicht mehr richtig. Wir haben ihn schon versucht zu überreden, nicht mehr dorthin zu gehen, haben den Wohnungsschlüssel versteckt – aber er tut was er will. Einmal war er auch gestürzt, und bis ich von der Schicht nach Hause kam, hatte er fünf Stunden auf dem kalten Boden gelegen, keiner hat ihm aufgeholfen.
So waren wir auch gerade dabei, uns auf die Suche nach ihm zu begeben. Und da hast du geklingelt. Vielen Dank dir.“

Nach dieser Erzählung der Frau war ich verstummt. Sie drückte mir den Korb in die Hand und ich verneigte mich vor ihr (ja, ich verneigte mich, denn Worte konnte ich keine finden) und trottete heimwärts. Nach einigen Schritten begann ich zu weinen.

Warum ist das hier immer so? Warum denken wir nur an uns selbst?

Ich wende mich damit an alle: wenn ihr einen Menschen seht, der hingefallen ist und nicht mehr aufstehen kann, dann haltet ihn doch bitte nicht gleich für einen Säufer.
Geht zu ihm hin! Vielleicht braucht er eure Hilfe! Das sage ich besonders für die Jüngeren.
Bitte, vergessen wir nicht, daß wir MENSCHEN sind!

( Quelle )


24 Kommentare

  1. thom ram sagt:

    Danke, Lücki, danke für den Fund und für das Uebersetzen.

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  2. Notwende sagt:

    Ja, die Möönschen 😏

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  3. Gabriel Bali sagt:

    Beruehrend! – Doch bitte den letzten Satz aendern in „Bitte, erinnern wir uns doch, daß wir MENSCHEN sind!

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  4. Richard d. Ä. sagt:

    Danke für die anrührende Geschichte. Der äußere Eindruck täuscht halt oft. Und das gilt vermutlich andersherum noch viel mehr, d.h. für Menschen, die äußerlich der gehobenen Schicht anzugehören scheinen.

    Die Gelegenheit möchte ich gleich beim Schopfe packen und mich zum Jahresende bei allen zum Bumi-Bahagia-Kreis sich Zählenden für die vielen guten Gedanken, die zahlreichen Themen, das Bemühen, den anderen zu verstehen, die Geduld bedanken. Ganz besonderen Dank natürlich Thom Ram und den wichtigen Mitstreitern, vor allem Luckyhans und Ludwig dem Träumer. Man ahnt ja nur, welche Riesenarbeit und insbesondere welcher Aufwand an Zeit zu leisten ist, eine solche Seite zu betreuen, gar nicht zu reden von der Verantwortung, den Risiken und und und …

    Euch allen frohe Feiertage, Erholung, Aufladen der Akkus, Besinnung, einen guten Übergang ins Neue Jahr, für das ich allen stabile Gesundheit, viel Freude und Erfolg, einen möglichst sorgenarmen Verlauf, uns allen Erdenbürgern Frieden wünsche!

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  5. Reiner Dung sagt:

    „Bitte, vergessen wir nicht, daß wir MENSCHEN sind!“

    Das hat der Moloch Stalin total vergessen, seine Aufgabe war es
    millionenfachen VölkerMord bei Deutschen, Slawen, Juden und den russischen
    Völkern durchzuführen.
    Es gab nie einen “ Großen VaterLändischen Krieg“ siehe Viktor Suworow .

    Die ROTHe Armee bestand aus 2 AngriffsArmeen.
    Die erste Armee war KanonenFutter, die zweite BolschewikenArmee weniger Kilometer
    dahinter ihre Aufgabe wer nicht schnell genug nach vorne stürmt, stehen bleibt oder
    zurückweicht zuermorden. Die Rothe Armee nahm die ersten Jahre keine KriegsGefangenen alle wurden ermordet – teils bestialisch teils auch aufgefressen.
    Im Netz finden sich Berichte über Kannibalen welche Deutsche und Russen aufgefressen
    haben. Die Russen hatten auch für ihre Gefallenen nur namenlose MassenGräber.
    Gefangene Russen wurden oft bei den Deutschen als HilfsKräfte verwendet, Küche
    und ArbeitsKräfte, Russen welche gefangen wurden konnten nicht zurück StalinBefehl
    jeder der gefangen wurde mußte liquidiert werden. Siehe auch StalinSohn Selbstmord.
    Siehe auch Stalins FackelMannBefehle.

    John Demjanjuk, war während des Zweiten Weltkrieges ein ukrainischer Soldat der Roten Armee und diente nach seiner Gefangennahme durch die deutsche Wehrmacht im Jahr 1942 als Hilfswilliger. Er gehörte zu den Hilfstruppen der SS, die Personal für den Betrieb der Konzentrationslager stellten.

    Mein Kommentar mag herzlos erscheinen,
    aber die Realität war viel grausamer als wir uns das vorstellen können.

    Mögen Deutsche, Juden, Russen und alle Opfer die Wahrheit erfahren.

    😦

    Honsiks Wort zum Sonntag
    -https://www.youtube.com/watch?v=t9zWMBxMwtQ
    Gerd Honsik

    Die EU ist kein Friedensprojekt, sondern ein Bürgerkriegsprojekt als Vollendung des Zweiten Weltkrieges mit anderen Mitteln!

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  6. ALTRUIST sagt:

    Ich wende mich damit an alle: wenn ihr einen Menschen seht, der hingefallen ist und nicht mehr aufstehen kann, dann haltet ihn doch bitte nicht gleich für einen Säufer.

    Das ist aber dass vorherrschende Meinungsbild der Russen .
    Das in dieser Geschichte dagegenn angekaempt wird , ist anerkennenstwert . Zudem es noch Opa betriff .
    In einer Grossstadt kann das im Winter bei Minusgrade toedlich enden .

    Nun ist der Russe nicht grausam oder gefuehllos , aber in sehr schlechten Zeit stieg der Alkoholmissbrauch gravierend an .
    Die lezten Zeiten waren die Jelzin Zeiten .
    Selbst aus Schuhcreme laesst sich Alkohol gewinnen .
    Um die laellenden Alkoholleichen auf den Gehwegen kuemmerte sich niemand .
    Kinderstrich , Kinderleben in der Kanlisation und und und .
    Die sozialen Bindungen waren im Keller .

    Daran laesst sich auch ermessen der Verdienst von Putin und Getreuen , dass das nun Geschichte geworden ist .
    Das mit den Vorurteilen aufgerauemt wird, spricht ebenso dafuer und dass diese Geschichte einer breiten Oeffentlichkeit zum Nachdenken anregen soll .

    Putin appelliert: Russland nicht wie „liebe Oma“ behandeln
    https://de.sputniknews.com/politik/20171223318822051-putin-russland-liebe-oma-zukunft/

    In Westeuropa erleben wir die gegenlauefige Tendenz .
    Vergewaligung taeglich , 1O Messeratacken taeglich sind die Regel . Kaufhausdiebstaehle , Schlaegereien , verbale Drohungen .
    Zukunftausssichten ?

    Schulz droht mit Abschaffungen der Nationalstaaten , der Abschaffung der Identitaeten , Drohungen und Wohnungseinbrueche bei der AfD durch einen bezahlten linken Mob , mediale Russenphobie und nachweislich gefakter Hass auf die Juden , 300.000 Haushalte in der BRD ohne Strom , ueber 1 Million Wohnungslose .

    Der organisiert geplante Hassaufbau,- und Chaos Modus lauft .

    Was haben eure Auftraggeber Frau Merkel , Herr Schulz noch in Planung ?

    Geschichte vom Opa lesen , Frau Merkel und Herr Schulz , so wie Opa im Dreck liegt , so liegen viele Menschen im Dreck in der Heimat und niemand nimmt die nach Hilfe schreiende Hand an .

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    • thom ram sagt:

      Altrui

      Wundere dich nicht, wenn deine Kommentare nicht umgehend erscheinen. Neuerdings hat der Spamfilter von WP dich auf dem Kieger, schmeisst deine Kommentare ab und zu inn Spam. Ich schalte sie dann jeweils frei.

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  7. ALTRUIST sagt:

    thom ram
    24/12/2017 um 00:53

    Vielen Dank fuer Deine Antwort .

    Das geschieht immer wenn ich beim Tor Browser ueber einen der Knoten Deutschland gelenkt werde und nicht nur zu Deinem Blog .
    Schon komisch , das Ganze .

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  8. luckyhans sagt:

    zu Reiner Dung 23/12/2017 um 23:04
    „Das hat … Stalin total vergessen … siehe Viktor Suworow“ –
    bitte lieber Reiner, löse dich endlich von diesem Unsinn, diesen vielfach widerlegten Lügenmärchen – Suworow alias Wladimir Bogdanowitsch Resun, ein ehemaliger Mitarbeiter der Militär-Geheimdienst-Residentur in Genf, hat sich durch seinen Verrat an seinem Fahneneid im Jahre 1978 selbst außerhalb jeglicher Glaubwürdigkeit gestellt. Ob er auch nur eine Seite „seiner“ Bücher selbst geschrieben hat, ist nicht belegt, denn ähnlich wie beim Lügenbold SoLZHEnizyn sind mehrere Stilbrüche in seinen Büchern nachgewiesen, d.h. sie wurden von mehreren CIA-Leuten geschrieben. Da kannste auch gleich der Nasa mit ihren Mondlandungsmärchen glauben… 😉

    Und was die Rolle von Josef Wissarionowitsch betrifft, so sind dort auch viel mehr Räuberpistolen im Umlauf als Wahres. Wenn du russisch kannst, dann mach dich bitte im russischen Weltnetz dazu kundig.
    Ansonsten würde ich mich doch etwas zurückhalten mit solchen gewagten Behauptungen, wenn ich mich nur einseitig informieren könnte… 😉

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  9. luckyhans sagt:

    zu ALTRUIST 24/12/2017 um 00:24
    „Das ist aber dass vorherrschende Meinungsbild der Russen“ –
    woher nimmst du diese deine „Weisheit“? Kennst du „dass vorherrschende Meinungsbild der Russen“? Aus welchen Quellen?

    „in sehr schlechten Zeit stieg der Alkoholmissbrauch gravierend an“ –
    hysterische, pardon historische Negativ-Propaganda vom feinsten – seit Jahren SINKEN in Rußland die Zahlen der Alkoholtoten wie der zu behandelnden Alkoholiker, und der Alkoholverbrauch auch – denn die „Jelzin-Zeiten“ sind schon 17 Jahre her!
    Bitte konstruktiv informieren und nicht ausschließlich rückwärtsgewandt!
    Und bitte auch berücksichtigen, daß der russische Staat auf das Alkohol-Monopol verzichtet hat, und DESHALB, weil es allzu profitträchtig ist, die Alkoholwerbung dort noch nicht verboten ist – „schwarz“ wird der Alk zu Spottpreisen verkauft: 200 Rubel pro Flasche 0,5 Wodka, das sind ca. 6 Euro pro LITER! (Die Herstellkosten liegen bei etwa 40 Cent pro Liter – auch hier im Westen sind sie nicht wesentlich höher)

    Ich würde gern mal die hiesigen Zahlen sehen, wenn hier der Schnaps so billig zu haben wäre…

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  10. luckyhans sagt:

    Es ist einfach unglaublich: da versuche ich, eine russische Geschichte dem deutschen Leser nahezubringen, in der es um positive Veränderungen geht, und schon kommen hier zwei Klugsch…nacker und kotzen hier ihre angelesenen Halbwahrheiten über Stalin und über die Alkoholiker in Rußland aus.
    Reiner Dung und Altruist: merkt ihr noch was?
    In wessen Interesse seid ihr hier tätig?
    Und was erreicht ihr hier mit euren unreifen Kommentaren? (außer daß ihr euch selbst unmöglich macht)

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  11. Reiner Dung sagt:

    zu luckyhans

    Ja, Viktor Suworow, SoLZHEnizyn gehören mit zu meinen Quellen.
    Aber ich empfehle Jurji Below der war mittendrin und erzählt keine RäuberPistolen.
    http://www.jubelkron.de/ auch noch im Netz Artikel suchen.

    Damit Sie an den über 300 Millionen Opfer des jüdisch-bolschewistischen Herrschaft in den Länder der sozalistischen Tyranneien: wie „UdSSR“, „DDR“ und anderen Ländern Osteuropas, Kuba, Vietnam, Nord-Korea usw. erinnern…..

    Auf meinen Seiten sind auch noch andere Russen welche die Wahrheiten aussprechen
    würde mich freuen wenn konkret etwas widerlegt würde.

    Weihnachten ist das LichtFest der Wahrheit.

    In dieser Woche haben sich mir schon 3 AufklärungsBlogs als nicht in der Wahrheit geoffenbart, darum bin ich für diese Diskussion jetzt dankbar.

    Der Leser kann meine Quellen selbst überprüfen und sich ein eigenes Bild machen.

    (gelöscht, da Verstoß gegen die Blogregeln: persönlicher Angriff)

    Licht und Liebe
    Klugsch…nacker

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    • luckyhans sagt:

      zu Reiner Dung um 5:46
      „Auf meinen Seiten sind auch noch andere Russen welche die Wahrheiten aussprechen“ –
      auch das vielfache Wiederholen von Unwahrheiten macht diese nicht wahrer…

      „In dieser Woche haben sich mir schon 3 AufklärungsBlogs als nicht in der Wahrheit geoffenbart“ –
      ja, anscheinend gibt es so „Wahrheitsapostel“, welche die Wahrheit für sich gepachtet haben, und alle anderen lügen apriori… oder sie müssen sich mit seinen „Darlegungen“ auseinandersetzen und diese „entkräften“…
      Lieber Reiner, es gibt einfach zu viele Lügen in dieser Welt, und wer sich nicht mit der einfachen Regel „Qui bono“ auskennt, der wird viele Jahre viele Dinge für WAHR halten, nur weil sie oft genug von genug Leuten wiederholt wurden… Bleib du gern bei deinen Wahrheiten, aber zerstöre bitte nicht meine Vorhaben – ich lege keinen Wert darauf, immer „recht gehabt zu haben“, sondern ich möchte Menschen zum Denken anregen.
      Wenn du unbedingt Streit suchen mußt, dann tu das doch bitte an den Stellen, wo es angebracht ist, aber nicht da, wo es um Menschlichkeit, gegenseitige Hilfe und Unterstützung geht, wie im obigen Artikel. Es stört nur und läßt auf schlechte Absicht schließen.
      Danke.

      „Der Leser kann meine Quellen selbst überprüfen“ –
      für mich ist das persönliche Erleben die wichtigste und heiligste Quelle, aus der ich schöpfe. Das mag aber jeder sehen, wie er möchte.

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  12. Richard d. Ä. sagt:

    Luckyhans
    24/12/2017 UM 04:37

    „Ob er (Suworow) auch nur eine Seite „seiner“ Bücher selbst geschrieben hat, ist nicht belegt, denn ähnlich wie beim Lügenbold SoLZHEnizyn sind mehrere Stilbrüche in seinen Büchern nachgewiesen, d.h. sie wurden von mehreren CIA-Leuten geschrieben.“

    Für welche Solschenizyn-Bücher soll dies gelten – nur für seinen Nobelpreis-Archipel-Gulag? Oder auch für andere Schriften wie die Gulag-Erzählung „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ oder sogar auch für Erzählungen wie die „Krebsstation“, auch für „Zweihundert Jahre zusammen – die Juden in der Sowjetunion“?

    Vermutlich zählst du auch das Buch von Bernd Schwippers (ehemaliger DDR-General und Militärhistoriker) „Deutschland im Visier Stalins“ in dieselbe Kategorie?

    Meines Erachtens beweist der Verrat des Fahneneides übrigens nicht automatisch, daß alles, was ein solcher Mensch dann später produziert, Lug und Trug sein muß. Ob „Stilbrüche“ in unliebsamen Schriften, herausgefunden durch die „Gegenabwehr“, beweisen, daß „alles“ gelogen ist, sei zudem dahingestellt.

    Jedenfalls kommt Bundeswehrgeneral Gerd Schultze-Rhonhof („1939 – Der Krieg der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg“) ebenfalls zu der Schlußfolgerung, daß die Version, das Deutsche Reich / Hitler sei allein an allem schuld, habe die „friedliche Sowjetunion“ grundlos überfallen bzw. für das „Volk ohne Raum“ Platz im Osten rauben wollen, so nicht stimme.

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    • luckyhans sagt:

      zu R.d.Ä. um 6:25
      „Für welche Solschenizyn-Bücher soll dies gelten“ –
      selbstverständlich für alle – wer sich ein wenig mit dem Leben dieses Lügners beschäftigt, der wird sehr schnell herausfinden, daß er ein reiner „Konjunkturritter“ war: da wo es etwas abzusahnen gab, da „engagierte“ er sich (zuerst in der UdSSR bis in höchste Kreise), und sobald man ihm auf die Schliche gekommen war, schuf er sich einen „meisterhaften“ Abgang in den Westen (wo er „mit offenen Armen“ aufgenommen wurde)… sicherlich kennst auch du die Frage: Qui bono?, nach welcher man sehr schnell entscheiden kann, wessen Interessen jemand dient.
      Und dabei ist es ziemlich egal, ob er es bewußt und zielgerichtet tut oder „nur“ die „gegebenen Möglichkeiten ausnutzt“…
      Das Buch von Schwippers kenne ich nicht, kann also dazu nichts sagen.

      „Meines Erachtens beweist der Verrat des Fahneneides übrigens nicht …“ –
      schön für dich, daß du Menschen, die mit leichter Hand einen Eid brechen, noch Vertrauen entgegenbringen kannst – mir fällt das schwerer. Da ich selbst auch einen Eid geschworen habe, den ich sehr ernst nehme, habe ich vielleicht dazu eine andere Beziehung… 😉

      „das Deutsche Reich / Hitler sei allein an allem schuld, habe die „friedliche Sowjetunion“ grundlos überfallen bzw. für das „Volk ohne Raum“ Platz im Osten rauben wollen, so nicht stimme.“ –
      das hat wohl auch keiner behauptet, oder? Was sollen solche Unterstellungen?
      Wer sich mit dem Beginn des sog. 2. WK befaßt, der wird sehr bald erkennen, daß eine ganze Reihe von „kleineren Kriegen“, die ebenfalls „dazugehören“, in der Geschichtsschreibung der Sieger nur eine marginale Rolle spielen: Polens Krieg gegen Tschechien, zum Beispiel, und andere.
      Es gab also mehrere regionale Kriege, sowohl in Europa als auch in Asien, und man kann diese Kriege eigentlich erst zu einem „Weltkrieg“ zusammenfassen, nachdem die VSA in diesen Krieg eingetreten sind.
      Insofern wehre ich mich gegen solche pauschal-vereinfachende Schwarz-Weiß-Malerei: „entweder hat Hitler begonnen, oder Stalin hätte es getan“ oder ähnliches – das entspricht dem Gegenstand sehr wenig.
      Und letztlich ist mit „hätte“ und „könnte“ auch wenig anzufangen… 😉

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  13. ALTRUIST sagt:

    luckyhans
    24/12/2017 um 04:50

    Die Quelle ist mein eigenes Leben .

    Ich habe in der Sowjetunion / Russland jahrelang gelebt , enge tiefe Freundschaften mit Russen , Weissrussen, Balten und Ukrainier sowie mit den dort lebenden Menschen juedischen Glaubens .

    Wenn ich auf mein leben zurueckblicke , dann war ich nun fast die eine Haelfte meines Lebens gar nicht in Deutschland .

    Das gemeinsame Leben durch Hoehen und Tiefen , Leid , Schmerz , Liebe und Freude mit ihnen und auch die Kontakte mit Persoenlichkeiten sind meine Quellen und haben mich massgeblich mit beeinflusst.

    Zur Haelfte bin ich zudem noch Belarusse .

    Dein Kommentar kann ich nicht einordnen . Muss ich auch nicht .

    Zudem bewerte ich keine Kommentatoren , mir geht es mehr oder weniger um Argumente zur Sache .

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    • luckyhans sagt:

      zu Alturist um 8:44
      Lieber Altruist,
      vielen Dank für den Einblick in deinen Lebenslauf – sehr bemerkenswert.
      😉
      Und du hast natürlich recht: es geht nicht darum zu bewerten, sondern darum, was wir BEWIRKEN.
      Das ist entscheidend.

      Dir schöne Feiertage, und grüß mir Väterchen Frost… 😉

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  14. Richard d. Ä. sagt:

    Mir war diese grundsätzlich negative Beurteilung Solschenizyns nicht bekannt.

    „Meines Erachtens beweist der Verrat des Fahneneides übrigens nicht …“ –

    „schön für dich, daß du Menschen, die mit leichter Hand einen Eid brechen, noch Vertrauen entgegenbringen kannst – mir fällt das schwerer. Da ich selbst auch einen Eid geschworen habe, den ich sehr ernst nehme, habe ich vielleicht dazu eine andere Beziehung…“

    Über eine Information darüber, ob Resun den Eid mit „leichter Hand“ gebrochen hat, verfüge ich nicht.

    Aber kannst du dir keine Situation vorstellen, in der jemand, der einen Eid abgelegt hat, später zu der Erkenntnis kommen könnte, er sei getäuscht worden und habe es in Wirklichkeit z.B. mit Verbrechern zu tun? Dann kann es natürlich auch lebensgefährlich sein, wenn man den ehrenhaften Versuch unternimmt, sich von seinem Eid entbinden zu lassen.

    Ich gehe davon aus, daß z.B. auch Edward Snowdon einen Eid hatte ablegen müssen, denke aber, nach dem, was mir an Informationen zugegangen ist, daß er mit seiner Whistleblowerei nicht unehrenhaft gehandelt hat.

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    • luckyhans sagt:

      zu R.d.Ä. um 8:47
      „habe es in Wirklichkeit z.B. mit Verbrechern zu tun“ –
      damit sagst du (auf den Fall Resun angewendet), daß die Hauptverwaltung für Militärspionage Rußlands von Verbrechern geleitet wird – eine sehr interessante Aussage: worauf gründet sich diese? 😉
      Nein, ich will dich hier nicht bewußt falsch verstehen, die Frage war rein rhetorisch.

      Es ist nur so, daß wir wohl die Konsequenzen unserer Aussagen nicht immer bedenken – geht mir auch manchmal so, vor allem, wenn andere meine Aussagen ganz anders interpretieren, als ich sie gemeint habe… 😉

      Ein Eid ist jedoch im Wesen eine freiwillige Verpflichtung, und BEVOR man einen solchen leistet, sollte man sich darüber im klaren sein, was man tut.
      Denn es gibt aus jeder ausweglos erscheinenden Situation IMMER mindestens zwei Auswege… 😉

      Ich danke dir für die vielen Antworten, die du mir hier in deinen Kommentaren geschickt hast, und wünsche dir erholsame Feiertage und alles Gute weiterhin.
      LG
      LH

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  15. ALTRUIST sagt:

    Richard d. Ä.
    24/12/2017 um 08:47

    Oma und Opa / Kremlkritikerin Alexejewa /Solschenizyn

    Putin besucht Kremlkritikerin Alexejewa zum 90. Geburtstag

    Seit 2004 ist sie mit Unterbrechung Mitglied im Menschenrechtsrat des Präsidenten. Alexejewa würde sich auf ihre ganz eigene Weise für den Erhalt der Heimat einsetzen, so wie es auch Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn auf seine Weise getan habe, sagte Putin.

    https://www.blick.ch/news/ausland/russland-putin-besucht-kremlkritikerin-alexejewa-zum-90-geburtstag-id7022477.html


    h-ttps://www.scribd.com/document/235397123/Russlands-Gewissen-Solschenizyn-Der-Putin-Versteher

    Es gibt im Netz sehr wenig Material generell zu diesem angesprochenem Thema .

    Durchgaengig ist aber zu ersehen , das Putin und Getreuen ein Problem mit der Aufarbeitung der Geschichte haben und an dem Ist Stand wie er poliisch korrekt zu verstehen ist , unabdingbar festzuhalten .

    Das nur ganz kurz dazu .

    Die Botschaft der Geschichte mit dem Opa ist auch eine Botschaft an das Gewissen , der Gleichgueltigkeit in der wir zu leicht verfallen und der Seelenlosigkeit .

    Und dann fallen wir in ein Trauma : Kaempfen durch Leiden und brauchen unsere Zeit bis wir uns gesammelt haben und aktiv werden .

    Kaempfen durch Leiden ist Bestandteil der russischen Seele .

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  16. ALTRUIST sagt:

    luckyhans
    24/12/2017 um 07:21

    Hast Du taugliche verifizierte Quellen ?

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  17. Luckyhans sagt:

    zu Altru um 9:54 und um 8:47
    „Hast Du taugliche verifizierte Quellen ?“ –
    sicher, wenn du russisch kannst… aber dann kannst du ja auch selbst dort suchen gehen.
    Auf jeden Fall sind mir Quellen, die im Lande von einigermaßen seriösen Einrichtungen gespeist werden, eher „tauglich“ als alles das, was bekanntlich weltweit zu 95% von 6 Familien kontrolliert wird…

    „Russlands-Gewissen-Solschenizyn-Der-Putin-Versteher“ –
    2 dicke Lügen in einer Überschrift – wie üblich in Propaganda-Medien.
    a) Der Lügner kann nicht das „Gewissen eines Landes“ sein – erinnere dich an das „Gewissen der BRD“, der dann als SS-Mann enttarnt wurde… und
    b) der S. war immer nur – wie schon gesagt – ein „Showman“, dem es stets nur auf Effekte (die sich natürlich finanziell auszahlen mußten) ankam – höre dir bitte seine sog. Nobelpreis-Rede an.

    „dass Putin und Getreuen ein Problem mit der Aufarbeitung der Geschichte haben“ –
    darauf habe ich hier schon in mehreren Artikeln detailliert hingewiesen und dieses beleuchtet.

    „Kaempfen durch Leiden“ –
    dies ist eine der hinterhältigsten psychischen Fallen, die uns alle wüsten Religionen (die eigentlich alle drei nur Ableitungen von jener EINEN Religion sind) seit ihrem Bestehen einimpfen: „Du mußt leiden, damit du wachsen kannst…“ – das ist nicht die endgültige Wahrheit, wenn auch heutiger „allgemeiner Erkenntnisstand“.
    Wie du weißt, beginnen wir unser Leben als instinktgesteuerte Menschentiere, werden dann, wenn alles gut geht, zu vernunftbegabten Menschentieren, und erst wenn wir uns von den Instinkten vollständig gelöst haben und eine geistige Entwicklung eingeschlagen haben, können wir „richtige“ Menschen werden.
    Wenn also die heutigen, von ihrer Sklavenmentalität völlig verbogenen Menschentiere sich nur auf diese Weise (leidend) dazu bewegen lassen, ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen und ins Überlegen zu kommen, ob das, was sie da alltäglich tun, denn wirklich das von ihrer Seele Angestrebte sei, dann bedeutet das noch gar nichts.
    Erst recht nicht, daß es NICHT AUCH ANDERS GINGE…
    😉

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  18. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  19. luckyhans sagt:

    zu ALTRUIST 24/12/2017 um 09:54
    … es gibt genug in russisch:

    oder

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