bumi bahagia / Glückliche Erde

Danzig heute

Wir hatten uns hier auf bb schon mit Königsberg (dem heutigen Kaliningrad) befaßt und dessen heutiges Aussehen in Bildern und Videos dem Leser nahegebracht.
Heute soll nun ein Foto-Ausflug in die seit 1918 unter polnischer Verwaltung stehende deutsche Stadt Danzig gemacht werden.
LH, 9. September 2017
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Nachfolgend der Link zu den Bildern, die eigentlich keiner weiteren Kommentare bedürfen, daher spare ich mir auch die Übersetzung der knappen russischen Bemerkungen.

Seht sie euch einfach an und laßt sie auf euch wirken.

https://varlamov.ru/2547695.html

Bei mir haben sie den Eindruck erweckt, daß die heutigen Bewohner der Stadt sich dort nur als „zeitweilig zu Gast“ fühlen und daher so gar nicht sorgsam mit diesen Häusern und der Natur umgehen WOLLEN…


7 Kommentare

  1. ALTRUiST sagt:

    In der polnischen Verfassung gibt es bis heute keine Gebietskoerperschaft . Eine der Sauelen , die einen Staat definieren fehlt komplett .
    Die wissenden Polen wissen es .

    Im schlesischem Raum gibt es eine grosse Gemeinschaft , die Schlesierpolen . Sie haben ihre Kultur und ihre eigene polnische Sprache .
    In deren Firmen werden keine Polen beschaefttigt und eingestellt .
    In den Medien wird man schwerlich darueber berichten .

    Erfreulich ist festzustellen , dass die Russenphobie in Polen sinkt .
    Negativ ist , dass 70 Prozent der Medien im Besitz deutscher Medien sind , welche die Russenphobie immer wieder anheizen . Wenn ich schreibe deutsche Medien , dann sollte man wissen , dass dahinter wiederum andere Konstellationen stecken und es mit deutsch eigentlich nichts zu tun hat .

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  2. Meine Ahnen väterlicherseits stammen aus dem Gebiet um Königsberg herum. Hätte ich vor Jahren gewusst, das wir eine Zeit wie jetzt haben, wäre ich mit unserem Vater gerne mal in seine alte Heimat gereist um die Verbindung zu spüren.

    In der Tat schaut es auf den Bildern lieblos, verlassen und wenig wertschätzend aus, Trabantenstadt mit Plattenbau und Ödnis.
    Gibt es denn überhaupt noch einen alten Stadtkern oder wurde komplett alles plattgemacht ?

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  3. thom ram sagt:

    Immer dann, wenn ich solcherlei Siedlungen sehe, intensiver dann, wenn ich sie betrete, komme ich in einen inneren Zwick, denn immer drängt sich mir der Vergleich mit dem auf, was ich 50 Jahre erlebt habe: Schweiz.
    Warum Zwiespalt? Darum:
    Ich liebe Ordnung und Liebe zur Sache und zum Detail. In der Schweiz finde ich das, doch ist es extrem, mir zu extrem, mich langweilend mich durch Leblosigkeit abstossend.
    In Städten wie hier Danzig gezeigt wird, fühle ich mich angeregt, weil Werden und Vergehen spürbar ist, und weil auch ein Unkräutlein neben dem geparkten VW wachsen darf. Anderseits wiederum springt mich Lieblosigkeit an, und das stösst mich auch wieder ab.

    Ich mochte die Mischung Berlin. Dabei mied ich die neu entstandenen kalten Paläste. Fällt mir gleich wieder die Philharmonie ein. Von Aussen nicht schön. Von Innen okay, aber …………… die Akustik, pfäänoomeenaal.

    Ups, jetzt bin ich in Selbstgesprächsmodus gerutscht. Ich hör schon auf.

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  4. Luckyhans sagt:

    zu mariettalucia 09/09/2017 um 14:43
    … ich hoffe da ist nichts durcheinandergekommen? Die Fotos stammen aus Danzig, heute Gdansk – das liegt an der Weichsel-Mündung, westlich der Kurischen Nehrung, während Königsberg auf der Ostseite selbiger liegt… 😉

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  5. Till sagt:

    Ich war vor einer Woche in Masuren. Eine Reise zum Geburtsort meines Großvaters in der Nähe von Johannisburg, die meine Eltern mit Ihm schon zu seinen Lebzeiten machen wollten. Zu der es leider nicht mehr gekommen ist, da Polen nach Solidarność für die DDR-Bürger von 1980-1991 nur mit Visum zu erreichen. Jetzt war der Zeitpunkt richtig und so haben wir in der vorletzten Woche spontan 4 Tage dort verbracht. Das Wichtste wurde uns erfüllt zu sehen, das Dorf meines Großvaters gab es noch auch wenn die Zeit dort stehen gelieben ist, was ich aber schön fand. Ich mag Orte, die sich nicht den letzten 26 Jahren angepasst haben. Dort ist noch eine natürliche Beständigkeit zu spüren. Aber auch wegen der Erinnerungen aus der Kindheit und Jugend.

    Masuren ist wunderschön, eine Landschaft zum verlieben. Allvater muß wirklich noch einen Schluck Wasser übrig gehabt haben und den hat er über Masuren ausgegossen. Alle Städte, die wir besucht haben, wie Johannisburg, Lyck, Arys, Rastenburg, Sensburg und Nikolaiken standen den unseren nicht nach und waren gepflegt und schön hergemacht. Ja …auch mit viel Zuschuß aus der EU. Die Schilder sieht man sehr oft. Der alte Truppenübungsplatz in Arys wird immer noch genutzt. Unser Mittag an einem der schönen masurischen Seen wurde mit Geballer von Truppenübungsplatz unterbroche und in Lyck sind uns die VSA-Truppen über den Weg gelaufen. Lyck hat mich total überrascht. 60 km vor der russischen Grenze und keine Spur von den Randerscheinungen der Städte in Grenznähe.

    Hin sind wir über die Autobahnen, die ab Posen bis nach Warschau nur noch mit Maut zu befahren sind. Hinter Warschau wird massiv und schnell eine 200 km lange Autobahn gebaut. Es ist uns viel Grünpflegepersonal auf den Parkplätzen entlang der Autobahnen aufgefallen. Üppiger als bei uns.
    Da wir auf der Hinfahrt durch die Autobahn nicht viel von Polen gesehen haben (hier bekommt jeder der sich gestört fühlt einen Schallschutzzaun) haben wir den Rückweg quer durch Polen genommen. Hier sieht das Bild schon eher so wie auf den Fotos aus und teilweise noch schlimmer. Die großen Städte wie Thorn oder Bromberg sind bei der Durchfahrt allerdings sehr schön anzusehen. Die kleineren Städte wie Neidenburg erinnern mich an das Polen, wie ich es vor 34 Jahren erlebt habe.

    Was uns besonders aufgefallen ist, dass in Masuren viele neue Kirchen gebaut werden. Die Bauweise ist aber nicht so modern, wie diese bei uns gebaut werden, sondern im Stil der alten Bauten, wie vor 800 Jahren. So gewaltig und so aufwenig. Und das in relativ kleinen Orten wie z.B Kolno. Es war beeindruckend, dass es sowas heute noch gibt.

    Und auch in Polen gibt es Chemtrails. Wir hatten das schönste Wetter und könnten die ersten beiden Tage keinen einzigen Streifen auf 1200 km Fahrt entdecken. Wir fühlten uns schon bestätigt, da ich auch aus Norwegen keine Info über Streifen am Himmel habe. Dann tauchten Sie am dritten Abend auf. Beruhigend war es dann doch nicht.

    Da wir nun schon dort waren haben wir nicht gezögert, als ich feststellte, daß die Wolfschanze nur 80km von unserer Unterkunft entfernt war, uns die Bunker anzusehen. Auch wenn man nur viel Wald, Beton und Mauersteine die alle mit Moos überzogen sind zu sehen bekommt, war es doch innerlich ergreifend, vor und in seinem gesprengten Bunker zu stehen. Eine kleine Ausstellung war dort eingerichtet, die ich mir mit Magenschmerzen ansehen konnte, da hier der ganze Schuldkult zum tragen kam.
    Bei so einem Besuch kann man die vielfältigen Erkenntnisse der letzte Jahre zur Anwendung bringen und die Lüge der Wissenschaften erkennen. Die Stalaktiten im Gebäude des Stenographendienst (steht frei im Wald) sind im Schnitt 10-12cm lang nach 72 Jahren. Nach Wiki: 8-15mm in 100 Jahren…https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerhauptquartier_Wolfsschanze

    Wir waren uns alle einig, das man Masuren auf jeden Fall empfehlen kann und wessen Ahnen dort lebten, der sollte sich unbedingt auf den Weg machen. Man kommt sich dort nicht um 20 Jahre zurück versetzt vor und die Landschaft aber auch die schön angelegten Städte mit den alten deutschen Stadtkernen sind eine Augenweide. Allerdings haben die Polen alles was an deutsche Geschichte erinnert, so gut entfernt, dass man es nur schwer oder nicht mehr findet.

    Wenn man diese massiven Bauarbeiten an der Infrastruktur betrachtet, wird ein Grund klar warum aktuelle Forderungen nach Reparationen in schwindelnder Höhe gestellt werden. Ob die Polen sich mit den ständigen masslosen Forderungen nicht eine Grube ausheben, in die sie später selbst hineinfallen könnten. Denn dadurch könnte sich eine Strömung ergeben, durch welche die wirkliche Rolle und Geschichte Polens zwischen 1918 und 1939 und Polens maßgebliche Schuld am Ausbruch des 2. Weltkrieges an die breite Öffentlichkeit kommt. Ob das ausreicht, die Deutschen aus dem Schlaf zu rütteln, vermag ich nicht zu ahnen.

    Es wird jedenfalls höchste Zeit, dass die ersten Sonnenstrahlen an Michel’s Nase kitzeln.

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  6. luckyhans sagt:

    zu Till um 3:20
    Ganz herzlichen Dank für diesen sehr schönen, inhaltsreichen und gut geschriebenen Beitrag!

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  7. mariettalucia sagt:

    Danke luckyhans, da hab ich mich woll ein bissl in der Richtung vertan 😉

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