bumi bahagia / Glückliche Erde

Die Rotwild-Insel

Ein interessantes Beispiel für die gegenseitige Abhängigkeit der Teile der Natur voneinander kommt in der nachfolgenden verkürzten Übersetzung einer wahren Geschichte zum Ausdruck – ein Denkstupser für alle, ihr Verhältnis zur Natur unseres Planeten vielleicht mal einer detaillierten Prüfung zu unterziehen.
© für die Übersetzung aus dem Russischen Luckyhans, 12. Mai 2017
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Die Rotwildinsel

4. September 2008 um 23:25


Im Jahre 1944 wurden auf der unbewohnten Insel des Heiligen Matthäus 29 Stück Rotwild ausgesetzt. Die Moose und Flechten, die Hauptnahrung der Rehe, waren dort hervorragend. Die Dicke der Moosschicht erreichte 10 cm. Auf der Insel gab es weder Raubtiere noch Jäger, und die Anzahl der Tiere wuchs in den nachfolgenden 19 Jahren mit einer Geschwindigkeit von 32% pro Jahr; sie erreichte im Jahre 1963 eine Kopfzahl von ca. 6000.
Im Verlaufe der darauffolgenden drei Jahre starben fast alle Rehe aus, es verbleib ein kläglicher Rest von 41 Ricken und einem Hirsch. Der Winter 1963-64 war nicht so hart gewesen, daß sie keine Möglichkeit gehabt hätten, an ihr Futter zu kommen – der Grund war ein anderer: Überäsung, ein übermäßiges Abfressen der Weiden.

Die Tragfähigkeit eines Territoriums ist definiert als die maximale Anzahl von Tieren, die sich dort im Verlaufe eines Jahres aufhalten, ohne der Natur Schaden zuzufügen.
Für die Insel des Heiligen Matthäus betrug sie 5 Rehe pro Quadratkilometer.
Dieser Wert war bereits im Jahre 1957 erreicht worden, bei einer Gesamtzahl der Herde von 1350 Tieren.
In der Zeit der maximalen Tieranzahl kamen jedoch auf einen Quadratkilometer 18 Tiere.

Also wuchs die Zahl der Tiere – nach Erreichen der Tragfähigkeit – noch eine Weile weiter, aber die Reproduzierfähigkeit der Weiden verringerte sich.
Als dann die Degradation der Weideflächen unumkehrbar wurde, geschah der plötzliche Einbruch der Anzahl der Rehe.
Und obwohl nach diesem Zusammenbruch nur noch 0,126 Rehe auf einen Quadratkilometer kamen, war auch das für die abgefressenen Weiden noch zuviel.

Die Regeneration der Weideflächen dauert selbst bei vollständiger Abwesenheit von Tieren mehrere Jahrzehnte – es waren aber noch einige Tiere da, und so war auch dies nicht mehr möglich: die Tragfähigkeit der Insel hatte sich um über 97,5% verringert.

Quelle: http://chest-i-razym.livejournal.com/12356.html

– – – – – – – – – – – – –

Gut, die weiteren rechnerischen Detailbetrachtungen erspare ich euch; das Wesentliche ist, meine ich, deutlich geworden: eine zerstörte Natur verliert ihre Tragfähigkeit soweit, daß sie weit unter den ursprünglichen Wert sinkt.

Wenn also zum Beispiel auf einem bestimmten Natur-Areal bei natürlicher Nutzung 1000 Menschen hinreichend Nahrung gefunden hatten, ohne daß die Natur darunter gelitten hätte, so bietet dieselbe Fläche, wenn sie einmal – zum Beispiel für eine sinnlose Ölpalmen-Plantage – grundlegend zerstört wurde, danach kaum noch genug Nahrung für 25 Menschen.
Bis sie wieder auf ihre alte „Leistungsfähigkeit“ zurückfindet, braucht die Natur – je nach Klimazone, Niederschlagsverhältnissen, weiterer „Nutzung“, „Aufforstung“ usw. – einige bis viele Jahrzehnte…

Wer sich also heute noch nicht um die Zerstörung der Natur sorgt, der kennt vielleicht diese einfachen Zusammenhänge nicht?
LH


6 Kommentare

  1. SecurityScout sagt:

    Wer sich also heute noch nicht um die Zerstörung der Natur sorgt, der kennt vielleicht diese einfachen Zusammenhänge nicht?
    LH

    Die Lösung ist, daß von rund 7 Milliarden Stück dann 6,5 Milliarden „gekeult“ werden.
    Für den Rest reicht es dann.

    Allerdings nimmt die Mehrheit der Menschen solche Aussagen nicht ernst.

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  2. *MR* sagt:

    Lucky:
    Herz-Danke für Deinen Wach-Ruf !!!
    und
    SeSc:
    1) Keine Sorge, es gibt auch das „Wissen“ um das *Ech-Oh*.
    2) Dumpfheit soll den Klang dämpfen. Aber sie ver-lagert nur die Schwingungen in größere Tiefen.
    3) und ES GIBT EINE WEIT HÖHERE MACHT.
    *JaH!*

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  3. luckyhans sagt:

    zu SecSco um 11:28
    … ja, das sind die Pseudo-„Lösungen“, die man uns einreden will – als ob sowas „helfen“ würde… bei Mutter Natur geht das, klar, wenn sie zerstört wird, dann ist irgendwann „Pumpe“, dann geht viele Jahrzehnte nichts mehr, aber das ist „nur“ eine Lösung FÜR Mutter Natur, nicht für die Lebe-Wesen.

    Menschen zeichnen sich, zumindest von der Ausstattung mit Denkkapazität her, in der Regel dadurch aus, daß sie Prozesse erkennen und lenken können, ohne daß es zum allgemeinen Absturz kommt.
    Ich meine denkende Menschen, klar.

    Die GGS-„Lösung“ sagt: „einfach weiter so wie bisher“ – die kommt dann von allein…
    Das „zeichnet“ ja die heutigen selbsternannten Ersatz-Eliten (typischer Vertreter: ein gewisses …kel mit isr.Zweitpaß) „aus“: daß sie eben nichts tun, sondern die Dinge einfach laufen lassen, wie es andere haben wollen…

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  4. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  5. Vollidiot sagt:

    Auf der Erde wurden vor ein paar Jahrzehnten 2 Menschen ausgesetzt.
    Infolge Genusses und Regsamkeit führte dies zu einer raschen Zunahme des Populationsdruckes auf alles Erdhafte.
    Vorsorglich erhielten sie die Gabe der Reflektion und auch die Möglichkeit etwas wie Verstand zu gebrauchen.
    Doch fanden sie, fußend auf den Erfahrungen des Genusses und der Regsamkeit in sich auch die Fähigkeit der Emotion. Die Erfahrung, daß diese eine Angenehmere und leichter Lebbare war, führte zur Retardierung der Reflektionsfähigkeit und Verödung des Verstandes.
    Da half auch die Herstellung hybriden Mooses nichts mehr, weil dieses ohne Nährwert war und nur noch die Emotionen nährte.
    So kam es wie es kommen mußte, durch den Nichtgebraucht wesentlicher Gaben und die Hingabe an Illusionen
    rafften Unterernährung und rauschhafte Zustände, geboren aus ungebremstem Ausleben von Sympathie und Antipathie, in kurzer Zeit den größten Teil der Population hinweg.
    Vereinzelt leben noch Versprengte, die sich noch eine Verbindung zum Erdhaften bewahren konnten und Stellen kannten, an denen geeignete Nahrung zu finden und zu empfangen war…………………..

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  6. *MR* sagt:

    *Liebe* ist KEINE „Gabe“ des Ver-Standes, aber sie be-nötigt eine bewußte Ent-Scheidung.
    Für eine gelebte wieder-be-lebte *Liebe* (und Wert-Achtung!) ist die Wahr-Nehmung des Schmerzes Not-wendig.
    Was bitte empfindet *Mutter Erde* ? bei/nach meinem „Auf-Tritt“, meinem Ver-Braucher-Ver-Halten ?
    Wie gehe ich mit IHREN Gaben um ?

    IndianerProphezeiung von „Red Crow“, Dakota/Hopi, auf deutsch

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