bumi bahagia / Glückliche Erde

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Brahms / Violinkonzert / Hilary Hahn / Paavo Järvi / hr-Sinfonieorchester

Kennst du es auch, lieber Leser? Es gibt Momente, da habe ich es oberkant Unterlippe, sowohl die grossen Geschehnisse unserer Welt wie auch noch so sinnvolle Betrachtungen über Sein und Leben.

So weise ich dich, wenn du dich 40 Minuten in andere Welten begeben möchtest, auf die fabelhafte Interpretation des Violinkonzertes unseres Genialen Bruders Johannes Brahms hin.

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brahms

Der Tontechniker ist ein Meister seines Faches, die Kameraführung wohltuend.

Järvi / Hahn geben herrlich stimmige Tempi vor, nichts ist verschlaarpt, nichts überspielt, die Orchestermusiker sind eins damit, die grossen Bögen kommen gewaltig, wenn Stau ist, wird gestaut, wenn Fluss angesagt ist, geben sie den Pferden die Zügel frei, sie zeigen Finessen in Agogik und Dynamik vom Feinsten.

Brahmsens Musik ist Inbegriff von männlich: Kraftvoll, bestimmt, strukturiert. Brahmsens Musik kann als Beispiel dienen, dass „männlich“ nicht Abwesenheit von „weiblich“ bedeutet. Alle Musiker, egal ob männlich oder weiblich, sie zelebrieren die volle der Musik innewohnende Männlichkeit, und den immanenten Ausdruck des Weiblichen, Weichheit, feine Gefühle, Farbenreichtum, sie weben sie genau so vollkommen, in wundervoll gelungener Balance.

Als ich Kind war, staunte ich, wenn meine Mama weinte, wenn ein Brahms aus dem Radio kam. Ich konnte es nicht nachfühlen. Später, ich war Jungmann, kam der Film mit Isaac Stern, einer der Antipoden zu Yehudi Menuhin, heraus, darinne er Teile aus dem Brahms Violinkonzert spielte – da erinnerte ich mich meiner Mama, denn ich heulte im Film Rotz und Asche.

Und was ist der Auslöser des Weinens, was ist Weinen in diesem Falle überhaupt? Ich hänge die Frage in den Raum.

In Dankbarkeit für alle guten Geister, deren Teil wir alle sind.

thom ram, 17.09.0004 (Für nie weinen Könnende eher 2016)

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13 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. haluise sagt:

    fühlt sich für mich an wie ein erlebnis, das ich meiner mutter (sie war die einzige, die mir begierig lauschte) erzählt: aufgeregt, beruhigt, eindringlich, fröhlich, versunken, plätscherd fliessend, himmelhoch jauchzend … lebendig überfliessend.
    BIN LUISE

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  3. palina sagt:

    vielen Dank für den Link, Thom.
    Wunderbar!!!
    Heute wurde mein 3. Enkelkind geboren. Für meine Tochter das erste Kind. Die anderen beiden sind von meinem Sohn.
    Welch eine Freude.
    Die kleine Ida hat sich wunderbare Eltern ausgesucht.
    Den Link habe ich an sie weiter geleitet, damit sie sich bei guter Musik entspannen können.
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  4. Renate Schönig sagt:

    Wohl dem, der weinen KANN.

    Tränen helfen, Blockaden zu lösen …. sie können das -emotionale- Leben wieder in Fluss bringen.

    Musik (bestimmte Frequenzen) können bei der Reinigung (durch Tränen) von Körper und Seele behilflich sein.

    DAS hier > https://www.youtube.com/watch?v=HRHK3MgW5Lw

    löste jedenfalls bei MIR eine ganze Sturzflut von Tränen aus….und es tat sooo GUT, WEINEN zu können.

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  5. Renate Schönig sagt:

    Ergänzend:

    Mittlerweile WEISS ich, warum mich diese Musik so sehr berührt HAT …. liegt u.a. auch an MEINER „Seelenkarte“ (E 52) > http://derlichtkreis.com/viewtopic.php?f=72&t=149&p=2134#p2134

    Auszug:
    „Mantra: Shekinah (gesprochen: Schekàina oder Schechina): „Die Göttliche Gegenwart“ oder „das Heilige“., auch „die Weisheit“.
    Schechina, Shechinah, Shechina oder Schechinah, ( Hebräisch : שכינה) ist die englische Schreibweise eines gramatisch feminine hebräischen alten Segen Gottes.

    Das ursprüngliche Wort bedeutet die Wohnung oder das Absetzen und bezeichnet die Wohnung oder ein Absetzen des göttlichen Gegenwart von Gott, in einem Tabernakel, vor allem in den Tempel in Jerusalem.
    Schekinah ist Schöpferkraft, ist der Heilige Geist, die als Kundalinienergie in mir ist. So bin bin ich Tempel, bin ich Tabernakel.“

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  6. Renate Schönig sagt:

    -John Vance Cheney-

    Ohne Tränen hätte die Seele keinen Regenbogen

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  7. Leticia sagt:

    Tränen – Anteilnahme, Berührtheit, Empathie, Gerührtheit, Mitgefühl…
    Tränen – flüssige Liebe – (unzensurierte) Herz-Seelen-Verbindung…

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  8. Leticia sagt:

    Sonntagsgruss
    https://www.youtube.com/watch?v=o6ZiFErxRMg – Interview mit Valentina Lisitsa
    https://www.youtube.com/watch?v=R_KbyDBvxrU – Valentina plays Rach
    https://www.youtube.com/watch?v=OSKKq4RKdxI – More R by Valentina

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  9. thom ram sagt:

    Guten Tag, Leticia
    Ich heisse dich auf bumi yang bahagia, Erde welche glücklich, auf der glücklichen Erde willkommen.

    Ich danke dir für deine Hinweise. Ich habe schon Einiges von der Valentina Lisitsa gehört. Sie gehört zu der Welt – Spitzenklasse, geniesst meine grosse Bewunderung. Nicht bei allen ihren Interpretationen werde ich warm, aber das von dir hier eingestellte Mozartklavierkonzert, das ist in meinen Ohren eine der ganz herrlich wundervollen Interpretationen, auch vom Orchester.

    Neu für mich ist, dass Valentina nicht „nur“ Musik macht, sondern dass sie sich auch offiziell zu politischem Geschehen äussert, und zwar im Sinne all derer, welchen Wahrheit heilig ist.
    Das ist grossartig, wichtig. Es bewegt unvergleichlich viel mehr als wenn ein noch so kluger Mensch am Stammtisch das Gleiche tut, denn Menschen wie Valentina werden nicht nur von einem grossen Publikum gehört, in aller Regel denkt sich der Hörer dabei vielmehr noch: Oh. Wenn ein solch Talent, ein solch fleissiger, ein solch ganz sicher sehr bewusster Mensch es so sagt, dann muss was dran sein an seiner Sichtweise und Ausführung.
    In einem Atemzug nenne ich Michael Jackson und Gerard Menuhin.

    Es gilt dabei eine einfache Regel: Je berühmter der Mensch, der Wahrheiten äussert, welche gegen die offiziellen Lügen stehen, desto gefährdeter ist er. Michael Jackson hat man beseitigt. Jörg Haider auch.

    Ich wünsche Valentina langes, gesegnetes Leben und Wirken.

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  10. Leticia sagt:

    Lieber Bruder
    Evtl. hattest du diesen Link zu Michael bereits irgendwo eingestellt

    Interessant, kam bei dir Mozart aus der Tube, wo ich doch Rachmaninoff abgeschickt hatte. Seine Klanggewebe senden für mein Empfinden Tiefgründigkeit, Dimensionsreichtum und die Sehnsucht der Seele, aus dem Kokon auszubrechen in den Äther.
    Fragen an dich als wunderbar differenziert denkendes und fühlendes Wesen:
    Worin besteht der Unterschied zwischen ‚Hühnerhaut‘ und ‚Augenwasser‘ bekommen?
    Beides läuft vegetativ ab, also eigengesetzlich. Was ist unser Anteil daran oder haben wir keinen? Vielleicht die ausgefahrenen Antennen, welche auf Himmelsimpulse reagieren…? Es gibt ja Menschen, die solche Empfindungen nicht kennen.

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  11. thom ram sagt:

    Leticia

    Ja, den Link zu dieser Rede des Michaels habe ich längst in bb rausgehängt.

    *Worin besteht der Unterschied zwischen ‚Hühnerhaut‘ und ‚Augenwasser‘ bekommen?
    Beides läuft vegetativ ab, also eigengesetzlich. Was ist unser Anteil daran oder haben wir keinen? *

    Fast ganz spontan (erst startete ich den vergeblichen Versuch, nachzudenken) sage ich:
    Hühnerhaut ist der körperliche Ausdruck davon, wenn sich etwas in mir erhebt, aufsteigt, sich meldet, mehr wohlig kitzelnd denn beunruhigend, was ich zuvor nicht wahrgenommen hatte.

    Augenwasser produzieren wir aus verschiedenen Anlässen, und Verschiedenes drückt es aus. Wenn ich bei Brahms Tränen bekomme, dann darum, weil eine Blockade gelöst wird.
    Was verd soll das heissen.
    Es soll heissen: Etwas, was in mir als meine Kreativität behinderndes Programm installiert wurde, wird gelockert. Dass mein Körper dann Tränen ausscheidet, ist einleuchtend: Da werden Substanzen ausgeschieden, welche gesunde Funktionen meines Körpers gehindert haben. Mein Körper ist Abbild/Materialisierung meiner menschlichen Persönlichkeit.

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  12. Leticia sagt:

    Danke dir, Thom. Habe beim Lesen deines Kommentars gleich noch ein paar zusätzliche Impulse erhalten, was die Phänomene für mich bedeuten. Hühnerhaut bekommen ist für mich wie eine mit Leuchtstift markierte Stelle (im Sinne von wow, deine Intuition war richtig; schau, spür oder hör gut hin; das ist jetzt wichtig für dich). Und das Augenwasser bei persönlicher Ergriffenheit oder transpersönlichem Mitgefühl geht – je nach Situation – einher mit der Öffnung zu einer unzweifelhaft positiven Energie. Möglicherweise ist man dann eine Art Pranaröhre für diese (Transformations-)Energie. Mir „passiert“ das z.B., wenn ich echte, nicht konstruierte Katastrophenszenarien sehe – bei Propagandabildern mit Schauspielern zeigt sich mir keine solche Reaktion.

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  13. thom ram sagt:

    Leticia

    ich tue mich schwer, meine gelegentlichen Tränen zu deuten. Ich erlebe es so wie als Moment von mich überwältigender Wahrheit.
    Was auch immer das bedeuten mag.

    Wenn einer meiner nicht inkarnierten Freunde sehr nahe kommt, habe ich Dasselbe, eine Körperwallung von der Magengrube bis zum Scheitel und nicht zurückzuhaltender Tränenfluss.

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