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Geschichtszeugen – die Kungurer Eishöhle

In Fortsetzung unserer vielen „dummen“ Fragen zu den Absonderlichkeiten verschiedener Zeugnisse der Menschheitsgeschichte ist nun – nach 3x Ägyptischer Finsternis und anderen – heute etwas ganz Besonderes dran: eine Eishöhle mit Pfiff… gelegen ca. 100 km südöstlich von der Stadt Perm im Ural am Rande der Stadt Kungur…
© für die Übersetzung aus dem Russischen Luckyhans, 26. Juli 0004
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Die Kungurer Eishöhle

Autor: Alexej Artjemjew, 26. Juli 2012

  Die Kungurer Eishöhle ist eine der wenigen in
Rußland, welche für den massenhaften Besuch
durch Touristen eingerichtet ist.
Es ist erstaunlich, wie bei solcher
Zugänglichkeit so wenig über ihre Besonderheiten,
die keine Erklärung haben, aber allen die es
wünschen vorgeführt werden, gesprochen wird…

  Auf dem Bild:
die vielen kreisrunden Trichter in der Landschaft
oberhalb der Höhle

 

Die Kungurer Eishöhle (Кунгурская ледяная пещера) ist eine bemerkenswerte „Schöpfung der Natur“, ein hochinteressantes Objekt für Forschungen und gleichzeitig ein wohleingerichtetes Tourismus-Objekt. Jährlich wird sie von 40 – 50 Tausend Menschen besucht.
Auch wir haben sie besucht, und unsere Erwartungen wurden weit übertroffen.

So sind wir in der zweiten Tageshälfte dort angekommen, haben Tickets gekauft, das Hotel bezogen und standen zur vorgegebenen Zeit am Eingang in die Höhle.

kungursk_peshhera Рис 1

Bald war die ganze Gruppe beisammen, und erst da bemerkten wir, wie dumm es war, sich nicht rechtzeitig mit warmer Kleidung auszustatten. Alle zogen Pullover und Jacken an, und die Exkursionsführerin war nicht nur mit einer gestrickten Mütze, sondern auch mit Fausthandschuhen ausgerüstet.
Wir standen in Sweatshirts, Shorts und Sandalen ohne Socken da. Für solche wenig vorausschauenden Touristen gab es zwar einen Jackenverleih, aber wie mit Absicht waren die alle grad ausgeliehen.

Es gab keine Wahl – wir beschlossen, von unserem Vorhaben nicht abzulassen. Wie sich zeigte, war es sogar bei einer Außentemperatur von ca. +30°C in der Höhle sehr kalt.
Hinter dem ersten Windfang war die Temperatur bei minus 2°C, und in der gesamten anderthalbstündigen Reise war sie nirgends höher als +5°C. Wenn Sie also mal dorthin kommen, seien Sie vorausschauender als wir.

Alle Details zu beschreiben hat wenig Sinn. Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.

Das erste, was unsere Führerin uns Interessantes mitteilte, war das Vorhandensein von Resten einer befestigten Siedlung in Form von Wällen und Gräben über der Höhle. Datiert auf das 10. Jahrhundert.
Wie schon gewohnt, wird diese Stadt der finnisch-ungarischen Bevölkerung zugeschrieben, welche angeblich als einzige damals in den hiesigen Gefilden zu Hause war (obwohl es dafür
keinerlei vernünftige Beweise gibt, außer der herrschenden Meinung).

Eigentlich war schon mehrfach bewiesen worden, daß diese Denkmäler keinerlei Beziehung zu den Finnen-Ungarn haben, zumindest deshalb, weil sie selbst diese Städte nicht als die ihren angesehen haben, sondern sie als „tschudsker“ bezeichneten.
Das Tschudsker Volk entspricht nach den kulturellen Spuren und Beschreibungen in den Sagen vollständig den Vorfahren der heutigen Russen.

Die Anwesenheit der Reste einer Stadt über der Höhle selbst ist wichtig, aber durchaus nicht verwunderlich, weil solch ein bequemer Platz (ein steiler Hügel am Ufer des großen schiffahrttauglichen Flusses Sylwa) mußte einfach unbedingt bewohnt sein.
Außerdem hatten nach Zeugnissen der Archäologen solche Städte immer unterirdische Gänge, wie auch in diesem Falle.
Alles logisch. Und erstmal merken wir uns die offizielle Datierung der Stadt – 10. Jahrhundert. Das heißt, daß sie bis zum 10. Jahrhundert existiert hatte, dann verlassen oder zerstört wurde und nicht wiederhergestellt.

Die zweite wichtige Mitteilung der Führerin war, daß die Kungur-Höhle eine Vielzahl von vertikalen „Schächten“ aufweist, die bis an die Oberfläche reichen. Sie sind mit Boden und Steinen verschüttet.
In den Grotten der Höhle sind diese Öffnungen gut zu sehen durch den herabgefallenen lockeren Boden.

kungursk_peshhera Рис 2    kungursk_peshhera Рис 3

Da ist genau grad Boden (keine Steine) in Form kegelförmiger Aufschüttungen, welche sich bis zur Decke der Grotten erstrecken.
Die Höhe des Gesteins über den Decken erreicht bis zu 80 Meter. Und nur direkt an der Oberfläche ist das Gestein mit Boden einer Dicke von nicht mehr als 1,5 m bedeckt. Und dieser Boden ist ungehindert in die Grotten der Höhle gerieselt, durch eine durchgängige Öffnung mit etwa 1 Meter Durchmesser, in eine Tiefe bis zu 80 Meter, und hat an der Oberfläche einen Trichter hinterlassen.
So sieht das von oben aus.

kungursk_peshhera Рис 4  Kungur_voronki

Interessant ist nicht nur, daß die „Schächte“ rund und streng vertikal sind (soweit dies die Struktur des Gesteins und die langzeitige Zerstörung durch das Wasser zulassen), sondern auch, daß sie alle etwa denselben Durchmesser haben.
Und völlig verwunderlich ist, wie sie sich gebildet haben konnten.

Knapp 100 Jahre erforschen die Gelehrten die Höhle, und natürlich haben sie eine Version erdacht für die Entstehung der rätselhaften Öffnungen. Die Version ist – offen gesagt – schwach. Eine, die den Skeptikern erlaubt, den Verstand zu behalten, aber den gesunden Menschenverstand nicht überzeugt.
Einige Schächte sind nicht vollständig zugeschüttet. Sie wurden von herabstürzenden Findlingen in einer bestimmten Höhe abgedeckt (wie ich das verstehe). Dieses ließ die Vermutung einer Wassererosion, sozusagen, von unten nach oben entstehen.

Ja, und so sieht das aus, nach Meinung der Gelehrten. Das Wasser tropfte, löste den Kalkstein – löste, wie es ihm gefällt, in kreisrunden Formen und streng vertikal von unten nach oben (ungeachtet der Inhomogenität der Schichten des Gesteins), und stieg so bis zur harten Dolomit-Platte. Dort hielt es an.
Und wo es nicht auf den Dolomit gestoßen war, hat es die Dicke des Gesteins ganz bis hin zur Oberfläche gelöst. Der Boden ist dann herabgerieselt.
Und das wichtigste – das Wasser macht das alles langsam. Tropfen für Tropfen, innerhalb von Jahrhunderttausenden.
Und wenn man über Jahrhunderttausende spricht, dann kann man in dieser Zeit alles vermuten. Hier gibt es dann auch nichts zu fragen.
Schauen wir auf das Bild 211. Vertikaler Schnitt im Bereich des Karst-Gebietes.

kungursk_peshhera Рис 5

Hier erklären die gelehrten Männer, wie sich der Karst bildet. Nur: ohne Arglist ging es nicht. Auf der Zeichnung ist die Breite des Einsturzes etwa in gleicher Größenordnung wie die Tiefe, aber in unserem Falle ist das Verhältnis 1:80.

Diese Version ist wie ein Feigenblatt, sie verdeckt und erklärt fast nichts. Zum Beispiel erklärt sie nicht, warum in einem hinreichend inhomogenen Gestein das Wasser für seine zerstörend-auflösende Tätigkeit nicht den Weg des geringsten Widerstandes (der garantiert stets ein ungeradliniger ist) gewählt hat, sondern mit einem streng geometrisch runden Querschnitt präzise vertikal nach oben gegangen ist?
Vergessen Sie bitte nicht, daß einige Öffnungen eine Länge von 80 Metern bei einem Durchmesser von nur einem Meter haben. Das heißt, auf natürliche Weise ist sowas
ganz bestimmt nicht entstanden, sondern gezielt hergestellt worden.

Auch erklärt diese Version nicht den Fall mit dem Graben und den Wall. Schauen wir auf das Bild.
Gelb eingezeichnet ist das Territorium der Stadt. Rechts ist eine Schlucht, unten und links ein Berghang eingezeichnet. Weiß mit Pfeilen und gepunkteten Kreisen sind die eingestürzten Trichter, welche den Wall zerstört haben, gekennzeichnet. Rot ist ein Teil des Walls, blau ein Teil des Grabens eingezeichnet.

kungursk_peshhera Рис 6

Das ist ein Satellitenfoto. Wir sehen, daß 2 Geröll-Trichter direkt auf dem Wall sind, die dessen Ganzheit zerstört haben, und die entsprechenden architektonisch-verteidigungstechnischen Eigenschaften.
Die normale menschliche Logik sagt uns, daß zuerst der Graben ausgehoben wurde, dann der Wall aufgeschüttet, die Stadt aufgebaut, dann dort eine Zeitlang gelebt wurde, und erst dann entstanden die Trichter.
Nicht später als im 10. Jahrhundert.
Zu behaupten, daß genau diese beiden Trichter später entstanden sind als alle anderen, ist nicht sinnvoll. Die Form (Einstürze) aller vorhandenen Trichter (siehe die Zeichnung am Anfang des Artikels) läßt daran keinen Zweifel. Sie sind alle etwa zur selben Zeit entstanden, und die Rede ist durchaus nicht von Jahrtausenden.

Die nächste unvoreingenommene Prüfung der Öffnungen von innerhalb der Höhle hat gezeigt, daß das Gestein entweder herausgeschnitten oder mit einem Strahl herausgebrannt wurde. Ähnlich einem Laser mit sehr großer Leistung. Wobei der Strahl eine Dicke von etwa 30 Zentimetern hatte, und er schnitt die Öffnung, indem er einen Kreis mit einem Radius von etwas unter einem Meter beschrieb.
Auf dem Bild ist die Kante (кромка) zu sehen, die der Laser zurückgelassen hat, als er einen nicht ganz vollständigen Umlauf durchführte.

kungursk_peshhera Рис 7

Die Fotografie gibt keine ausreichende Vorstellung in Perspektive und Volumen, aber die Besucher der Höhle können selbst persönlich in diesen Schacht hineinschauen und sich davon überzeugen, daß seine Wände und Kanten streng vertikal nach oben verlaufen, die Form und die Bewegungslinie des Strahles nachvollziehend.

Diese Version wurde immer offensichtlicher, als in einer der Ablagerungen in der Grotte „Ruinen“ (wenn ich mich nicht irre) wir ein vertikal aus den Ablagerungen herausstehendes „Mittelstück“ sahen, das aus einer der Öffnungen gefallen war.
Es sieht aus die ein stabförmiger Stein mit einer Länge von etwa 3 Metern und einem Durchmesser von etwa einem halben Meter.
Diese Erscheinung kann nicht anders entstanden sein als nach dem beschriebenen Schema: Sicht von oben, das Gestein symbolisch – der Pfeil zeigt die Bahn des Strahles (gelb), in der Mitte entsteht das „Mittelstück“.

kungursk_peshhera Рис 8

Ich hatte auch schon früher davon gelesen. Hier das Zitat:

Durch die vielen Atomexplosionen wurde die Luft in den kosmischen Raum hinausgeschleudert, wodurch sich der Luftdruck in uralter Zeit von 8 auf eine Atmosphäre verringerte, was bei den Menschen zur Caissoni-(Taucher-)Krankheit und zu Bluthochdruck führte, welche nicht alle aushalten konnten.
Die damals beginnenden Fäulnisprozesse veränderten die Gas-Zusammensetzung der Atmosphäre.
Die freiwerdenden tödlichen Konzentrationen von Schwefelwasserstoff und Methan vergifteten die wie durch ein Wunder am Leben gebliebenen Menschen und Tiere.
Die Ozeane, Meere und Flüsse waren vergiftet durch die verwesenden Leichen.
Die Menschen retteten sich vor der giftigen Luft, der Strahlung und dem niedrigen Luftdruck in Höhlen und Kellern, wo sie versuchten, die vorherigen Lebensbedingungen aufrechtzuerhalten.
Aber die nachfolgenden Sturzregen, und danach auch Erdbeben zerstörten die Unterstände und den von ihnen geschaffenen Schutz und zwangen sie wieder an die Erdoberfläche.
Die bis heute erhalten gebliebenen „Rohre“, welche die Höhlen mit der Erdoberfläche verbanden, haben nach Meinung der Gelehrten eine natürliche Entstehungsweise.
Viele solcher Röhren befinden sich in den Höhlen des Permer Gebietes , darunter in der bekannten Kungur-Höhle.
Diese Röhren haben eine regelmäßige runde Form, daher ist es schwer, von einer natürlichen Entstehung zu sprechen.
Am wahrscheinlichsten ist, daß sie mit den Laserwaffen der Eroberer hindurchgebrannt wurden, um die geretteten Menschen aus den unterirdischen Zufluchten herauszuzwingen…“
(W.A. Schemschuk
„Die Rückkehr des Paradieses auf die Erde“, Teil 1, Abschnitt 3)

Obwohl ich nicht in allem mit dem Autor einverstanden bin, ist anzuerkennen, daß das von ihm beschriebene Bild das, was wir in der Höhle gesehen haben, logisch erklärt.
Die schon erwähnten Erdbeben hat es hier wohl auch gegeben.
Die gesamte Zeit der Exkursion habe ich nicht aufgehört festzustellen, wie sehr sich die Oberfläche der Wände von den Steinen unterschied, welche die Ablagerungen in den Grotten gebildet hatten.
Die Wände sind geglättet und nüsternartig. Tatsächlich sind sie ähnlich wie gelöst und ausgewaschen, oder wie von einem Laser verdampft.
Aber die Steine sind eckig mit rauher Oberfläche, reine Abspaltungen. Da ist nie Wasser drübergelaufen, und Erosionsspuren gibt es nicht.
Offenbar sahen diese Galerien mal ganz anders aus. Dann ist etwas passiert, und die Decken sind an vielen Stellen eingestürzt und haben das Aussehen der Höhle verändert.

Und zum Schluß das interessanteste. In einer der Grotten hat man uns eine Neujahrstanne gezeigt. Das war ein lebendiger Baum, der im Wald abgesägt und in die Höhle verbracht worden war. Dort hat man ihn in die Steinchen gesteckt und für die Neujahrsfeier geschmückt.
Das Tännchen, das in der Höhle aufgestellt wurde, zeigt ein nicht ganz gewöhnliches Verhalten.
Es bleibt frisch, wird nicht gelb und welkt nicht – bereits 1,5 Jahre.

Wie sich zeigt, hat das schon eine lange Tradition, und jedes Mal wird der Ort der Aufstellung des Baumes geändert.
In einer der Grotten stand der abgesägte Tannenbaum unbeschädigt ganze 8 Jahre lang!
Das ist tatsächlich unwahrscheinlich.
Die offizielle Begründung ist das einmalige Mikroklima in der Höhle.

So eine einfache und wissenschaftliche Erklärung. Man liebt es, uns mit schlauen Worten zuzuschwallen. Mikroklima. Jetzt präparieren wir das mal.
Klima – das ist das „durchschnittliche“ Wetter.
Wetter – das ist der momentane Zustand einiger Kenndaten (Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck). Das ist alles.
Und „mikro“ bedeutet, daß dieses für einen Zeitraum mittlere Wetter in irgendeinem isolierten Volumen (Höhle) gilt.
Das heißt, nach Meinung der Gelehrten verlangsamen sich die Prozesse des Zerfalls des Tännchens, welches ohne Wurzelsystem, Feuchtigkeit und Licht auskommen muß, um das 24fache – wegen eines bestimmten Zusammenspiels von Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck.
Wobei dieses Zusammenspiel einmalig ist, d.h. dem Klima an der Erdoberfläche nicht eigen.

Ja, nun ist es Zeit, der Quelle der offiziellen Version zu sagen: genug gelogen.
Die Temperatur in der Höhle liegt zwischen -2 und +5 °C und schwankt im Verlaufe des Jahres etwas. Die Feuchtigkeit ist absolut nicht einmalig, im Bereich der Norm. Der Druck, versteht sich, auch. Hab es selbst überprüft.
Und diese Parameter trifft man nicht nur an der Oberfläche an, sondern man kann sie ganz leicht messen und unter Laborbedingungen wiederholen.

Aber in der Realität ist alles nicht so. Abgesägte Tännchen stehen nicht länger als 4 Monate, sogar wenn sie bis auf -2 °C abgekühlt und mit Wassernebel eingesprüht werden.
Und alles deshalb, weil dies völlig unmöglich ist bei beliebigen atmosphärischen Parametern.
Jeder Baum ist eine hydraulische Pumpe, welche die Nässe aus dem Boden zieht und über das Kanalsystem in die Äste drückt, und dann in jedes Nädelchen oder Blättchen.
Wenn man den Baum abhackt, unterbricht man diesen Prozeß.
Der Druck im Körper fällt, die Bewegung der Säfte stoppt. Das dauert einige Zeit. Bedeutung hat auch der Winterschlaf des Baumes, da der Stoffwechsel auch so verlangsamt ist.
Es beginnen die Nährstoffe für einen gesteuerten Zerfall in der primären Materie in den Zellen knapp zu werden. Soviel man auch den Baum besprüht, das ersetzt nicht sein Wurzelsystem. Die Körper des Wesens der Pflanze werden einer nach dem anderen abgestoßen. Der Tod tritt ein.
Da in der Natur alles rationell ist, folgt auf den Tod der Zerfall. Die Pflanze trocknet aus, d.h. sie verliert Feuchtigkeit. Und dieser Prozeß ist nicht aufzuhalten, sogar wenn man das abgehackte Tännchen in Wasser taucht. Die Nadeln vergilben.
Aber hier in dieser Höhle vergilben sie nicht.

Das unausweichliche Verwelken kann man nur mit einer Methode aufhalten – die Zeit verlangsamen. Und dies ist, so seltsam es auch scheint, die wahrscheinlichste Erklärung.
Nikolaj Wiktorowitsch Lewaschow schrieb, daß Zeit ein Terminus ist, der von den Menschen erdacht wurde, welcher nur die Geschwindigkeit des Ablaufs von Prozessen in der Natur illustriert.
Aber der Ablauf natürlicher Prozesse hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Eine Verzerrung des Raumes verändert die Richtung der Ströme der primären Materie, was auf die Geschwindigkeit (Zeit) ebenfalls einwirkt.
Und wie kann man den Raum verzerren? Richtig, jeder beliebige materielle Körper verzerrt den Raum, jedes Atom, jede Atomgruppe.
Und wenn der Körper massiv ist, und eine bestimmte Geometrie hat, dann erst recht.
Ein Beispiel sind die Pyramiden in Ägypten. In einer bestimmten Zone innerhalb der Pyramiden ist die Zeit auch verlangsamt.

Na, und was ist ein Berg? Ein massiver geometrischer Körper. Auch wenn er keine idealen Proportionen und Kanten hat. Na und, wir beobachten einfach einen „verschmierten“ Effekt der Wirkung derselben Naturgesetze. Und zwar einen sehr merklichen.
Übrigens kann das jeder an sich selbst ausprobieren.
Wie erscheinen uns die anderthalb Stunden unter der Erde? Vielleicht wie 40 Minuten?

Und wie führen sich Raum und Zeit zum Beispiel unter den Schrägen des Daches eines gewöhnlichen Landhauses? Die Gesetze gelten doch auch dafür, nur werden die Erscheinungsformen um einige Größenordnungen weniger merklich sein.

Leider sehen die Tausenden Besucher der Höhle mit Entzücken auf die Eiszapfen und bemerken nicht das Erstaunliche, das der Begeisterung würdig ist und zum Nachdenken über unsere Vergangenheit anregt.
Möglich, daß es auch für uns nicht zugänglich gewesen wäre, wenn wir nicht die Bücher von
Nikolaj Wiktorowitsch Lewaschow gehabt hätten. Friede seinem Andenken.

Izhewsk
– – – –

Quelle: http://ru-an.info/news/1700/


9 Kommentare

  1. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  2. thomram sagt:

    Kann ich als Mensch das, was wir als „Zeit“ „erleben“ und das, was ich mir darunter „vorstelle“, jemals erfassen?
    Je schärfer mein Verstand dieses Ding bestrahlt, umschmeichelt, es lockt – da ist bei zunehmender Anstrengung bei mir nur Eines: Wachsende Einsicht, dass ich rein nichts verstehe.

    Die Leute, welche im Untersberg verschwanden, die haben, sagt man, alles ganz normal erlebt, gefühlt und auch per Armbanduhr gemessen, sagen wir mal eine Stunde. Bloss sind sie, von aussen betrachtet, nicht nach einer Stunde, sondern nach einem Tag und länger wieder rausgekommen aus dem Loch.
    Menschen seien auch auf der Oberfläche weg gewesen, längere Zeit, Stunden. Wieder „zurückgekehrt“ hatten sie den Eindruck, überhaupt nicht weg gewesen zu sein.

    Spannend, die Tännchengeschichte. Wunderbar, nix zu verstehen und trotzdem fröhlich hier zu wandeln.

    😉

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. luckyhans sagt:

    @ Thomram:
    Offensichtlich ist es doch ein ziemlicher Unterschied, ob sich jemand konstant auf der Oberfläche der Erde aufhält oder ob er mehr oder weniger regelmäßig in ihr drinsteckt… und auch an welcher Stelle, d.h. unter welchen „geologischen Formationen“… leider interessieren sich die modernen Geologen nicht dafür – sind ja auch „nur“ Geologen und keine Zeitwissenschaftler… 😉

    Interessant wäre es, den Lebensrhythmus von Langzeit-Weltraumfahrern (so sie es tatsächlich auch sind) und den von Bergleuten, die je einen ziemlichen Teil ihrer Lebenszeit „im Berg“ verbringen, zu untersuchen…

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  5. ALTRUIST sagt:

    Bei allem Respekt vor Deinem Fleiss , muss der Respekt nicht vor den altuellen Problemen und Konflikten dieser Zeit liegen ?

    Mir kommt es so vor . komm mein Maedel bevor diese Zeit kracht , machen wir das letzte Mal so richtig tabulosen Sex,

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  6. […] an manchen Stellen unter der Erde ein entwickeltes Netz von unterirdischen Gängen existiert. Diese Gänge selbst oder deren Ausgänge an die Oberfläche konnten ja auch die Ziele (der Atombomben – d.Ü.) gewesen sein. Um so mehr als in diesem Falle […]

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  7. fini09 sagt:

    @Lucky Hans
    Danke fuer diesen wunderlichen Beitrag wieder!
    Atom-Mythen2 – klick Link, hier gelandet. Spannend ist mMn die Raum-Zeit-Masse-Energie Wirkung, welche durch Einstein’s Forschungs-projekt 1905 in der Raltivitaets-Theorie endete, wenn gleich diese nie wirklich bestaetigt wurde: E=mc hoch2. Geb einen ’schlauen‘ Link dazu und flieg wieder zurueck um weiter zu studieren:-)
    http://www.leifiphysik.de/relativitaetstheorie/spezielle-relativitaetstheorie/formeln-dynamik

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  8. fini09 sagt:

    ..Verzeihung – Schreibfehler: Relativitaets-Theorie!

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  9. […] an manchen Stellen unter der Erde ein entwickeltes Netz von unterirdischen Gängen existiert. Diese Gänge selbst oder deren Ausgänge an die Oberfläche konnten ja auch die Ziele (der Atombomben – d.Ü.) gewesen sein. Um so mehr als in diesem Falle […]

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