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Erlebnisshopping?

Gestern waren wir einkaufen, in mehreren örtlichen Supermärkten nacheinander.
Da wir daheim kaum noch Radio hören und auch kein Fernsehen mehr sehen, sondern uns höchstens ab und zu eine gute Platte, CD oder DVD zu Gemüte führen, geht uns die dortige „Verkaufsmusik“ sehr „auf den Geist“, d.h. wir bemerken sie deutlich – egal wie laut oder leise sie ist.
Wer nun aber – der Jahreszeit gemäß – Weihnachtsmusik erwartet hätte, wird sich enttäuscht sehen.

In einem Geschäft läuft ein „Verkaufssender“, d.h. es werden alle 30 Minuten „Nachrichten“ relativ laut eingeblendet, ansonsten läuft ziemliche „Dudelmusik“, d.h. übliche Schlager, meist in englisch, selten mal ein Oldie aus den 60ern und 70ern, oft rigoros unterbrochen von „aktuellen“ Werbeeinblendungen – entweder für irgendwelche (offensichtlich sonst unverkäuflichen) Produkte (wie „Quäse“) oder eine Verkäuferinnen-Stimme liest die heutigen Angebote des konkreten Hauses aus den verschiedenen Abteilungen vor.

Trotz mehrfacher Beschwerden von uns an den Kassen und bei der Marktleitung ist diese Beschallung relativ laut, d.h. man kann auch nirgendwo sich ein ruhiges Eckchen suchen, um zu überlegen, was man eigentlich hier kaufen wollte – da hilft tatsächlich nur eine Einkaufsliste… 😉

In einem anderen Supermarkt fiel uns auf, daß die Beschallung deutlich leiser war – allerdings lief fast ständig nur englischer oder deutscher Rap, also keine Musik, sondern ununterbrochen rhythmisches Klopfen und Sprechgesang – darunter gestern ein über 10 Minuten langer (wir sind dann aus dem Laden „geflohen“) monotoner Sprechgesang mit hundertfacher Wiederholung der Phrase „ihr müßt geduldig sein“…

Nicht so schlimm“, oder?

Tja, unser Gehirn ist nun mal so aufgebaut, daß wir unser Tages-Bewußtsein konzentriert einsetzen können, d.h. wir können „hinhören“ oder „weghören“ – letzteres allerdings nur bis zu einer gewissen Lautstärke, d.h. wenn es lauter wird, dann hören wir unwillkürlich immer zu.
(daher kommt auch die unschöne Angewohnheit zu schreien, wenn man jemand anderem, den das nicht besonders interessiert, etwas „klarmachen“ will)

Aber: unser Unterbewußtsein, das ja die mehr als tausendfache Verarbeitungskapazität hat gegenüber unserem Tagesbewußtsein hat, das läßt sich nicht abschalten – das hört immer zu – und nimmt auch alles auf – ob wir wollen oder nicht.
Wenn uns also zig Mal leise aber notorisch derselbe Satz „eingeblasen“ wird, dann „wirkt“ das in jedem Falle – ob wir wollen oder nicht.
Natürlich bemerkt der „Normalbürge“, der nach einem langen und meist stressigen Arbeitstag den Konsumtempel aufsucht, um sich ein wenig Ausgleich zu gönnen, von dieser mehr oder weniger subtilen Beeinflussung wohl so gut wie gar nichts – ich habe jedenfalls in keinem der Gesichter einen genervten Blick nach oben zu den Lautsprechern bemerken können – in keinem der Läden.

So war ich gestern erstmalig ein wenig neidisch auf die jungen Leute, die mehr oder weniger dauerhaft ihre In-Ohr-Hörer drinhaben und ständig aus dem Smartphone (ich weiß nicht was für welche, aber ich hoffe) selbst ausgesuchte (oder von der allgegenwärtigen „Mode“ diktierte?) Musik (?) hören – an denen geht dieser subtile Einfluß natürlich vorbei.

Allerdings sind diese In-Ohr-Hörer so konstruiert, daß sie neben einem ziemlich dichten Abschluß nach außen hin ein relativ hohen Schalldruckpegel bereitstellen können – und da die Gehirnströme direkt proportional zum einkommenden Schalldruckpegel sind, d.h. doppelte Lautstärke = doppelter Stromfluß im Gehirn, ist es fraglich, ob das so richtig gesund sein kann – zumal uns dies ja gar nicht bewußt wird.

Auf diesem Fakt beruht auch die Wirkung von diversen „Open-Air“- und anderen Rock- u.ä. Konzerten: je lauter, desto länger „kreisen“ die Schwingungen dann im Gehirn. Und vor allem: es ist ja nicht so wie in der klassischen Konzertmusik, wo es nach lauten Passagen auch wieder leise Abschnitte gibt und regelmäßige Pausen zwischendurch.
Bei den Konzerten der modernen Unterhaltungsbranche ist der Dauerschallpegel grundsätzlich sehr hoch – praktisch ohne leise Abschnitte und größere Pausen…

Klar, wenn ich mich an unsere wilde Jugend- und Band-Zeit erinnere, da haben wir auch manchmal sehr laute Musik gemacht, und es hat (trotz regelmäßiger Ohrenpausen) immer einige Stunden gedauert, bis wir wieder auf normalem Hör- und Denkniveau waren – dafür höre ich jetzt kaum noch die höheren Töne: das Gehör ist also schon damals stark geschädigt worden.
Und da gab es noch keine In-Ohr-Hörer – die Kopfhörer wurden übergestülpt und waren allseitig offen – die ersten geschlossenen Kopfhörer gab es während des Studium zu kaufen, und das waren eher kleine Lautsprecher mit weichem Rand drumherum – auch nicht gerade „gesund“…

Achten wir also mehr auf all diese Erscheinungen und lassen wir uns davon nicht „einlullen“.
Wir beschweren uns jedenfalls regelmäßig in den Läden über das Gedudel, und an manchen Tagen ist es auch schon leiser… 😉

Luckyhans, 10.12.2015


5 Kommentare

  1. thomram sagt:

    @ Lücki
    Komisch. Noch nie habe ich in einem Laden über die Musik und Werbung per Schall gemotzt. Sie stören mich, seit dieses Gescheiss eingeführt worden ist.

    Wir haben damals, in den 70ern, beim Besuch mit unsern zwei kleinen Mädels (Walt Disney Film) dem Filmhaus gehörig eingeheizt, weil der Schallpegel irre hoch war, ich wurde vorstellig bei Schulanlässen, in Restaurants, weiss Gott wo, weil diese ungefragte Beschallung mir ein Leben lang sowas von auf den Sack ging, aber in Läden ist mir noch gar nie eingefallen, dass ich das ja auch abstellen könnte, haha, danke für den Tipp.

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  2. Angela sagt:

    @ Luckyhans

    Oh ja, das kann ich Dir soo gut nachfühlen! Es ist einfach grausig! Eine Zeitlang habe ich mich auch beschwert, aber dann hieß es immer: „Wir können da gar nichts machen, die Musik wird von der Zentrale gesteuert“! Und WAS für Musik !!!

    Inzwischen empfinde ich es als etwas wengier laut in Supermärkten. Dafür werden die Lautsprecher in angrenzenden Toiletten ( noch im Geschäft) voll aufgedreht! Und dann natürlich die Werbung! Mir tun immer die armen Verkäufer/innen leid, die das den ganzen Tag ertragen müssen.

    Vor einem Jahr mussten wir sogar aus unserer schönen Wohnung mit Garten ausziehen, weil ein Fremder die Doppelhaushälfte nebenan gekauft hat und den ganzen Tag lang Rock-Musik im Garten dudelte.

    Das ist für mich eine Form von Folter und es tröstet mich etwas, dass es anderen auch so geht.

    Liebe Grüße von Angela

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  3. Vollidiot sagt:

    Tja,
    warum werden während der Tagesschau oder bei Hinterseer oder Sportschau oder XY oder Anne Will oder Maischberger oder wie die Sendungen alle heißen, könnt ja sein, hinterlegte Texte, wie: Amis sind Spitze oder Russen sind Scheiße oder Deutsche, wollt ihr als Nazis ewig leben oder Deutsche ihr seid ein Mördervolk, also tut Buße (schwiiz.: Busse) ins Unterbewußte gepflanzt?
    Was wird alles so getrieben – mit uns.
    Oder versucht, von oben Kemträls von vorne Glotze, von unten Radon bzw. Hundekacke und von hinten Überwachungskameras.

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  4. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  5. luckyhans sagt:

    @ AngelA:

    Richtig, das haben wir auch als Antwort bekommen: die Kassiererinnen, auf den Lärm angsprochen, sagten dasselbe, sie könnten nichts machen, die Zentrale schreibt das so vor.
    Auf die Frage, ob sie das nicht störe, kam die treuherzige Antwort: „Ach, wir hören das schon gar nicht mehr.“

    Genau deshalb hab ich den obigen kurzen Artikel gschrieben – es müssen ALLE endlich verstehen, daß hier niemand sich heraushalten kann und daß wir ALLE betroffen sind und geschädigt werden.

    Daher müssen auch ALLE endlich anfangen, nicht mehr mitzumachen bei all dem Irrsinn, und sich verweigern so gut es geht…

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