bumi bahagia / Glückliche Erde

(5) Ein einheitliches Weltmodell

Zur Abrundung des Wahrnehmungsprozesses fehlt noch ein Hauptparameter: die Intensität – bisher hatten wir den Vorgang als Grundbestandteil allen Geschehens erkannt, unsere Sinne und deren Wahrnehmungsschwelle sowie die Signalverarbeitung betrachtet.
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Wodurch wird die Intensität unserer Wahrnehmung bestimmt?

Zuerst einmal durch unsere Aufmerksamkeit, die wir dieser oder jener Erscheinung zukommen lassen.

Je aufmerksamer wir etwas betrachten, desto mehr erschließt sich uns der Vorgang in seinen Details und in seiner Gesamtheit.

Oft sind wir geneigt, die Details überzubewerten, und übersehen dabei das Ganze, wie es sich in größere Zusammenhänge einordnet.
Wir erinnern uns aber daran, daß ein Ganzes stets mehr ist als die Summe seiner Teile.

Somit kann sehr wohl das Ganze in seiner Funktion und Gesamtheit der Reaktionen auf seine Umgebung vollständig betrachtet werden, ohne daß man über den Aufbau und die Wirkungsweise der einzelnen Bestandteile genaustens informiert ist.

Ob das wohl unsere dogmatisch-religiöse Wissenschaft mal erkennen wird? 😉

Einen weiteren Einfluß auf die Intensität der Wahrnehmung hat unsere Achtsamkeit. Damit ist gemeint, daß wir ja nur einen kleinen Teil unseres Bewußtseins beeinflussen können – das sog. Tagesbewußtsein. Während das sog. Unterbewußtsein über 99% aller unserer Lebensvorgänge ständig steuert – auch wenn wir medizinisch „bewußtlos“, was ja nur bedeutet: getrennt von unserem Tagesbewußtsein, sind.

Deshalb ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, daß wir lernen, uns und alles um uns herum als Ganzes zu betrachten – umfassend, unmittelbar, ohne „Einschaltung“ von bewußtem Denken und Zeit, aber auch ohne irgendetwas gewollt „auszuschalten“.

Vollständig seiner gewahr sein, unmittelbar gegenwärtig sein, sich hineinfühlen in den Fluß der Gesamtheit des Universums könnte man dieses Herangehen nennen.

Dabei ist es wichtig, sich von allem zu lösen, sich mit nichts und niemandem zu verbinden oder zu vergleichen, damit wirklich das eigene Innerste, alles was ich wirklich bin, zur Geltung kommt. Und in dieses wollen wir uns hineinfühlen…

So ist es möglich, die Wahrnehmungsschwelle durch intensives Betrachten, durch ganzheitliches Herangehen sowie entwickeln und schulen der Sinnesorgane zu senken, d.h. Vorgänge wahrzunehmen, die den meisten anderen Menschen verborgen bleiben.
Deshalb sollten wir mit dem „Abqualifizieren“ von Beobachtungen, die wir nicht nachvollziehen können, entsprechend vorsichtig sein.

Wir können nun die Eigenschaften unserer Wahrnehmung zusammentragen.

1. Unsere Wahrnehmung ist auf Wirkungen und Vorgänge beschränkt. Die Ursachen sind uns meist nicht sichtbar.

2. Zu den Ursachen können wir nur Vermutungen äußern und Theorien aufstellen – angesichts eines stets vielfältigen und miteinander wechselwirkenden Ursachen-Geflechtes, sowie der verstärkenden (Resonanz) wie abschwächenden (negative Rückkopplung) Rückwirkungen der beobachteten Wirkungen auf das Ursachen-Geflecht, wird unsere Erkenntnis der Zusammenhänge immer teilerfassend und lückenhaft bleiben.

Wir sollten daher niemals eine Theorie oder Vermutung in den Rang einer ewig gültigen Gesetzmäßigkeit erheben wollen – sie kann sich schon morgen als für die Beschreibung der Ursachen des Vorgangs vollkommen ungeeignet erweisen.

3. Vorgänge können – im Kleinen wie im Großen – die unterschiedlichsten Wirkdauern aufweisen – von Pikosekunden bis Jahrmilliarden.
Vorgänge mit sehr langer Wirkdauer können wir nicht immer als solche erkennen, sie können sich in ihrem Ablauf unserer Betrachtung entziehen. Was sie keinesfalls weniger „wichtig“ macht – alles ist bedeutsam.

4. Durch unsere Beobachtung wirken wir auf die betrachteten Vorgänge ein – zwar nicht immer erkennbar, aber stets stattfindend. Mal sind diese Einwirkungen offensichtlich, wie in der Psychologie oder Quantentheorie, mal sind sie kaum oder für uns gar nicht merklich. Auch hier gilt wieder: alles ist bedeutsam, egal ob wir es zur Zeit wahrnehmen können oder nicht.

5. Die Wahrnehmung erfolgt – egal ob direkt durch unserer Sinnesorgane oder mit hilfe von Meßtechnik, stets in denselben Etappen:

+ Wechselwirkung mit unserer Sensorik oder Meßtechnik,
+ Signalentstehung (elektro-magnetisch)
+ Weiterleitung zu einem Verarbeitungsschritt und
+ Umsetzung/Einordnung in die bekannte Denk-Systematik /Maßeinheiten  –
+ Schlußetappe: Erkenntnis, Erweiterung des geistigen Netzwerkes.

6. Unsere Wahrnehmung ist durch die Wahrnehmungsschwellen begrenzt, die wir durch Empfindlichkeits-Training, erhöhte Beobachtungs-Intensität, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit sowie durch Hingabe und Begeisterung ganz wesentlich beeinflussen können.

Somit ist nun klar verständlich, daß jeder Mensch eine sehr eigene Wahrnehmung hat – in jeder Hinsicht und auch in jeder Phase des Prozesses der Wahrnehmung.
Diese kann uns neue Aspekte des betrachteten Vorganges eröffnen und damit neue Erkenntnisse vermitteln.

Gehen wir dementsprechend respektvoll miteinander um?

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Luckyhans, 4. Juni 2015


4 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    ***Gehen wir dementsprechend respektvoll miteinander um?***

    Auf bumi bahagia auf jeden Fall!! 😉 😉 🙂 🙂

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  2. luckyhans sagt:

    @ PvH:
    … und alltäglich? 😉

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  3. […] jedoch Zeit nur unsere Wahrnehmung ist, dann wäre sie auch mit den Eigenschaften, die wir bisher für unsere Wahrnehmung herausgefunden haben, […]

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