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Neues aus der Ukraine – Ukraine News – Новости из Украины

Es ist nicht ganz einfach, die Beiträge auf der Duröhre zu sichten, da einige zwecks Klickzahl-Erhöhung in die Überschrift ein „mitlaufendes“ Datum eingebaut haben, d.h. die Beitragsüberschrift erscheint jeden Tag neu unter dem jeweils aktuellen Datum – bin auch paarmal „reingefallen“.

Hier nun die Inhalte eines Beitrags, der wohl wirklich aktuell ist (veröffentlicht am 16.2.15):

Der Reporter vor Ort, Artjom Kol, erklärt, daß vom Kessel Debalzewo sich kleine Gruppen von um die 400 Mann abgesondert haben, welche erneut eingeschlossen wurden und denen täglich abgeboten wird, sich zu ergeben, d.h. die Waffen niederzulegen und nach Hause zu gehen. Die ukrainischen Truppen versuchen Zeit zu gewinnen, um vielleicht noch irgendwie durchzurutschen.
Außerdem ist im Hintergrund heftiges Artilleriefeuer zu hören, d.h. die ukrainischen Truppen versuchen, die Minsker Vereinbarung über den Abzug der schweren Waffen zu nutzen, um den Kessel von außen zu sprengen – dazu werden sowohl schwere Rohrartillerie als auch reaktive Werfer (Grad, Smertsch) eingesetzt – heute war der kleine Ort Sorin unter Beschuß, ein ziviles Opfer.
Dann kommen unlängst befreite Einwohner zu Wort – die einen beschweren sich über die ukrainische Nationalgarde, welche Handgranaten in den Hausflur geworfen hätte, wo sie sich versteckt hatten. Eine alte Frau sagt, sie hätte kaum erwarten können, daß die Befreier kommen – dieser Krieg sei schrecklich.
Somit können die Novorossen ihre schweren Waffen nicht zurückführen, wie es in Minsk vereinbart wurde.
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=dI5LcKXXFZE)

Ein weiterer Beitrag,veröffentlicht am 16.2.15, von „Kanal 5“:
Kiew will die eingeschlossenen Truppen aus Debalzewo abziehen, aber nur auf dem Wege des Durchbruchs aus dem Kessel – das habe der Stab der ukrainischen Truppen mitgeteilt. Sie lehnen den Sicherheitskorridor, den die Volkswehr angeboten hat, ab und wollen ihre Truppen freikämpfen. Ganz offensichtlich werden dort Befehle erteilt, die den Minsker Vereinbarungen widersprechen, daher der ununterbrochene Beschuß von ukrainischer Seite.Dann berichtet Dmitrij Kulko, der Reporter vor Ort, über den ersten Tag der „Waffenruhe“. Er bereichtet, daß ungeachtet der Minsker Vereinbarungen an verschiedenen Frontabschnitten die Kampfhandlungen rege fortgesetzt werden, die Ukrainer hätten heute die Orte Gorlowka und Dokutschajewsk beschossen. Der heißeste Ort bliebe jedoch der Debalzewo-Kessel – die Ukrainer hätten mit Artillerie den Ort Logwinowo beschossen – die Volkswehren mußten mehrere Angriffe der ukrainischen Seite abwehren. Der Stab der DVR (Donetzker Volksrepublik) hat daraufhin erklärt, daß ein Rückzug der schweren Waffen nur erfolgen kann, wenn die Lage unter Kontrolle der OSZE-Beobachter ist, da die „freiwilligen“ (privaten) Bataillone sich an keine Vereinbarung gebunden fühlen.
Das bestätigt Eduard Basurin, der Stellv. Befehlshaber des DVR-Korps und nennt konkret die Einheiten „Ajdar, Asow, Donbass und Krivbass und andere“ – diese wären faktisch nicht mehr unter Kontrolle des Generalstabs der Ukraine und sie beschießen das DVR-Gebiet auf Mobiltelefon-Befehle ihrer Kiewer „sog. Kommandeure“ hin.
Während in den Außenbezirken die Kämpfe fortdauern, ist das Stadtzentrum von Donezk schon fast wieder zum friedlichen Leben zurückgekehrt.
Besonders heftig werde nach wie vor um den Donezker Flughafen gekämpft. Von dort die Reportage: der schon fast legendäre Volkswehr-Kommandeur „Giwi“ befielht, den ukrainischen Beschuß mit Gegenfeuer zu unterdrücken, da über 30 Pressevertreter dort vor Ort seien, welche sich ein Bild über die Zerstörungen machen wollten. „Giwi“ (Michail Tolstych) berichtet über ständige Beschüsse, auch nachts, und Kämpfe. Der Reporter verweist auf die vollständige Zerstörung des gesamten Geländes. Dann werden Leichen ukrainischer Kämpfer gezeigt. Der Verteidigungsminister der DVR, Wladimir Kononow, sagt, daß die ukrainische Seite keinerlei Interesse gezeigt hätte, ihre Gefallenen abzuholen.
Die Siedlung „Oktrabrskij“ direkt hinter dem Flughafen ist regelmäßig Ziel von Granateinschlägen – einige Häuser haben über 20 Treffer abbekommen. Die Einwohner kennen schon kein normales Leben mehr – die Siedlung ist eine Geisterstadt, sagt die Bewohnerin.
Dann wird der teilweise Rückzug von Panzern der DVR gezeigt – allerdings geht das nur dort, wo die Kampfhandlungen beendet sind. Erneut E.Basurin: „Bei Debalzewo schießt die ukrainische Seite auf alles was sich bewegt – Volkswehrleute, Zivilisten, OSZE-Beobachter. Alle sollten sich dort maximal vorsichtig verhalten, da wir keine Sicherheitsgarantien geben können.“
An der Nahtstelle des Kessels gehen die Kämpfe und Artillerieduelle mit unverminderter Stärke weiter.
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Uu345Kw6ICs)

Hier ein kurzer brandaktueller Beitrag vom 18.2.:
Der Sender „Region13 UA“ berichtet davon, daß über Debalzewo die Kriegs-Flagge von Novorossija gehißt wurde. Auf dem Gebäude befand sich vorher ein Feuernest der Ukrainer. Damit ist auch formal der Anspruch der Volksrepubliken auf den Ort bekräftigt.
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=c06rcMX5czI)

Und hier der „frischeste“ Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=_37shlpEuJg


4 Kommentare

  1. luckyhans sagt:

    Gestern nicht mehr geschafft – dafür jetzt hier der Inhalt des letztgenannten Videos:

    Genannt wird zuerst die Flaggenhissung, welche die vollständige Einnahme des Ortes Debalzewo anzeigt, dann das friedliche Herausfahren der entwaffneten eingeschlossenen ukrainischen (regulären) Armee-Einheiten durch den von der Volkswehr geöffneten Korridor. Kämpfe gäbe es nur dort, wo Widerstand geleistet wird. Es kommentiert der Sonder-Korrespondent vor Ort, Michail Tschebonenko.
    1. Frage: ist die Stadt Debalzewo wirklich vollständig unter Kontrolle der Volkswehr? –
    Die Flaggenhissung war ein Zeichen, daß die DVR jetzt 90% des Territoriums der Stadt kontrolliert. Der Kessel zieht sich von Stunde zu Stunde zusammen, da immer mehr ukrainische Einheiten ihre Waffen niederlegen. Dadurch erhalten sie ihr Leben, sie bekommen zu essen, können sich umziehen und ausruhen, da sie schon einige Tage ohne Versorgung gewesen waren.
    Etwa 1000 ukrainische Soldaten weigern sich nach wie vor, ihre Waffen niederzulegen. Sie versuchen durch Mörserangriffe ständig zu provozieren, wobei die DVR-Truppen versuchen, nicht darauf zu reagieren, soweit möglich.
    2. Frage: hat denn nun der Prozeß der Entflechtung und Rückführung der schweren Waffen begonnen, und wenn ja – wo? –
    Ja, das Abrücken der schweren Artillerie ist voll im Gange, wir waren heute etwa 150 km von Donezk in Richtung Mariupol, beim Ort Nowoasowsk, Zeugen, wie eine Grad-Werfer-Einheit sowie angehängte Kanonen abgezogen wurden. Die Werfer mit ihrer Reichweite von 25 km wurden auf 30 km in Innere der DVR zurückgezogen.
    Sergej Schamberin, ein Volkswehr-Brigade-Kommandeur, sagt: „Wir führen die schwere Technik weg von der Linie der Berührung auf eine Entfernung wie in der Vereinbarung festgelegt – hoffend, daß auch die Gegenseite die Bedingungen der Vereinbarung einhält. Wenn nicht, dann sind wir gezwungen, auf unsere Positionen zurückzukehren und einen vernichtenden Schlag zu führen.“
    Wieder der Reporter: die Rückführung der schweren Technik begann im Thälmannowsker Kreis, das ist Richtung Mariupol, weil dort schon den vierten Tag Ruhe ist und die Volkswehr meint, daß da die schwere Artillerie nicht mehr benötigt wird.
    (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=_37shlpEuJg)

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  2. luckyhans sagt:

    Neues aktuelles Video gefunden – https://www.youtube.com/watch?v=NizuQmB65-4 – veröffentlicht am 19.2.15:
    Berichtet wird davon, daß die Bevölkerung von Süd-Ossetien für die Novorossen sammelt, da sie weiß, wie schwer es im Krieg ist.
    David Sanakojew, Außenminister der Republik Süd-Ossetien, sagt:
    „Das was dort im Donbass vor sich geht, ruft bei unserer Bevölkerung Besorgnis hervor. Wir haben selbst am eigenen Leibe den Krieg verspürt.
    Die Republik Süd-Ossetien hat ja auch die Donjezker und die Lugansker Volksrepubliken anerkannt.
    Wir haben die Minsker Gespräche verfolgt, wo bestimmte Vereinbarungen erreicht wurden. Das aus unserer Sicht wichtigste Ergebnis ist, daß die Kampfhandlungen eingestellt und die schwere Technik entflechtet werden sollen.
    Damit kann das Morden aufhören, und die Leute können am Verhandlungstisch die Probleme des Donbass klären.“

    Und ein weiteres Video, diesmal von Rossija24, https://www.youtube.com/watch?v=IhWLERNh7os – veröffentlicht am 19.2.15:
    Der Kessel von Debalzewo als einheitliches Gebilde hat aufgehört zu existieren, dies teilte der Stab der Volkswehr mit. Nach Volkswehr-Angaben haben die ukrainischen Streitkräfte mehr als 3000 Mann verloren. In der Stadt gibt es noch vereinzelte ukrainische Gruppen, aber sie stellen keine ernste Bedrohung mehr dar. Sogar der extra gebildete Stab der „Freiwilligen“ (privaten) Einheiten hat hohe Verluste anerkannt. Derweil hat Poroschenko nach Friedenstruppen für die Ukraine gerufen.
    Poroschenko war am 18.2. für einige Stunden im Gebiet der sog. ATO – er verteilte Orden und dankte den Militärs für ihren Einsatz. Abends in Kiew im Nationalen Sicherheitsrat, wieder im Anzug, bleibt die Redeweise militaristisch: „Für die Koordinierung der Verteidigungs- und Sicherheitsfragen ist ein Militär-Kabinett des Sicherheitsrates zu bilden.“ – Kiew habe 2475 Soldaten aus Debalzewo abgezogen, es habe keinen Kessel gegeben.
    Allerdings sagen die gefangen genommenen ukrainischen Soldaten etwas anderes: „Ich weiß, daß nicht alle abgezogen wurden. “ – Ein anderer: „Wir haben Debalzewo vollständig verlassen.“ – „Den ganzen letzten Monat haben wir um Verstärkung und Versorgung gebeten. Die angekommenen Munitionskisten waren in so schlechtem Zustand, daß wir nur 10% verwenden konnten.“ – „Wir haben nicht genug Waffen und Munitionen gehabt – sollten wir mit der MPi gegen Panzer losgehen?“ –
    Auch die ukrainischen Feldkommandeure haben die Schuld für die Niederlage bei Debalzewo auf die unfähigen Befehle des ukrainischen Generalstabes zurückgeführt. Der maskierte „Freiwilligen“-Kommandeur beschwert sich darüber, daß die „Freiwilligen“ keine Entscheidungsfreiheit gehabt hätten, sonst stünden die Feinde schon längst vor dem Kiewer Parlament. (er meint natürlich: als Gefangene!)
    Jetzt haben die „Freiwilligen“ einen eigenen „vereinten“ Stab gebildet: die Einheiten Donbass, Krivbass, Poltawa, Pridnestrowje und Rechter Sektor.
    „Wir wollen die Grundlage einer neuen professionellen Armee werden, die endlich zum Siege kommt. Denn dieser Krieg braucht eine militärische Lösung. Die vergangenen Monate haben gezeigt, daß der Generalstab nicht in der Lage ist, die Truppen adäquat zu führen. … Dementsprechend wurde der vereinte Stab gebildet.“ –
    Poroschenko nimmt diese Schimpfereien nicht wahr, für ihn sind die Aufständischen die Schuldigen. … Es soll eine Petition an UNO und EU geschickt werden mit der Bitte, Friedenstruppen in den Donbass zu entsenden, sagt der Regierungssprecher.
    Der Fernseh-Kommentator setzt for:
    Es soll gefordert werden, daß Polizei- und Militäreinheiten nicht nur die bisherige Frontlinie, sondern auch weitere Teile des Donbass besetzen sollen, unter dem Vorwand, die gesamte ukrainisch-russische Grenze zu „sichern“. Das würde aber den Minsker Vereinbarungen über die Demilitarisierung des Konfliktes wiedersprechen, da somit neue Kampftechnik in die Konfliktzone eingeführt würde. Poroschenko hat die Vorgabe gemacht, und wie die Rada entscheiden wird, sei abzusehen.
    Der Ständige Verteter Rußlands bei der UNO Tschurkin erklärte, daß die Einführung von Friedens-Truppen die Minsker Vereinbarungen durchkreuzen würde. Denn es wäre in Minsk klar vereinbart worden, daß die Aufsicht über die Entflechtung der OSZE zukäme.
    Er sagt wörtlich: „Das macht mich etwas besorgt. Gerade erst am 12. Februar wurde in Minsk eine Vereinbarung unterzeichnet. Sie sieht die Anwesenheit von OSZE-Beobachtern vor. Dort steht kein Wort von UNO und EU. Das heißt, daß diese Reden, daß dort noch jemand sein solle, zeigen das Fehlen eines klaren Planes für die Durchsetzung der Minsker Vereinbarungen. Bevor irgendwelche neuen Ideen eingebracht werden, wäre erstmal verstärkt daran zu arbeiten, das umzusetzen zu dem alle bereits zugestimmt haben.“

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  3. satsadhu sagt:

    RamRam

    so … da is wieder etwas neues aus der ukraine ….. jetzt wollen sie es aber genau wissen ….

    Großbritannien schickt Truppen in die Ukraine – Begründung: Taktische Vorteile für Kiew

    Der britische Premier David Cameron hat bekannt gegeben, dass Großbritannien militärisches Personal für Infanterieausbildung, logistische, medizinische und Aufklärungstätigkeiten in die Ukraine entsenden wird. Diese sollten, so der Premier weiter, „der Ukraine helfen, ihre taktischen Vorteile zu verbessern“.

    quelle:

    http://www.rtdeutsch.com/13026/international/grossbritannien-schickt-truppen-in-die-ukraine-begruendung-taktische-vorteile-fuer-ukrainische-armee/

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  4. luckyhans sagt:

    @ Satsa:
    „Darüber hinaus werden wir auch ein Infanterietrainingsprogramm aufsetzen, um die Durchhaltefähigkeit ihrer Kräfte zu erhöhen.“ – Zitat Cameron – ich meine das trifft den Kern der Sache besser… 😉

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