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Wärme und Temperatur

aus der Reihe „Theo-Logisches“ – von Theo dem Logiker

Auch wenn es mir widerstrebt: wir bleiben, damit wir eine Grundlage haben, mal bei der schulwissenschaftlichen „Definition“, wonach unter „Energie“ die Fähigkeit zu verstehen ist, Arbeit zu verrichten.
(ich würde eher sagen: „Wirkungen zu erzielen“ – aber lassen wir das)
Davon ausgehend formuliert die Uni Freiburg füsikalisch einführend:

„Wärme ist eine Form von Energie, die ausgedehnten Körpern zu eigen ist

Wärmeenergie besteht aus der kinetischen Energie der ungeordneten Bewegung von Bestandteilen ausgedehnter Körper

Kinetische Energie wird über Stöße und Fernwirkung zwischen den Teilchen ausgetauscht

Die Temperatur ist ein lineares Maß der mittleren kinetischen Energie der Teilchen“

(http://www3.kis.uni-freiburg.de/~ovdluhe/Lehre/Einfuehrung_Physik_I/material/EP1_Waerme_01_BW.pdf)
Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Definitionen für „Temperatur“ – was schon recht verwunderlich ist – siehe beispielsweise http://www.enzyklo.de/Begriff/Temperatur
Die meisten von ihnen verbinden ebenso die Temperatur mit der (mittleren) kinetischen (=Bewegungs-)Energie der Teilchen.

Da ergibt sich mindestens eine logische Frage:

Wenn Temperatur ein lineares (!) Maß für die Wärmeenergie (mittlere Bewegungsenergie der Teilchen) sein soll – wie kommt es dann, daß wenn wir zwei Körper gleicher Größe, Beschaffenheit und Temperatur zusammenbringen, sich deren Temperatur NICHT ändert, während sich die Wärmemenge (Energie) addiert?

Irgendetwas stimmt doch da wohl nicht ganz, oder?

Ein Energieerhaltungssatz scheint zu funktionieren – ein Temperaturerhaltungssatz wohl eher nicht.

Daher sind die o.g. Definitionen wohl eher nicht richtig, oder?

„Ist ein Füsiker an Bord?“


3 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Also linear ist ja 1+1 usw.
    Hab ich einen Teelöffel voll 40° warmem Wasser und kippe den zu einem anderen Teelöffel dazu – meintswegen in einen Esslöffel, damit nichts verloren geht.
    Das wiederhole ich ca. 5 mal, jetzt in einer Tasse sich befindend, habe ich die Menge von 10 vollen Teelöffeln.
    Alle sind 40° warm.
    Mache ich weiter, addiert sich die Gesamtmenge der ehemals vielen Teelöffelmengen zu einem angenehmen Fußbad.
    Muß natürlich Wärme zuführen damit die 40° bleiben, während ich die Teelöffelmenge zuführe. Welches ich verhindern kann, indem ich Schüssel- und Umgebungstemperatur auf 40° konstant halte.
    Sonst würde es ein eher unangenehmes Fußbad.
    Was sich im laufe der Zeit verändert hat ist einzig die Wassermenge.
    Und, wenn kleinste Mengen Sedimente im Wasser sind, ich kann das Faszinosum sehen, daß das Wasser total sich in Ruhe befindet.
    Aber nur, wenn die Schüssel- und Umgebungstemperatur halt auch präzise 40° sind.
    Wenn nicht, sehe ich das Faszinosum wie das Wasser sich umwälzt, Moleküle fangen an sich zu bewegen und ein, trotz Schüssel, sich bewegender Strom entsteht. Wie auf Befehl nix Ruhe – alles gleichmäßig wälzend, sich reibend.
    Reibung erzeigt Wärme und je stärker sich abkühlend deto stärker der innere Strom.
    Das aber sind geordnete Bewegungen und dazu kommt – im ausgedehnten Körper………………
    Etzta bin ich total verwirrt.

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  2. luckyhans sagt:

    @ Volli:

    … mußt halt die Füß‘ heraußen lassen oder still halten – sonst ist’s kein Wunder, daß sich das Wasser (vor Grauen? oder getreten?) herumwälzt… 😉

    Aber Verwirrung kann auch ein sehr schöner Zustand sein – man wird nicht mehr ernst genommen und mit Nachsicht „behandelt“… 😉

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  3. Uatu sagt:

    … Temperatur ein lineares (!) Maß für die Wärmeenergie …

    Temperatur ist kein Mass für Wärmeenergie. Temperatur entspricht dem Mittelwert der kinetischen Energie der Teilchen. Wärmeenergie entspricht der Summe der kinetischen Energie der Teilchen. Mehr oder weniger Teilchen mit der gleichen kinetischen Energie ändern nichts an der Temperatur (weil der Mittelwert der kinetischen Energie gleich bleibt), sie ändern allerdings die Wärmeenergie (weil die Summe der kinetischen Energie sich erhöht bzw. vermindert).

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