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Plum und Susi

Um meinen (und deinen?) Kopp ein bisschen zu durchlüften, mal weg von all den Problääms und hin zu was einfach hübsch Bodenständigem.

Vielleicht kennst du die Geschichte von Plum, welcher Mama und Geschwister verloren hat und selber fast draufgegangen ist, weil Mama vergiftetes Huhn gefressen und die Welpen vergiftete Mama – Milch genuggelt haben.

Nun, Plum ist heute wieder voll im saft, ist ein Mutti (wohlbeleibt), immer lustig und macht nun oft Seich, knabbert an allem und jedem mit seinem Riesenrachen. Weil er allein ist, darf er drin schlafen, klar nie auf mein Bett, und nachts muss er einmal, das meldet er getreulich an, und er macht sein Geschäft weit vom Haus weg. Kluger Junge.

Vor 6 Tagen wollt‘ ich nachts ins Städtchen, und was sehe ich. Ein wiinzig kleines schwarzes Kätzchen, alleine, am Strassenrand. Ich fuhr weiter, mein Gewissen arbeitete. Ich hielt an, hielt Innenschau, wendete. Das Kätzchen kam auf meine Hand zu, und es liess sich wohlig in meine Jackentasche stecken.

Ich sorgte mich, nun Milch schöppelen zu müssen. Ich versuchte es mit wässerigem Fisch, und oh Gott sei Dank, das blauäugige Winzlingchen konnte den zu sich nehmen.

Der Plum war begeistert. War er mir bislang als kleines Hundchen vorgekommen, schien er mir jetzt ein Riese. Es war nicht klar: Spielen oder fressen…Noch und noch nahm er die winzige Susi voll in seinen Riesenrachen, machte sogar Totschüttelbewegungen. Für mich eine Gratwanderung. Ich wusste: Wenn ich ihm mit allen Mitteln ein Generalverbot verpasse, ist er anschliessend der Eifersüchtige. Wenn ich alles geschehen lasse, frisst er das kleine Häufchen vielleicht wirklich.

Wenn ich das Haus verliess, trennte ich die beiden immer. Einer drinne, eines draussen oder umgekehrt.

…und es pendelt sich ein! Dank dem Umstand, dass Susi sich nie wehrte, und dass sie auf Plum immer rasch und freundlich zuging, gewöhnte und gewöhnt sich Plum an die neue kleine Gefährtin und muss nicht dauernd so tun, wie wenn er eine Maus verschlingen wollte.

Und nun die Kartonschachtel. Ich hatte sie Plum hingestellt, um sich daran auszutoben. Er zeigte aber kein Interesse daran. hehehe.

Ich legte dann der Susi ein gutes altes Tuch hinein, und Susi nimmt es dankbar als Mammi – Ersatz, das heisst, Susi schläft immer in der Kartonkiste mit Tuch. 5 Tage lang zerrte Plum das schlafende Kätzchen noch und noch raus, um derb mit ihm rumzumachen, auch Rumschleppen ganz im Rachen oder an einem Bein war an der Tagesordnung.

Gestern nun, was sehe ich. Hier, das sehe ich: DSCN0397

 

Und das sehe ich:

Nota bene, die Susi ist selber raufgeklettert…

DSCN0394

 

Bildet sich also eine Freundschaft. Plum hat die Katzensprache schon ein bisschen gelernt. Susi hat die Hundesprache schon ein bisschen gelernt.

Und der Riesenmops Plum zwängt sich in die Schachtel. Einmal hat er die Susi fast zerquetscht dabei, nun, sie wusste wirkunkseffizient zu schreien…

thom ram, 28.08.2014

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16 Kommentare

  1. Avatar von pieter pieter sagt:

    Ich freue mich mit Dir Thom, Deine Trauer wurde erhört, von wem auch immer, und Ja ganz offensichtlich wurde Dir auch nochmal was zum Lernen anvertraut. Äh, was auch immer. Ich drück Euch alle ganz vorsichtig.
    Der Pieter

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  2. Avatar von chaukeedaar chaukeedaar sagt:

    He, he, der Plum wird mal ein Aupechaub (Alpenkalb). Tapferes Susilein, braver thomram 😀

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  3. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @Chaukee

    Hm. Würdisch bitte scho n emool es zümftigs Bernharinerhundnotfallschnapsfässli bschtelle? Mit emene entsprächende Halsband, bitte, Durchmässer so ungföör 25 Santimeter.

    Und wiis d Rega aa, de Plum imene halbe Johr i ‚d Schwiiz z überfüere. Di Öffentliche mache Schtress bi Tiertransport. Zwüschelandige uf Ami flugzügträger, zum Tanke. Ha grad mit em Amt z Woschington Diisii telefoniert. Kes Probleem. Si het gsäit: We have good heart for all animals.

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  4. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @Pieter

    Schon eindrücklich, was sich „einfach so“ ergibt. Spar endlich mal und komm ein bisschen nach OstSüdOst.

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  5. Avatar von piewo pieter sagt:

    Thom, wie sparen von 800 Rente, da bleibt nix übrig, ja und meine Katzen möchte ich nicht alleine lassen. Wird schon kommen wenns sein soll

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  6. Avatar von Ohnweg ohnweg sagt:

    Wenn es drei Tage gut gegangen ist dürfte das Problem vorbei sein und die Freundschaft ist besiegelt. Wenn aber der Hund in das Erwachsenenalter kommt endet das traute Verhältnis. Besonders wenn es ein Rüde ist. Aber bis dahin ist das Kätzchen gross und ausser Gefahr. Ein Hund erwischt sehr selten eine Katze. Wenigstens sind das meine Erfahrungen mit Hund und Katze bisher.

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  7. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @Ohnweg

    Deine Erfahrung ist interessant. Meine ist, selber erlebt, schmal. Wir hatten immer Katzen. Und dann hatten wir einen Landseer (Rechtschreibung fraglich), das ist ein Riesending, gegen 40 Kilo, eine Mischung von amerikanischem Hirtenhund und – ächz, wie heissen die schwarzen klugen Blindenhunde. Langhaarig. Kaum zu toppen in Freundlichkeit und Gutmütigkeit. Angie hiess sie. Nun, die war mit allen Katzen immer freundlich, egal ob vor ihr schon da oder ob neu geboren. Aber vielleicht eben erstens Weibschn und zweitens ein Ausbund an Freundlichkeit.
    uff, DIE hat gehorcht. Der konnte man sagen: Platz. Waaarten. Man konnte eine halbe Stunde weggehen, Angie lag am selben Ort. Alles ohne Leine, versteht sich. Mal war ich in Zürich mit ihr, ohne Leine. Tram. Verkehr. Alles kein Problem, denn „Fuss“ war eben „Fuss“.
    Ausnahme: Wenn ein zünftiger Rüde sich nahte, dann übernahm die Natur manche male das Ruder und sie gehorchte keinen Pfifferling, LoL. Und wenn läufig, dann war Leine eh angesagt.

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  8. Avatar von Dude Dude sagt:

    Mann, die Susi hat Cojones! Respekt!

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  9. Avatar von Ohnweg ohnweg sagt:

    @ thomram

    Ich hatte Rottweiler, Fila Brasilero bis 90 Kg schwer, deutsche Dogge, Schäferhund und verschiedene Mischlingshunde.Jeder ist in seinem Charakter verschieden. An Katzen hatte ich die normalen Hauskatzen und Siamkatzen, die sich als vorzügliche Jäger herausstellten. Meistens legten sie ihre Beute zuerst vor meine Füsse und wenn ich keine Anstalten machte sie zu fressen schleppten sie ihre Beute irgendwohin um sie zu verspeisen. Egal, dass sie beim mir keinen Hungertod zu erwarten hatten. Meine Angaben sind natürlich mit Vorsicht zu geniessen. Ich habe kein Tierstudium gemacht.Es sind meine ureigensten Erfahrungswerte!

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  10. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @Ohnweg

    Oooch, ich dachte, du habest ein Hundepsychologiediplom. Nun, da dem nicht so ist, schliesse ich die Diskussion über Hundeverhalten mit dir.
    Wär noch schöner, einem Diplomlosen zuzuhören.
    Ich habe es bislang verschwiegen. An meiner Wand hängt Prof.Prof.Dr.Dr.Dr.Studiosus alimentaris curiosis canes viventes documentariosibus bello gallica caesariensis scientissimorum.
    Also bitte, geh in deine Ecke und iss Brot, ja?
    So. Dette hätten wir.

    Uffa, ich habe meinen Morgen gerettet, gehe wohlgemut meinen dünnen Bauch inn dicken Pazifick plutschen.

    🙂

    Schön, dass ihr da seid, Brüder und Schwestern.

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  11. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    @Dude

    Ja. Ich habe vom ersten Moment an gestaunt. Die Susi hat sich, instinktiv richtig, vom ersten Moment weg einfach ganz hingegeben, wenn des Wolfes Rachen sie umfasst.
    Sie hat in den 5 oder 7 Tagen nun Tritt gefasst mit der neuen Ernährung und wird von Tag zu Tag katzenwehrhafter. Ich schätze, es dauert noch zwei Wochen, da wird sie dem Plumeli schon mal einen scharfen über das Näschen ziehen, wenn er zu doll kommen sollte.

    Ach und der Plum, der macht seine Sache voll autenthisch. Gestern ist nachbars fast erwachsener Hund über Plum her. Der ist vielleicht es bitzeli schwerer als Plum, aber sehnig und straff gebaut, ich schätze, an Muskelkraft zurzeit noch einiges überlegen. Plum wollte sofort mitspielen, und wenn der andere über ihn herfiel, ging Plum gleich in seine höflich lustig plumelige Rolle und schmiss sich immer gleich auf den Rücken, sich scheinbar ergebend. So witzig das, hat er auch mit seinen schwächeren Geschwistern immer gemacht.

    Nun, der Nachbar kennt die Hundesprache noch nicht so recht und knellte Plum schmerzhaft. Der glaubte es zuerst nicht und winselte. Als aber der Nachbar nicht aufhörte, da hättest Plumeli sehen sollen! Auf einmal war er nicht der liebe Plumeli. Er schoss auf, Zähne voll gebleckt, baffte den nachbarn wie aus der Kanone an und biss ihn ins Ohr. ha. Lektion. Der Nachbar liess ab, und Plum war sofort wieder lieb und höflich, trottete weg und legte sich hin.
    🙂

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  12. Avatar von Dude Dude sagt:

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  13. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    Liebe Plum / Susi – Gemeinde 🙂

    Es ist heute schon passiert, LoL.
    Nicht dramatisch, aber neu.

    Der Plum liegt zu meinen Füssen, der Mutti (Dicke), pflaatsch hingewohlt.
    Die minikleine, aber mittlerweile schon mit allerlei zu spielen beginnende Susi (für Neuleser, ausgesetztes Kätzchen, von mir aufgenommen) kuckt sich das aus sicherer Distanz an, zusehends mehr und mehr fasziniert.

    Immer mehr Spannung da, schleichendes sich Annährern, die Ohren und die geschlossenen Augen von Plum im Visier.
    Unschlüssig: Angreifen oder zu gefährlich?

    Ein Probeschlag, mal aufs Auge. Plum mummelt sich ein bisschen anders hin.
    Ein Satz aufs Ohr und hineinbeiss. Plum wirft sich wohlig auf den Rücken.
    Doppelschlag auf Auge und Ohr. Plum räkelt sich. Schmeisst seinen Kopp rum und Susi fliegt 20cm weg.

    Plum dreht sich, nimmt Susi in seinen Riesenrachen. Wie immer sieht das einfach todgefährlich aus. Ich sage natürlich nix. Susi bleibt wie immer ganz locker. Plum schnappt ihre Öhrchen, beisst scheinbar in ihren Schwanz, nimmt sich ein Hinterbein und zieht Susi um sich rum. Die macht keinen Mucks.

    Plum legt seine Vordertatze auf Susi und beschleckelt ihren Hinterleib, das macht er gerne, denn da kommt gelegentlich was. Susi auf dem Rücken, mault ein wenig, aber es ist nicht erkennbar, ob es nicht so gut tut, oder ob es eben grad gut tut. Dann zack, haut sie ihm ein Pränkchen ins Auge. Auch das sieht nicht grad harmlos aus, aber Plum hat nur kurz mit der Wimper gezuckt.

    Ich musste kurz weg. Als ich zurückkam, pennten die beiden eng an eng.

    En schöne Sunntig euch Allne!

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  14. Avatar von ingrid ingrid sagt:

    herzerwärmend und echt putzig deine zwei Tierkinder

    und auch ihr natürliches Verhalten scheint genau richtig dosiert: Hingabe & Abgrenzung

    ja auch von mir ❤

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  15. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    Und nächster Akt des Dramas
    Beide eben noch frisch putzimunter, so hat die Susi, immer noch blauäugig, immer noch sehr kleines Kätzchen, eine Schwäche. Wenn sie aufstehen will, knickt sie erst ein, dann stakst sie ultralangsam, und mit dem vorherigen Tumtollen ist nix. Es kommt vor, dass sie sich rückwärtsschleppt, so, wie wenn sie sich von etwas entledigen wollte.
    Ich hatte ihr minikleine Fischstücklein gegeben, auf Gräten sorgfältig abgesucht. Ob sie trotzdem ein kleines Ding im Hals stecken hat? Aber einknicken??
    Fressen tut sie einigermassen normal. auch da die Frage: Was ist in dem Futter drin. ich hab unter anderem Billighuhnstücke gekauft. Weiss der Geier, was da alles für Chemie drinne ist.

    Zurzeit verfütter ich ihr kleinstgeschnittenes Rind, damit ich einigermassen gewähr habe, dass sie nicht noch mehr Schädliches aufnimmt. Auf Ei ist sie total scharf.

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  16. Avatar von Thom Ram thomram sagt:

    Und nächster Akt des Dramas.
    Gestern Nacht war Plum noch unterwegs, wurde von mir um neun, von Freunden um 11 gesichtet. Ueber die Nacht staunte ich, dass keiner reinkommen wollte. Und heute ist immer noch kein Plum da.

    Es gibt viele Leute, die essen Katzen und Hunde. Plum war, bedingt durch seine Erfahrung mit mir und den Meinen hier total zutraulich zu Menschen. Ein Leichtes, ihn zu packen und das Schädelchen einzuschlagen.
    Es tut weh. Es tut einfach weh. Ein liebes und lustiges und zutrauliches und im Umgang feines Kerlchen.
    Nun, ich sage mir: Er hatte ein glückliches Leben. Ob vier Monate oder vierzehn Jahre – es fällt an Glück nichts aus dem Kosmos.

    Ich darf mir bloss nicht vostellen, wie er hergelockt und umgebracht wurde. Wenn ich das tue, dann braust mein Ego auf, dass es aber kracht.

    Susi geht es es bitzeli besser. Ihre Beinchen tragen sie etwas kräftiger.

    Irre.

    Früher hiess für mich ein Haustier: Mindestens 10 Jahre Gefährtschaft.
    Heute geht es auch mit den Haustieren wie mit Allem so: Ganz intensiv, und rasend schnell. Kaum gekommen, so gegangen.

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