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Sei vorsichtig mit deinen Worten, sie können nur vergeben werden, nicht vergessen

von Angela, 07.05.2022

Worte haben eine große Macht. Reisen, Ehen, Prozesse und Kriege fangen mit Worten an. Und Worte beenden sie auch. Worte können verletzen und trennen, oder verbinden und heilen.

Worte sind mächtig, manchmal sind sie wunderschön, manchmal aber auch außerordentlich gefährlich. Unsere Gefühle wechseln ständig, aber Worte, mit denen wir sie beschreiben, sind festgelegt und starr. Es gelingt manchmal großen Dichtern, das Wesen des Lebens in Worte zu fassen, dann fühlen wir das, was dahintersteht und sind ergriffen.

Zwischen Worten und Erfahrungen gibt es viele Zusammenhänge und die herauszufinden, wird uns zu unseren wahren Gefühlen und deren unbewusstem Hintergrund leiten.

Jeder kann das herausfinden, indem er bestimmte Begriffe, die gefühlsmäßig stark belastet sind, positiv oder negativ , einmal auflistet, wie in etwa:

Gott, Papa, Vater, Sünde, hässlich, verrückt, Dummkopf, hoffnungslos, Kirche, Doktor, Mutter, Freude,unmöglich, Frieden, Geld, egoistisch, nie, immer, gehorsam, Feigling, Freude, geh weg, nicht jetzt, Lehrer, Chef, in Moderation, gesperrt,   ,  schmutzig, Schwein, Sex, Tod, Schuld, Krieg …………………… usw. usw.

Wer ein Wort auswählt, welches stark mit persönlichen Gefühlen verbunden ist und es immer wiederholt, in dem steigt eine Erinnerung, ein Gedanke oder ein Gefühl  auf. Dieses Gefühl darf niemals unterdrückt, sondern es muss so lange zugelassen werden , bis es seinen Höhepunkt erreicht. Im höchsten Moment ist es wichtig, in eine Handlung zu kommen, irgendetwas körperlich umzusetzen, ohne einem anderen Menschen zu schaden. Auf ein Kissen einzuschlagen, den Fußboden aufzuwischen, zu tanzen, , verzweifelt zu schluchzen und vieles mehr. Bei stark belastenden Worten ist es gut, das weiter zu üben, eines Tages ist dieses Wort samt seines schmerzlichen Hintergrundes zu einem nützlichen Hilfsmittel geworden , um Heilung zu erfahren.

Genauso wie man selbst durch Worte in seinem Leben verletzt und manipuliert wurde und wird, geht es auch unseren Mitmenschen. Worte sind machtvoll, es ist wichtig, sorgfältig mit ihnen umgehen. Sie können in ein verletzbares Gemüt wie Pfeile eindringen und lassen sich nur unter größten Schwierigkeiten wieder entfernen.

Auf der bewussten Ebene sind wir relativ vernünftig, doch auf der unbewussten Ebene nehmen wir alles wörtlich wie ein Kind. Gerade Kinder lassen sich durch Worte sehr leicht beeinflussen, aber auch Kranke oder geschwächte Personen legen manchmal in Hörweite hingeworfene Sätze falsch aus und leiden darunter. Im Grunde kennt jeder gute Arzt den therapeutischen Wert von Vertrauen und Hoffnung, doch handelt er auch immer danach? Ich möchte nicht wissen, was Ärzte während einer OP alles erzählen, obwohl sie wissen, dass das Hörvermögen noch lange, nachdem das Schmerzempfinden betäubt ist, weiterbesteht.

Auch innerhalb der Familie gibt es Sätze, die sich wie Widerhaken in die Seele bohren, z.B. „Von dir habe ich auch nichts anderes erwartet“…. “ Das sieht dir ähnlich“…. Immer vergisst du alles“ ….. „du bist nur faul“, “ du hast ja immer Pech“….. “ du bist ständig krank“,…… „du lügst doch immer“ ……… usw. Solche Sätze haben eine furchtbare Wirkung auf die Seele.

Dagegen sind Sätze, wie “ Es wird alles wieder gut“, „damit wirst du sicher fertig“,…. “ das bringen wir wieder in Ordnung“, …………“das ist nicht so schlimm, wie es aussieht“, ……..“ das geht vorüber“….. heilsam für jeden Menschen.

„Wirf nicht mit Worten um dich“ , – bewirf andere Menschen nicht damit, vor allem keine Kinder, Verletzte, Kranke, Aufgewühlte, ohnmächtige oder schlafende Mitmenschen, denn diese sind ganz besonders durch negative, beleidigende oder schwächende Aussagen gefährdet.

Zum Aussenden und Empfangen von Worten gehört das Kommunizieren. Kommunizieren heißt, sein eigenes, tiefstes Inneres auf eine Person zu übertragen, mit der man in Verbindung ist. Die Grundbedingung einer guten Kommunikation ist das richtige Zuhören.

Im unvoreingenommenen Zuhören lernen wir die Betrachtungsweise  anderer kennen. Unsere Bereitschaft, wirklich zuzuhören muss nicht bedeuten, dass unsere eigenen Erfahrungen, Gefühle, Bedürnisse und Vorlieben nicht zählen. Aber es ermöglicht dem Kommunizierenden, dass Probleme sichtbar -und die verschiedenen Perspektiven verständlicher werden.

Von Herzen kommende und freie Kommunikation geht von liebevoller Aufmerksamkeit sich selbst und anderen gegenüber aus. „Gewaltfreie Kommunikation“ fördert das sensible Zuhören und den behutsamen Ausdruck von Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Solche Kommmunikation baut zwischen bisherigen Konfliktparteien Resonanz und Vertrauen auf. In diesem Zuhören sucht man den Kontakt zur Seele des anderen und spricht  die vielleicht längst verlorene Unschuld im anderen an, auch wenn sein bisheriges Verhalten vielleicht unbewusst und destruktiv war.

Die Welt ist immer MEHR als das, was wir überblicken können oder in Erinnerung haben. Gegen unsere Ansichten und Meinungen ist nichts einzuwenden, aber wenn wir uns an sie klammern, bewegt sich nichts.   Wir selbst sind die Ursache, aber auch wir selbst können durch die Wahl unserer Worte heilsame Impulse in uns selbst und in unseren Mitmenschen auslösen.

Angela


4 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Ein Mongolisches Sprichwort sagt:

    „In einen guten Wort steckt Wärme für drei Winter.“

    Gefällt 3 Personen

  2. Thom Ram sagt:

    Und, Mujo, ergänze ich: „In gegenseitig Fremden gegenüber freundlichem Blick steckt Wärme für einen Tag.“

    Gefällt 3 Personen

  3. palina sagt:

    ja richtig Angela, Worte können sehr viel bedeuten.
    Gutes vermitteln oder verletzen.

    Frägt man einen Pfälzer wie das Essen geschmeckt hat und er antwortet:“Ich habe schon schlechter gegessen.“
    Dann ist das ein Kompliment.

    Würde in anderen Gegenden als negativ aufgefasst werden.

    Loriot war ein Kenner, dessen was Worte bewirken.
    Loriot „Ich will hier nur sitzen“ 4 min.

    Gefällt 3 Personen

  4. Vollidiot sagt:

    Ja, alles ist dem Wachsen geschuldet.
    Darum gibt es eigentlich nichts Schlechtes.
    Schlecht wird es nur, frei nach Jesus dem Galiläer, wenn die Reaktion entsprechend ausfällt.
    Psychologisches Grundwissen: die Reaktion auf einen Reiz bestimmt das Weitere.
    Somit dürfte klar sein: lernen, lernen, lernen.
    Selbiges kann nur jeder für sich.
    Darum die knochentrockene Anweisig auf dem Weg zu besseren Zeiten: Ein jeder tue sein Bestes für die Gemeinschaft.
    So ist der Mensch: weil das Paulus sagte und des ein Depp war kammer son Blödsinn links, oder wars rechts, liege lasse.

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