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Statistik ist doch was schönes

(Ludwig der Träumer) Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Mit dieser Grundeinstellung leben die Medien prächtig –  noch. Schlechte Nachrichten sind besonders wirkungsvoll im geldeinsammeln  für alle Umweltverbände, NGO‘s, kirchliche und soziale Hilfsorganisationen –  die Triebkraft für ihre Existenz und Wohlstand der Initiatoren und natürlich für die Staatskrake (Adel, Politiker und öffentlicher Dienst).

Egal was wir tun oder für die Menschen erfinden um das Leben angenehmer zu machen – es wird niedergemacht oder als schädlich gebrandmarkt. Von A wie Abgas, Auto, Atomkraft über CO2  … G5 bis hin zur Zigarre ist alles schädlich oder tödlich. Man muß schlechte Nachrichten nicht mehr mit Belegen untermauern um sie meinungsbildend in die Hirne der breiten Masse einzupflanzen. Ein „kann“ oder „könnte“ reicht als wissenschaftliche Tatsache aus um die Hysterie des baldigen Tods oder des Weltuntergangs einzuleiten. Dieser kann natürlich durch entsprechende Buße an die Initiatoren weiter in die Zukunft verschoben werden. Ablaßhandel. Was anderes war nie beabsichtigt von diesen Machern.

Es genügt inzwischen ein paar verwöhnte Gören werbewirksam mit Weltuntergangszenarien plärren zu lassen und schon rollt der Rubel vom kleinen Arschloch zu diesen Machern (Machen ist Macht! Geben in diesem Fall Ohnmacht, die in Selbstzerstörung endet.)

Um den Sozialabbau zu rechtfertigen, bedarf es nicht einmal eine statistischer Verbiegung oder schlechter Nachrichten. Es genügt eine Schlagzeile und das passende Bild dazu, um alle Menschen, die in einer prekären Lage sind, als unwürdige Teilhaber der Gesellschaft zu stigmatisieren, die den Staat durch Sozialhilfe ruinieren. Die Schlagzeile „Hartzer läßt sich‘s gutgehen“ mit dem passenden buntem Bild einer vor dem Fernseher auf dem Sofa sitzenden, biertrinkenden und rauchenden Fettwanst sagt doch alles über diese verkommene Kaste. Nicht wahr?

Die verbogenen Bilder sind nur das Sahnehäubchen auf den bunten Statistiken, die die breite Masse konditionieren. Wenn bunte Bilder nicht mehr weiterhelfen um meine Interessen durchzusetzen, kann ich jedoch die Statistik als zweitbestes Propagandamittel einsetzen.

Ein Beispiel: Ludwig Bräu will künftig klimaneutral produzieren und als überzeugter Klimawandler das Drecksgas CO2 aus seinem Braukeller verbannen und baldigst auf klimaneutralen CO2-freien Schnaps umstellen.  (Hihi, in Wirklichkeit will er expandieren und mit Schnaps das große Geschäft machen. Da kommen ihm die Klimahüpfer gerade recht.)

Der Markt ist jedoch z. Zt. gesättigt. Das geht nur, wenn mehr gesoffen wird. Da bei den Hartzern eh nicht mehr reingeht, wie wir durch das o. g. Bild wissen, muß eine andere Zielgruppe her.

Wie wäre es mit den Autofahrern? Dazu müßte die Promillegrenze angehoben werden. Um meine wahren Absichten zu verschleiern, die ohnehin kontraproduktiv wären, lenke ich mal ab und greife zur Unfallstatistik. Ein Prof. Dr. Dr. äh eine Professorin mit Promotion in „Objektive Einschätzung der frühkindlichen Sexualisierung zur gesunden Entwicklung der Kinder, mit und ohne Kokain – ein Selbstversuch“ als Experte ist schnell eingekauft, der herausfindet, daß nur 20% aller Unfälle durch Alkoholeinfluß entstehen. Wer ist nun die gefährlichere Gruppe? Die Nüchternen selbstverständlich, die fünfmal so viele Unfälle produzieren wie die Besoffenen. Das heißt doch nichts anderes als daß das Unfallrisiko unter Alkoholeinfluß 80% niedriger ist.

Also rauf mit der Promillegrenze.

Dann brauche ich nur noch die freie Presse, um mein Anliegen marktreif zu klopfen. Sie wird dann für ihren gebetsmühlenartigen Einsatz zur Verkehrssicherheit selbstverständlich mit ganzseitiger Schnapswerbung, redaktionell von mir aufbereitet, belohnt. Da ich nur Biokorn zum Schnapsbrennen verarbeite und den Schnapskocher nur mit erneuerbarer Energie (Biogas) aus Politikerscheiße betreibe, wird selbst die größte grüne Hohlheit eine höhere Promillegrenze befürworten. Besonders, wenn sie einen Beratervertrag für umweltverträgliches Schnapsbrennen von Ludwig bekommt. Wg. der Frauenquote kommt dafür nur eine Person (m/w/div) mit mindestens 51% weiblichem oder div Genderhintergrund in Frage. Es darf sich sogar eine Baerbock mit ihren Kobolden bewerben. Die würde Ludwig sofort einstellen, weil seine Putzfrau in Rente ging.

Sogar der ADAC und der ADFC bejubeln die Geschäftsidee von Ludwig als Innovation für die innere Sicherheit unseres Landes. Die Mitgliederzahlen steigen unaufhörlich. Was den Beamten seit je zur Leistungssteigerung und zur Sicherheit ihrer Entscheidung verordnet wird, sollte den Auto- und Radfahren nicht vorbehalten bleiben, so die junge Aktivistin Neubauer, die sich bei Ludwig Bräu um den nächsten Job beworben hat, weil fff abgespcsed ist . Sie findet es toll, daß jeder Beamte bei Arbeitsbeginn eine Ludwig Brand bekommt, damit wenigstens die Leber mit dem Arbeiten beginnt.

Ein Liter Bier bringt dem Staat 0,40 € Alkoholsteuer ein. Ein Liter Schnaps 6,00 €. Eine win win für mich und den Staat.

Statistik ist doch was schönes. Prost.

—-

Der Steuersog äh -song. Heute aktueller denn je.

© LdT

Mein neuer Bierdeckel ist fertig. Ich suche noch ein paar alternative Sprüche zu „Opium haut Opi um, Ludwig Bräu die Götter“


8 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Wie wärs damit.

    „Ludwig Bräu, der Göttertrank mit Liebe gebraut.“

    Gefällt 1 Person

  2. palina sagt:

    Mensch Ludwig, super deine Geschäftsidee.

    Du hast begriffen wie das System funktionert.
    Ich kann nicht mehr, lach mich grad krumm und schepp.

    Und nun alle hüpfen.
    Alle hüpfen 1, 2, 3 – wir sauffens weg, das CO2.

    Bierdeckel-Vorschlag:
    „Willst du kein CO2, dann trink Schnaps vom Ludwig-Bräu.“

    Der ADAC trickst schon die ganzen Jahrzehnte mit seinen Zahlen. Entsprechend hat er das Marketing aufgebaut.
    Genau wie du das vor hast, Ludwig.

    ADAC in Wahrheit einzelner Mechaniker mit gelbem VW Käfer und verdammt guter PR-Abteilung.
    https://www.der-postillon.com/2014/01/adac-in-wahrheit-einzelner-mechaniker.html

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  3. webmax sagt:

    Steter Hopfen füllt den Schrein.

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  4. Guido sagt:

    Die Schildkröte

    Vorlage von Christian Morgenstern, der den Ludwig Bräu scheinbar nicht gekannt hat, sonst wäre er wohl selbst darauf gekommen… 🙂

    Dem Ludwig Bräu bin ich seit 1128 Jahren treu.
    Und täglich wird es mehr!
    Verloren hab ich jede Scheu,
    denn Ludwig Bräu, das lieb ich sehr!

    Manch Ludwig Bräu ist seitdem geflossen,
    ich hab es nie gezählt.
    Ohne Ludwig Bräu bin ich verdrossen
    und fühl‘ mich wie gepfählt.

    Ich kenne nicht des Todes Bild
    und nicht des Sterbens Nöte:
    Ich bin die Schild – ich bin die Schild –
    ich bin die Schild – krö – kröte.“

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  5. Guido sagt:

    Anstelle des eher negativen

    Ohne Ludwig Bräu bin ich verdrossen
    und fühl‘ mich wie gepfählt.

    könnte es auch positiver heissen

    Stets hab ich ’s aufs Neue genossen
    und kein anderes je gewählt!

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  6. Mujo sagt:

    @Guido

    Schöne Strophe nur dann müssen wir die Bierdeckel auf Teller größe machen damit alles rein passt 😉

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  7. Guido sagt:

    @Mujo

    Als ich „Genuss seit 1128 Jahren“ gelesen habe, ist mir einfach die Schildkröte in den Sinn gekommen und darauf das Motto:

    Dem Ludwig Bräu bin ich seit 1128 Jahren treu.
    oder
    Seit 1128 Jahren bin ich dem Ludwig Bräu treu.

    Darunter anstelle des Giftzwerges eine freundliche alte Schildkröte.

    Die restlichen Strophen waren nur Zugemüse zum besseren Verständnis für jene, die nicht wissen, dass Schildkröten so alt werden können… 🙂

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  8. arnomakari sagt:

    Traue keine Statistik die du nicht selbst gefälscht hast ,

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