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WaybackMachine

(Ludwig der Träumer) Angenommen, mir hat irgend jemand etwas in den Ludwig Bräu geträufelt und ich beschließe daher, in die CDU oder SPD einzutreten um in der Politik richtig mitzumischen. Vor allem aber die Schwindsucht in meinem Geldbeutel zu heilen. Die Psychotropfen fegen das gesamte Mitgefühl für meine Mitmenschen weg, das einer steilen Kariere im Weg stehen könnte.

Das einzige, das mir den Weg dazu durch neidvolle Parteifreunde vermiesen könnte, ist meine bisherige Vita. Da werden Nachbarn und bisherige Arbeitgeber mit Suggestivfragen befragt, bis man irgendeine Verfehlung meinerseits konstruieren kann um mich wieder rauszuboxen um deren Position zu stärken. Das kann man mit etwas schmieriger Redegewandtheit sicher durchstehen. Aber was ist, wenn sie meine kritischen Artikel auf der Homepage entdecken? Mich als Anarchisten verorten, der jede demokratische Wahl verweigert?

Gut, da habe ich natürlich vorgesorgt und alles gelöscht, was darauf hinweisen könnte. Wirklich?

Jetzt komme ich zum Thema Löschen.

Das I-Net vergißt keine Silbe, kein Foto, das jemals eingestellt wurde.

Jeden Beitrag, der jemals gelöscht wurde kann ich ohne Probleme wiederherstellen. Glaubst du nicht? Dann geh mal auf die Seite https://archive.org/web/ Wenige Tage alte Beiträge bleiben meistens verschont, wenn sie zeitnah gelöscht werden, da nicht täglich aufgrund der Menge das gesamte Net gescannt werden kann – noch nicht.

Die Süddeutsche http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-archive-in-san-francisco-wo-das-ganze-netz-gespeichert-wird-1.3502567  schreibt dazu:

Ist das jetzt ziemlich cool oder so richtig gruselig? Das ist die Frage, die einem bei einem Besuch im Internet Archive sofort in den Sinn kommt. Hier, in diesem neoklassischen Monumentalbau im Norden von San Francisco, das bis 2009 der Fourth Church of Christ, Scientist gehört hat, ist eines der ehrgeizigsten Projekte in der Geschichte der Menschheit beheimatet: Es soll eine wahnwitzige Ansammlung von Wissen entstehen, eine digitale Bibliothek von Alexandria, für jeden zugänglich und jederzeit abrufbar.

In dem Raum, in dem Gottesdienste gefeiert worden sind, stehen nun keine Heiligenfiguren mehr, sondern 100 bauchnabelhohe Keramikfiguren der Mitarbeiter.(Hervorhebung von mir.) In den Einbuchtungen gibt es keine Kerzen, sondern riesige Server. Auf der Liedertafel sind keine Psalme vermerkt, sondern die Dezimalen der Kreiszahl Pi. Welch wunderbare Metapher dafür, dass Technologie zur Religion geworden ist.

300 Milliarden Webseiten, zwölf Millionen Bücher, vier Millionen Audiodateien

Ausgerechnet steht dieser allsehende Server in einer Kirche.

Angeblich kann man dort die endgültige Löschung beantragen und es wird gelöscht. Das sehe ich nicht so, wenn ich den Macher richtig verstehe.

Gründer Kahle lächelt, als er diese Fragen hört. Er sieht sich selbst als Nachfolger des Pharaos Ptolemaios III., der einst die von seinem Großvater erbaute Bibliothek von Alexandria mit möglichst vielen Schriftrollen füllen wollte – das konnten Werke von Sophokles und Euripides sein, aber auch von Schiffen konfiszierte Rechnungen und Reiseberichte. „Wir wissen nicht, was mal wichtig sein wird, wenn die Menschen in Zukunft die Gegenwart beurteilen werden. Ein Amateurfilm oder ein Schnappschuss kann einem genauso viel erzählen wie ein Roman. Wir wollen alles, das ganze verdammte Ding“, sagt Kahle und deutet auf die Server: „Wann immer ein Licht blinkt, dann wird was herunter- oder hochgeladen.“ Und es blinkt wie bei einem Meteoritenschauer.

https://en.wikipedia.org/wiki/Fourth_Church_of_Christ,_Scientist_(San_Francisco,_California) mit weiteren Links, die versehentlich erzählen, wo es langgeht.

Meine frühere Ansicht zur Politik und demokratisch Wahlen gehen also nie verloren und können jederzeit problemlos abgerufen werden – von jedem. Mein Artikel „Wählen heißt entsagen“ wurde dort am 10.03.2017 für alle Zeiten archiviert.

https://web.archive.org/web/*/https://bumibahagia.com/2017/03/09/waehlen-heisst-entsagen/ 

PS: Was bleibt mir also noch übrig, meine Zukunft zu gestalten? Hierzu habe ich eine Seite gefunden von einem Klardenker, der mir aus der Seele spricht. Einfach mal reinlesen.

http://blog.berg-kommunikation.de/raus-aus-der-alten-sosse/

 

 


5 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. haluise sagt:

    huuuiiiiii

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  3. Hawey sagt:

    Ja Ludwig nichts geht verloren. Habe mal bei mir reingeschaut bei Wayback Maschine Das Resultat Captures URLs New URLs
    text/html 9,110 8,012 5,983
    image/png 11 2 1
    application/xml 9 2 1
    application/json 9 7 7
    image/vnd.microsoft.icon 1 1 0

    Ja ist ganz schön was zusammen gekommen in ca. 3 Jahren 400000 Klicks erreicht und bei Google Plus sogar nach 3½ Monaten schon 400000 Klicks.
    Bei Wayback sind aber nur die Webseiten gespeichert alles andere praktisch alles was im Internet so getrieben wird, speichert man in Maschinen, die The Beast genannt werden da geht generell alles hin ob verschlüsselt oder nicht. Die sagen halt das man irgendwann jede Verschlüsselung knacken kann.
    Also es gibt keine Geheimnisse denn, wenn es welche geben würde dann würde sie keiner finden. Wo stehen diese Speicherriesen? Eine Steht in Florida, eine in Brüssel und eine in Israel wo denn sonst. Was man immer wieder vergisst ist das das Internet ein Militärisches Projekt war und nach wie vor auch ist. Natürlich hat man nicht die Leute um das alles zu überprüfen aber wenn man Straffällig geworden ist dann kann man alles gezielt aufrufen und schon haben sie Dich am Arsch.

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  4. Vollidiot sagt:

    Das in Kombination mit dem Vorhaben der EU-Politiker Rassisten und ähnliche Bösewichte, auch bei Verdacht schon, ihres Vermögens zu berauben (die reden von konfiszieren) läßt erahnen wo die Reise hingehen wird.
    Die nächsten Jahre werden noch interessant werden und uns ungeahnte Einblicke in demokratisch geprägte Hirne ermöglichen.

    Im Wald von Nottingham gab es Beeren, Hasen und sicher auch Würmer…………………………………
    Und mit Pfeil und Bogen hat man dann gegen Täser auch eine Changse, schwirr (ich wahrscheinlich nicht mehr)……………..
    Was kann der Vogelfreie dann am Besten?
    Zumindest genießt er die Freiheit, wie einst Robin Hood, den letzten Freien auf Britanniens Sklaven-Insel.

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