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Die Wahl der Sehenden – Nichtwählen

(Ludwig der Träumer) Alle Macht geht vom Volk aus! Am 24. September kann das Volk mal wieder den Politikschranzen zeigen, wo der Hammer hängt. Immer wieder erstaunlich ist, wie die Politiker, Pfaffen und Medien uns auf die „erste Bürgerpflicht“ erinnern. Geht wählen, damit die Demokratie – die westliche Wertegemeinschaft erhalten bleibt und in der nächsten Legislativperiode alles noch besser wird. Daß diese Volkszertreter nach jeder neuen Wahl die Daumenschraube noch mehr anziehen, ist dem mehrheitlichen Wahlvieh wohl entgangen.

Ich schätze mal die Wahlbeteiligung bei 64 % der Wahlberechtigten. Die glauben immer noch, daß Wahlen etwas zum  Guten fürs Volk bewirken. Glauben immer noch an die von blinder Machtgeilheit besoffenen Geisterfahrer, die den Karren in den tödlichen Sumpf gefahren haben und versprechen mit noch mehr Promille äh Prozente ihn wieder zum Fahren bringt. Ist so wie ein Alkoholiker, der verspricht – gib mir noch einen Schnaps und alles wird gut. Wer heute noch zur Wahl geht, ist auf der psychischen / psychopatischen Ebene eines Co-Alkoholikers angelangt.

Co-Abhängigkeit bezeichnet ein sozialmedizinisches Konzept, nach dem manche Bezugspersonen eines Suchtkranken (beispielsweise als Co-Alkoholiker) dessen Sucht durch ihr Tun oder Unterlassen zusätzlich fördern oder selber darunter in besonderer Form leiden. Ihr Verhalten enthält seinerseits Sucht-Aspekte. (WiKi)

Co-Abhängigkeit bezeichnet darüber hinaus auch ein Verhalten von Menschen mit einer Beziehungsstörung, bei der sie sich ganz allgemein freiwillig von anderen Menschen abhängig machen – wohl besserem Wissen. Wie kann so was geschehen, selbst bei stabilen klardenkenden Menschen? Die Antwort lautet: Es fängt ganz langsam an. Der heutige Wähler hat eine Beziehungsstörung – vor allem zu sich selbst. Ansonsten würde er den Politikern einen Tritt in‘ Arsch geben und zum Deifi jagen. Wie hoch muß der Leidensdruck durch Ausbeutung beim heutigen Wähler noch werden, bis er sich von seiner Co-Abhängigkeit befreit?

Wie kann er irgendwelchen Idolen nachlaufen, die er furch unsinnige Maloche monetär unterstützt  und sich zum Ausgleich bis zum Untergang ausbeuten läßt? Bezüglich seichten Unterhaltungen mag das noch angehen. Kostet ja nicht viel, das Hirn aufzudröhnen mit die Bundesliga, Formel Eins, Tennis oder die Helene Fischer, die in ihrer Giga Show aus ihrem federleichten Kleid in 360° auf die Bühne pißt (selbst googln).  Noch perverser wird es, wenn sie mit einem toten Elvis ein Duett singt. En Zeichen der Zeit, aus der es lohnt, sich so schnell wie möglich auszuklinken. Der Turbodemokratische Kapitalismus ist bereits tot. Er wird nur noch im Duett mit dem Wahlvieh für kurze Zeit aufrechterhalten.

Das Verständnis für diese Dumpfbacken aller Couleur hört für mich dann auf, wenn sie ihren eigenen Untergang wählen und sich selbst noch als anständige Demokraten bejubeln. Siehe die aktuellen Wahlveranstaltungen. Was kommt da rüber? Versprechungen, sich zum Wohl des Volkes einzusetzen, das sie in den letzten dreizehn Legislaturperioden zunehmend vorsätzlich zugunsten der neuen Feudalherren des Kapitalismus umgeleitet haben. Jedesmal dieselbe Leier seit dreizehn Legislaturperioden. Ne – mit jeder neuen noch dreister und verlogener.  Als Nichtwähler, der eigentlich Wahlverweigerer ist, sehe ich das natürlich alles falsch. Nach dem überaus gebilderbergten Herrn Vehrkamp von der Bertelsmann-Stiftung gehöre ich zur Unterschicht mit sozialen Problemen:

„Soziale Probleme verbinden sich mit einer ausgeprägten Konsumneigung, Spaßorientierung und Distanz gegenüber Regeln der Gesellschaft zu einem typischen Nichtwähler-Klima“.

Ach so, Konsumneigung und Spaßorientierung durch soziale Probleme? Recht hat er natürlich. Die gibt’s selbstverständlich nur in der bildungsresistenten Unterschicht, wie doch alle wissen.

Ich frage ihn lieber nicht, was er unter Regeln der Gesellschaft versteht. Egal. Lassen wir den Ausflug in die Welt der Wissenden – der Experten uns am Arsch vorbeigehen.

Bevor ich euch ein Gutnachtliedle von Reinhard Mey hier einstelle, das eigentlich zum Aufwachen gedacht ist, möchte ich an einen Gedanken zur Wahlverweigerung vom geschätzten Gerd Flegelskamp erinnern:

Meine Wahlempfehlung: „Lassen Sie es!“ http://www.flegel-g.de/

 

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen
Die dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen
Und ich denk‘ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen
Sie nennen es das Volk aber sie meinen Untertanen
All das Leimen, all das Schleimen ist nicht länger zu ertragen
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
„Halt‘ du sie dumm, ich halt‘ sie arm!“

Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten
Ihre guten, alten Werte sind fast immer die verkehrten
Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln
Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln
Der Medienmogul und der Zeitungszar
Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!
Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und nach guten Sitten
Doch ihre Botschaften sind nichts als Arsch und Titten
Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote
Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote
Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht
So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!

Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

Es ist ’ne riesen Konjungtur für Rattenfänger
Für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger
‚Ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher
Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher
Und sie sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt
Und nach den Schlimmsten werden Plätze und Flugplätze benannt
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber lässt man laufen
Kein Pfeifchen Gras, aber ’ne ganze Giftgasfabrik kann du kaufen
Verseuch‘ die Luft, vertstrahl das Land, mach ungestraft den größten Schaden
Nur lass Dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n
Und die Polizei muss immer auf die Falschen draufhau’n

Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

Wir hab’n ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat gerantier’n
Was hift’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren
Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln
Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?
Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich
Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und Heim ins Reich!
„Nie wieder soll von diesem Land ein Krieg ausgehen!“
„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!“
„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!“
„Kampfeinsaätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen“
Sie ziehen uns immer tiefer rein, Stück für Stück
Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück

Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

Ich hab Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen
Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen
Und verschon‘ mich mit den falschen Ehrlichen
Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!
Ich hab‘ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit
Nach ’nem bisschen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit
Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu Lachen
Sie wer’n dich ruinier’n, exekutier’n und mundtot machen
Erpressen, bestechen, versuchen dich zu kaufen
Wenn du die Wahrheit sagst, lass draußen den Motor laufen
Dann sag‘ sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:
Wer die Wahrheit sagt braucht ein verdammt schnelles Pferd!

Sei wachsam
Präg‘ dir die Worte ein!
Sei wachsam
Und fall nicht auf sie rein!
Paß auf, dass du deine Freiheit nutzt
Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
Sei wachsam
Merk dir die Gesichter gut!
Sei wachsam
Bewahr dir deinen Mut
Sei wachsam
Und sei auf der Hut!

(Reinhard Mey)

Wer noch nicht kapiert hat, was abläuft – hier kann er sich hier  schlau machen.

Insbesondere wird es nicht ohne miese Widrigkeiten durch die Politschranzen abgehen, fall sich genügend Wahlverweigerer zusammenfinden, die aus deren Sicht eine Gefahr für die Demokratie sehen. Es sei hier nochmals auf eines der besten Werke zu diesem Thema hingewiesen. José Saramago beschreibt in „Die Stadt der Sehenden“, wie gelebte Anarchie ohne Politiker und Verwaltung Wirklichkeit werden kann. Er ist aber auch Realist genug um zu erkennen, zu was die Drecksäcke von Politikern fähig sind um ihren Status zu wahren. Kein schönes Ende dieses Buch. Aber ein Hoffnungsvolles. In „Der Stadt der Sehenden“ wird erstmalig der kollektive Aufstand – ne, die kollektive Verweigerung der Führung und die Selbstorganisation geprobt. Daß es schief ging, lag nicht an den Bewohnern, sondern daran, daß nur eine Stadt mitmachte.

Leseempfehung: Die Stadt der Sehenden

Es lohnt sich auch besonders den Beitrag von luckyhans nochmals zu verinnerlichen – öfter ein Fernrohr meiner Gedanken.

Mein Aufruf ergeht an alle, die sich hinreichend mit dem heutigen mehrschichtigen Lügensystem beschäftigt haben und dieses weitgehend durchschaut haben.

Für einen neuen Ansatz schlage ich vor, sich ausführlicher den Werken der ursprünglichen Anarchisten zu nähern, wie Etienne de la Boetie, Max Stirner und natürlich Pierre Joseph Proudhon und Michail Bakunin, vielleicht auch Kropotkin oder Zenker, heute den Vorträgen von Horst Stowasser und Christian Felber, und sich auch mit der Geschichte der sog. Anarcho-Syndikalisten zu befassen, zum Beispiel bei Rudolf Rocker.

Und dann sich auf die natürlichen Verhältnisse und Vorgänge zu besinnen, die uns Mutter Natur jeden Tag wieder demonstriert und deren langfristige Stabilität uns nur Vorbild sein kann, egal ob es Wachstumsprozesse oder hochkomplexe Vernetzungen betrifft.

https://bumibahagia.com/2017/09/10/interessen-geleitet-2/

Wer seine Stimme abgibt, gibt sein Leben in fremde Hände.

 


16 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Ja lieber Ludwig, so ist es.

    Vielen Dank für das nochmals dran erinnern.
    Habe da so einige Menschen denen ich das weiterreichen möchte.
    Die meisten haben allerdings schon Briefwahl getätigt.

    Reinhard Mey scheint tatsächlich noch einer der alten Barden zu sein, die noch nicht systemkonform eigekauft wurden…..gut dass es solch Menschen überhaupt noch gibt.

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  3. „– die ganze „Feindschaft“ ist „Kino für die Deppen“ aus dem Artikel von Luckyhans https://bumibahagia.com/2017/09/10/interessen-geleitet-2/

    Ich ergänze: Parteinahme – Parteien wählen, ist die Voraussetzung für eine Feindschaft und erzeugt erst diese Spaltung. Die Spaltung der Menschen – die Einordnung in Gut und Schlecht, Links – Rechts oder Oben und Unten ist keine neuzeitliche Erfindung. Sie ist, so meine ich, ein archaisches Triebmittel um sich davon zu befreien. Die Menschheit kann sich davon befreien, wenn sie das erkennt. Das Hin und Her – das Parteiengezwenkel sitzt tiefer. Das läßt hoffen.

    Im Aufsatz von Michail Bakunin „Gott und der Staat“ wurde für mich klar, wo der Hase im Pfeffer liegt. Es ist daher sinnlos, mit Wahlen etwas ändern zu wollen. Es ist nur ein weiteres Pfuschwerk. Jede weitere Wahl verzögert diese Erkenntnis. Na ja, wir haben alle Zeit dieser Welt – wenn nicht heute, dann im nächsten Leben.
    Lesen wir ein Ausschnitt aus seiner Brandrede:

    „Die Bibel, ein sehr interessantes und manchmal sehr tiefes Buch, wenn man sie als eine der ältesten
    erhaltenen Äußerungen der menschlichen Weisheit und Phantasie betrachtet, drückt diese Wahrheit
    sehr naiv in ihrem Mythos der Erbsünde aus. Jehovah, von allen Göttern, die die Menschen je angebetet, gewiß der eifersüchtigste, eitelste, roheste, ungerechteste, blutgierigste, despotischste und menschlicher Würde und Freiheit feindlichste, schuf Adam und Eva aus – man weiß nicht was für
    einer – Laune heraus, ohne Zweifel, um seine Langeweile zu vertreiben, die bei seiner ewigen egoistischen Einsamkeit schrecklich sein muß, oder um sich neue Sklaven zu schaffen; dann stellte er
    ihnen edelmütig die ganze Erde mit allen ihren Früchten und Tieren zur Verfügung, wobei er diesem
    vollständigen Genuß nur eine einzige Grenze setzte. Er verbot ihnen ausdrücklich, die Frucht vom
    Baume der Erkenntnis zu essen.
    (Anm: Es ist damit der Raum der Erkenntnis gemeint)

    Er wollte also, daß der Mensch, allen Bewußtseins seiner selbst beraubt, ewig ein Tier bleibe, dem ewigen Gott, seinem Schöpfer und Herren, untertan. Aber da kam Satan, der ewige Rebell, der erste Freidenker und Weltenbefreier. Er bewirkt, daß der Mensch sich seiner tierischen Unwissenheit und Unterwürfigkeit schämt; er befreit ihn und drückt seiner Stirn das Siеgel der Freiheit und Menschlichkeit auf, indem er ihn antreibt, ungehorsam zu sein und die Frucht vom Baume der Erkenntnis zu essen. Man weiß, was folgte. Der Herrgott, dessen Voraussicht eine seiner göttlichen Eigenschaften, ihm hätte sagen müssen, daß dies so kommen würde, geriet in schreckliche und lächerliche Wut: er verfluchte Satan und die von ihm selbst geschaffenen Menschen und die Welt, sich gewissermaßen selbst in seiner eigenen Schöpfung schlagend, wie dies Kinder im Zorn zu tun pflegen, und sich nicht begnügend, unsere Vorfahren in der Gegenwart zu treffen, verfluchte er sie in allen künftigen Generationen, die an dem Verbrechen ihrer Vorfahren doch unschuldig sind. Unsere katholischen und protestantischen Theologen finden das sehr tief und sehr gerecht, gerade weil es ungeheuer unbillig und unsinnig ist! Dann erinnerte er sich, daß er nicht nur ein Gott der Rache und des Zornes, sondern auch ein Gott der Liebe sei, und nachdem er einige Milliarden armer menschlicher Wesen während ihres Lebens gequält und zu ewiger Höllenqual verdammt hatte, erbarmte er sich der übrigen, und um sie zu retten, um seine ewige und göttliche Liebe mit seinem ewigen und göttlichen, immer opfer- und blutgierigem Zorn zu versöhnen, schickte er als Sühneopfer seinen einzigen Sohn auf die Erde, damit er von den Menschen getötet würde.

    Dies nennt man das Geheimnis der Erlösung, welches die Grundlage aller christlichen Religionen bildet. Und wenn wenigstens noch der göttliche Retter die Welt der Menschen gerettet hätte! Mitnichten; in dem von Christus versprochenen Paradies wird es, wie man durch ausdrückliche Ankündigung weiß, nur sehr wenige Auserwählte geben. Die übrigen, die ungeheure Mehrheit der gegenwärtigen und künftigen Generationen, werden ewig in der Hölle braten. Inzwischen liefert der stets gerechte, stets gute Gott zu unserem Trost die Erde den Regierungen der Napoleon III. und Wilhelm I., der Ferdinand von Osterreich und der Alexander von Rußland aus. Das sind die unsinnigen Geschichten und ungeheuerlichen Lehren, die man mitten im neunzehnten Jahrhundert in allen Volksschulen Europas, auf den ausdrücklichen Befehl der Regierungen erzählt und lehrt.

    Das nennt man die Völker zivilisieren! Liegt es nicht auf der Hand, daß all diese Regierungen die systematischen Vergifter, die eigennützigen Verdummer der Volksmassen sind? Ich ließ mich von meinem Gegenstand abziehen durch den Zorn, der mich stets packt, wenn ich an die elenden und verbrecherischen Mittel denke, durch die man die Völker in ewiger Knechtschaft hält, ohne Zweifel, um sie besser scheren zu können. Was sind die Verbrechen aller Tropmann der Welt, gegen- über diesem Verbrechen beleidigter Menschheit, das täglich am hellen Tag, auf der ganzen Fläche der zivilisierten Erde von denen begangen wird, die sich Schützer und Väter der Völker zu nennen wagen? Ich kehre zum Mythos von der Erbsünde zurück. Gott gab Satan recht und erkannte an, daß der Teufel Adam und Eva nicht betrogen hatte, als er ihnen Erkenntnis und Freiheit versprach als Belohnung des Ungehorsams, zu dem er sie verleitete; denn sobald sie von der verbotenen Frucht gegessen hatten, sagte Gott zu sich (siehe die Bibel): „Sieh‘ da, der Mensch ist wie einer von Uns geworden, er kennt das Gute und das Böse; hindern Wir ihn also die Frucht des ewigen Lebens zu essen, damit er nicht unsterblich werde wie Wir.“ Lassen wir jetzt die fabelhafte Seite dieses Mythos beiseite und betrachten wir seinen wirklichen Sinn. Dieser ist sehr klar. Der Mensch hat sich befreit, er hat sich von der tierischen Natur getrennt und sich als Mensch gebildet; er begann seine Geschichte und seine eigentlich menschliche Entwicklung mit einem Akt des Ungehorsams und der Erkenntnis, das heißt mit der Empörung und dem Denken.“
    (aus https://anarchistischebibliothek.org/library/michail-bakunin-gott-und-der-staat#fn_back27 )

    Wann fängt der Mensch endlich damit an, fragt sich Ludwig der Träumer!

    Wollte eigentlich nicht so ausschweifend werden, sondern nur den Andreas Popp hier einwerfen als Denkhilfe zu den Wahlen – die nur der Spaltung der Menschen dienen.

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  4. Was nützt es zu SEHEN ohne zu WISSEN?
    Unendlich viel Sand in den Augen, darf es noch eine Schaufel mehr sein?!

    Jeder Mensch MUSS wählen, denn auch der der nicht wählt, hat damit seine Wahl getroffen:

    Mensch oder Person und Staatssklave? Diese Wahl steht genau jetzt an. Das „Jüngste Gericht“ wird selbiges genannt, an einem Ort namens HARMAGEDDON, nichts anderes als das menschliche Herz darselbst!

    Bei der Wahl zum Menschen bekommst Du Deine Stimme zurück mit der allumfassenden Verantwortung für Dich selbst. Keine Sozialleistungen mehr, kein Ausweis und kein kriechen auf allen vieren im Dreck!

    https://freiefamiliedresden.wordpress.com/2017/03/25/harmageddon-2017/

    DIE WAHL DER WISSENDEN.

    Gefällt 1 Person

  5. Kunterbunt sagt:

    @ ALLE, die enkelgerecht denken und handeln wollen

    https://www.youtube.com/watch?v=0PluPE0ca6w – Prof. Dr. Petra Plininger, deine Stimme gehört dir

    https://juergenfritz.com/2017/09/10/wie-merkel-entmachtet-werden-kann/ – Lesen unbedingt empfohlen
    Auszüge daraus:
    „Menschenwürde bedeutet, wie Immanuel Kant in unnachahmlicher Klarheit herausgearbeitet hat: die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, die den Menschen von allen bekannten Lebewesen, von allen Maschinen und auch der modernsten, höchstentwickelten künstlichen Intelligenz unterscheidet. Der Mensch hat keinen Preis, keinen bezifferbaren Wert, er hat Würde. Er hat die Fähigkeit, über sich selbst zu bestimmen. Und er hat ein Recht auf Selbst- und Mitbestimmung. Sich dies nehmen zu lassen, obschon man sich dagegen wehren könnte, ist ein Verstoß gegen die eigene Würde.
    Wer Kleinstparteien wählt, die keine realistische Chance auf Überwinden der Fünfprozenthürde haben, stärkt damit die Parteien, die über 5 Prozent liegen, weil ihre Anzahl der Sitze im Parlament – und das ist das Entscheidende! – dadurch steigt.
    Wer gar nicht oder ungültig wählt, der vergibt seine Chance auf eine Korrektur des Votums der anderen. Er bestätigt im Grunde die gültigen abgegebenen Stimmen und sagt indirekt: „Ich bin voll und ganz einverstanden, was ihr entscheidet. Ich möchte dies kein bisschen verändern.“

    Gelesen bei vera-lengsfeld.de:
    „Am 24.9. sollten sich alle Wähler darauf besinnen, dass sie eine Stimme haben, mit der sie etwas verändern können.
    Vielleicht ist diese Wahl die letzte Gelegenheit, Einfluss zu nehmen. Seine Wut, seinen Frust im Internet oder auf der Straße abzureagieren, hilft nicht. WER NICHT WÄHLT, STÄRKT DIE ALTPARTEIEN.
    Die Nichtwähler sind die einzige wirkliche Volkspartei. Sie könnten jede kleine Partei zur Regierungspartei machen. Noch sind die Wahlen geheim. Es gibt keine Überwachungskameras in den Wahlkabinen. Man kann jede gewünschte Alternative wählen, es sieht ja keiner.
    Aber vom Ergebnis der Wahl hängt die Zukunft unseres Landes ab!“

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  6. Kunterbunt sagt:

    Zum eloquenten, von mir geschätzten Andreas Popp:
    Wieso ist er mit seinem ganzen Hab und Gut nach Kanada geflüchtet, an einen geographisch sicheren Ort, wie er selber sagt?

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  7. luckyhans sagt:

    zu Kunterbunt um 2:47
    Mann, immer wieder diese kindlich-kindisch-weinerlichen Bitten, doch trotzdem das System als solches zu legitimieren – immernoch nichts begriffen?

    „vera-lengsfeld“ – bitte nicht schon wieder… wir ham schon genug Stasi-Tanten, die uns „reGIERen“ und „raten“…

    „darauf besinnen, dass sie eine Stimme haben“ –
    falsch – sie haben (und geben diese ab!) ZWEI Stimmen – eine für die („natürliche“) PERSON, und eine für sich als Mensch – mal darüber nachgedacht?

    „vom Ergebnis der Wahl hängt die Zukunft unseres Landes ab!“ –
    welch ein notorischer Schwachsinn, sowas in einem besetzten Gebiet zu verkünden…

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  8. ALTRUIST sagt:

    Belogen – betrogen – Tauschung im Rechtsverkehr

    299 Faxe für die Freiheit!

    Die Beschwerde zur Wahlanfechtung zum Download! (Fax) Textversion 1.2

    http://einiges-deutschland.com/wahlanfechtung-jetzt/

    teilt mit :

    Am Mittwoch fällt die Entscheidung der Kreiswahlleiter und des Bundeswahlleiters ob die Bundestagswahl trotz der aufgezeigten Verstöße gegen das Tillessenurteil stattfindet. Findet die Wahl statt, dann geht der Klageschriftsatz zum Militärtribunal. Die OSZE hat die Wahlanfechtung auch bekommen und hat entsprechend der internationalen Abkommen bei Wahlbetrug mit der nicht existenten Staatsangehörigkeit „deutsch“ einzugreifen.
    Das Beschwerdeschreiben muss per Fax an die Kreiswahlleiter und Gemeindeverwaltungen. Wenn dort Faxe abgeschaltet wurden bitte sofort Meldung an Einiges Deutschland per Fax und versuchen mit zusätzlichem Anschreiben an den Bundeswahlleiter faxen.
    Wir haben gute Chancen auf eine Verfassungsklage wegen vorsätzlichem Wahlbetrug mit der rechtlich nicht existenten weil verbotenen deutschen Staatsangehörigkeit.
    Einige Kreiswahlleiter hatten die Behandlung der Beschwerden abgelehnt, ein SUPER Eigentor, denn jetzt können wir parallel zum Beschwerdeverfahren nach dem Bundeswahlrecht alle diese Kreiswahlleiter und deren Wahlkommisionsmitglieder und den Bundeswahlleiter wegen Beihilfe zum Wahlbetrug in einem Strafverfahren wegen Rechtsbeugung des Bundesbereinigunggesetzes und wegen Wahlbetrug durch Mißachtung des Tillessen-Urteils bei Tribunal General anzeigen.
    Der Schriftsatz dazu ist gerade in Arbeit. Damit fliegen die Mittäter aus ihren „öffentlichen Amt“ weil die Mindeststrafe für Verstoß gegen dasn Bundesbereinigungsrecht mittels Rechtsbeugung §§ 105 – 108e StGB mehr als ein Jahr ist.

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  9. Kunterbunt sagt:

    Luckyhans: „…diese kindlich-kindisch-weinerlichen Bitten…“
    Worauf beziehen Sie sich?

    Gefällt mir

  10. Texmex sagt:

    Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass der Hausherr hier nichts, aber auch gar nichts dazu lernt. Immer wieder die selbe Laier, wählen gehen, das korrupte, versteckte System alimentieren, egal das für Pappnasen a la Pilgerweg nach Yad vashem vorne dran sitzen. Unglaublich.
    Und das nennt er dann glückliche Erde.
    Krieg ist Frieden, Gefängnis ist Freiheit, weiss ist schwarz. Thomram’s Neusprech.
    Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich RUMPELSTILZCHEN heiss.

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  11. Texmex sagt:

    Ergänzung: ich meine natürlich nicht den LH sondern den Thomram, nicht dass das missverstanden wird.

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  12. luckyhans sagt:

    zu kunterbunt um 6:29
    wer hat das denn gepostet?
    „Und er hat ein Recht auf Selbst- und Mitbestimmung. Sich dies nehmen zu lassen, obschon man sich dagegen wehren könnte, ist ein Verstoß gegen die eigene Würde.“ –
    „Wer gar nicht oder ungültig wählt, der vergibt seine Chance auf eine Korrektur des Votums der anderen.“ –
    „diese Wahl die letzte Gelegenheit, Einfluss zu nehmen“ –
    und so weiter.
    Das sind genau die uralten Jammer-Lügen, die immer wieder herausgeholt werden, um Leuten die Hirne zu verkleistern ob der wahren Gegebenheiten hierzulande… weiter bitte selbständig suchen, Suchfeld ist rechts oben.

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  13. thom ram sagt:

    Texmex 23:10

    Ich bedaure, deinen Ansprüchen an meine Lernfähigkeit nicht gerecht zu werden.

    Wenn mir keine Partei passen würde, dann würde ich leer einlegen.

    Leer einlegen ist eindeutig: Einer will wählen, aber die zur Wahl stehen, sind nicht erwünscht.
    Wahlabstinenz hingegen kann dahingehend interpretiert werden: Die Leute sind zu faul, um wählen zu gehen.

    Als Deutscher würde ich heute klipp klar die Deutsche Mitte wählen.

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  14. An alle die noch glauben, sie tun sich und der Gesellschaft etwas Gutes an, wenn sie wählen gehen:
    Sie setzen mit ihrer Wahl geistig vorgeschnitzte Zombies in die Regierungspaläste ein. Selbst wenn es ein paar gutmeinenden neue Parteien schaffen sollten, werden sie innert Kürze auf Linie gebracht oder umgebracht äh verselbstmordet.

    Es ist die zweite größte Illusion nach der Erfindung der Religionen, daß Regierungen zum Wohle des Volkes agieren. Es wird nix besser fürs Volk.

    Wurde jemals die mehrheitliche Wahlverweigerung geprobt? Die Argumente, daß selbst bei einer Wahlbeteiligung von 5 % dieselben Figuren die Regierung bilden, ist sicher richtig. Richtig nach meiner Einschätzung ist aber auch, daß denen dann die Hosenanzüge runterrutschen, weil sie vollgeschissen vor Angst sind. D. h., denen fehlt die Energie der Akzeptanz. Es kann nichts – aber auch gar nix krudes durchgesetzt werden, wenn das Volk es nicht spirituell unterstützt – seine Energie dafür opfert.

    Ein Bp.: Krieg. Er kann nie plötzlich entstehen. Es bedarf jahrelanger Vorbereitung, vor allem Gehirnwäsche beim Volk, das letztendlich von seiner Notwendigkeit überzeugt ist. Ist auch klar, warum. Wer geht in den Krieg? Das kleine Arschloch. Auch den Krieg hat er gewählt. KLINGT KOMISCH: Is aber so. Es gibt keine größeren Feiglinge als die Politiker. Die ziehen nie in den Krieg. Sie verführen nur zu ihren Gunsten. Lassen wir sie fallen. Wann wird man das je verstehen?

    Kleine, auch neue Parteien mit ehrlichem Konzept, die u. U. das perfide System durchschaut haben und glauben, etwas ändern zu können, sollten wir erst gar nicht in Betracht für den Wahlzettel ziehen. Dadurch schützen wir sie vom Moloch gefressen zu werden. Solche Klardenker politisch verheizen ist nicht hilfreich. Die haben oft mehr auf dem Kasten. Deswegen mein Gedanke: Reden wir mit ihnen, ob es nicht sinnvoller ist, kleine Feuer zu entfachen – das große Geplänkel am Arsch vorbeigehen zu lassen, das ohnehin nie zu unserem wohl gedacht war.
    Egal, wie die nächste Wahl ausgeht, wenn mehr als 5 % wählen – es wird noch schlimmer. Hier, was euch blüht nach der nächsten Wahl (Ist bereits alltägliche Wirklichkeit):

    „Regiert sein heißt, unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Tugend dazu haben…
    Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung versteuert, patentiert, notiert, registriert, erfaßt, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, lizenziert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden.

    Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepreßt, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, mißhandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden.“

    (Pierre-Joseph Proudhon (1809 – 1865) Ökonom und Soziologe, der sich für die Abschaffung der Regierung einsetzte.)

    Oder ergänzend aus meinem Aufsatz: https://ludwigdertraeumer.wordpress.com/2017/01/27/von-der-freiwilligen-knechtschaft-des-menschen/

    So, jetzt geht mal schön wählen.

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