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High-tech muß sein – un-be-ding-t!

Wir leben in einer hochtechnisierten Welt, und jedes Land sieht es als wichtigstes Kriterium für seinen Entwicklungsstand an, wenn nicht mindestens xy % seiner Fertigungen auf High-tech-Niveau sind.
Egal wieviel das im Einzefalle auch kosten mag, und wie es sich mit der Rentabilität verhielt…
Luckyhans, 10. Juli 2017
——————————

Der Direktor einer Fabrik für Zahnpasta hatte Kopfweh – wegen seines einzigen Qualitätsproblems: es kam immer mal wieder vor, daß Tuben ohne Füllung ausgeliefert wurden.
Als die Kundenbeschwerden überhand nahmen,  wurde im Management beraten und eine Ausschreibung gestartet.

In deren Ergebnis wurde eine externe Engineering-Firma beauftragt, und 6 Monate und 8 Mio Dollar später war am Ende des Fließbandes eine elektronische High-tech-Feinwaage angebracht, welche das Gewicht der fertigen Zahnpastatuben berührungsfrei prüfte und bei Feststellen einer leeren Tube ein Alarmsignal auslöste und das Fließband stoppte.
Dann mußte ein Mitarbeiter dorthin eilen, die leere Tube entfernen und das Fließband wieder einschalten.

Als der Direktor ein Jahr später sich von der Rentabilität der High-tech-Lösung überzeugen wollte, stellte er fest, daß knapp 1 Woche nach Montage der High-tech-Waage die Zahl der ausgelösten Alarme auf Null zurückgegangen war und seitdem dort verblieb.
Auch gab es keine Kundenreklamationen wegen leerer Tuben mehr.

Da vorher bis zu 12 leere Tuben pro Tag registriert worden waren, kam dem Direktor das sonderbar vor, und er beschloß, der Sache persönlich nachzugehen.
Vor Ort erwies es sich, daß tatsächlich keine leeren Tuben mehr verpackt worden waren, der High-tech-Alarmschreiber seit Monaten nicht mehr angesprungen war.

Des Rätsels Lösung erblickte er dann, als er vom Fließband-Ende einige Meter das Band zurückverfolgte: dort hatten findige Mitarbeiter einen Ventilator für 20 Dollar so aufgestellt, daß er genau die leeren Tuben vom Band blies, in eine bereitgestellte Kiste.

Auf die Frage, wer das denn getan hätte, sagte ein vorbeieilender Mitarbeiter, daß er und seine Kollegen damals von den ständigen Alarmen und dem Hinrennen zum Wiedereinschalten das Bandes so genervt waren, daß sie zu dritt ein paar Minuten getüftelt hätten und dann auf diesen Trick mit dem Ventilator gekommen wären…

(nach dieser Quelle)


3 Kommentare

  1. Pieter sagt:

    Yupp, ganz genau das ist es, nur die Arbeiter die wirklich mit den Problemen vor Ort belastet sind finden die besten Lösungen und nicht die betriebsblinden Fachidioten.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. haluise sagt:

    hahahahahsssassssssasssssssa

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